News - Engel Austria GmbH, Zentrale Verwaltung / Produktion Spritzgiessmaschinen

News - Engel Austria GmbH, Zentrale Verwaltung / Produktion Spritzgiessmaschinen

Engel Austria GmbH, Zentrale Verwaltung / Produktion Spritzgiessmaschinen

ÖsterreichSchwertberg

 

News - Engel Austria GmbH, Zentrale Verwaltung / Produktion Spritzgiessmaschinen

Newsgrafik #35323
 12.09.2019

iQ weight control eröffnet Rezyklaten breiteres Einsatzspektrum  (Firmennews)

Auf der K 2019 vom 16. bis 23. Oktober in Düsseldorf präsentiert ENGEL sein intelligentes Assistenzsystem iQ weight control für die Spritzgießverarbeitung weltweit erstmalig mit einer Rezyklat-Anwendung und macht damit das große Potenzial von inject 4.0 für die Circular Economy deutlich.

Bild: Mit der Verarbeitung von vollrezykliertem ABS macht ENGEL auf der K 2019 das große Potenzial von iQ weight control zum Schließen von Wertstoffströmen deutlich.

Für die Verarbeitung von Neuware findet iQ weight control, das die qualitätsrelevanten Prozessparameter beim Einspritzen für jeden Schuss einzeln an die aktuellen Bedingungen anpasst, seit 2014 mit großem Erfolg Einsatz. Rezyklate weisen naturgemäß jedoch größere Chargenschwankungen als Neuware auf. Dass die Software auch unter diesen Bedingungen zuverlässig funktioniert, hat ENGEL gemeinsam mit dem Recyclingspezialist Erema in ausführlichen Versuchsreihen getestet. Dafür wurden stark verschmutzte Geotextilien aus Polypropylen mit verschiedenen Recyclingtechnologien aufgearbeitet, regranuliert und im Spritzguss unter Einsatz von iQ weight control verarbeitet. „Die Versuche haben bestätigt, dass iQ weight control auch in der Verarbeitung von Rezyklaten das Schmelzevolumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant hält“, berichtet Paul Kapeller, Produktmanager Digital Solutions von ENGEL AUSTRIA. „Wir öffnen Rezyklaten damit die Tür zu einem deutlich breiteren Spektrum an Anwendungen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.“

Materialschwankungen zuverlässig ausgleichen
Mit der Verarbeitung von vollrezykliertem ABS auf einer ENGEL victory 120 Spritzgießmaschine macht ENGEL während der K das große Potenzial von iQ weight control zum Schließen von Wertstoffströmen deutlich. Um realistische Bedingungen zu simulieren, werden Rezyklate von zwei unterschiedlichen Firmen, MGG Polymers und Bage-Plastics, eingesetzt. „Viele Verarbeiter haben mehrere Rezyklatlieferanten“, sagt Kapeller. „Dadurch können die Fließeigenschaften der Rohmaterialien so stark variieren, dass das Bauteil nach einem Materialwechsel nicht mehr vollständig gefüllt wird. iQ weight control passt die Parameter bereits beim ersten Schuss nach dem Materialwechsel an die neuen Gegebenheiten an. Unabhängig vom Rezyklatlieferant werden damit durchgehend Gutteile produziert.“

State of the art des smarten Produzieren
Die victory 120 Spritzgießmaschine am Messestand von ENGEL repräsentiert den State of the art des smarten Produzierens. Neben iQ weight control sind alle weiteren iQ Produkte aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL installiert. Die permanente Anpassung qualitätsrelevanter Prozessparameter auf Basis von Echtzeitdaten ist ein wesentliches Merkmal der smart factory.

ENGEL auf der K 2019: Halle 15, Stand C58
Mit der Verarbeitung von vollrezykliertem ABS macht ENGEL auf der K 2019 das große Potenzial von iQ weight control zum Schließen von Wertstoffströmen deutlich.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #35209
 09.08.2019

Engel Austria: Den Gesamtprozess im Blick  (Firmennews)

Mit dem neuen iQ process observer schlägt ENGEL auf der K 2019 vom 16. bis 23. Oktober in Düsseldorf ein völlig neues Kapitel der intelligenten Assistenz auf. Lassen sich mit Assistenzsystemen bislang einzelne Arbeitsschritte des Spritzgießprozesses, wie Einspritzen oder Kühlen, optimieren, behält der neue iQ process observer über das vollständige Los den Gesamtprozess im Blick. Veränderungen im Prozess lassen sich auf diese Weise besonders früh erkennen und die Ursachen schneller ermitteln und beheben.

Über alle vier Phasen des Spritzgießprozesses – Plastifizieren, Einspritzen, Kühlen und Entformen – analysiert der iQ process observer kontinuierlich mehrere hundert Prozessparameter. Die Ergebnisse werden – gegliedert in die vier Phasen – sowohl in der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine als auch im ENGEL Kundenportal e-connect übersichtlich dargestellt.

Effizienz- und Qualitätspotenzial voll ausschöpfen
Durch den kontinuierlichen Abgleich der ermittelten Werte mit den vorherigen Zyklen erkennt die Software automatisch Drifts und vergleicht darüber hinaus bestimmte Prozessparameter mit einem festgelegten Referenzzustand. In Form einer Klartextmeldung weist das System den Maschinenbediener auf ungünstige Prozesseinstellungen und -zustände sowie dafür mögliche Ursachen hin. Dies hilft dem Anwender bei der Prozessoptimierung und im Fehlerfall bei der Behebung. Alle Funktionen laufen automatisch ab. Der iQ process observer kann ohne Initialaufwand eingesetzt werden.

„Mit dem iQ process observer können die Prozesstechniker das volle Effizienz- und Qualitätspotenzial, das die Spritzgießmaschine und Fertigungszelle bietet, ausschöpfen“, sagt Paul Kapeller, Produktmanager Digital Solutions von ENGEL AUSTRIA. „Der iQ process observer ist derzeit das einzige auf Live-Daten basierende Assistenzsystem im Markt, das aktiv auf Veränderungen im Prozess und ungünstige Einstellungen hinweist und damit die Stabilität über den Gesamtprozess optimieren hilft.“

Modularer Ansatz ebnet smart factory den Weg
Die permanente Anpassung qualitätsrelevanter Prozessparameter auf Basis von Echtzeitdaten ist ein wesentliches Merkmal der smart factory. Dabei macht es ENGEL mit dem streng modularen Ansatz seines inject 4.0 Programms den Verarbeitern besonders einfach, die sich durch die voranschreitende Digitalisierung neu eröffnenden Chancen zu nutzen. Schon einzelne Lösungen wie die iQ Produkte stiften einen hohen Nutzen. In vielen Betrieben setzen sie die ersten Schritte auf dem Weg zur smart factory.

ENGEL auf der K 2019: Halle 15, Stand C58
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #35183
 31.07.2019

Engel Austria: Erfolgsgeschichte mit großer Zukunft  (Firmennews)

Mehr als 70.000 Maschinen bei rund 10.000 Kunden – diese Zahlen stehen für die beispiellose Erfolgsgeschichte der ENGEL Holmlostechnik. Sie begann vor 30 Jahren auf der K 1989 und startet heute noch einmal richtig durch. Wie keine andere Bauart, vereinen die holmlosen Spritzgießmaschinen von ENGEL eine hohe Wirtschaftlichkeit und Effizienz mit maximalem Ressourcenschutz.

Bild: Bei einer perfekten Plattenparallelität, exzellenten Schließkraftverteilung und höchster Werkzeugschonung bieten holmlose Spritzgießmaschinen von ENGEL den größtmöglichen Freiraum fürs Werkzeug, die Automatisierung und Bedienung.

Der große und anhaltende Erfolg war der Holmlostechnik nicht in die Wiege gelegt. Als ENGEL als erster Spritzgießmaschinenbauer weltweit in Düsseldorf eine Spritzgießmaschine mit holmfreier Schließeinheit präsentierte, wurde die Innovation vielfach bestaunt, aber auch mit großer Skepsis beäugt. Viele Argumente schienen gegen dieses neue Konstruktionsprinzip zu sprechen. Es galt bis dahin als unverrückbarer Grundsatz, dass die Schließeinheit einer Spritzgießmaschine vier Holme haben muss.

Dabei gaben die Verarbeiter selbst den Denkanstoß zur neuen Lösung. Vor allem beim Einsatz großer Werkzeuge schränken die Holme die Designfreiheit der Werkzeugbauer ein und der Ein- und Ausbau der Werkzeuge durch die vier Holme hindurch gestaltet sich aufwändig. „Bereits in den 1980er Jahren ließen sich diese Einschränkungen nicht mit der Forderung nach mehr Effizienz in der Fertigung unter einen Hut bringen“, betont Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe.

Der hochflexible Werkzeugbereich und einfache Werkzeugwechsel, den die holmlose Maschine bietet, reizten deshalb auch die Skeptiker, das unkonventionelle Konstruktionsprinzip zu testen – und sie ließen sich überzeugen. Schnell war das Interesse der Branche so groß, dass die holmlose Maschine zur vorherrschenden Bauart im ENGEL Stammwerk Schwertberg wurde. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich eine komplette Baureihe, die aufgrund ihres unaufhaltsamen Siegeszugs den Namen victory erhielt.

Kleinere Maschinen für mehr Ressourcenschutz
„Der Markt erkannte schnell, dass die barrierefreie Schließeinheit nicht nur das Rüsten vereinfacht“, berichtet Dr. Gerhard Dimmler, Leiter Forschung und Entwicklung Produkte von ENGEL AUSTRIA. „Weitere Vorteile der Holmlostechnik sind eine höhere Ergonomie bei allen manuellen Arbeiten im Werkzeugraum, flexiblere Automatisierungskonzepte, da der Roboter direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen kann, und kompaktere Fertigungszellen mit niedrigeren Investitions- und Betriebskosten.“ Der Schlüssel zur Steigerung der Flächenproduktivität liegt in den besonders großen Werkzeugaufspannflächen. Da keine Holme stören, lassen sich die Aufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen. Große Werkzeuge passen dadurch auf vergleichsweise kleine Maschinen. „In vielen Fällen kann eine um eine bis zwei Schließkraftklassen kleinere Maschine ausgewählt werden, als es die Werkzeuggröße bei einer klassischen Holmmaschine erfordern würde“, betont Franz Pressl, Produktmanager für die hydraulischen Holmlosmaschinen von ENGEL AUSTRIA. „Eine kleinere Maschine benötigt weniger Energie und Kühlmedien und trägt damit entscheidend zur Ressourcenschonung bei. Ein weiteres Plus ist die optimale Ausnutzung der Produktionsfläche, da oftmals mehr Maschinen in eine Produktionshalle passen. „Es ist beeindruckend, wie viele unserer Kunden das Potential der Holmlostechnik voll ausschöpfen und dadurch einen signifikanten Wettbewerbsvorteil erlangen“, so Engleder.

Besonders groß ist das Effizienzpotenzial zum Beispiel beim Einsatz von Mehrkavitätenwerkzeugen, bei Mehrkomponentenprozessen mit Kernzügen und Schiebern im Werkzeug oder auch beim ENGEL foammelt Schaumspritzgießen. Diese Anwendungen haben gemeinsam, dass sie im Verhältnis zum Werkzeugvolumen wenig Schließkraft erfordern.

Gleichmäßige Flächenpressung über gesamte Aufspannplatte
Dank der konsequenten Patentierung auch aller Weiterentwicklungen hält ENGEL mit der Holmlostechnik bis heute ein Alleinstellungsmerkmal. Wichtige Meilensteine betreffen unter anderem das Gelenk an der beweglichen Aufspannplatte, das in der aktuellen Maschinengeneration unter dem Namen Force Divider eingesetzt wird. Der Force Divider stellt sicher, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug in perfekter Parallelität folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die gesamte Werkzeugaufspannfläche verteilt wird. Kavitäten im Randbereich erfahren auf diese Weise in der Trennebene die gleiche Flächenpressung wie Kavitäten in der Mitte, was selbst beim Verarbeiten niedrigviskoser Flüssigsilikone die Gratbildung verhindert.

Wirtschaftliche Standards für spezifische Anforderungen
Die ENGEL Holmlostechnik stellt sich immer wieder neu auf die sich verändernden Anforderungen der Verarbeiter ein. Wichtige Meilensteine sind die Markteinführung der Hybridmaschine e-victory mit elektrischer Spritzeinheit 2004, die 2008 vorgestellte und inzwischen serienmäßige Servohydraulik ecodrive und die aktuelle Spritzeinheitengeneration, die seit 2016 die Verarbeitungspräzision und Effizienz hydraulischer Maschinen weiter steigert.

Seit 2013 hat ENGEL auch vollelektrische holmlose Antworten im Programm. Die zweite Generation an Spritzgießmaschinen der vollelektrischen e-motion TL Baureihe wurde gezielt für die Herstellung von optischen und elektronischen Präzisionsbauteilen entwickelt. Sie hat sich in der Consumer Electronics Industrie unter anderem für Linsen und Dichtungen für Smartphones sehr gut etabliert.

„In der kontinuierlichen Weiterentwicklung der vollelektrischen Holmlostechnik verfolgen wir einen stark anwendungsfokussierten Ansatz“, verrät Gerhard Dimmler. „Mit flexiblen Lösungen für ganz bestimmte Produkte und Materialien werden wir durch den Einsatz holmloser Spritzgießmaschinen die Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Fertigung weiter steigern. Industrie 4.0 Technologien, wie intelligente Assistenzsysteme, rücken dabei zunehmend in den Fokus.“

ENGEL auf der K 2019: Halle 15, Stand C58
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #35088
 24.06.2019

Michael Traxler leitet Bereich Mould Technology von ENGEL  (Firmennews)

Michael Traxler (Foto) hat die Leitung des Bereichs Mould Technology von ENGEL übernommen. Gemeinsam mit seinem Team wird der erfahrene Werkzeugmacher die Beratungsleistung international weiter ausbauen und damit das Systemgeschäft des Spritzgießmaschinenbauers weltweit weiter stärken.

Der Anteil an integrierten Systemlösungen steigt im Auftragseingang von ENGEL weltweit an. Neben der Spritzgießmaschine, Automatisierung und weiterer Peripherie gehört das Werkzeug häufig zum Gesamtumfang. Seit mehr als zehn Jahren befasst sich deshalb am Stammsitz von ENGEL in Österreich eine eigene Abteilung mit der Projektierung von Spritzgießwerkzeugen. Das Expertenteam bündelt die Erfahrung und das Know-how aus den weltweiten Projekten, um in Zusammenarbeit mit einem Werkzeugbaupartner eine auf das Produkt und den Fertigungsprozess exakt zugeschnittene Werkzeuglösung zu entwickeln. Darüber hinaus wird die ENGEL Werkzeugprojektierung als Berater hinzugezogen, zum Beispiel wenn es um besonders anspruchsvolle Produktneuentwicklungen oder Machbarkeitsstudien geht.

International sehr gut positioniert

Mit dem Ausscheiden von Udo Stahlschmidt in den Ruhestand hat Michael Traxler die Leitung dieses strategisch wichtigen Bereichs übernommen. Traxler bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung im Präzisionswerkzeugbau und in der Spritzgießverarbeitung mit. Er kam bereits 2015 zu ENGEL und leitete zuvor die Business Unit Packaging in Nordamerika.

„Wir danken Udo Stahlschmidt für sein langjähriges, großes Engagement. Mit fundiertem Know-how und viel Gespür für die spezifischen Anforderungen der Märkte hat er die ENGEL Werkzeugprojektierung international sehr gut positioniert“, sagt Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Gruppe. „Wir freuen uns, mit Michael Traxler einen in diesem Bereich bereits sehr erfahrenen Nachfolger gefunden zu haben, der hier nahtlos anknüpft. Wir werden mit Herrn Traxler den dezentralen Aufbau von werkzeugtechnischem Know-how weiter vorantreiben.“

Diesen Prozess startete ENGEL in China, wo am Standort Shanghai eine neue Abteilung Mould Technology gegründet wurde. „Die Projektierung von Spritzgießwerkzeugen erfordert besonders viel Abstimmung und eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen uns als Systemlöser und den Kunststoffverarbeitern. Deshalb ist es so wichtig, vor Ort zu sein und die Muttersprache unserer Kunden zu beherrschen“, so Steger.

Starkes Partnernetzwerk
Weltweit hat sich ENGEL ein starkes Netzwerk aus Systempartnern aufgebaut, die jeweils ebenfalls zu den führenden Anbietern auf ihrem Gebiet zählen. Von einfachen Formen für den Standardspritzguss bis zu anspruchsvollen Hochleistungs-Präzisionswerkzeugen decken die Werkzeugbaupartner von ENGEL ein breites Spektrum ab. Im Systemgeschäft schlägt ENGEL jeweils den für das Projekt bestgeeigneten Werkzeugbauer vor und berät den Kunden bei der Partnerwahl.

Die langjährige und sehr breite Erfahrung der ENGEL Werkzeugprojektierung sowie die starke weltweite Präsenz sind für viele Kunden entscheidend, ENGEL als Generalunternehmer für die komplette Fertigungszelle inklusive des Werkzeugs zu beauftragen. Als Generalunternehmer trägt ENGEL die Gesamtverantwortung, selbst wenn weitere Unternehmen am Projekt beteiligt sind. Sowohl bei der Projektierung als auch der Inbetriebnahme und im After Sales hat der Kunde einen zentralen Ansprechpartner, was viele Projekte beschleunigt und dem Kunden ein höheres Maß an Sicherheit bietet.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #35035
 31.05.2019

ENGEL schließt Geschäftsjahr mit Wachstum ab  (Firmennews)

Die ENGEL Gruppe hat das Geschäftsjahr 2018/19 Ende März mit einem Umsatz von 1,6 Mrd. Euro abgeschlossen. Damit konnte der Spritzgießmaschinenbauer und Systemanbieter mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, seinen Umsatz erneut steigern. Es wurden sechs Prozent mehr als im Vorjahr erwirtschaftet. „Zum erneuten Umsatzwachstum haben vor allem das deutschsprachige Europa und Asien beigetragen“, berichtet Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Gruppe mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, anlässlich der Kunststoffmesse Chinaplas in Guangzhou, China.

Insgesamt erwirtschaftete ENGEL im abgeschlossenen Geschäftsjahr 54 Prozent seines Umsatzes in Europa, 21 Prozent in Asien und 24 Prozent in Amerika. Dass ENGEL seine weltweit führende Position bei Spritzgießmaschinen und integrierten Systemlösungen zum Spritzgießen weiter behaupten kann, führt Christoph Steger auf die starke internationale Präsenz, die hohe Innovationskraft und die konsequente Ausrichtung auf Qualität und Kundenorientierung zurück. „Der Anteil an maßgeschneiderten Systemlösungen, die ENGEL weltweit aus einer Hand liefert, ist im Auftragseingang erneut gestiegen. Neben der hohen Automatisierungskompetenz rückt dabei die Vorreiterrolle von ENGEL bei der Digitalisierung und Vernetzung von Spritzgießprozessen immer stärker in den Fokus der Investitionsentscheider.“

War die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2018/19 noch von robusten Wachstumsraten geprägt, spürt ENGEL in der weltweiten Betrachtung seit dem Sommer vergangenen Jahres in der Automobilindustrie, der wichtigsten Zielbranche, einen Produktionsrückgang. Die Auswirkungen der Strafzölle und Sanktionen, des Brexits sowie der Debatte um Dieselgrenzwerte und fahrverbote sind schwer abzuschätzen, was weltweit zu Verunsicherungen und einem zögerlichen Kaufverhalten führt. In China, dem weltweit größten Pkw-Markt, hat die Automobilindustrie seit dem Herbst 2018 einen großen Anteil an der Abschwächung des Wirtschaftswachstums, wie Gero Willmeroth, President Ostasien und Ozeanien von ENGEL, in Guangzhou berichtet. „Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr für Asien insgesamt mit einer Seitwärtsbewegung.“

Elektromobilität ist Innovations- und Wachstumstreiber
Wie schnell sich der Automobilsektor erholen wird und wie stark der zurückgehende Automobilabsatz die Kunststoffindustrie am Ende treffen wird, ist schwer abzuschätzen, zumal die Branche gleichzeitig wichtige Wachstumstreiber wie die Elektromobilität in sich trägt. Vor allem in Asien steigt der Anteil an Elektromobilen weiter massiv an, was Innovationen in diesem Bereich vorantreibt. Mit seinem eigenen Technologiezentrum für Leichtbau-Composites gehört ENGEL im Bereich Leichtbau weltweit zu den bevorzugten Partnern und Zulieferern der Automobilhersteller und profitiert davon stark auch in China. „Wir haben zunehmend organomelt Projekte mit chinesischen Unternehmen“, sagt Willmeroth. Das ENGEL organomelt Verfahren ermöglicht es, faserverstärkte Halbzeuge mit thermoplastischer Matrix in einem integrierten und vollständig automatisierten Prozess umzuformen und mittels Spritzguss zu funktionalisieren. Seit dem Anlaufen der ersten Großserienanwendung im vergangenen Jahr, erfährt das Verfahren eine stark steigende Nachfrage. Der Grund liegt nicht nur in der hohen Verarbeitungseffizienz, sondern vor allem im konsequent thermoplastischen Ansatz. Dieser vereinfacht ein späteres Recycling der Composite-Komponenten und unterstützt damit die Kreislaufwirtschaft.

Im Bestreben das Fahrzeuggewicht weiter zu senken, geht es in Asien neben den Composite-Technologien auch um den Ersatz von Glas durch polymere Materialien, zum Beispiel im Bereich Glazing. Wachsend ist zudem der Bereich Lighting, wo verstärkt Flüssigsilikon (LSR) als Linsenmaterial eingesetzt wird. Mit der Herstellung von LED-Scheinwerferlinsen aus LSR in einem automatisierten, nacharbeitsfreien Prozess macht ENGEL während der Chinaplas an seinem Messestand das große Potenzial für dieses Anwendungsgebiet deutlich.

Weiters erfreulich in der Entwicklung in Asien ist die verstärkte Nachfrage in Vietnam. „Durch die sich dort etablierende Automobilindustrie siedeln sich immer mehr Zulieferbetriebe – unter anderem aus Korea – im Umfeld der Automobilbauer an“, so Willmeroth.

Business-Unit-Struktur in Asien erfolgreich etabliert
In den Branchen Teletronics, Medical und Packaging erwartet ENGEL in Asien für das laufende Geschäftsjahr weitere Wachstumsimpulse. In der Teletronics-Industrie kommen diese außer von Kameralinsen aus der Verarbeitung von LSR für Smartphone-Dichtungen. Die vollelektrischen und holmlosen e-motion TL Spritzgießmaschinen, die ENGEL genau für dieses Marktsegment entwickelte hatte, haben sich in der Teletronics-Industrie in Asien sehr gut etabliert.

Im Bereich Medical und Packaging konnte ENGEL im letzten Geschäftsjahr eine Reihe neuer Kunden hinzugewinnen. „Die Einführung der Business-Unit-Struktur in Asien kommt jetzt voll zum Tragen“, so Willmeroth. „Wir haben dadurch hier lokal in Asien verstärkt Know-how aufgebaut, was vor allem in Branchen mit sehr spezifischen und zugleich extrem hohen Anforderungen das Vertrauen der Kunden in ENGEL weiter stärkt.“

Entscheidungswege verkürzt
Auch die weltweit neue Vertriebsstruktur erhöht die Schlagkraft in den einzelnen Regionen. Im Herbst vergangenen Jahres hatte ENGEL die weltweit 30 Niederlassungen und mehr als 60 Vertretungen in sieben Regionen zusammengefasst und Regional Presidents berufen – darunter Gero Willmeroth als President Ostasien und Ozeanien. „Wir haben mit dieser neuen Struktur die Entscheidungswege verkürzt“, betont Christoph Steger. „Die Regional Presidents tragen in ihrer Region die volle Vertriebsverantwortung und sind vor Ort die Ansprechpartner für die Niederlassungen und Vertretungen. Verzögerungen durch Zeitverschiebung werden damit vermieden. Außerdem vereinfacht die räumliche und kulturelle Nähe oft die Zusammenarbeit.“

Nachfolger von Gero Willmeroth als Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai ist Adam Zhang. Er ist bereits seit 2004 bei ENGEL in China und hat entscheidend zum Aufbau des Großmaschinenwerks Shanghai sowie der Vertriebsstruktur in Nord- und Westchina beigetragen. Er trägt jetzt für Gesamtchina die Verantwortung für alle Vertriebs- und Serviceaktivitäten von ENGEL.

Neuinvestition stärkt lokale Großmaschinenproduktion
Sein Investitionsprogramm 2020, das größte seit der Gründung des Unternehmens 1945, hat ENGEL fast abgeschlossen, wie Christoph Steger am Vortag der Chinaplas berichtet. An fast allen Produktionsstandorten wurde die Kapazität erhöht und der Maschinenpark modernisiert. Insgesamt investierte ENGEL mehr als 375 Mio. Euro in seine weltweiten Werke.

Zuletzt wurde die Erweiterung des Stammsitzes in Schwertberg fertiggestellt. Dort wurde die Montagefläche erweitert und ein neues Kundenzentrum mit modernisiertem Trainingsbereich und einem noch größeren Technikum errichtet. „Mit der Investition in unsere Kundentechnika stärken wir weiter unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Steger. „Durch die neuen Anforderungen vor allem im Bereich der Digitalisierung steigt der Beratungsbedarf unserer Kunden an. Wir haben jetzt mehr Kapazität für Kundenversuche und gemeinsame Entwicklungen.“ Auch das Großmaschinenwerk in St. Valentin erhält ein neues, größeres Technikum. Dort werden die Bauarbeiten im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Shanghai gehörte zu den ersten Bauprojekten im Programm 2020. Dort wurde der Neubau pünktlich zum zehnjährigen Werksjubiläum im Herbst 2017 eingeweiht.

Weltweit 6.900 Mitarbeiter
Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres beschäftigt die ENGEL Gruppe in Asien 960 Menschen, 729 davon in China. Weltweit arbeiten aktuell 6.900 Menschen in den weltweiten Werken und Niederlassungen der ENGEL Gruppe. In den drei österreichischen Werken sind es 3.900.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34979
 22.05.2019

Effiziente Herstellung von Verpackungen  (Firmennews)

Mehr als 80 Teilnehmer folgten der Einladung zum ENGEL Packaging Day 2019 Mitte April in Shanghai. Das Ziel der Veranstaltung war es, mit den Gästen über aktuelle Trends zu diskutieren und sie über die neuesten Technologien zu informieren. Mit Live-Vorführungen präsentierte der Spritzgießmaschinenbauer innovative und intelligente Lösungen für die effiziente Herstellung von Verpackungen.

Bild: Der Becher mit dem Knick: Funktionale Verpackungen mit hochwertiger Dekoration sind in China sehr gefragt.

„Die Ansprüche an die Qualität der Produkte und damit auch der Verpackungen vor allem im Lebensmittelbereich steigen in China stark an“, erklärt Kurt Hell, Leiter der Business Unit Packaging von ENGEL in Asien. „Gefragt sind spezielle Designs und Funktionalitäten sowie hochqualitative Dekoration mit In-Mould-Labelling. Auch Mehrfarben- und Mehr-Komponenten-Anwendungen für Verschlüsse im Food- und Non-food-Bereich werden immer beliebter.“ Die Verpackungsbranche in China ist ein stabiler, ständig wachsender und sich stets weiterentwickelnder Markt. „In der chinesischen Kunststoffindustrie ist die Herstellung von Verpackungsteilen ein wichtiger Bereich mit sehr spezifischen Anforderungen“, erläutert Hell.

Nach den spannenden Vorträgen am Vormittag von ENGEL und den Partnerunternehmen Pass Card, Wetec, Borouge und Verstraete sowie dem langjährigen ENGEL Kunden Menshen ging es am Nachmittag mit zwei Live-Vorführungen am ENGEL Standort in Shanghai weiter. Dort demonstrierte der Spritzgießmaschinenbauer auf einer vollelektrischen e mac 180 Spritzgießmaschine, wie sich ein 2-Kammern-Joghurtbecher mit IML-Dekoration von Verstraete wirtschaftlich und effizient herstellen lässt. Das 2-fach-Heißkanal-Präzisionswerkzeug von Pass Card und die Hochgeschwindigkeitsautomatisierung von Wetec – beide mit Stammsitz in Taiwan – sind das Ergebnis einer europäisch-asiatischen Zusammenarbeit.

Know-how und Erfahrung gebündelt
Um neben Automatisierungslösungen und Prozesstechnologien aus der eigenen Entwicklung weitere periphere Einheiten und Werkzeuge aus einer Hand zu integrieren, hat sich ENGEL ein weltweites Netzwerk aus Systempartnern aufgebaut. ENGEL, Pass Card und Wetec haben ihr Know-how und ihre Erfahrung mit Verpackungslösungen gebündelt, um die jeweilige Systemlösung auf die besonderen Anforderungen der Verarbeiter in Asien zuzuschneiden. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern kann ENGEL auch für anspruchsvolle Anwendungen eine hohe Kosteneffizienz garantieren und die Lieferzeit für die Gesamtanlage kurz halten. „Die Nachfrage nach integrierten Systemlösungen steigt in China an“, berichtet Hell. „Vor allem die Automatisierung der Prozesse gewinnt weiter an Bedeutung.“

Mit einer zweiten Live-Vorführung zeigte ENGEL eine Verschlussproduktion auf einer holmlosen victory Maschine. Hier demonstrierte der Spritzgießmaschinenbauer eindrucksvoll, wie die barrierefreie Schließeinheit für besonders effiziente Fertigungsprozesse sorgt. Die ENGEL Holmlostechnik feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34838
 09.04.2019

ENGEL eröffnet zweiten Standort in Mexiko  (Firmennews)

Gemeinsam mit Kunden und Partnern hat ENGEL de Mexico in San Pedro nahe Monterrey einen zweiten Standort in Mexiko eröffnet. „Wir verkürzen damit die Wege zu unseren Kunden in der sehr wichtigen Industrieregion im Norden des Landes“, betont Peter Auinger, Geschäftsführer von ENGEL in Mexiko.

Bild: Zwei Vertriebsexperten und vier Servicetechniker machen den Start. In San Pedro in der Nähe von Monterrey hat ENGEL einen zweiten Standort in Mexiko eröffnet.

Stammsitz von ENGEL de Mexico SA de CV ist in Querétaro nahe Mexiko-Stadt im Zentrum des Landes, wo ebenfalls zahlreiche Unternehmen der Kunststoffindustrie zu Hause sind. Zwischen den beiden Industrieregionen liegen 800 km. „Genau deshalb haben wir uns entschieden, im Norden ein festes ENGEL Team zu etablieren“, so Auinger. Zwei Vertriebsexperten und vier Servicetechniker machen den Start. Ihnen steht neben Büroräumen ein großes Besprechungszimmer mit modernster Präsentationstechnik zur Verfügung, das unter anderem für Kundenschulungen genutzt wird. Zur Einweihung des Standorts demonstrierte Peter Auinger mit einer Live-Schaltung nach Querétaro, die neuen Möglichkeiten. Über das ENGEL Servicetool e-connect.24 schaltete er sich auf eine Spritzgießmaschine im Technikum der zentralmexikanischen Niederlassung auf. Die CC300 Steuerungsoberfläche wurde in Echtzeit auf den Monitor in San Pedro übertragen und die Maschine von dort aus ferngesteuert.

Maschinenschulungen direkt an der Maschine
Für Schulungen und Workshops direkt an der Maschine arbeitet ENGEL im Norden des Landes mit einem Partner zusammen. Dieser hält in seinem Technikum in Monterrey Maschinenkapazitäten für ENGEL Kunden bereit.

„Wir werden für unsere Kunden immer stärker zum Partner über den gesamten Lebenszyklus unserer Spritzgießmaschinen und Systemlösungen“, macht Auinger, deutlich.

„Die Anforderungen an unsere Beratungsleistung steigen, und wir arbeiten immer enger mit unseren Kunden zusammen. Die räumliche Nähe wird damit noch wichtiger.“ In der Region Monterrey ist vor allem die Automobilindustrie stark vertreten. Darüber hinaus hat ENGEL de Mexico viele Kunden in den Branchen Verpackung, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik.

Seit mehr als 20 Jahren in Mexico präsent
Der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser ENGEL mit Stammsitz in Österreich ist seit 1996 mit einer eigenen Vertriebs- und Serviceniederlassung in Mexiko präsent. 2010 wurde der Standort von Mexico City nach Querétaro verlegt und dabei deutlich ausgebaut. In Zentralmexiko verfügt ENGEL über ein eigenes Maschinentechnikum und Ersatzteillager. Insgesamt beschäftigt ENGEL in Mexiko rund 70 Menschen.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34806
 05.04.2019

ENGEL unterzeichnet globale Verpflichtung zur New Plastics Economy  (Firmennews)

Als eines der ersten Unternehmen des Kunststoffmaschinenbaus hat der Spritzgießmaschinenbauer ENGEL AUSTRIA Mitte März 2019 die globale Verpflichtung zur New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation unterschrieben. Ziel der Initiative ist die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam mit mehr als 350 weiteren Unternehmen, Universitäten und Organisationen hat sich ENGEL verpflichtet, aktiv dazu beizutragen, Kunststoffe in geschlossene Stoffkreisläufe zu überführen.

„Als Mitglied der internationalen Kunststoffindustrie tragen wir nicht nur für unsere eigenen Produkte Verantwortung, sondern auch für die Produkte, die auf unseren Maschinen produziert werden“, betont Dr. Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Erfahrung und unser Wissen dafür einzusetzen, dass in allen Regionen der Erde die Menschen verantwortungsvoll mit Kunststoffen umgehen und die Voraussetzungen geschaffen werden, Kunststoffprodukte am Ende ihrer Nutzungsdauer in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Als einzelnes Unternehmen haben wir begrenzt Einfluss. Genau deshalb engagieren wir uns in der New Plastics Economy Initiative. Sie vernetzt die weltweiten Akteure und verschafft unserem gemeinsamen Anliegen mehr Gehör.“

Konkret geht es bei der 2018 gegründeten Initiative darum, unnötige Verpackungen zu vermeiden und dafür Sorge zu tragen, dass bis 2025 alle Kunststoffverpackungen wiederverwendet, recycelt oder kompostiert werden. Jedes Mitgliedsunternehmen ist dazu angehalten, individuelle Ziele festzuschreiben und der Ellen MacArthur Foundation regelmäßig über deren Fortschritt zu berichten.

Neue Anwendungsmöglichkeiten für Rezyklate schaffen
Als Ausrüster der kunststoffverarbeitenden Industrie unterstützt ENGEL seine Kunden dabei, Verpackungen nach den Regeln der Kreislaufwirtschaft zu designen und zu produzieren und Rezyklaten ein breiteres Spektrum an Anwendungen zu eröffnen. Dabei stehen folgende Themen im Mittelpunkt:
-Mit Hilfe von intelligenter Assistenz eine hohe Prozesskonstanz zu garantieren und Ausschuss zu verhindern, auch wenn das Rohmaterial starken Qualitätsschwankungen unterliegt, wie das bei Rezyklaten häufig der Fall ist.
-Mit Hilfe innovativer Verarbeitungstechnologien den Rezyklatanteil in Sandwichkomponenten weiter zu steigern.
-Schon während der Produktentwicklung eng mit den Verarbeitern zusammenzuarbeiten, mit dem Ziel, den Materialeinsatz zu reduzieren und ein späteres Recycling der Produkte zu ermöglichen.
-Die Beratungsleistung im Bereich der Upstream-Prozesse weiter zu stärken, um die Aufbereitung rezyklierter Materialien für die Spritzgießverarbeitung zu optimieren.

Die Ellen MacArthur Foundation gehört zu den global führenden Treibern der Kreislaufwirtschaft. Seit 2010 setzt sich die von der britischen Seglerin Ellen MacArthur gegründete Organisation für eine nachhaltige, die Ressourcen schonende Wirtschaft ein.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34798
 27.03.2019

Ute Panzer übernimmt Bereichsleitung Marketing und Kommunikation bei ENGEL  (Firmennews)

Ute Panzer (Bild) ist seit 1. März die neue Bereichsleiterin Marketing und Kommunikation der internationalen ENGEL Gruppe mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich. Sie verantwortet alle Marketingmaßnahmen, Kampagnen, Messeauftritte und die weltweite Kommunikation und berichtet an Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Gruppe.

Ute Panzer (42) war bereits zuletzt als Marketingleiterin in einem weltweit führenden Technologieunternehmen tätig. Insgesamt bringt die studierte Betriebswirtin 20 Jahre Erfahrung im Industriegüter- und Technologiemarketing in ihre neue Position ein. „Wir freuen uns, mit Ute Panzer eine international sehr erfahrene Marketing- und Kommunikationsexpertin für ENGEL gewonnen zu haben, die bereits im Maschinen- und Anlagenbau verwurzelt ist“, sagt Christoph Steger.

Vor der Berufung einer neuen Marketingleitung hat ENGEL sein weltweites Marketing neu strukturiert. Die Bereiche Strategie und Produktmanagement wurden in eigenständige Einheiten überführt. Martin Streicher, der als Vice President Global Marketing bis September 2018 für alle drei Bereiche verantwortlich zeichnete, leitet den Bereich Strategie- und Unternehmensentwicklung und wird diesen weiter ausbauen. Katharina Hochreiter hatte interimistisch die Marketingleitung übernommen. Auch sie bleibt bei ENGEL und trägt fortan als Projektmanagerin in der Strategie- und Unternehmensentwicklung Verantwortung.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34758
 18.03.2019

ENGEL auf der Plastimagen 2019  (Firmennews)

Die ENGEL e-cap steht für höchste Effizienz in Verbindung mit bester Produktqualität. Auf der Plastimagen 2019 vom 2. bis 5. April in Mexico-City stellt die vollelektrische Spritzgießmaschine unter realen Produktionsbedingungen ihre Leistungsstärke unter Beweis. Auf einer e-cap 740/160 mit 1.600 kN Schließkraft werden 28-mm-Verschlüsse vom Typ PCO 1881 für kohlensäurehaltige Softdrinks produziert. Welche neuen Möglichkeiten die Digitalisierung und Vernetzung den Kunststoffverarbeitern eröffnen, und wie sich diese einfach ausschöpfen lassen, bildet einen weiteren Schwerpunkt am Messestand von ENGEL in Halle D.

Bild: Maximaler Output bei minimalem Energieverbrauch: Während der Plastimagen 2019 produziert eine vollelektrische e-cap Spritzgießmaschine 28-mm-Getränkeverschlüsse.

Verfügbar mit Schließkräften von 1.100 bis 4.200 kN ist die ENGEL e-cap die einzige Verschlussmaschine im Markt, die auch im hohen Schließkraftbereich vollelektrisch arbeitet. Damit ist sie gleichzeitig die energieeffizienteste Maschine ihrer Klasse. Auf der Plastimagen kommt ein 24-fach-Werkzeug des österreichischen Werkzeugbauers HTW zum Einsatz. Verarbeitet wird ein PEHD von Borealis (Wien, Österreich) mit einem Schussgewicht von 2 Gramm pro Kavität. An Peripherie umfasst das Exponat unter anderem ein Trockenluftsystem von Eisbär aus Österreich. „Stimmen wir die Spritzgießmaschine, das Material, das Werkzeug und die Peripherie von Beginn an exakt aufeinander ab, können wir die Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen und den Gesamtenergieverbrauch weiter reduzieren“, betont Peter Auinger, Geschäftsführer von ENGEL de Mexico in Querétaro. Weltweit bietet der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser ENGEL mit Stammsitz in Österreich vollständig integrierte und automatisierte Fertigungszellen aus einer Hand an. Auch bei der Projektierung und beim After-Sales-Service steigert dies die Effizienz. „Unser Kunde hat nur einen zentralen Ansprechpartner“, verdeutlicht Auinger. „Als Generalunternehmer tragen wir die Gesamtverantwortung, auch für Anlagenkomponenten, die wir gemeinsam mit Partnern realisieren.“

Minimale Zykluszeiten, maximale Qualität
ENGEL hat die e-cap Baureihe gezielt an die Anforderungen der Herstellung von Getränkeverschlüssen angepasst. Für die einzelnen Verschlusstypen erreicht die Hochleistungsmaschine jeweils besonders kurze Zykluszeiten. Mit unter 2 Sekunden weist die Herstellung von Leichtverschlüssen für stilles Wasser die kürzesten Zykluszeiten auf. Bei CSD-Verschlüssen variieren die Zykluszeiten je nach Verschlusstyp. Für die 28-mm-Verschlüsse vom Typ PCO 1881 erreicht die e-cap auf der Plastimagen eine Zykluszeit von 3,7 Sekunden. Neben der Energieeffizienz und Produktivität sind die Präzision und Prozessstabilität bei der Auswahl einer Verschlussmaschine entscheidend. „Geometrisch betrachtet haben Getränkeverschlüsse ihr Lightweighting-Minimum erreicht“, so Auinger. „Damit stellen sie höhere Anforderungen an die Präzision und Wiederholgenauigkeit der Spritzgießmaschine denn je.“ Verantwortlich für die herausragende Prozessstabilität der e-cap Spritzgießmaschine sind unter anderem die leistungsstarken Servo-Direktantriebe. Sie stellen selbst beim Einsatz hochfester HDPE-Materialien mit einem MFI von unter 1 g/10 min die erforderliche Plastifizierleistung und ein Höchstmaß an Gutteilen sicher.

Maschine optimiert sich selbst
inject 4.0 lautet der zweite Schwerpunkt am Messetand von ENGEL in Mexico-City. „Unsere Kunden nutzen das Potenzial der Digitalisierung und Vernetzung immer stärker aus“, berichtet Auinger. Besonders nachgefragt sind intelligente Assistenzsysteme, mit deren Hilfe sich die Spritzgießmaschine im laufenden Prozess kontinuierlich selbst optimiert. iQ weight control zum Beispiel analysiert während des Einspritzens den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss einzeln werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Volumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Schwankungen im Rohmaterial und in den Umgebungsbedingungen werden damit ausgeglichen, noch bevor Ausschuss produziert wird. „Die iQ Assistenzsysteme sind oft der erste Schritt auf dem Weg zur smart factory“, so Auinger. „Der modulare Aufbau des inject 4.0 Programms macht es einfach, mit einzelnen, kleineren Lösungen einzusteigen und darauf aufbauend die Digitalisierungsstrategie bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.“ Weitere Assistenzsysteme, die ENGEL während der Messe in einem Expert Corner präsentiert, sind iQ clamp control zur automatischen Ermittlung der optimalen Schließkraft und iQ flow control für die dynamisch geregelte Mehrkreistemperierung.

Verfügbarkeit von Maschinen steigern
Beim Instandhalten und Warten von Spritzgießmaschinen besteht die Herausforderung darin, eine hohe Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Kostenreduktion zu garantieren. Und auch hierfür eröffnet inject 4.0 neue Chancen. Die Condition-Monitoring-Lösung e-connect.monitor macht es möglich, den Zustand von prozesskritischen Maschinenkomponenten im laufenden Betrieb zu prüfen und die Restlebensdauer der Komponenten zuverlässig zu prognostizieren. Auf diese Weise lassen sich ungeplante Stillstände vermeiden und die Lebensdauer der Komponenten voll ausschöpfen. Vier Module sind aktuell im Angebot, für Plastifizierschnecken, Kugelgewindetriebe in elektrischen Hochleistungsmaschinen, wie zum Beispiel der ENGEL e-cap, Konstantpumpen in servohydraulischen Spritzgießmaschinen und für das Hydrauliköl.

Alle Serviceprodukte von ENGEL – neben e-connect.monitor ist das zum Beispiel e connect.24 für den 24/7-Online-Support – sind bei ENGEL in das Kundenportal e-connect Integriert. Dieses bietet jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über die Maschinenstatus, den Zustand der überwachten Maschinenkomponenten, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen. Auf diese Weise vereinfacht und beschleunigt das Portal die Kommunikation zwischen den Verarbeitern und dem Zulieferer ENGEL. Die dazugehörige App hält den Anlagenbetreiber auf dem Laufenden, selbst wenn er sich gerade an einem anderen Standort aufhält.

MES für Einsteiger und Fortgeschrittene
Auch für die Vernetzung der Spritzgießmaschinen und Fertigungszellen innerhalb des Unternehmens hat ENGEL auf der Plastimagen smarte Lösungen im Gepäck. TIG authentig, das MES (Manufacturing Execution System) der ENGEL Tochter TIG (Rankweil, Österreich) ist bis ins Detail auf die spezifischen Anforderungen der Spritzgießindustrie zugeschnitten. Es schafft Transparenz, um zum Beispiel die Kapazität des Maschinenparks optimal auszulasten oder um Produktivitätskennzahlen mit wirtschaftlichen Zielen zu korrelieren. Zu den neuen Produkten, die TIG in Mexiko präsentiert, gehören die Dashboard-Lösung TIG 2go, die sich vor allem für den Einstieg in die MES-Welt eignet, sowie die Hochleistungs-Analyseplattform TIG big data zur Vernetzung weltweiter Maschinenparks in einem zentralen Cockpit.

Seit mehr als 20 Jahren in Mexico präsent
ENGEL ist seit 1996 mit einer eigenen Vertriebs- und Serviceniederlassung in Mexiko präsent. 2010 wurde der Standort von Mexico City nach Querétaro verlegt und dabei deutlich ausgebaut. In Zentralmexiko verfügt ENGEL über ein eigenes Maschinentechnikum und Ersatzteillager. Um die Nähe zu seinen Kunden noch weiter zu stärken, eröffnet ENGEL Ende Februar 2019 im Norden des Landes in der Region Monterrey einen zweiten Standort. Insgesamt beschäftigt ENGEL in Mexiko rund 70 Menschen.

ENGEL auf der Plastimagen 2019: Halle D, Stand 514
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34744
 12.03.2019

ENGEL auf der Plástico Brasil 2019  (Firmennews)

Mit zuverlässigen, flexiblen und effizienten Maschinenkonzepten und Automatisierung aus einer Hand steigert ENGEL die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte mit Stammsitz in Österreich, auf der Plástico Brasil 2019 vom 25. bis 29. März in São Paulo, Brasilien, anhand von zwei anspruchsvollen Anwendungen aus den Bereichen Packaging und Technical Moulding. Dabei wird deutlich, wie sich mit Hilfe der Digitalisierung und Vernetzung weitere Effizienz- und Qualitätspotenziale ausschöpfen lassen.

Bild: ENGEL hat seine vollelektrischen e-motion Spritzgießmaschinen mit Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde konsequent für den Hochleistungsbetrieb gerüstet.

Packaging: Dünnwand mit IML in 2,2 Sekunden
Flexibilität und Hochleistung spielen die Hauptrollen im Ausstellungsbereich Packaging bei ENGEL auf der Plástico Brasil 2019. Auf einer ENGEL e-motion 440/160 werden Eiscremebecher aus Polypropylen in Dünnwandtechnik in einem 4-fach-Werkzeug mit einem Gesamtschussgewicht von 14,8 Gramm produziert. Dank In-Mould-Labeling (IML) verlassen abfüllfertige Becher die integrierte Fertigungszelle. Die Zykluszeit liegt bei 2,2 Sekunden.

Für die hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses sind vor allem zwei Faktoren verantwortlich. Zum einen ermöglicht es das In-Mould-Labeling, ohne Produktionsunterbrechung das Dekor zu wechseln. Auch bei sehr kleinen Losgrößen garantiert dies niedrigste Stückkosten. Zum anderen hat ENGEL seine vollelektrische e-motion Spritzgießmaschine mit Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde konsequent für den Hochleistungsbetrieb gerüstet. Dabei stellt das geschlossene System für Kniehebel und Spindel eine optimale und zugleich saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher, womit die e-motion die hohen Reinheitsanforderungen nicht nur der Lebensmittel-, sondern auch der Kosmetik-, Medizintechnik- und Pharmaindustrie erfüllt.

ENGEL realisiert dieses Exponat gemeinsam mit Partnern. Das Werkzeug wird von SIMON aus Saint-Lupicin, Frankreich, zur Verfügung gestellt. Für die IML-Automation zeichnet BECK automation (Oberengstringen, Schweiz) verantwortlich. Die Label kommen von Verstraete in Maldegem, Belgien, und das Polypropylen von Borealis mit Sitz in Wien, Österreich.

30 Jahre ENGEL Holmlostechnik
Kompakte Fertigungszellen, effiziente Automatisierung und schnelle Rüstprozesse: Mit ihren vollständig nutzbaren Werkzeugaufspannflächen und der freien Zugänglichkeit zum Werkzeugraum werden holmlose Spritzgießmaschinen den Anforderungen an eine hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit besonders gut gerecht. Zum Auftakt des 30-jährigen Jubiläums der ENGEL Holmlostechnik präsentiert der Maschinenbauer auf der Plástico Brasil 2019 eine holmlose victory 1060/220 Spritzgießmaschinen, auf der in einem Mehrkavitätenwerkzeug technische Teile produziert werden. Bis heute hält ENGEL mit der Holmlostechnik ein Alleinstellungsmerkmal.

Der barrierefreie Zugang zum Werkzeugraum macht es möglich, dass sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen. Damit passen große, sperrige Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Maschinen. Dies erweist sich vor allem beim Einsatz von Mehrkavitätenwerkzeugen als Effizienzfaktor. Mehrkavitätenwerkzeuge bauen zwar groß, benötigen für das präzise Abformen der eher kleinen Bauteilflächen jedoch vergleichsweise wenig Schließkraft. Auf diese Weise entscheidet beim Einsatz einer holmlosen Maschine die für den Formprozess benötigte Schließkraft, aber nicht das Werkzeugvolumen über die Maschinengröße. Dank Holmlostechnik lässt sich in vielen Anwendungen eine deutlich kleinere Spritzgießmaschine einsetzen, was sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten niedrig hält und darüber hinaus kompakte Fertigungszellen ermöglicht.

Der patentierte Force Divider sorgt in der holmlosen Schließeinheit dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug in absoluter Parallelität folgt und die eingeleitete Kraft gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt wird. Dies stellt sicher, dass die außen- und die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten werden, was zu äußerst konstanten Wanddicken führt. Selbst beim Einsatz sehr niedrigviskoser Materialien wie Flüssigsilikon (LSR) wird die Gratbildung zuverlässig verhindert.

Weitere Vorteile der holmlosen Schließeinheit sind eine höhere Ergonomie, Zeitersparnisse beim Rüsten sowie besonders effiziente Automatisierungskonzepte. Roboter haben maximalen Bewegungsfreiraum und können ungehindert von der Seite aus in den Werkzeugraum greifen, was die Handlingzeiten verkürzt. In São Paulo stellt ein ENGEL viper Linearroboter dies anschaulich unter Beweis.

inject 4.0: Prozessschwankungen ausgleichen, bevor Ausschuss entsteht
Ein drittes Thema bei ENGEL auf der Plástico Brasil ist inject 4.0. Bereits heute bietet ENGEL für die Digitalisierung und Vernetzung von Fertigungsprozessen eine Reihe ausgereifter Produkte und Lösungen an, und kontinuierlich kommen neue hinzu. Der modulare Ansatz des inject 4.0 Programms von ENGEL macht es den Verarbeitern besonders einfach, die neuen Chancen, die Industrie 4.0 eröffnet, zu nutzen. Schon einzelne kleinere Lösungen stiften einen hohen Nutzen. Als Beispiel präsentiert ENGEL in São Paulo sein Assistenzsystem iQ weight control. Die Software analysiert während des Einspritzvorgangs in Echtzeit den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss einzeln werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil automatisch an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Schmelzevolumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial werden automatisch erkannt und ausgeglichen, noch bevor auch nur ein Ausschussteil produziert wird.

ENGEL auf der Plástico Brasil 2019: Stand E242
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34527
 03.01.2019

ENGEL auf der Interplastica 2019  (Firmennews)

Mit flexiblen und effizienten Maschinenkonzepten und Automatisierung aus einer Hand steigert ENGEL die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Systemexperte mit Stammsitz in Österreich auf der Interplastica 2019 vom 29. Januar bis 1. Februar in Moskau, Russland, mit der Herstellung von Deckeln für Lebensmittelbehälter inklusive In-Mould-Labeling. Welche zusätzlichen Chancen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung den Kunststoffverarbeitern eröffnen, und wie sich diese einfach ausschöpfen lassen, bildet einen weiteren Schwerpunkt am Messestand von ENGEL in Halle 2.1.

Bild: Das Kundenportal e-connect von ENGEL ist mit Start auf der Interplastica in russischer Sprache verfügbar.

Mit der One-Shot-Produktion von verkaufsfertig dekorierten Deckeln für Lebensmittelverpackungen demonstriert ENGEL auf der Interplastica, wie sich auch für kleinere Stückzahlen wirtschaftliche IML-Konzepte umsetzen lassen. ENGEL kombiniert hierfür eine mit einem viper 20 Linearroboter ausgerüstete e-motion 740/220 Spritzgießmaschine mit einer IML uniLINE von TMA AUTOMATION. Der viper Roboter entnimmt aus der IML-Zelle das Label, platziert dieses im Werkzeug der Spritzgießmaschine, entnimmt gleichzeitig das zuletzt gespritzte Fertigteil und übergibt es zum Ausschleusen wieder an die uniLINE. Dank ihres standardisierten Anlagenkonzepts ist die kompakte IML-Zelle besonders einfach zu integrieren. Innerhalb kürzester Zeit kann die Spritzgießmaschine flexibel für andere Aufgaben – mit oder ohne In-Mould-Labeling – umgerüstet werden. „Wir machen IML damit auch für den General-Purpose-Bereich attraktiv“, betont Olaf Kassek, Geschäftsführer von OOO ENGEL in Moskau. „Die Automatisierungslösungen von TMA lassen sich genauso einfach mit ENGEL e-mac und servohydraulischen ENGEL victory Spritzgießmaschinen kombinieren.“

Wenn es um die Herstellung von Lebensmittelverpackungen geht, ist die auf der Interplastica präsentierte ENGEL e-motion oft die erste Wahl. Mit ihrem geschlossenen System für Kniehebel und Spindel stellt die Spritzgießmaschine jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher und erfüllt die strengen Vorgaben der Lebensmittel- genauso wie der Medical-Industrie.

TMA AUTOMATION mit Sitz in Gdynia, Polen, ist ein neuer Partner von ENGEL, der sich auf die Automatisierung von IML- und Downstream-Prozessen, wie Montage, Qualitätssicherung und Palettierung, im General-Purpose-Bereich in den unterschiedlichsten Branchen spezialisiert hat. Besonders in Osteuropa kann der Automatisierungsexperte zahlreiche namhafte Referenzen vorweisen. Als Generalunternehmer übernimmt ENGEL für seine Kunden die Abstimmung mit dem Automatisierungspartner und liefert aus einer Hand die komplette Fertigungszelle. Auch das steigert die Effizienz, denn weniger Schnittstellen bedeuten oft eine schnellere Projektierung.

Intelligente Assistenz verhindert Ausschuss
inject 4.0 lautet der zweite Schwerpunkt am Messetand von ENGEL in Moskau. „Unsere Kunden nutzen das Potenzial der Digitalisierung und Vernetzung immer stärker aus“, berichtet Kassek. Besonders nachgefragt sind intelligente Assistenzsysteme, mit deren Hilfe, sich die Spritzgießmaschine im laufenden Prozess kontinuierlich selbst optimiert. iQ weight control zum Beispiel analysiert während des Einspritzens den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss einzeln werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Volumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Schwankungen im Rohmaterial und in den Umgebungsbedingungen werden damit ausgeglichen, noch bevor Ausschuss produziert wird. „Die iQ Assistenzsysteme sind oft der erste Schritt auf dem Weg zur smart factory“, berichtet Kassek. „Der modulare Aufbau des inject 4.0 Programms macht es einfach, mit einzelnen, kleineren Lösungen einzusteigen und darauf aufbauend die Digitalisierungsstrategie bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.“

Kundenportal e-connect erstmalig in russischer Sprache
Ein besonderes Highlight auf der Interplastica ist das ENGEL Kundenportal e-connect, das sich erstmalig in russischer Sprache präsentiert. Es bietet jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über die Maschinenstatus, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen und vereinfacht und beschleunigt auf diese Weise die Kommunikation zwischen den Verarbeitern und dem Zulieferer ENGEL.

Alle Service-Produkte aus dem inject 4.0 Programm sind in e-connect integriert, darunter das neue e-connect.monitor für die zustandsbasierte, vorausschauende Instandhaltung sowie e connect.24 für den 24/7-Online-Support. „In einem so großen Land wie Russland sind Online-Support und Fernwartung oft wettbewerbsentscheidend“, betont Kassek. Qualifizierte ENGEL Servicetechniker sind rund um die Uhr erreichbar und unterstützen die Anwender, Fehler in kürzester Zeit zu finden und damit Stillstandzeiten zu minimieren. Sofern vom Anwender gewünscht, können die Maschinen selbstständig einen elektronischen Hilferuf an ENGEL senden, damit die Spezialisten ohne Zeitverlust mit der Bearbeitung starten können. Die dazugehörige App hält den Anlagenbetreiber auf dem Laufenden, selbst wenn er sich gerade an einem ganz anderen, viele Kilometer entfernten Standort aufhält.

MES für Einsteiger und Fortgeschrittene
Auch für die Vernetzung der Spritgießmaschinen und Fertigungszellen innerhalb des Unternehmens hat ENGEL auf der Interplastica smarte Lösungen im Gepäck. TIG authentig, das MES (Manufacturing Execution System) der ENGEL Tochter TIG (Rankweil, Österreich) ist bis ins Detail auf die spezifischen Anforderungen der Spritzgießindustrie zugeschnitten. Es schafft Transparenz, um zum Beispiel die Kapazität des Maschinenparks optimal auszulasten oder um Produktivitätskennzahlen mit wirtschaftlichen Zielen zu korrelieren. Zu den neuen Produkten, die TIG während der Messe erstmalig in Russland vorstellt, gehören die Dashboard-Lösung TIG 2go, die sich vor allem für den Einstieg in die MES-Welt eignet, sowie die Hochleistungs-Analyseplattform TIG big data zur Vernetzung weltweiter Maschinenparks in einem zentralen Cockpit.

ENGEL auf der Interplastica 2019: Halle 2.1, Stand 1B23
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34518
 20.12.2018

ENGEL auf der Arabplast 2019  (Firmennews)

Maximale Effizienz, höchste Leistung und konstante Qualität – auf der Arabplast 2019 vom 5. bis 8. Januar in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten präsentiert der österreichische Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser ENGEL, wie sich durch das maßgeschneiderte Zusammenspiel von Spritzgießmaschine, Automation und Werkzeug diese Anforderungen mit einer hohen Nachhaltigkeit vereinen lassen. Im Fokus am Infostand in Halle 6 stehen innovative Anwendungen für die Branchen Bau, Logistik und Verpackung.

Bild: Bei der Herstellung von Getränkeverschlüssen ist eine immer noch höhere Effizienz der wichtigste Innovationstreiber.

Die dynamische Entwicklung der Kunststoffindustrie in den Vereinigten Arabischen Emiraten setzt sich fort. Nicht zuletzt ist es die Expo 2020, die kommende Weltausstellung in Dubai, die die Region beflügelt. Vor allem die Sektoren Bau, Logistik und Verpackung profitieren von den Vorbereitungen auf mehrere Millionen zusätzliche Besucher. „Die Kunststoffverarbeiter in diesen Branchen investieren verstärkt in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Maschinenparks“, berichtet Andreas Leitner, Sales Director Middle East von ENGEL im Vorfeld der Arabplast. „Nachgefragt werden vor allem Lösungen, die zu einer höheren Effizienz führen und die die Nachhaltigkeit weiter steigern.“ Als innovationsgetriebenes Unternehmen mit einer hohen Automatisierungs- und Systemlösungskompetenz gehört ENGEL zu den bevorzugten Ausrüstern in der Region. „Wenn wir von Beginn an alle Komponenten der Fertigungszelle exakt aufeinander abstimmen, können wir sowohl Effizienz- als auch Qualitätspotenziale vollständig ausschöpfen“, so Leitner. Neben Spritzgießmaschinen entwickelt ENGEL Prozesstechnologien, Roboter und Sonderautomatisierungslösungen im eigenen Haus und arbeitet darüber hinaus mit Partnerfirmen zusammen, die auf ihrem Gebiet jeweils ebenso führend sind. Einer der Partner, Otto Hofstetter, präsentiert sich gemeinsam mit ENGEL in Dubai. Der Schweizer Werkzeugbauer gehört unter anderem auf dem Gebiet der Dünnwandverpackungen zu den weltweit führenden Anbietern. Die beiden Partner können viele gemeinsame Referenzprojekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorweisen.

Packaging: Höchste Leistung – kleinster Energieverbrauch
ENGEL und Otto Hofstetter präsentieren während der vier Messetage eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Dünnwandbehältern – von kleinen Lebensmittelcontainern bis zu größeren Farbeimern –, die mittels In-Mould-Labeling (IML) zu besonders niedrigen Stückkosten gefertigt werden. IML ermöglicht es, in einem einzigen Fertigungsschritt hochdekorierte abfüllfertige Verpackungen zu produzieren. Hierfür wird eine Dekorfolie automatisiert ins Werkzeug eingelegt und mit Thermoplast hinterspritzt. Die High-Performance-Maschinen der e motion Baureihe von ENGEL stellen in diesen Anwendungen sicher, dass selbst extrem dünnwandige Behälter eine hohe Stabilität aufweisen. Mit ihrem geschlossenen System für Kniehebel und Spindel gewährleistet die vollelektrische e-motion jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten und erfüllt die strengen Vorgaben der Lebensmittelindustrie.

Auch bei der Herstellung von Getränkeverschlüssen ist eine immer noch höhere Effizienz der wichtigste Innovationstreiber. Die e-cap, die ENGEL gezielt für die Verschlussproduktion entwickelt hat, ist die einzige Verschlussmaschine am Markt, die auch im hohen Schließkraftbereich bis 4200 kN vollelektrisch arbeitet. Sie ist zugleich die energieeffizienteste Maschine ihrer Klasse. Für die Produktion von 26-mm-Verschlüssen aus HDPE in einem 72-fach-Werkzeug zum Beispiel benötigt eine e-cap 2440/380 bei einer Zykluszeit von unter 2 Sekunden nur 0,4 kWh Strom pro Kilogramm Granulat. Da sie vollelektrisch arbeitet, spart die e-cap außerdem Kühlwasser ein. „Niedrigste Energie- und Kühlwasserverbrauchswerte sind in den Vereinigten Arabischen Emiraten entscheidend“, sagt Leitner. „In der Verschlussherstellung geht der Trend deshalb klar zur vollelektrischen Maschine.“

Bau: Kompakte Lösungen für voluminöse Werkzeuge
In der Bauindustrie sind es vor allem Fittings, die in großen Stückzahlen produziert werden und hohe Anforderungen an die Ausrüster stellen. In der Regel erfordert die Fitting-Produktion eine Vielzahl an Kernzügen und Schiebern, die zu besonders großen Werkzeugen führen. Damit sich die Größe der Spritzgießmaschine nicht nach dem Werkzeugvolumen richten muss, sondern die für den Spritzgießprozess benötigte Schließkraft über die Maschinengröße entscheidet, setzen immer mehr Fitting-Hersteller auf holmlose ENGEL victory Maschinen. Da keine Holme stören, lassen sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen. Auf diese Weise passen große Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Maschinen, was die Investitionskosten gering hält und über die gesamte Fertigungsdauer viel Energie einspart. Einen weiteren Beitrag zur hohen Energieeffizienz leistet die ENGEL Servohydraulik ecodrive, die zum Standardumfang der victory Baureihe gehört.

Weitere Vorteile der holmlosen Schließeinheit sind schnellere Rüstprozesse und eine effizientere Automatisierung, da die Roboter nah an die Schließeinheit heranrücken und ohne Störkantenumfahrung die Kavitäten erreichen können. Der Trend zur Integration dem Spritzgießprozess nachgelagerter Arbeitsschritte lässt den Automatisierungsgrad weiter ansteigen. Bei der Herstellung von Fittings werden von ENGEL viper Linearrobotern zum Beispiel Dichtungen automatisiert im Bauteil platziert.

Logistik: Rezyklate prozesssicher verarbeiten
Der Trend zu einer höheren Nachhaltigkeit wird im Bereich der Logistik besonders deutlich. Die Unternehmen in Middle East möchten langfristig auf Holzpaletten vollständig verzichten. Kunststoffpaletten erfordern keine umweltgefährdenden Chemikalien wie Pestizide und Fungizide und sind bei einer höheren Stabilität und Steifigkeit leichter, was sie für die Luftfracht prädestiniert. Hinzu kommt, dass sie weder hygroskopisch noch brennbar sind und nicht splittern. „Zunehmend werden Paletten aus recycelten Verpackungsabfällen produziert“, beschreibt Leitner einen wichtigen Meilenstein. „Der Circular-Economy-Trend führt dazu, dass immer mehr hochwertige Anwendungen für Rezyklate entwickelt werden, was wir als Maschinenbauer und Systemlöser unterstützen.“ Mit ihren sehr leistungsstarken Plastifiziereinheiten sind die kompakten Zwei-Platten-Großmaschinen der ENGEL duo Baureihe optimal für die Rezyklatverarbeitung gerüstet.

Um auch in großen Dimensionen vollständig automatisiert zu arbeiten, bietet ENGEL seine viper Roboter mit einem nominalen Traglastvermögen bis 120 kg an. Mit einem Entformhub von 3000 mm und einer Reichweite von 3550 mm hat der ENGEL viper 120 den Horizont im Linearhandling erweitert.

Komplexe Prozesse einfach beherrschen
Von der standardisierten Roboterzelle bis zur maßgeschneiderten Sonderautomatisierungslösung erfüllt ENGEL individuelle Handling-Anforderungen passgenau. Eine Besonderheit bei ENGEL ist, dass die Robotersteuerung ein Bestandteil der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschinen ist. Dies garantiert über die gesamte Fertigungszelle eine einheitliche Bedienlogik und schöpft weitere Effizienzpotenziale aus. Da Maschine und Roboter auf eine gemeinsame Datenbasis zugreifen, können sie ihre Bewegungsabläufe exakt aufeinander abstimmen, was in vielen Anwendungen die Zykluszeit verkürzt.

Der Gesamtprozess wird über das CC300 Bedienpanel der Spritzgießmaschine übersichtlich visualisiert und lässt sich von dort zentral steuern. Mit der weiter zunehmenden Komplexität der Fertigungsprozesse gewinnt dieser Aspekt stark an Bedeutung. Die Steuerungsintegration reduziert die Komplexität und macht es auch für einen wenig erfahrenen Maschinenbediener leicht, den Prozess sicher zu beherrschen und eine konstant hohe Qualität zu produzieren. „Der Fachkräftemangel in den Vereinigten Arabischen Emiraten spitzt sich weiter zu“, berichtet Leitner. „Mit unserem Simplicity-Ansatz unterstützen wir unsere Kunden, ihre Wettbewerbsfähigkeit dennoch weiter zu stärken.“

Neuer Servicestützpunkt in Dubai
Das tiefe Verständnis der lokalen Märkte und der individuellen Kundenanforderungen ist die Voraussetzung, maßgeschneiderte Spritzgießlösungen zu entwickeln. Um weltweit nah bei seinen Kunden zu sein, baut ENGEL sein Vertriebs- und Servicenetz kontinuierlich weiter aus. In Middle East wurde in jüngster Zeit vor allem das Service-Team verstärkt. Auch Dubai hat jetzt einen eigenen Servicestützpunkt. ENGEL konnte innerhalb der Unternehmensgruppe einen sehr erfahrenen Techniker für das Emirat gewinnen.

ENGEL auf der Arabplast 2019: Halle 6, Stand C110
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34299
 12.10.2018

Neue Schutzumwehrung für mehr Flexibilität und Sicherheit  (Firmennews)

Mit seiner neu entwickelten Schutzumwehrung nach EN ISO 14120 bietet ENGEL ein deutliches Plus an Sicherheit. Darüber hinaus ermöglicht das modulare Konzept eine besonders einfache Konfiguration und eine ebenso leichte Montage. ENGEL präsentiert die neue Entwicklung auf der Fakuma 2018 vom 16. bis 20. Oktober in Friedrichshafen.

Bild: Die neue modulare Schutzumwehrung nach EN ISO 14120 erhöht die Sicherheit in der Fertigung.

Die EN ISO 14120 „Sicherheit von Maschinen – Trennende Schutzeinrichtungen – Allgemeine Anforderungen an Gestaltung und Bau von feststehenden und beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen“ stellt noch einmal höhere Anforderungen an die Festigkeit von Schutz¬umwehrungen als die Vorgänger-Norm EN 953. Vor allem die Belastungsfähigkeit von außen wird konkret definiert. Im Pendeltest muss die Schutzumwehrung einem 90 Kilogramm schweren Sandsack standhalten.

Modular und hochflexibel
Bei der Entwicklung der neuen Schutzumwehrung war es das Ziel von ENGEL, nicht nur die Anforderungen der neuen Norm sicher zu erfüllen, sondern darüber hinaus für die Anwender eine höhere Flexibilität sicherzustellen. Das Ergebnis ist ein modularer Baukasten mit einer umfangreichen Auswahl an Schutzpaneelen und Funktionselementen wie Durchbrüche, Schaltschränke, Kabelkanäle, Dreh- und Schiebetüren. Auch individuelle Layouts lassen sich damit kosteneffizient realisieren. Zudem kann die neue Lösung jederzeit an sich verändernde Anforderungen angepasst und erweitert werden. In vielen Fällen reicht eine Person aus, um die Schutzumwehrung in kurzer Zeit zu montieren.

Leichter zu warten
Um die Wartung und Instandhaltung zu vereinfachen, wurde der elektrotechnische Bereich optimiert. Die Elektronik der Schutztüren beispielsweise sitzt nicht länger in den Türrahmen, sondern in leicht zugänglichen Tür-Anschlussboxen.

Die neue TÜV-geprüfte Schutzumwehrung wird im Standard sowohl für einzelne Spritzgießmaschinen mit Förderband als auch integrierte und automatisierte Fertigungszellen angeboten. Sie ist konsequent im durchgehenden und funktionalen ENGEL Design gestaltet und lässt sich sehr leicht reinigen. In Verbindung mit einem Options-Paket erfüllt die neue Schutzumwehrung auch die Anforderungen der Reinraumproduktion.

ENGEL auf der Fakuma 2018: Halle A5, Stand 5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34045
 16.08.2018

Fakuma 2018: Kürzeste Zykluszeiten bei höchster Effizienz und Qualität  (Firmennews)

Bild: Maximaler Output bei minimalem Energieverbrauch: die e-cap 380 auf der Fakuma

Zur Fakuma 2018 – 16. bis 20. Oktober in Friedrichshafen – reduziert ENGEL weiter die Zykluszeit bei der Herstellung von Getränkeverschlüssen. Auf einer vollelektrischen ENGEL e-cap 2440/380 werden unter realen Produktionsbedingungen 26-mm-Verschlüsse inklusive Originalitätsband aus HDPE mit einer Zykluszeit von unter 2 Sekunden produziert.

Verantwortlich für die Leistungssteigerung sind die optimierten Bewegungsprofile. Die ENGEL e-cap 380 mit 3800 kN Schließkraft erreicht eine Trockenlaufzeit von nur 1,4 Sekunden.

Die ENGEL e-cap ist die einzige Verschlussmaschine am Markt, die im hohen Schließkraftbereich bis 4200 kN vollelektrisch arbeitet. Sie ist damit gleichzeitig die energieeffizienteste Maschine ihrer Klasse. Trotz ihrer beachtlichen Leistung benötigt die auf der Fakuma präsentierte e-cap für die Verarbeitung von einem Kilogramm Granulat lediglich rund 0,4 kWh Strom.

Integrierte Systemlösung schöpft volles Potenzial aus
Zum Einsatz kommt auf der Messe ein 72-fach-Werkzeug von z-moulds (Dornbirn, Österreich). An Peripherie umfasst das Exponat unter anderem ein Trockenluftsystem von Blue Air Systems (Kundl, Österreich) und ein Kameraprüfsystem von IMDvista (Brügg, Schweiz). Als Systemlöser liefert ENGEL weltweit vollständig integrierte und automatisierte Fertigungszellen aus einer Hand. Werden die Spritzgießmaschine, das Werkzeug und die peripheren Systeme von Projektbeginn an aufeinander abgestimmt, lassen sich die Effizienzpotenziale vollständig ausschöpfen und der Gesamtenergieverbrauch auf ein Minimum reduzieren.

Neben der Energieeffizienz gehört eine sehr hohe Präzision zu den Merkmalen der vollelektrischen e-cap Maschine. Damit stellt sie selbst bei der Herstellung anspruchsvoller Leichtverschlüsse ein Höchstmaß an Gutteilen sicher.
ENGEL auf der Fakuma 2018: Halle A5, Stand 5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #34031
 02.08.2018

Fakuma 2018: Kleinste Losgrößen flexibel produzieren  (Firmennews)

Von Fahrzeugen bis zu elektronischen Geräten werden immer mehr Produkte in immer vielfältigeren Designvariationen angeboten. Für die Herstellung bedeutet dies sinkende Losgrößen. Wie sich im Spritzguss kleinste Losgrößen mit der Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Großserie abbilden lassen, demonstriert ENGEL AUSTRIA auf der Fakuma 2018 vom 16. bis 20. Oktober in Friedrichshafen mit zwei innovativen Anwendungen.

Bild: Die neue e-motion 120 TL ist mit einer Schließkraft von 1200 kN die größte Spritzgießmaschine ihrer Baureihe.

Variantenfertigung im vollautomatisierten Wechsel
Drei Premieren auf einmal
Mit einer hochintegrierten Fertigungszelle, auf der zweiteilige Messschieber aus ABS produziert werden, feiert ENGEL auf der Fakuma 2018 gleich drei Premieren auf einmal. Zum ersten Mal wird eine vollständig automatisierte Lösung für den sehr schnellen Wechsel von Werkzeug¬einsätzen präsentiert, gleichzeitig stellt sich die neue Baugröße 120 der vollelektrischen und holmlosen e-motion TL Baureihe mit einer Schließkraft von 1200 kN neu dem Publikum vor, und drittens wartet der elektronische Temperierwasserverteiler e-flomo mit einem erweiterten Funktionsumfang auf.

Stückzahlen kleiner 1000 stellen beim Spritzgießen eine besondere Herausforderung dar. Um eine hohe Variantenvielfalt wirtschaftlich abbilden zu können, kommen vielfach Werkzeuge mit Wechseleinsätzen zur Anwendung. Auf der Fakuma geht ENGEL gemeinsam mit Braunform (Bahlingen, Deutschland) und weiteren Systempartnern jetzt noch einen Schritt weiter. Die dort präsentierte Systemlösung ermöglicht einen vollautomatisierten Wechsel der Werkzeugeinsätze in nur einer Minute. Die ENGEL e-motion 170/120 TL Spritzgießmaschine ist dafür mit einem Werkzeug mit der von Braunform patentierten Schnellwechselmechanik ausgerüstet.

Um das Potenzial der neuen Lösung anschaulich zu demonstrieren, werden die beiden geometrisch unterschiedlichen Komponenten des Messschiebers im schnellen Wechsel nacheinander hergestellt. Bereits nach drei Schuss meldet die Spritzgießmaschine dem integrierten ENGEL easix Knickarmroboter, dass das Los erfüllt ist und entriegelt die Werkzeugeinsätze. Der Roboter entnimmt zunächst das zuletzt produzierte Bauteil, wechselt dann den Greifer und tauscht die Werkzeugeinsätze aus. Von Gutteil zu Gutteil dauert dieser Prozess nur eine Minute. Die Kommunikation zwischen Spritzgießmaschine und Peripherie erfolgt über authentig, das MES der ENGEL-Tochter TIG. Die Software stellt der Maschine und dem Roboter jeweils die Teiledatensätze bereit.

4.0-Assistenz sichert Höchstmaß an Gutteilen
Zu den Herausforderungen dieser Anwendung gehört, dass die beiden Bauteile sehr unterschiedliche Schussgewichte aufweisen. Um dennoch nach dem Umrüsten schon mit dem ersten Schuss ein Gutteil zu produzieren, optimiert sich die Spritzgießmaschine mit Hilfe von drei intelligenten Assistenzsystemen aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL kontinuierlich selbst. Während iQ weight control für jeden einzelnen Schuss das Schmelzevolumen nachjustiert, ermittelt iQ clamp control die optimale Schließkraft und stellt diese automatisch ein. iQ flow control – das dritte Assistenzsystem im Bunde – regelt auf Basis der von e-flomo ermittelten Messwerte Temperaturdifferenzen im Kühlwasserverteilerkreis automatisch aus und passt die Pumpenleistung in den e-temp Temperiergaräten an die aktuellen Prozessbedingungen an.

Der elektronische Temperierwasserverteiler e-flomo leistet seinerseits noch einen weiteren Beitrag zu den kurzen Rüstzeiten. Durch das automatisierte, sequentielle Ausblasen der Verteilerkreise im Werkzeug wird sichergestellt, dass Wasser und gegebenenfalls in den Temperierkanälen vorhandener Schmutz vor der Entnahme des Werkzeugs bzw. Werkzeugeinsatzes vollständig entfernt werden. Beim Einbau wiederum gewährleistet diese neue Funktion eine optimale Entlüftung der Temperierkanäle. Der automatisierte Prozess spart gegenüber dem herkömmlichen manuellen Ausblasen Zeit und ermöglicht es zudem, die Wartungsintervalle für das Werkzeug zu verlängern. Da beim manuellen Vorgehen oft nicht alle Kanäle gleichmäßig mit Druckluft durchströmt werden, kann Restwasser in den Kanälen verbleiben und zu Korrosion führen. Dieses Risiko wird durch die Automatisierung ausgeschlossen.

Alle Einheiten kompakt integriert
Ein besonderer Hingucker auf der Fakuma ist der extrem kompakte Aufbau der Fertigungszelle, in deren Zentrum sich der easix Roboter befindet. Er ist für das komplette Handling der Werkzeugeinsätze und Bauteile, das Kennzeichnen der Spritgießteile und deren Montage sowie für das Ausschleusen der Messschieber verantwortlich. Die Spritzgießmaschine, der Bahnhof für die Greifer und Werkzeugeinsätze, der Laserprinter, die Montagevorrichtung und die Fördereinheit sind dafür sternförmig um den Roboter herum angeordnet.

Zur extrem platzsparenden Anordnung der einzelnen Komponenten tragen vor allem zwei Faktoren bei. Zum einen die frei definierbaren Sperrräume des easix Roboters und zum anderen die holmlose Schließeinheit der e-motion TL Spritzgießmaschine. Der barrierefreie Zugang zum Werkzeugraum ermöglicht es, dass der Roboter ohne Bewegungseinschränkungen sehr nah an die Schließeinheit heranrücken kann.

Mit der vollständig automatisierten Fertigungszelle sprechen die Systempartner ENGEL und Braunform Kunden an, die einander ähnliche Artikel in jeweils kleinen Stückzahlen oder eine hohe Variantenvielfalt fertigen. Typische Produkte sind Gebrauchsgüter wie Schreibgeräte, technische Teile in den Bereichen Automobil und Elektro, aber auch eine Reihe von medizintechnischen Produkten.

Holmlos und vollelektrisch jetzt bis 1200 kN Schließkraft
Die neue e-motion 120 TL ist mit einer Schließkraft von 1200 kN die größte Maschine ihrer Baureihe. Mit der Erweiterung nach oben hat ENGEL den Trend zum stärkeren Einsatz von Vielkavitäten-Werkzeugen im Blick. Da keine Holme stören, lassen sich die Werkzeugaufspannflächen vollständig ausnutzen, so dass große Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Spritzgießmaschinen passen. Auch bei der Herstellung von geometrisch komplexen Bauteilen, die im Werkzeug Kernzüge und Schieber erfordern, ist dies ein Vorteil. Es bestimmen nicht länger die Werkzeugmaße über die Maschinengröße, sondern die tatsächlich benötigte Schließkraft. Sowohl bei der Neuinvestition als auch im laufenden Betrieb spart dies Kosten ein.

Um eine lange Lebensdauer des Werkzeugs und eine konstant hohe Produktqualität zu garantieren, sind die vollelektrischen und holmlosen Hochleistungsmaschinen von ENGEL mit einer hochsensiblen Plattenparallelitätseinstellung ausgerüstet. Maschinen dieser Baureihe finden vielfach für die Produktion kleinster Präzisionsteile in der Elektronik- und Medizintechnikindustrie Einsatz.

Ein Prozess für unbegrenzte Designoptionen
Alles von der Rolle: Design, Struktur, Funktion
Mit der Weiterentwicklung seiner foilmelt Technologie präsentiert ENGEL auf der Fakuma eine Rolle-zu-Rolle-IMD-Anwendung mit einer bisher nicht dagewesenen Flexibilität. Die gemeinsame Entwicklung der Systempartner ENGEL, Leonhard Kurz (Fürth, Deutschland), Schöfer (Schwertberg, Österreich) und Isosport Verbundbauteile (Eisenstadt, Österreich) ermöglicht es, im schnellen Wechsel die unterschiedlichsten Oberflächensysteme im One-Step-Prozess von Rolle zu Rolle im Werkzeug thermozuformen, zu hinterspritzen und auszustanzen.

Bemerkenswert ist das breite Spektrum an möglichen Materialkombinationen. Von der Rolle lassen sich sowohl mehrschichtige Foliensysteme mit Lackoberfläche als auch strukturierte, hinterleuchtbare oder offenporige Systeme wie Holz und darüber hinaus mit kapazitiver Elektronik funktionalisierte Folien verarbeiten. Zum Hinterspritzen kommt neben den typischen Materialien wie ABS, PC oder PC/ABS auch PP in Frage. Für einen Wechsel des Dekors, der Struktur und der Funktionalität muss lediglich die Rolle, nicht aber das Werkzeug getauscht werden.

Mit der Herstellung unterschiedlich dekorierter, dreidimensional komplexer Musterteile auf einer duo 1060/350 Spritzgießmaschine mit integriertem viper 20 Linearroboter demonstriert ENGEL auf seinem Messestand die hohe Flexibilität des serienreifen Verfahrens. Zielgruppe sind unter anderem die Hersteller von Sichtkomponenten für den Autoinnenraum, die Teletronik- und die Weißwarenindustrie.

Ab Januar 2019 wird die Fertigungszelle im neuen Technikum von ENGEL am Stammsitz in Schwertberg für Technologiedemonstrationen, Materialversuche und kundenspezifische Entwicklungen zur Verfügung stehen.

Schutzumwehrung modular und hochflexibel
Als weitere Neuheit präsentiert die foilmelt Fertigungszelle auf der Fakuma die von ENGEL neu entwickelte Schutzumwehrung nach EN ISO 14120, die ab Oktober für alle automatisierten Spritzgießmaschinen und integrierten Systemlösungen verfügbar ist. Auch hier stand bei der Entwicklung eine hohe Flexibilität in Verbindung mit einer hohen Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt. Das modulare Konzept ermöglicht eine besonders einfache Konfiguration und eine ebenso leichte Montage. Die umfangreiche Auswahl an Schutz-Paneelen und Funktionselementen wie Durchbrüche, Dreh- und Schiebetüren ermöglicht es, auch individuelle Layouts kosteneffizient zu realisieren.

ENGEL auf der Fakuma 2018: Halle A5, Stand 5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33971
 11.07.2018

inject 4.0 Forum: Die nächste Dimension   (Firmennews)

Vor drei Jahren hat ENGEL mit inject 4.0 seine Antwort auf die Herausforderungen von Industrie 4.0 vorgestellt. Die Begriffe smart machine, smart production und smart service haben sich inzwischen in der gesamten Kunststoffindustrie etabliert, und in weiten Bereichen ist die smart factory in der Praxis angekommen. „Jetzt ist es an der Zeit für den nächsten Schritt“, kündigt Dr. Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe, beim ENGEL inject 4.0 Forum Ende Juni in Linz, Österreich, an. Marktplätze werden die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette vernetzen und neue Produkte und Dienstleistungen für die spritzgießverarbeitende Industrie generieren. „Die digitale Transformation führt inject 4.0 in eine neue Dimension“, so Engleder.

Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, das wird bei der Veranstaltung, zu der ENGEL einen ausgewählten Kreis innovationsgetriebener inject 4.0 Anwender eingeladen hat, einmal mehr deutlich. Industrie 4.0 verfolgt das Ziel, das volle Potenzial von Maschinen, Anlagen und Technologien auszuschöpfen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, flexibler zu agieren und die zunehmende Komplexität sicher zu beherrschen. Transparenz und darauf aufbauende Assistenz sind die Schlüssel für eine höhere Effizienz. „Wir sind auf diesem Weg schon gut vorangekommen“, sagt Stefan Engleder. „Von Beginn an war uns jedoch klar, dass wir uns mit Industrie 4.0 auf eine längere Reise begeben. Das Ziel ist bekannt, den Weg dorthin gilt es von Etappe zu Etappe gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern kontinuierlich zu entwickeln. Aktuell befinden wir uns vor dem nächsten großen Schritt.“

Horizontale Vernetzung als Ziel
Auf dem Weg zur smart factory geht es bislang vor allem um die funktionsbezogene Optimierung einzelner Wertschöpfungsstufen, wie der Produktion oder des Vertriebs, sowie nicht direkt wertschöpfender Bereiche wie Instandhaltungsmanagement und Qualitätswesen innerhalb eines Unternehmens. Dafür werden Maschinen- und Prozessdaten gesammelt und ausgewertet und der Shop Floor auf Basis digitaler Abbildungen der Maschinen und Anlagen mit der Betriebsleitebene in vertikaler Richtung verknüpft. Diese klassischen IIoT (Industrial Internet of Things)-Plattformen dafür sind in der Regel proprietäre Lösungen. Jedoch werden vertikale Plattformstrukturen den Anforderungen, Daten von Systemen unterschiedlicher Anbieter zu verarbeiten und mit den Daten anderer Unternehmen zu korrelieren, in der Praxis nicht gerecht.

Die digitale Transformation hat deshalb den Übergang auf horizontale Plattformen zum Ziel, die das Know-how und Angebot verschiedener Firmen bündeln. Eine offene horizontale Vernetzung ermöglicht es, Prozesse funktionsübergreifend entlang der vollständigen Wertschöpfungskette zu optimieren. „Die digitale Transformation befindet sich am Anfang. Hier sehen wir eine große Chance. Wir laden unsere Kunden und Partner ein, die Zukunft des smarten Produzierens mit uns gemeinsam aktiv weiter zu gestalten und die neuen Lösungen gezielt auf die Anforderungen der Kunststoffindustrie zuzuschneiden“, betont Engleder. „So werden wir alle bestmöglich von den sich neu eröffnenden Chancen profitieren.“

Marktplatz für die gesamte Wertschöpfungskette
Das Vorbild sind B2C-Marktplätze wie Amazon oder Google. Anstelle von physischen Assets und den damit verbundenen Wertschöpfungsaktivitäten setzen diese Unternehmen auf die Vermittlung zwischen Angebot und Nachfrage und vernetzen die Marktteilnehmer mithilfe digitaler Technologien. Um neue Dienstleistungen zu generieren, führen die Plattformen eine Vielzahl an Daten zusammen. Die Kapazität zur Datenverarbeitung und -analyse bildet die Grundlage, die Kundenbedürfnisse noch besser und gezielter zu bedienen.

Dieser Trend dringt ins B2B-Segment durch, und auch dort etabliert sich der Begriff Marktplatz. In Zukunft werden sich Marktteilnehmer mit gleichen, ähnlichen und sich ergänzenden Wertströmen auf Marktplätzen austauschen, dort ihre Produkte und Technologien anbieten und in dieses Netzwerk sowohl ihre Lieferanten als auch Kunden einbeziehen. Der Kunststoffverarbeiter, der eine Vielzahl an Systemen von ganz unterschiedlichen Anbietern einsetzt, findet dort zentral alle relevanten Informationen und kann die angebotenen Anwendungen – so genannte Apps – besonders effizient nutzen. „Durch die horizontale Vernetzung wird die Basis für neue Geschäftsmodelle gelegt, die unsere bestehenden ergänzen und unseren Kunden einen Mehrwert bieten können“, sagt Engleder.

Einen derartigen branchespezifischen Marktplatz für die Industrie bietet zum Beispiel ADAMOS an. Es handelt sich um eine herstellerneutrale, offene Plattform, die gezielt für die Bedürfnisse des Maschinenbaus und seiner Kunden entwickelt wurde, und an der sich auch ENGEL beteiligt.

Pilotfabrik geht an den Start
Die Kunststoffindustrie in Österreich ist traditionell innovationsstark und sie zählt auch beim Thema digitale Transformation zu den Vorreitern. So ist es kein Zufall, dass an der Johannes Kepler Universität in Linz eine Pilotfabrik für die interdisziplinäre, plattformbasierte Zusammenarbeit entsteht. Im nächsten Jahr wird die LIT Factory, an der sich neben ENGEL unter anderem die Unternehmen Borealis, Covestro, Erema, FACC, Greiner, Leistriz, Motan und Siemens beteiligen, ihren Betrieb aufnehmen.

„Die LIT Factory erlaubt es, die neuen Möglichkeiten praxisnah zu testen, gemeinsam mit unseren Partnern Erfahrungen zu sammeln, die Herausforderungen der horizontalen Vernetzung weiter zu erforschen und neue Lösungen zu entwickeln“, so Engleder. Eine bereits bekannte Herausforderung ist die durchgehende Konnektivität, denn nicht alle Teilnehmer der Wertschöpfungskette sind zueinander kompatibel. „Ein gemeinsamer Marktplatz wird die Entwicklung von Standards beschleunigen“, sagt Engleder. „Langfristig erwarten wird, dass sich auch verschiedene Marktplätze miteinander vernetzen und den Teilnehmern den Austausch von Daten ermöglichen.“

Von der Rohstofferzeugung bis zum Recycling nicht mehr benötigter Kunststoffprodukte umfasst die Plattform der LIT Factory die gesamte Wertschöpfungskette. Damit trägt die horizontale Vernetzung dazu bei, weitere brennende Zukunftsthemen voranzutreiben. Ein Beispiel ist das Schließen von Wertstoffströmen. Die Circular Economy setzt eine noch engere Zusammenarbeit der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette voraus, die sich auf einem Marktplatz besonders einfach und effizient gestalten lässt.
(Engel Austria GmbH)

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 06.07.2018

ENGEL gewinnt Wirtschaftspreis Pegasus in Gold  (Firmennews)

ENGEL AUSTRIA gehört zu den Leuchttürmen der oberösterreichischen Unternehmenslandschaft – so die Jury des Wirtschaftspreises Pegasus. Im Rahmen einer Galanacht im Brucknerhaus in Linz wurde ENGEL in der Kategorie Leuchttürme mit Gold ausgezeichnet. Der Pegasus ist der größte Wirtschaftspreis des Landes, der jährlich von den Oberösterreichischen Nachrichten verliehen wird.

Bild: ENGEL gewinnt den begehrten Wirtschaftspreis in der Kategorie Leuchttürme. Von links: Axel Greiner (Präsident der IV OÖ), Robert Machtlinger (FACC, Bronze), Christoph Steger (ENGEL, Gold) und Helmut Wieser (AMAG, Silber). Bild: OÖNachrichten, Weihbold

“Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagt Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer von ENGEL, der den Pegasus in Gold entgegennahm. „Dieser Preis gehört ganz klar unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die täglich mit viel Engagement und Leidenschaft dafür sorgen, dass ENGEL weltweit so erfolgreich ist.“ ENGEL gehört mit Produktionswerken und Niederlassungen auf drei Kontinenten zu den weltweit führenden Herstellern von Spritzgießmaschinen und Automatisierungslösungen für die Kunststoffverarbeitung. In allen Ländern der Erde werden Kunststoffprodukte mit Maschinen und Robotern des österreichischen Unternehmens hergestellt, von Zahnbürsten über Smartphone-Gehäuse und Automobilkomponenten bis hin zu hochsensiblen Medizinprodukten. Seit Jahren befindet sich der Maschinenbauer auf einem kontinuierlichen Wachstumskurs.

Investitionsschwerpunkt Oberösterreich
Aktuell sind weltweit mehr als 6.600 Menschen bei ENGEL beschäftigt, über die Hälfte davon in Österreich. Um der weiter steigenden Nachfrage nach Spritzgießmaschinen gerecht zu werden, stellt ENGEL weitere Mitarbeiter ein und investiert kräftig in seine Standorte. Dabei bekennt sich das Familienunternehmen klar zu seinen Wurzeln. Die größten Bauprojekte befinden sich in Österreich. Am Stammsitz in Schwertberg zum Beispiel entstehen aktuell eine weitere Fertigungshalle und ein neues Kundentechnikum. Insgesamt investiert ENGEL bis 2020 mehr als 375 Mio. Euro allein in seine Produktionswerke. Die Kapazitäten werden aufgestockt und die Maschinenparks modernisiert.

„Als Familienunternehmen ist es uns besonders wichtig, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohl fühlen. Dazu gehört ein modernes Arbeitsumfeld, aber vor allem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erklärt Steger. „Wir haben gemeinsam mit den Mitarbeitern über die letzten Jahre zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.“ Dank Krisenvorsorge lässt sich ein durch das Unternehmen bezuschlagter Zeitpuffer aufbauen, der in konjunkturell schwachen Zeiten abgebaut werden kann. Die betriebsinterne Kleinkinderbetreuung am Stammsitz in Schwertberg wurde so gut angenommen, dass ENGEL in Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen inzwischen auch an den Standorten St. Valentin und Dietach seine Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung unterstützt.

Internationalität bereits während der Ausbildung
Als global tätiges Unternehmen setzt ENGEL schon während der Ausbildung auf Internationalität. Die Lehrlinge arbeiten früh in internationalen Teams und die zwei besten Absolventen eines Jahrgangs dürfen drei Monate im Produktionswerk in Shanghai verbringen. Allein in Österreich bildet ENGEL rund 200 junge Menschen in acht technischen Berufen aus, und auch über die Landesgrenzen hinaus sorgt das Unternehmen selbst für den Fachkräftenachwuchs. In den Werken in China, Tschechien und Deutschland werden Lehrlinge nach österreichischem Modell dual ausgebildet. Vorbild ist die staatlich ausgezeichnete Lehrwerkstätte am Stammsitz, eine der fortschrittlichsten im Land.

Pegasus zeichnet Oberösterreichs beste Unternehmen aus
Bereits zum 25. Mal haben die OÖNachrichten und ihre Partner den Pegasus vergeben. Jeweils zehn Unternehmen waren in vier Kategorien – Zukunftshoffnungen, Innovationskaiser, Erfolgsgeschichten und Leuchttürme – nominiert. Diese wurden von einer Jury, bestehend aus Vertretern von Raiffeisenlandesbank, Land Oberösterreich, KPMG, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung Oberösterreich, bewertet. In der Kategorie Leuchttürme belegt ENGEL den ersten Platz. Ausgezeichnet werden in dieser Sparte Unternehmen, die in Europa und international erfolgreich sind und für heimische Betriebe eine Vorbildwirkung einnehmen.
(Engel Austria GmbH)

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 11.06.2018

Georg Steinbichler für Verdienste um die Kunststofftechnik in Österreich ausgezeichnet  (Firmennews)

Prof. Dr.-Ing. Georg Steinbichler, Bereichsleiter Forschung und Entwicklung Technologie von ENGEL AUSTRIA, ist Träger der Goldenen Ehrennadel der Vereinigung Österreichischer Kunststoffverarbeiter (VÖK). Mit der Auszeichnung würdigt die VÖK Steinbichlers Verdienste um die Entwicklung der Kunststofftechnik in Österreich. Die Verleihung fand im Rahmen eines feierlichen Vortragsabends im Haus des Österreichischen Gewerbevereins im Palais Eschenbach in Wien statt.

Bild: Der Preisträger Prof. Dr.-Ing. Georg Steinbichler (2. von links) mit Senator h.c. Prof. KommR Dkfm. Dr. Ernst Pöcksteiner, Vorsitzender und Ehrenpräsident der VÖK, KommR Ing. Dr. Michael Pöcksteiner, VÖK-Präsident, und Laudator Prof. Dr.mont. Walte

„Georg Steinbichler ist ein weltweit anerkannter Experte der Spritzgießtechnik. Mit seinem Namen sind nicht nur zahlreiche technisch-wissenschaftliche Innovationen verknüpft, sondern auch der Aufbau des Fachbereichs Kunststofftechnik an der Johannes Kepler Universität in Linz. Er hat sein Lebenswerk der Spritzgießtechnik gewidmet und ist damit ein würdiger Träger der Goldenen Ehrennadel der VÖK“, heißt es in der Laudatio. Den Laudator, Prof. Dr.mont. Walter Friesenbichler, Leiter des Lehrstuhls für das Spritzgießen von Kunststoffen an der Montanuniversität Leoben, verbinden mehr als 30 Jahre fachliche Zusammenarbeit mit dem Preisträger.

Nach dem Studium der Kunststofftechnik in Leoben startete Georg Steinbichler 1982 seine berufliche Laufbahn als Anwendungstechniker beim Spritzgießmaschinenbauer ENGEL. Dort übernahm er schon nach kurzer Zeit Verantwortung in der Verfahrens- und Technologieentwicklung. 2008 promovierte er an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg zum Thema „Methoden und Verfahren zur Optimierung der Bauteilentwicklung für die Spritzgießfertigung“.

Mit der Gründung der Fachrichtung Kunststofftechnik an der Johannes Kepler Universität in Linz 2009 wurde Steinbichler zusätzlich zu seiner Tätigkeit bei ENGEL zum Vorstand des Instituts für Polymerspritzgießtechnik und Prozessautomatisierung berufen. Er ist seither maßgeblich daran beteiligt, das Angebot der universitären Ausbildung von Kunststoff-Ingenieuren in Österreich weiter auszubauen und die universitäre Forschung auf dem Gebiet der Kunststofftechnik zu stärken. Jüngster Meilenstein ist die Gründung der LIT Factory, der Forschungsfabrik für die Fertigung thermoplastischer Leichtbau-Composites und die Digitalisierung von Kunststoffverarbeitungsprozessen, in Linz.

Bereits vor seiner Berufung an die Universität Linz engagierte sich Georg Steinbichler in der Ausbildung, unter anderem mit einem Lehrauftrag am TGM in Wien sowie als Dozent an den Technischen Akademien Esslingen/Stuttgart in Deutschland und Sarnen in der Schweiz.

Seit 1971 zeichnet die VÖK Persönlichkeiten aus Industrie, Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Leben, die sich in besonderer Weise um die Entwicklung der Kunststofftechnik in Österreich verdient gemacht haben, aus. Aus dem Hause ENGEL erhielten vor Prof. Dr.-Ing. Georg Steinbichler Irene und Georg Schwarz sowie Dr. Peter Neumann die Goldene Ehrennadel der VÖK.
(Engel Austria GmbH)

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 25.05.2018

ENGEL mit zwei Elastomerexponaten auf der Plast 2018  (Firmennews)

Auf der Plast 2018 und der integrierten Rubber Show vom 29. Mai bis 1. Juni in Mailand, Italien, präsentiert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser ENGEL seine hohe Systemlösungskompetenz für die Elastomerindustrie. Sowohl für die Einkomponentenverarbeitung von Gummi, thermoplastischen Elastomeren, Flüssig- oder Festsilikonen als auch für den Mehrkomponentenspritzguss in Verbindung mit thermoplastischen Materialien bietet ENGEL aus einer Hand vollautomatisierte und integrierte Lösungen für die wirtschaftliche Herstellung hochwertiger Elastomerprodukte an.

Bild: Dank ihrer barrierefreien Schließeinheit eröffnet die holmlose ENGEL victory Spritzgießmaschine für Mehrkomponentenprozesse mit LSR ein großes Effizienzpotenzial.

Die vollautomatisierte und nacharbeitsfreie Verarbeitung ist die Voraussetzung, High-Tech-Produkte aus Elastomeren wirtschaftlich zu produzieren. Mit zwei Anwendungen, eine an seinem eigenen Messestand in Halle 24 und eine bei seinem Partner Mesgo in der Rubber-Halle 11, zeigt ENGEL in Mailand das breite Einsatzspektrum seiner Spritzgießmaschinen und Systemlösungen für Elastomeranwendungen in den Branchen Automotive, Teletronics, Technical Moulding und Medical auf. Dabei wird deutlich, wie sich durch das perfekte Zusammenspiel von Spritzgießmaschine, Automatisierung und Peripherie Effizienz- und Qualitätspotenziale vollständig ausschöpfen lassen.

Holmlos für hochpräzise Mehrkomponentenprozesse mit LSR
In vielen Anwendungen ermöglicht es erst der integrierte Mehrkomponentenprozess, Thermoplast und Elastomer lagesicher miteinander zu verbinden. Ein Beispiel hierfür sind Koppelkissen aus PBT und LSR, die in Regensensoren zur Befestigung an der Windschutzscheibe dienen. Im ENGEL combimelt Prozess werden diese anspruchsvollen Zwei-Komponententeile am Messestand von ENGEL auf einer holmlosen victory 200H/200L/160 combi Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 40 Linearroboter produziert. Das 4+4-fach-Werkzeug für die parallele Verarbeitung von PBT und LSR kommt von Rico (Thalheim, Österreich). Das vollelektrische LSR-Dosiersystem ist eine Neuentwicklung von Dopag (Cham, Schweiz), und das LSR für diese Anwendung ist ein Produkt von Wacker in Burghausen, Deutschland.

Die Herstellung der Zwei-Komponenten-Bauteile schöpft das Effizienzpotenzial der holmlosen Schließeinheit der ENGEL victory Maschine optimal aus. Die Holmlostechnik ermöglicht es, große, komplexe Mehrkomponentenwerkzeuge auf vergleichsweise kleinen Maschinen zu montieren. Ein zweiter Effizienzfaktor ist die Automatisierung. Der Linearroboter kann ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen und dort sicher agieren. Drittens leistet die sehr hohe Prozesskonstanz, die die holmlose Schließeinheit konstruktiv sicherstellt, einen wesentlichen Beitrag zur hohen Gesamteffizienz. Der patentierte Force-Divider sorgt dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird. Auf diese Weise werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was den Werkzeugverschleiß reduziert und die Produktqualität steigert.

Um selbst bei Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und in der Rohmaterialcharge einen konstanten Prozess und eine durchgehend hohe Teilequalität sicherzustellen, kommt iQ weight control zum Einsatz. Das intelligente Assistenzsystem aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL passt für jeden Schuss einzeln sowohl das Einspritzprofil als auch den Umschaltpunkt und das Nachdruckprofil an die jeweiligen Bedingungen an und gleicht damit äußere Einflüsse aus, noch bevor auch nur ein Ausschussteil produziert wird.

ENGEL flexseal für höchste Effizienz und Präzision
Halle 11 ist während der vier Messetage der Treffpunkt der Elastomerverarbeiter. In der Sonderausstellung Rubber präsentiert Mesgo (Gorlago, Italien) am Stand C61/D62 die vollständig automatisierte Produktion von Membrandichtungen auf einer ENGEL flexseal 500/300. Die besonders kompakte und energieeffiziente flexseal Spritzgießmaschine wurde gezielt an die Anforderungen der Hersteller von O-Ringen und Flachdichtungen angepasst. Bei der Fertigung sehr hoher Stückzahlen garantiert die servohydraulische Maschine sowohl höchste Effizienz als auch höchste Präzision. Dabei präsentiert Mesgo eine besonders anspruchsvolle Anwendung. Es werden thermoplastische Einlegeteile aus PBT mit Festsilikon (HTV) umspritzt und die Zwei-Komponenten-Teile unmittelbar nach der Herstellung inline kamerageprüft. ENGEL liefert hierfür die vollständig integrierte Systemlösung. Das Teilehandling übernimmt ein ENGEL easix Knickarmroboter, der in dieser Anwendung erstmalig mit einem Anyfeeder kombiniert wird. Für die Materialzuführung kommt der ENGEL roto feeder zum Einsatz. Der rotierende Trichter mit gegenläufiger Schnecke transportiert das Festsilikon kontinuierlich, blasenfrei und druckkonstant und sorgt damit für eine sehr hohe Prozesssicherheit. Systempartner für diese Anwendung sind die Werkzeugbauer ORP Stampi (Viadanica, Italien) und Giasini (Grassobbio, Italien) sowie Proplast Plastic Innovation Pole (Rivalta Scrivia, Italien), die für das CAD-Design verantwortlich zeichnen.

ENGEL auf der Plast 2018: Halle 24, Stand B81/C82 und bei Mesgo in Halle 11, Stand C61/D62
(Engel Austria GmbH)

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 18.05.2018

ENGEL auf der PLASTPOL 2018  (Firmennews)

Mit zwei herausfordernden Anwendungen auf einer servohydraulischen und einer vollelektrischen Spritzgießmaschine macht ENGEL auf der PLASTPOL 2018 vom 22. bis 25. Mai in Kielce, Polen, anschaulich deutlich, wie sich Prozesskonstanz und Qualität mit Effizienz und Wirtschaftlichkeit vereinen lassen. Leistungsstarke Maschinen und Automatisierung stehen dabei ebenso im Fokus wie eine intelligente Steuerungstechnik, die den Verarbeitern zusätzliche Optimierungspotenziale eröffnet.

Bild: Mit ihrem geschlossenen System für Kniehebel und Spindel erfüllen die vollelektrischen e motion Spritzgießmaschinen die strengen Vorgaben der Lebensmittelindustrie.

Kraftpaket auf kleiner Fläche
Maximale Kraft auf vergleichsweise wenig Raum – dafür stehen die ENGEL duo Zwei-Platten-Spritzgießmaschinen. Die ENGEL duo 500 ist in Bezug auf die benötigte Stellfläche eine der kleinsten Maschinen dieser Baureihe und mit einer Trockenlaufzeit von 2,6 Sekunden bei einem Öffnungsweg von 600 mm die schnellste Zwei-Platten-Maschine im Markt. Während der PLASTPOL wird eine ENGEL duo 3550/500 im Zusammenspiel mit einem ENGEL viper 20 Linearroboter Motorabdeckungen aus glas- und mineralfaserverstärktem Polypropylen produzieren.

Ausgerüstet mit einer Spritzeinheit der neuen Generation, erreicht die servohydraulische duo 500 eine besonders hohe Präzision. Um zusätzlich Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial auszugleichen, kommen die intelligenten Assistenzsysteme aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL zum Einsatz. So analysiert iQ weight control während des Einspritzvorgangs den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus, um für jeden Schuss das Einspritzprofil, den Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil an die aktuellen Bedingungen anzupassen. „Wir können damit das eingespritzte Schmelzevolumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant halten und Ausschuss zuverlässig verhindern“, sagt Piotr Nachilo, Geschäftsführer von ENGEL Polska mit Sitz in Warschau. „iQ weigth control ist bei unseren Kunden schon vielfach im Einsatz und bewährt sich in den unterschiedlichsten Anwendungen.“

iQ für konstante Prozesse und mehr Effizienz
War iQ clamp control anfangs nur für Spritzgießmaschinen mit elektrischen Schließeinheiten verfügbar, präsentiert ENGEL auf der PLASTPOL das neue Release für den Einsatz in hydraulischen Maschinen der duo Baureihe. Die Software berechnet die Werkzeugatmung, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen. Bei der Herstellung großflächiger Spritzgießteile, wie Motorabdeckungen, eröffnet iQ clamp control besonders viel Potenzial für eine höhere Fertigungsqualität. Ist die Schließkraft zu klein oder zu groß, kann dies zu Brennern bzw. zur Gratbildung führen.

Das dritte Assistenzsystem im Bunde ist iQ flow control. Die Software vernetzt die Temperiergeräte mit der Spritzgießmaschine und regelt die Drehzahl der Pumpen bedarfsabhängig. Das Ergebnis ist ein deutlich reduzierter Energieverbrauch. Darüber hinaus steigt die Stabilität des Temperierprozesses an. e-flomo ist in der Lage, die Temperaturdifferenz in allen Einzelkreisen aktiv zu regeln und für jeden Temperierkreis die benötigte Durchflussmenge automatisch einzustellen.

Für diese neue integrierte Temperierlösung hat ENGEL gemeinsam mit seinem Partner HB-Therm (St. Gallen, Schweiz) eine Baureihe besonders kompakter Temperiergeräte entwickelt. Die e-temp Temperiergeräte werden über OPC UA mit der Spritzgießmaschine vernetzt, womit ENGEL einen Meilenstein auf dem Weg zur smart factory setzt. Das Kommunikationsmodell OPC UA ermöglicht eine plattformunabhängige, leistungsstarke und vor allem sichere Verständigung sowohl innerhalb der Shopfloor-Ebene als auch mit übergeordneten Leitsystemen und setzt sich in der Kunststoffindustrie deshalb immer stärker als Standard durch.

IML-Integration aus einer Hand
Mit einer zweiten Anwendung macht ENGEL auf der PLASTPOL das große Effizienzpotenzial integrierter Prozesse deutlich. Dank In-mould Labeling (IML) entstehen auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 440/160 Spritzgießmaschine mit integriertem viper 12 Linearroboter und einer IML Automation von TMA AUTOMATION (Gdynia, Polen) in einem Arbeitsschritt verkaufsfertig dekorierte Deckel für Lebensmittelverpackungen.

TMA AUTOMATION ist ein neuer Partner von ENGEL, der sich auf die Automatisierung von IML- und Downstream-Prozessen, wie Montage, Qualitätssicherung und Palettierung, im General-Purpose-Bereich in den unterschiedlichsten Branchen spezialisiert hat. Basierend auf einem standardisierten Anlagenkonzept realisiert TMA AUTOMATION besonders kompakte und zugleich sehr flexible Lösungen. Vor allem in Osteuropa kann das polnische Unternehmen zahlreiche exzellente Referenzen vorweisen. „Die Zusammenarbeit mit lokal ansässigen Partnerunternehmen trägt in vielen Projekten dazu bei, die Kosteneffizienz zu steigern und die Lieferzeit für die Gesamtanlage zu verkürzen“, sagt Walter Aumayr, Geschäftsbereichsleiter Automatisierung und Peripherie von ENGEL am Stammsitz in Österreich. Als Generalunternehmer übernimmt ENGEL für seine Kunden die Abstimmung mit dem Automatisierungspartner und liefert aus einer Hand die komplette Fertigungszelle. Auch das steigert die Effizienz, denn weniger Schnittstellen bedeuten oft eine schnellere Projektierung.

ENGEL auf der PLASTPOL 2018: Halle F, Stand F4
(Engel Austria GmbH)

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 15.05.2018

ENGEL legt weiter zu  (Firmennews)

ENGEL ist weiter am Wachsen. Bereits zum vierten Mal in Folge konnte der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, seinen Jahresumsatz steigern. Die Unternehmensgruppe schloss das Geschäftsjahr 2017/18 Ende März mit einem Umsatz von 1,51 Mrd. Euro ab und erzielte damit ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bild: Noch bis zum Herbst wird am Stammsitz von ENGEL in Schwertberg gebaut. Der Neubauation erweitert die 2013 errichtete Fertigungshalle Nord. Über der Montage wird sich das neue Kundentechnikum befinden.

„Allein das Produktionswerk in Shanghai hat im Geschäftsjahr 2017/18 rund 20 Prozent mehr Maschinen verkauft als im Vorjahr“, berichtet Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Unternehmensgruppe, zu Beginn der Kunststoffmesse Chinaplas Ende April 2018 in Shanghai, wo ENGEL die internationale Fachpresse über das Geschäftsjahr 17/18 informierte. Die Märkte in Asien haben nach wie vor einen großen Anteil am Erfolg der ENGEL Gruppe, vor allem in China steigt die Nachfrage an. „Das Investitionsklima in China ist auf einem neuen Hoch“, so Steger.

Im Werk Shanghai baut ENGEL Großmaschinen der Zwei-Platten-Baureihe duo, die unter anderem in der Automobilindustrie Einsatz finden. „Die Automobilindustrie ist in China weiterhin der wichtigste Wachstums- und Innovationsmotor“, sagt Gero Willmeroth, Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai, wobei ENGEL vor allem im Bereich Automotive Lighting überproportional zulege. „Unsere Kunden investieren verstärkt in innovative Prozesstechnologien, die ihnen eine höhere Effizienz, Produktivität und Qualität ermöglichen.“ Ein Beispiel hierfür ist die optimelt Technologie, die ENGEL auf seinem Messestand präsentiert. Bei der Herstellung von dickwandigen LED-Linsen reduziert das patentierte Mehrschichtverfahren mit externer Kühlung deutlich die Zykluszeit und gewährleistet gleichzeitig eine sehr hohe optische Qualität.

Ob Linsen aus PMMA oder Verscheibungsteile aus Polycarbonat, geht es bei der Materialsubstitution im Fahrzeugbau nicht zuletzt um das Gewicht. Elektrofahrzeuge sind in China auf dem Vormarsch und mit ihnen innovative Leichtbautechnologien. Liegt der Fokus der Verarbeiter in China bislang auf der Substitution von Glas einerseits und dem Schaumspritzgießen andererseits, stehen Composite-Technologien erst am Anfang. „Unsere Kunden nutzen Fachmessen wie die Chinaplas, um sich über die Möglichkeiten eines breiteren Einsatzes von Verbundmaterialien im Automobilbau zu informieren und die Umsetzbarkeit neuer Composite-Verfahren für die automobile Großserie auszuloten“, so Willmeroth. „In China werden jetzt die Weichen gestellt; ENGEL ist hier vorne dabei. International gehört ENGEL beim Thema Leichtbau schon heute zu den bevorzugten Partnern der Automobilindustrie.“ 2012 gründete ENGEL ein eigenes Technologiezentrum für Leichtbau-Composites und konnte seither gemeinsam mit seinen Entwicklungspartnern mehrere bedeutende Meilensteine setzen. Auf der Chinaplas 2018 stellt ENGEL serienreife Technologien für die wirtschaftliche Produktion von Composite-Bauteilen vor und gewährt darüber hinaus Einblicke in laufende Forschungsprojekte.

Marktposition in Branchen weiter ausgebaut
Aus einer Hand liefert ENGEL sowohl einzelne Spritzgießmaschinen als auch integrierte und automatisierte Systemlösungen, deren Anteil im Auftragseingang weltweit weiter zunimmt. Maßgeschneiderte Spritzgießlösungen zu entwickeln, setzt nicht nur ein besonders tiefes technologisches, sondern auch Branchenverständnis voraus, was ENGEL durch seine Business-Unit-Struktur sicherstellt. Für die Branchen Automotive, Technical Moulding, Teletronics, Packaging und Medical beschäftigt ENGEL jeweils eigene Teams – und das nicht nur am Stammsitz in Österreich. Im vergangenen Jahr installierte ENGEL auch in Asien eine Business-Unit-Struktur mit eigenen regionalen Business-Unit-Leitern und vertieft seither vor Ort kontinuierlich sein Branchen-Know-how. „Mit der neuen Struktur bauen wir unsere Marktposition in den fünf Geschäftsfeldern weiter aus“, berichtet Steger. „Das Feedback unserer Kunden ist sehr gut. Wir können vielfach noch schneller auf die Anforderungen und Wünsche reagieren und unsere Kunden beim Lösen ihrer ganz individuellen Herausforderungen noch zielgerichteter unterstützen.“

Neben Automotive hat ENGEL in Asien im Bereich Medical im Umsatz zugelegt. Hier sind die Felder Healthcare und Diagnostik die Wachstumstreiber. Unter anderem liefert ENGEL für diese Anwendungen vollelektrische e-motion Spritzgießmaschinen sowie Hybridmaschinen der Baureihe e-victory, die für die asiatischen Märkte im ENGEL Werk Korea produziert werden. „Wir sehen im Bereich Medical einen Trend zu Vielkavitäten-Werkzeugen, die größere Spritzgießmaschinen erfordern, um die Durchsätze zu steigern“, berichtet Willmeroth.

Neues Trainingszentrum in Shanghai
Auch personell legt ENGEL in Asien zu. Insgesamt beschäftigt die ENGEL Gruppe aktuell 950 Menschen in seinen asiatischen Produktionswerken und Niederlassungen und damit mehr als 20 Prozent mehr als vor einem Jahr. 490 Mitarbeiter zählt ENGEL Machinery Shanghai aktuell. Dort kamen im letzten Geschäftsjahr vor allem im Vertrieb, in den Business Units, im Service und Training neue Mitarbeiter hinzu. Für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2018/19 hat ENGEL in Shanghai sowie in Gesamtasien weitere zusätzliche Stellen ausgeschrieben.

Im Zuge der Werkserweiterung, die im September 2017 abgeschlossenen wurde, hat ENGEL in Shanghai ein neues, größeres Trainingszentrum errichtet und einen eigenen Trainingsleiter eingestellt. Boris Wen baut gemeinsam mit einem Team an erfahrenen Trainern das Seminar- und Workshop-Angebot für die Kunden in China weiter aus.

6.600 Mitarbeiter weltweit
Weltweit beschäftigt die ENGEL Gruppe zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 6.600 Menschen – so viele wie zu zuvor. Mehr als die Hälfte davon (3.700) arbeitet in den drei österreichischen Werken.

In der Verteilung des weltweiten Umsatzes von 1,51 Mrd. Euro gibt es gegenüber dem Vorjahr eine kleine Verschiebung. Amerika hat um 2 Prozent auf 26 Prozent zugelegt. Europa macht mit aktuell 53 Prozent weiterhin den Löwenanteil aus. Asien liegt bei 20 Prozent.

Weltweit betrachtet, sind sowohl Nordamerika – USA, Kanada und Mexiko – als auch Asien derzeit für ENGEL die wichtigsten Wachstumstreiber, und auch Südamerika zieht an. In Europa bleibt Deutschland der umsatzstärkste Markt und zugleich der wichtigste Innovationstreiber.

Auf die Branchen bezogen, ist es in der weltweiten Betrachtung der Bereich Packaging, der am stärksten wächst, gefolgt von Technical Moulding.

Mehr Kapazität in den Maschinenwerken
Mit dem größten Investitionsprogramm in der Firmengeschichte stellt ENGEL sicher, das Wachstum in allen Regionen der Erde zu stemmen. Für insgesamt mehr als 375 Mio. Euro werden bis 2020 die weltweiten Produktionswerke modernisiert und die Kapazitäten ausgebaut.

Die Erweiterung von ENGEL Machinery Shanghai wurde pünktlich zum zehnjährigen Werksjubiläum im September 2017 fertig. Zum einen wurde das bestehende Bürogebäude verlängert, um zusätzliche 1.000 Quadratmeter Nutzfläche zu schaffen. Zum anderen wurde eine neue Fertigungshalle errichtet, die die Großmaschinenproduktion um 1.600 Quadratmeter ergänzt. Auch die Lehrwerkstätte befindet sich jetzt im Neubau. Allein für die Lehrwerkstätte investierte ENGEL knapp 1 Mio. Euro. Sie ist mit modernsten Maschinen ausgestattet, um die Lehrlinge optimal auf ihre spätere Tätigkeit vorzubereiten, und zudem deutlich größer als die vorherige, denn seit Beginn des Ausbildungsprogramms von ENGEL in China vor fünf Jahren ist die Zahl der Lehrlinge deutlich gestiegen. Derzeit werden in Shanghai 51 junge Menschen zu Mechatronikern, Zerspanungstechnikern und Kunststofftechnikern ausgebildet. Im Sommer letzten Jahres hatten die ersten Lehrlinge von ENGEL Machinery Shanghai mit durchweg sehr gutem Erfolg ihre Abschlussprüfungen abgelegt und wurden in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Die größten Bauprojekte befinden sich in Österreich. Am Stammsitz in Schwertberg werden bis zum Herbst dieses Jahres die 2013 errichtete Fertigungshalle Nord um 11.500 Quadratmeter erweitert und ein neues, deutlich größeres Kundentechnikum gebaut.

Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 160 Mio. Euro ist der Ausbau des Großmaschinenwerks in St. Valentin, Österreich, die mit Abstand größte Baumaßnahme. In einem ersten Schritt wurde im vergangenen Jahr ein zusätzliches Hallenschiff errichtet, das neben einigen Büros vollständig der Maschinenmontage dient. Vor wenigen Wochen begannen der Neubau des Verwaltungsgebäudes sowie der weitere Ausbau der Montagefläche inklusive Technikum. Im Zuge dieser Maßnahmen wird auch das Technologiezentrum für Leichtbau-Composites mehr Platz erhalten.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33772
 04.05.2018

Fertigungsprozess optimiert sich selbst  (Firmennews)

Auf der Elmia Polymer 2018, der größten Fachmesse für die Kunststoff- und Gummiverarbeitung in Skandinavien, vom 15. bis 18. Mai in Jönköping, Schweden, heißt ENGEL die Messebesucher in der smart factory willkommen. Der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser präsentiert sowohl neue als auch vielfach bewährte Produkte aus seinem inject 4.0 Programm. Darüber hinaus geht es während der vier Messetage um innovative Prozesstechnologien für mehr Effizienz und Qualität sowie die neuen hydraulischen Spritzeinheiten, die ENGEL erstmalig auf einer Messe in Skandinavien vorstellt.

Bild: iQ weight control gleicht Prozessschwankungen aus, noch bevor Ausschuss entsteht. Das intelligente Assistenzsystem steht für elektrische und hydraulische Spritzgießmaschinen zur Verfügung.

Am Messestand von ENGEL dreht sich alles um die sich selbst optimierende Spritzgießmaschine. Die Herstellung von inject 4.0 Logos macht deutlich, wie sich das Effizienz- und Qualitätspotenzial, das Industrie 4.0 eröffnet, vollständig und zugleich einfach ausschöpfen lässt. Dafür ist die e-motion 80 TL Maschine mit intelligenten Assistenzsystemen ausgerüstet und vernetzt. Durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme steigen die Produktivität, Effizienz und Qualität der Fertigung an und zugleich kann der Verarbeiter sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

Während der Messe lassen sich in der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine Schwankungen im Rohmaterial und in den Umgebungsbedingungen simulieren. Die Messebesucher können live verfolgen, wie die Maschine die Soll-Abweichungen erkennt und die Paramater automatisch nachjustiert, bevor auch nur ein Ausschussteil produziert wird.

Schwankungen ausgleichen bevor Ausschuss entsteht
Drei Assistenzsysteme aus der iQ Produktfamilie von ENGEL sind auf der Messe aktiv. iQ weight control analysiert während des Einspritzvorgangs den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Volumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Gleichzeitig berechnet iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen.

iQ flow control ist das jüngste der iQ Assistenzsysteme, das ENGEL auf der Elmia Polymer erstmalig in Skandinavien präsentiert. Die Software vernetzt die Temperiergeräte mit der Spritzgießmaschine und kann so die Drehzahl der Pumpen in den Temperiergeräten bedarfsabhängig regeln. Das Ergebnis ist ein deutlich reduzierter Energieverbrauch. Zugleich steigt die Stabilität des Temperierprozesses an. e flomo ist in der Lage, die Temperaturdifferenz in allen Einzelkreisen aktiv zu regeln und für jeden Temperierkreis die benötigte Durchflussmenge automatisch einzustellen.

Für die neue integrierte Temperierlösung hat ENGEL gemeinsam mit seinem Partner HB-Therm (St. Gallen, Schweiz) eine Baureihe besonders kompakter Temperiergeräte entwickelt. Die e-temp Temperiergeräte werden über OPC UA mit der Spritzgießmaschine vernetzt, womit die Entwicklungspartner einen Meilenstein auf dem Weg zur smart factory setzen. Das Kommunikationsmodell OPC UA ermöglicht eine plattformunabhängige, leistungsstarke und vor allem sichere Verständigung sowohl innerhalb der Shopfloor-Ebene als auch mit übergeordneten Leitsystemen und setzt sich in der Kunststoffindustrie deshalb immer stärker als Standard durch.

Neues Kundenportal e-connect startet in Skandinavien
Die Modularität des inject 4.0 Ansatzes macht es den Kunststoffverarbeitern besonders einfach, die Chancen, die Industrie 4.0 eröffnet, auszuschöpfen. Schon kleinere isolierte Lösungen – wie die iQ Assistenzsysteme – stiften einen hohen Nutzen. Auch für die Vernetzung des Maschinenparks und ganzer Fertigungsstandorte sowie für Online-Support, Fernwartung und die vorausschauende Instandhaltung präsentiert ENGEL in Jönköping einfach zu implementierende Lösungen.

So geht zur Elmia Polymer die neue ENGEL Kundenplattform e-connect in Skandinavien an den Start. Das Portal wurde von Grund auf überarbeitet und ist jetzt für alle aktuellen und zukünftigen Anforderungen der smart factory optimal gerüstet. Es bietet jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über die Maschinenstatus, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen und vereinfacht und beschleunigt auf diese Weise die Kommunikation zwischen den Verarbeitern und dem Zulieferer ENGEL.

Alle Service-Produkte aus dem inject 4.0 Programm sind in e-connect integriert, darunter das neue e-connect.monitor für die prädiktive Instandhaltung. e connect.monitor macht es erstmalig möglich, den Zustand kritischer Komponenten in Spritzgießmaschinen im laufenden Betrieb zu überwachen und deren Restlebensdauer zu berechnen. Ziel ist es, ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden und bei geplanten Arbeiten, wie dem Einbau von Ersatzteilen, die Stillstandzeit kurz zu halten. Zwei Module dieser Lösung haben bereits den Markt erreicht, zum einen für Plastifizierschnecken und zum anderen für Spindeln in elektrischen Hochleistungsanwendungen.

Besonders tiefe vertikale Datenintegration
Im Expert Corner smart production am Messestand von ENGEL steht das MES authentig der ENGEL Tochter T.I.G. im Mittelpunkt. Zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen der Spritzgießindustrie, bietet das Manufacturing Execution System eine besonders tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten. Die Software schafft Transparenz, um zum Beispiel die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität eines Maschinenparks optimal auszulasten oder um Produktivitätskennzahlen mit wirtschaftlichen Zielen zu korrelieren. authentig ist modular aufgebaut, um es an die individuellen Anforderungen der Verarbeiter exakt anpassen, und zudem schnittstellenneutral, um Spritzgießmaschinen unterschiedlicher Marken einzubinden.

Neue Spritzeinheiten für noch mehr Effizienz, Präzision und Leistung
Mit den neuen Spritzeinheiten erreichen die ENGEL victory und ENGEL duo Spritzgießmaschinen eine noch höhere Leistung, Präzision und Effizienz. Auf der Elmia Polymer wird ENGEL die neue Generation seiner hydraulischen Spritzeinheiten erstmalig auf einer Messe in Skandinavien präsentieren.

Auf Basis seiner langjährigen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen seiner Spritzgießmaschinen hat ENGEL die Größen der Einheiten neu gegliedert und die Leistungsdaten, wie Einspritzdruck, Einspritzgeschwindigkeit und Plastifizierleistung, für aktuelle und zukünftige Anforderungen optimiert. So können die individuellen Anforderungen der Anwender bei der Auslegung der Maschine noch gezielter berücksichtigt werden. Insgesamt ermöglichen die neuen Einheiten ein präziseres Einspritzen und eine höhere Prozesskonstanz. Hierzu tragen gleichermaßen die Temperatur- und die Druckregelung im Massezylinder bei. Der Traversentemperierung galt bei der Entwicklung ein besonderes Augenmerk. Der Temperaturregelbereich wurde vergrößert, um über ein breiteres Materialspektrum ein Verkleben in der Einzugszone und die Aufnahme von Feuchtigkeit sicher auszuschließen. Sowohl beim Kühlen als auch Heizen der Traverse minimiert das neue Konzept die Energieverluste. Zur besseren Regelbarkeit der Drücke trägt vor allem das überarbeitete Kolbendesign bei.

Neu ist zudem, dass die seit vielen Jahren bewährte ENGEL Servohydraulik ecodrive bei den victory und duo Maschinen zum Standardumfang gehört.

Hochwertige Oberflächen effizient erzeugen
Ein weiterer Anziehungspunkt am Messestand ist eine große Videowand, auf der ENGEL die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Prozesstechnologien präsentiert. Einen Schwerpunkt bilden Technologien, die hochwertige Oberflächen besonders effizient erzeugen. So ermöglicht es zum Beispiel das clearmelt Verfahren, mittels In-mould-Coating in einem Arbeitsschritt einbaufertige Verkleidungsteile mit einer sehr hochwertigen und zugleich robusten Oberfläche herzustellen. Für die Oberflächenveredelung kommt Polyurethan zum Einsatz, das im schnellen Wechsel in unterschiedlichen Farben verarbeitet werden kann.

Auch der integrierte und vollständig automatisierte DecoJect Prozess, der In-mould Graining und Spritzguss kombiniert, spart Arbeitsschritte ein. Da Farbe, Struktur und Haptik über die Folie realisiert werden, bietet DecoJect auch für kleine Losgrößen eine extrem wirtschaftliche Möglichkeit, Spritzgießteile optisch aufzuwerten und die Oberflächen im Fahrzeuginnenraum zu harmonisieren.

Die präsentierten Anwendungsbeispiele machen deutlich, wie sich mit innovativen Prozesstechnologien und integrierten Systemlösungen höchste Anforderungen an die Qualität zu wettbewerbsfähigen Stückkosten erzielen lassen.

ENGEL auf der Elmia Polymer 2018: Halle C, Stand 4:20
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33724
 13.04.2018

Frank Schuster neuer Leiter Packaging bei ENGEL  (Firmennews)

Zum 1. April 2018 übernahm Frank Schuster (Bild) die Leitung der Business Unit Packaging beim Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser ENGEL am Stammsitz in Schwertberg, Österreich. Er folgt auf Michael Feltes, der innerhalb der Unternehmensgruppe nach China wechselt.

Frank Schuster ist seit zwei Jahren bei ENGEL und hat während dieser Zeit als Verkaufsleiter Packaging maßgeblich zur sehr erfolgreichen Entwicklung des Geschäftsbereichs und der weiteren Stärkung der Marke ENGEL in der weltweiten Verpackungsindustrie beigetragen. Bereits vor seiner Zeit bei ENGEL war Schuster viele Jahre in führenden Vertriebspositionen im Kunststoffmaschinenbau mit Schwerpunkt Verpackung tätig. „Wir freuen uns, dass wir diese wichtige Position mit einem sehr erfahrenen Packaging-Experten und zudem hausintern besetzen können“, sagt Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Gruppe. „Für unsere Kunden sichert dies ein hohes Maß an Kontinuität.“

Michael Feltes, der bisherige Leiter der Business Unit Packaging, wechselt innerhalb der ENGEL Unternehmensgruppe als President Sales & Service zum Tochterunternehmen WINTEC nach Changzhou, China.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33639
 03.04.2018

ENGEL Automatisierungstechnik auf der Chinaplas 2018  (Firmennews)

Mit einem eigenen Expert Corner präsentiert ENGEL auf der Chinaplas 2018 vom 24. bis 27. April in Shanghai seine hohe Automatisierungskompetenz. Mit dabei: Die Kleinroboter e-pic B und e-pic Z – integriert und mit erweiterter Softwarefunktionalität –, der neue viper 20 speed für schnelllaufende Anwendungen und das neue 10"-Handbediengerät, das sich erstmalig dem Publikum in Asien präsentiert.

Bild: Um 30 Prozent schneller als der herkömmliche viper: Der neue viper 20 speed sichert Entnahmezeiten von deutlich unter 1 Sekunde.

Wenn es um Prozesskonstanz, kurze Zyklen und eine hohe Effizienz geht, sind Roboter in China längst selbstverständlich. Von der standardisierten Roboterzelle bis zur maßgeschneiderten integrierten Systemlösung erfüllt ENGEL die individuellen Automatisierungsanforderungen der Spritzgießverarbeiter passgenau. Die Basis hierfür bilden ein durchgängiges Roboterportfolio, eine hohe Sonderautomatisierungskompetenz und lokale Expertise. Am Standort seines Großmaschinenwerks in Shanghai betreibt ENGEL ein eigenes Automatisierungszentrum für seine Kunden in China.

„In vielen Projekten entscheiden kurze Wege und damit eine schnelle Projektierung und Inbetriebnahme über den Erfolg“, so Gero Willmeroth, Geschäftsführer für Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai. „Wir haben deshalb über die letzten Jahre sehr stark in unser lokales Know-how investiert und sind damit für die immer komplexer werdenden Anforderungen unserer Kunden optimal gerüstet. Das Feedback aus dem Markt ist sehr gut. Wir konnten das Vertrauen, das unsere Kunden in uns setzen, weiter stärken.“

Das gesamte Automatisierungsteam von ENGEL in Asien steht auf der Chinaplas für Kundengespräche zur Verfügung und kann anhand von vier anspruchsvollen Anwendungen das breite Spektrum der ENGEL Automatisierungskompetenz live vor Ort demonstrieren. Alle Neuheiten aus der Roboterentwicklung bündelt ENGEL darüber hinaus in einem eigenen Expert Corner.

e-pic Roboter integriert
Die e-pic Kleinroboter sind die jüngsten Produkte im Automatisierungsprogramm von ENGEL, die in zwei Varianten angeboten werden, als Pick-and-Place-Linearroboter (e-pic Z) und Servo-Angusspicker (e-pic B). Das Besondere der e-pic Baureihen ist, dass die Roboter statt einer klassischen x-Achse einen Schwenkarm in Leichtbauweise besitzen. Diese neuartige Kinematik, mit der ENGEL ein Alleinstellungsmerkmal hält, erhöht deutlich die Dynamik und Energieeffizienz und ermöglicht eine sehr kompakte Anordnung auf der Spritzgießmaschine. Sowohl in Richtung der Spritz- als auch der Schließseite benötigt der Schwenkarm weniger Platz als eine Linearachse.

Neu zur Chinaplas ist, dass ENGEL seine e-pic Roboter mit efficiency control ausrüstet. Dies steigert weiter die Energieeffizienz, da die Roboter mit Hilfe der Software die Geschwindigkeit ihrer Bewegungen an den Zyklus des Spritzgießprozesses anpassen. In den viper Linearrobotern bewährt sich efficiency control bereits seit vielen Jahren.

Auf der Messe präsentiert ENGEL seine e-pic Roboter in einer integrierten Version und macht damit anschaulich deutlich, wie sich im Zusammenspiel von Spritzgießmaschine und Roboter die Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen lassen. In den integrierten Lösungen wird die CC300-Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschine zum zentralen Bedienpanel für die gesamte Fertigungszelle. Das bedeutet ein gemeinsames Teiledaten- und Alarmmanagement sowie ein einheitliches Look-and-feel. Die durchgängige Bedienlogik vereinfacht deutlich die Inbetriebnahme, Programmierung und Steuerung sowohl der Roboter als auch der gesamten Fertigungszelle. Über eine Euromap-67-Schnittstelle können die Roboter natürlich auch nachträglich an Spritzgießmaschinen angebunden werden, und dies unabhängig von der Maschinenmarke.

viper 20 jetzt noch schneller
Auch die viper Linearroboter warten auf der Chinaplas mit einer Asienpremiere auf. Der neue viper 20 speed sichert Entnahmezeiten von deutlich unter 1 Sekunde. Verantwortlich für diese neue Leistungsklasse sind die verstärkte servoelektrische Antriebstechnik sowie das reduzierte Eigengewicht der Roboterachsen. Der viper 20 speed wurde für Anwendungen mit Gesamtzykluszeiten um 4 Sekunden entwickelt und findet damit vor allem in den Branchen Medical und Packaging Anwendung. Top-Entry-Roboter bieten hier in der Regel eine besonders hohe Flexibilität.

Während der Messe stellt der viper 20 speed seine Leistungsstärke mit dem Handling von Bechern unter Beweis. Er arbeitet dafür im Duett mit einem ENGEL easix Knickarmroboter, der die Becher vom laufenden Förderband aufnimmt, um sie in einem Magazin zu stapeln. Beide Roboter, der viper Linear- und der easix Knickarmroboter, sind in dieser Anwendung in eine CC300-Steuerung integriert. Für die CC300 macht es keinen Unterschied, ob sie Linear- oder Drehachsen ansteuert. Die zusätzlichen Bewegungsbefehle für den Mehrachsroboter fügen sich nahtlos in die grafische Oberfläche ein, was die Bedienung deutlich vereinfacht. Um trotz der Komplexität des Gesamtsystems eine schnelle Parametrierung zu ermöglichen, bietet die Steuerung dem Anwender unterschiedliche Userlevels an, von der einfachen Ansicht bis zur vollen objektorientierten grafischen Ablaufdarstellung.

10 Zoll für noch mehr Bedienkomfort
Ein weiteres Highlight im Expert Corner Automation bei ENGEL ist das neue 10"-Handbediengerät C10 für die Roboter der ENGEL Baureihen, das im Laufe dieses Jahres die 7"-Geräte der C70-Serie ablöst. Die Besucher der Chinaplas erhalten bereits eine Vorschau auf den neuen Bedienkomfort. Das neue Handbediengerät bietet noch mehr Übersicht.

ENGEL auf der Chinaplas 2018: Halle 5.1, Stand E71
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33595
 09.03.2018

Kundenportal e-connect startet in Nordamerika  (Firmennews)

Pünktlich zur NPE2018 geht e-connect, das neue Kundenportal von ENGEL, in Nordamerika an den Start. Es vereinfacht und beschleunigt die Kommunikation zwischen den Verarbeitern und ENGEL und bietet jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über den Maschinenpark, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen. Wie das Kundenportal in der neuen Version darüber hinaus den Anforderungen von Industrie 4.0 optimal gerecht wird, demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Österreich vom 7. bis 11. Mai 2018 in Orlando, Florida, auf seinem Messestand.

Bild: Auf kürzestem Weg in die ENGEL Welt: Das Kundenportal e-connect ist in der neuen Version noch übersichtlicher.

e-connect verkürzt die Wege in die ENGEL Welt und eröffnet den Spritzgießverarbeitern neue Möglichkeiten, noch effizienter zu produzieren. „Wir können mit der neuen Software, unsere Kunden jederzeit und ortsunabhängig noch zielgerichteter informieren, mit ihnen noch schneller in Kontakt treten und sie bei den Herausforderungen von Industrie 4.0 optimal unterstützen“, macht Wolfgang Degwerth, Leiter Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Inc. in York, Pennsylvania, deutlich. „e-connect ist ab sofort ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden.“

Sämtliche Maschinen und Systemlösungen, die ENGEL vom ersten Auftrag an geliefert hat, sind im System hinterlegt und deren aktueller Status einsehbar. Für eine maximale Übersicht kann der Anwender die individuelle Struktur seines Maschinenparks im System nachbilden und die Fertigungsanlagen auch online unterschiedlichen Hallen oder Abteilungen zuordnen.

Im Support- und Servicefall keine Zeit verlieren
Support- und Service-Anfragen lassen sich online platzieren, was für den Anwender nicht nur komfortabel ist, sondern auch die Auftragsabwicklung deutlich beschleunigt. Unmittelbar nachdem der Kunde die Anforderung gestellt hat, wird diese automatisch an das Serviceteam geschickt, so dass ohne Zeitverlust mit der Bearbeitung gestartet werden kann. Kunde und Servicetechniker nutzen dieselbe Datenbasis und sind damit zu jeder Zeit auf einem gemeinsamen Wissensstand. In vielen Fällen vereinfacht die hinterlegte Anlagenhistorie die Lösungsfindung, weshalb auch jeder neue Servicefall vollständig in e connect dokumentiert wird. Das Portal macht für den Anwender alle Details rund um den Serviceeinsatz transparent und speichert den Servicebericht. Mit Standorten auf drei Kontinenten stellt ENGEL sicher, dass rund um die Uhr qualifizierte Servicetechniker aus dem eigenen festen Mitarbeiterstamm erreichbar sind.

Die Beschaffung von Ersatzteilen macht e-connect besonders einfach. Da Preise und Verfügbarkeiten im System hinterlegt sind, kann der Kunde über die Plattform direkt ein Angebot anfordern und herunterladen. Darüber hinaus kann er den Weg des Ersatzteils bis zum Eintreffen im Werk online tracken.

Zustandsbasierte, vorausschauende Instandhaltung inklusive
Alle Serviceprodukte aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL werden von e-connect unterstützt. Neben Online-Support und Fernwartung gehört hierzu e-connect.monitor für die vorausschauende, zustandsbasierte Instandhaltung. Ziel ist es, die Lebensdauer der Maschinenkomponenten vollständig auszuschöpfen und dennoch ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden. Dafür wird der Zustand der Komponenten mit Hilfe von Sensoren überwacht und die Restlebensdauer auf Basis mathematischer Modelle berechnet. Während der Zustand von Plastifizierschnecken in regelmäßigen Abständen im Rahmen von Serviceeinsätzen gemessen wird, handelt es sich bei der Spindel-Überwachung um ein automatisches Online-Monitoring. In beiden Fällen werden die Ergebnisse der Auswertung in e-connect gespeichert und können dort vom Kunden jederzeit abgerufen und weiterverarbeitet werden.

Auch zukünftige Serviceprodukte für die smart factory wird ENGEL in sein Kundenportal integrieren. „Wir haben die Plattform so aufgebaut, dass wir jederzeit weitere Anforderungen der voranschreitenden Digitalisierung schnell umzusetzen können“, sagt Wolfgang Degwerth.

Mehr Klarheit und eine einfachere Navigation
Neben den neuen Funktionalitäten bietet e-connect von jetzt an noch mehr Klarheit und Übersicht sowie eine noch einfachere Navigation. Die Plattform hält für die Anwender jederzeit eine Fülle an Informationen bereit, von Produktbeschreibungen, über Veranstaltungstipps und aktuelle Nachrichten aus der ENGEL Welt bis hin zu den Kontaktdaten der Ansprechpartner. Im Kalender sind Termine wie Messen oder gebuchte Seminare notiert, und auch die e learning-Plattform von ENGEL ist über e-connect mit einem Klick erreichbar.

ENGEL auf der NPE2018: Halle West, Stand W3303
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33569
 01.03.2018

Weniger Ausschuss, mehr Energieeffizienz  (Firmennews)

Zum Verkaufsstart in Nordamerika präsentiert ENGEL iQ flow control live auf der NPE2018 vom 7. bis 11. Mai in Orlando, Florida. Die integrierte Temperierlösung erhöht die Stabilität von Spritzgießprozessen, reduziert den Ausschuss und steigert die Energieeffizienz.

Bild: Mit den e-temp Temperiergeräten wird ENGEL zum Systemanbieter im Bereich Temperierung von Spritzgießprozessen.

„Ein Großteil der Ausschussteile beim Spritzgießen resultiert aus Fehlern bei der Temperierung“, macht Joachim Kragl, Director of Advanced Molding Systems and Processing von ENGEL Machinery Inc. in York, Pennsylvania, deutlich, weshalb die Werkzeugtemperierung zunehmend ins Blickfeld der Verarbeiter rückt. Als einer der Pioniere auf diesem Gebiet legte ENGEL schon zur K 2010 mit dem elektronischen Temperierwasserverteiler flomo die Basis für mehr Transparenz und Konstanz im Temperierprozess. ENGEL flomo ersetzt die wartungsintensiven Kühlwasserbatterien und kann bereits in der Basisversion sämtliche Kühl- und Temperierkreisläufe einzeln überwachen und dokumentieren. Die Weiterentwicklung e-flomo ist darüber hinaus in der Lage, wahlweise die Durchflussmengen oder die Temperaturdifferenz (ΔT) in allen Einzelkreisen aktiv zu regeln. Der Vorteil der ΔT-Regelung ist, dass sich die individuell benötigte Durchflussmenge für jeden Temperierkreis automatisch einstellt.

Pumpen bedarfsgerecht regeln
Mit iQ flow control geht ENGEL nun noch einen Schritt weiter. Die Software vernetzt die Temperiergeräte und die Spritzgießmaschine zu einer Einheit und steuert auf Basis der von e flomo ermittelten Messwerte die Drehzahl der Pumpen in den Temperiergeräten bedarfsabhängig. Während e-flomo die Prozesskonstanz erhöht und damit das Ausschussrisiko senkt, sorgt die automatische Drehzahlregelung dafür, dass die Temperierung deutlich weniger Energie erfordert.

Da die Pumpe nicht mehr permanent mit maximaler Leistung, sondern bedarfsabhängig arbeitet, werden zudem die beweglichen Komponenten geschont, was es erlaubt, die Wartungszyklen zu verlängern. Hieraus resultiert ein weiteres großes Einsparpotenzial. Im herkömmlichen Betrieb ist die regelmäßige Wartung der Temperiergeräte inklusive der damit verbunden Stillstandzeiten ein erheblicher Kostenfaktor.

Als integrierte Lösung lässt sich der gesamte Temperierprozess zentral über das Display der CC300 Maschinensteuerung einstellen, überwachen und protokollieren. Dabei wird der jeweils optimale Betriebspunkt der Temperiergeräte automatisch ermittelt und eingestellt. Auf diese Weise können die Spritzgießbetriebe das Potenzial ihrer Spritzgießmaschinen und Temperiergeräte vollständig ausschöpfen, ohne dass die Anlagenbediener speziell geschult werden müssen.

Maschine optimiert sich selbst
Für die Integration der Temperiergeräte in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine hat ENGEL gemeinsam mit dem Temperiergerätehersteller HB-Therm in St. Gallen in der Schweiz eine eigene Temperiergerätebaureihe mit Namen e-temp entwickelt. Die besonders kompakten Geräte werden über OPC UA (Open Platform Communication Unified Architecture) mit der Spritzgießmaschine vernetzt. Mit seiner service-orientierten, plattformunabhängigen und frei skalierbaren Struktur bietet dieses Kommunikationsmodell zum einen viel Flexibilität und garantiert zum anderen ein hohes Maß an Datensicherheit. Sicherheitstechnische Features sind ein integraler Bestandteil der Architektur.

OPC UA setzt sich in der Kunststoffindustrie für die Vernetzung von Spritzgießmaschinen, Peripheriegeräten, Sensoren und Anwendungen immer stärker durch und ist ein wichtiger Baustein der inject 4.0 Plattform von ENGEL. Mit inject 4.0 begleitet ENGEL seine Kunden auf dem Weg zur smart factory, in der sich die Fertigungsprozesse kontinuierlich selbst optimieren. Intelligente Assistenzsysteme wie iQ flow control spielen dabei eine Schlüsselrolle.

ENGEL auf der NPE2018: Halle West, Stand W3303
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33551
 16.02.2018

ENGEL mit innovativen Prozesstechnologien auf der Chinaplas 2018  (Firmennews)

„Innovation is key to the future“ – unter diesem Motto steht die Chinaplas 2018 vom 24. bis 27. April in Shanghai. Wie sich mit innovativen Spritzgießtechnologien der Wettbewerbsvorsprung ausbauen und damit die Zukunftsfähigkeit sichern lässt, macht ENGEL an seinem Messestand mit zahlreichen spannenden Anwendungen und Technologiepräsentationen deutlich. Wenn es um anspruchsvolle Produkte geht, gehört der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Österreich zu den bevorzugten Ausrüstern der Kunststoffverarbeiter in Asien.

Bild: Dank ihrer barrierefreien Schließeinheit eröffnet die holmlose e-victory Spritzgießmaschine in der Verarbeitung von Flüssigsilikon ein großes Effizienzpotenzial.

Die Chinaplas 2018 steht im Zeichen von Wachstum „Das Investitionsklima in China ist auf einem neuen Hoch“, berichtet Gero Willmeroth, Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai im Vorfeld der wichtigsten Kunststoffmesse Asiens. „Die Chinaplas wird dieser Entwicklung weiteren Schub verleihen.“ Nicht zuletzt trägt der steigende Wettbewerbsdruck unter den lokalen Produzenten von Kunststoffteilen zu dieser positiven Entwicklung bei. Investiert wird in die Modernisierung der Maschinenparks sowie neue Technologien, die zu einer höheren Fertigungseffizienz und Produktqualität führen.

Dickwandige Linsen wirtschaftlich spritzgießen
Der Ausstellungsbereich Automotive am Messestand von ENGEL spiegelt den Trend zum Einsatz innovativer Prozesstechnologien wider. Es ist das erste Mal, dass ENGEL auf der Chinaplas einen komplexen Mehrkomponentenprozess mit verketteten Spritzgießmaschinen präsentiert. Auf zwei duo Spritzgießmaschinen werden LED-Linsen für Fahrzeugscheinwerfer aus PMMA mit einer Dicke von 22 mm produziert.

Immer häufiger werden hochwertige Optikkomponenten aus Kunststoffen hergestellt. Die polymeren Materialien sind leichter als Glas und bieten den Produktdesignern mehr Freiheit. Die Herausforderung jedoch besteht darin, eine hohe optische Qualität mit einer hohen Fertigungseffizienz zu vereinen. Die von ENGEL entwickelte und patentierte Mehrschichttechnologie optimelt mit externer Kühlung leistet genau diesen Spagat.

Dabei wird zunächst ein Vorspritzling erzeugt und dieser in Folgeschritten mit weiteren Schichten desselben Materials überzogen. Durch das Überspritzen lassen sich Einfallstellen an der Oberfläche der zuvor ausgeformten Schicht ausgleichen und so eine hohe optische Qualität erreichen. Lichttechnische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Grenzflächen zwischen den Schichten die Leistung und Funktion der Beleuchtungsoptik nicht beeinflussen.

Da die Kühlzeit beim Spritzgießen mit dem Quadrat der Wanddicke zunimmt, erhöht die Mehrschichttechnologie vor allem bei der Herstellung dickwandiger Teile deutlich die Effizienz. Mehrere dünne Schichten kühlen in Summe schneller ab als eine dicke. Wird zudem der Linsengrundkörper zum Kühlen aus dem Werkzeug entnommen, verkürzt sich die Zykluszeit weiter. Das Abkühlen an der Luft dauert zwar länger als im Werkzeug, geht aber nicht mehr in die Zykluszeit ein.

Während der Chinaplas werden die Linsengrundkörper auf einer duo 1060/400 Spritzgießmaschine in einem 4-fach-Werkzeug produziert. Der in die Fertigungszelle integrierte easix Knickarmroboter entnimmt die vier Teile und übergibt sie an eine externe Kühlstation. Von dort nimmt der Roboter gleichzeitig vier bereits ausreichend gekühlte Vorspritzlinge auf und übergibt diese an das 4+4-fach-Werkzeug der mit einem Drehtisch ausgerüsteten duo 600H/600H/500 combi Mehrkomponentenmaschine. Nacheinander werden dort zwei weitere PMMA-Schichten aufgespritzt, bevor der easix die fertigen Linsen entnimmt. Die Zykluszeit liegt deutlich unter 3 Minuten, obwohl die Vorspritzlinge rund 30 Minuten lang abkühlen. Die Kühlzeit lässt sich über die Anzahl an Kühlpositionen in der externen Kühlstation steuern.

Die Verkettung einer Standardspritzgießmaschine mit einer Zwei-Komponenten-Maschine steht für eine sehr hohe Fertigungsflexibilität. Beide Maschinen können auch unabhängig voneinander mit anderen Werkzeugen ausgelastet werden.

ENGEL realisiert das Exponat gemeinsam mit Systempartnern, darunter Skymould (Ningbo/China), HRSflow (San Polo di Piave/Italien), Innolite (Aachen/Deutschland), Opsira (Weingarten, Deutschland) und Gimatic (Shanghai, China). Um neben Robotern und Prozesstechnologien aus der eigenen Entwicklung weitere periphere Einheiten und Werkzeuge zu integrieren, hat sich ENGEL ein weltweites Netzwerk aus Systempartnern aufgebaut. „Wir haben vor Ort in China sehr starke Partner, die ebenso wie wir die Anforderungen der lokalen Verarbeiter bestens kennen und in optimale Lösungen umsetzen“, so Willmeroth. „Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern können wir auch für anspruchsvolle Anwendungen eine hohe Kosteneffizienz garantieren und die Lieferzeit für die Gesamtanlage kurz halten.“

Innovative Leichtbaukonzepte aus einer Hand
Die Materialsubstitution mit dem Ziel geringerer Bauteilgewichte ist in der Automobilindustrie auch in China ein wichtiger Trend. Elektrofahrzeuge sind dort auf dem Vormarsch. Die Verarbeiter in Asien nehmen dafür vor allem vier Themenbereiche ins Visier: LED-Linsen aus PMMA, Verscheibungsteile aus Polycarbonat, das Schaumspritzgießen und Composite-Verbundtechnologien.

Den Composite-Technologien widmet ENGEL an seinem Messestand einen eigenen Expert Corner. In seinem Technologiezentrum für Leichtbau Composites in Österreich entwickelt der Maschinenbauer gemeinsam mit Partnerunternehmen und Universitäten besonders wirtschaftliche Verbundverfahren, die den Einzug von Composite-Technologien in die automobile Serie beschleunigen. Von HP-RTM und SMC über die Verarbeitung von thermoplastischen Halbzeugen wie Organoblechen und Tapes bis hin zu reaktiven thermoplastischen Technologien wie In-situ-Polymerisation (T-RTM) befassen sich die ENGEL Entwickler mit allen derzeit zukunftsweisenden Technologien und konnten bereits mehrere international bedeutende Meilensteine setzen. Die hohe Automatisierungs- und Systemlösungskompetenz von ENGEL erwies sich dabei jeweils als zentraler Erfolgsfaktor. Mit der v-duo bietet ENGEL darüber hinaus eine gezielt für die Anforderungen der Composite-Industrie entwickelte eigene Maschinenbaureihe an.

Flüssigsilikon nacharbeitsfreit verarbeiten
Die Elektromobilität benötigt nicht nur neue Verarbeitungsverfahren, sondern auch neue konstruktive Lösungen. Um Kabel sicher aus dem Motor- in den Fahrzeuginnenraum zu führen, erfordern Elektrofahrzeuge eine größere Vielfalt an Kabeldurchführungsdichtungen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Während der Chinaplas produziert ENGEL aus Flüssigsilikon (LSR) Kabeldurchführungsdichtungen für einzelne Kabel, die eine entsprechend filigrane Struktur aufweisen. Um das extrem niedrigviskose LSR sowohl hochpräzise als auch hochwirtschaftlich zu verarbeiten, kommt eine holmlose e-victory 50/80 Spritzgießmaschine mit elektrischer Spritzeinheit zum Einsatz. Der patentierte Force-Divider sorgt bei den holmlosen Spritzgießmaschinen von ENGEL dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird. Auf diese Weise werden alle Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was eine gleichmäßige Stauchung des Werkzeugs sicherstellt und zu einer konstant hohen Teilequalität führt. „Erst die gratarme, nacharbeitsfrei Fertigung macht es möglich, High-tech-Komponenten aus Flüssigsilikon im Spritzguss wirtschaftlich zu produzieren“, betont Willmeroth. Flüssigsilikon wird in China immer häufiger eingesetzt. Neben Dichtungen für die unterschiedlichsten Anwendungen werden auch immer mehr Mikroteile, zum Beispiel für den Einsatz in Mobiltelefonen oder in der Medizintechnik, auf holmlosen ENGEL Maschinen aus LSR hergestellt.

ENGEL präsentiert die Flüssigsilikon-Verarbeitung gemeinsam mit seinem Partner Elmet Elastomere Produktions- und Dienstleistungs-GmbH (Oftering, Österreich). Von Elmet kommen in dieser Anwendung das 4-Kavitäten-Werkzeug und die in die CC300 Steuerung der e-victory Maschine integrierbare LSR-Dosieranlage.

Reinraumlösung auf kleinster Fläche integriert
Eine weitere Premiere feiert ENGEL im Bereich Medical. Zum ersten Mal wird eine hochintergrierte Fertigungszelle für die Produktion von Pipettenspitzen im Reinraum präsentiert. Auch dieses Exponat ist das Ergebnis einer europäisch-chinesischen Kooperation. ENGEL, Waldorf Technik (Engen, Deutschland) und Wellmei Mold (Dongguan, China) haben ihr Know-how und ihre Erfahrung mit medizintechnischen Präzisionsartikeln gebündelt und die Systemlösung exakt auf die spezifischen Anforderungen der chinesischen Verarbeiter zugeschnitten.

Da die Pipettenspitzen in der medizinischen Diagnostik in vollautomatisierten Analysesystemen eingesetzt werden, gilt einer reproduzierbaren Teilequalität die höchste Priorität. Als Massenprodukt unterliegen sie jedoch gleichzeitig einem besonders hohen Kostendruck. Um einen stabilen Prozess mit einer hohen Wirtschaftlichkeit zu vereinen, integrieren die Systempartner eine holmlose e-victory Spritzgießmaschine von ENGEL mit einem 32-fach-Heißkanalpräzisionswerkzeug von Wellmei und einer Hochgeschwindigkeitsautomation von Waldorf Technik auf äußerst kompakter Fläche. Der freie Zugang zum Werkzeugraum ermöglicht es, die Automatisierung besonders nah an die Schließeinheit der e-victory Spritzgießmaschine heranzurücken.

Die elektrische Spritzeinheit der Hybridmaschine sorgt für eine sehr hohe Präzision beim Einspritzen der Kunststoffschmelze. Um zudem Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial auszugleichen, kommt iQ weight control zum Einsatz. Das Assistenzsystem aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL analysiert während des Einspritzvorgangs in Echtzeit den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil automatisch an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Schmelzevolumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Ausschuss wird auf diese Weise proaktiv verhindert.

Die Automatisierung ist in dieser Anwendung ein weiterer Schlüssel für eine konstant hohe Teilequalität. Die von Waldorf Technik entwickelte Automatisierungslösung entnimmt im Takt des Spritzgießprozesses 32 Pipettenspitzen aus dem Werkzeug und legt Gruppen von je 96 Pipettenspitzen kavitätenrein in Racks ab. Alle 18 Sekunden werden 96 Pipettenspitzen aus der als Reinraum gekapselten Produktionszelle ausgeschleust.

In der Praxis schließen sich nachgelagerte Arbeitsschritte wie die Qualitätsprüfung oder Verpackung immer öfter unmittelbar an den Spritzgießschritt an. Stellvertretend für die unterschiedlichsten Downstream-Prozesse nimmt während der Chinaplas ein kollaborativer Roboter vom Typ Sawyer von Rethink Robotics (Boston, USA) die befüllten Racks am Ende des Fertigungsprozesses wieder auf. Das Besondere kollaborativer Roboter ist, dass sie keine Schutzumhausung benötigen und gefahrlos Hand in Hand mit Mitarbeiten arbeiten können.

inject 4.0: Konstante Qualität ohne Spezialistenwissen
Mit intelligenten Assistenzsystemen wie iQ weight control macht es ENGEL seinen Kunden besonders einfach, auch ohne Spezialistenwissen eine konstant hohe Teilequalität sicherzustellen. Die iQ Systeme analysieren kontinuierlich prozesskritische Parameter und justieren diese Schuss für Schuss automatisch nach. Das Ergebnis ist eine sich selbst optimierende Spritzgießmaschine.

Die zunehmende Intelligenz der Maschinensteuerung ist ein wesentliches Merkmal der smart factory, die das Ziel von Industrie 4.0 beschreibt. Zudem tragen die Vernetzung von Produktionssystemen sowie die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten dazu bei, die Produktivität, Qualität und Flexibilität der Fertigung zu steigern. Unter dem Namen inject 4.0 bietet ENGEL bereits heute eine ganze Reihe an ausgereiften und in der Praxis vielfach bewährten Produkten und Lösungen für die Digitialisierung und Vernetzung der Spritzgießfertigung an, die sowohl einzeln als auch im Rahmen einer übergeordneten Digitalisierungsstrategie einen hohen Nutzen stiften. „Schritt für Schritt zur smart factory, so lautet die Strategie unserer Kunden“, sagt Willmeroth.

Mit der Herstellung von inject 4.0 Logos auf einer holmlosen, vollelektrischen e-motion 80 TL Spritzgießmaschine macht ENGEL das große Potenzial der inject 4.0 Lösungen anschaulich deutlich. In der CC300 Steuerung der Maschine können schwankende Prozessbedingungen simuliert werden, um das automatische Nachregeln durch die intelligenten Assistenzsysteme auf dem Display zu verfolgen. Während iQ weight control das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält, berechnet iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen. „Mit der sich selbst optimierenden Spritzgießmaschine machen wir es den Verarbeitern besonders einfach, das volle Effizienz- und Qualitätspotenzial, das die Maschinen und Technologien bieten, auszuschöpfen“, sagt Gero Willmeroth. „Die ersten Maschinen mit iQ sind in China bereits im Einsatz.“

ENGEL auf der Chinaplas 2018: Halle 5.1, Stand E71
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33526
 06.02.2018

ENGEL auf der Plastics & Rubber Vietnam 2018  (Firmennews)

Die Verpackungsindustrie gehört zu den besonders schnell wachsenden Branchen in Südostasien und zugleich zu den wichtigsten Innovationstreibern. In kaum einer anderen Branche ist der Kostendruck höher. Nur wenn höchste Durchsätze, ein stabiler Prozess und ein hoher Prozessintegrationsgrad zusammentreffen, kann wettbewerbsfähig produziert werden. Wie sich diese Anforderungen in der Praxis umsetzen lassen, demonstriert ENGEL auf der Plastics & Rubber Vietnam vom 20. bis 22. März 2018 in Ho Chi Minh City mit der Herstellung von Lebensmittelbehältern.

Bild: iQ weight control gleicht Prozessschwankungen aus, noch bevor Ausschuss entsteht.

Mit maßgeschneiderten Systemlösungen unterstützt der Spritzgießmaschinenbauer mit Stammsitz in Österreich und einer eigenen Niederlassung in Vietnam seine Kunden, die individuellen Herausforderungen erfolgreich zu meistern und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Systemlösungen aus einer Hand leisten hierzu einen Beitrag. „Nur wenn von Beginn an alle Komponenten einer Fertigungszelle optimal aufeinander abgestimmt sind, lassen sich die Effizienz- und Qualitätspotenziale vollständig ausschöpfen“, macht Nguyen Hieu, Leiter von ENGEL VN in Ho Chi Minh City, deutlich. Spritzgießmaschinen, Automation und Prozesstechnologien kommen aus der eigenen Entwicklung und Fertigung. Um weitere periphere Einheiten und Werkzeuge zu integrieren, hat sich ENGEL ein weltweites Netzwerk aus Systempartnern aufgebaut. „Wir haben in Asien sehr starke Partner, die ebenfalls die Anforderungen der lokalen Verarbeiter bestens kennen und in optimale Lösungen umsetzen“, so Kurt Hell, Leiter der Business Units Packaging und Medical von ENGEL in Asien. „Durch die Zusammenarbeit mit asiatischen Anbietern können wir auch für anspruchsvolle Anwendungen unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz garantieren und die Lieferzeit für die Gesamtanlage kurz halten.“ Vor einem Jahr hat ENGEL in Asien eigene Business-Unit-Leiter mit Sitz in Shanghai, China, berufen, um die Kunden in den unterschiedlichen Branchen beim Lösen ihrer ganz individuellen Herausforderungen noch zielgerichteter zu unterstützen.

Vollelektrische e-mac im Dauerlauf stabil und effizient
Während der Plastics & Rubber Vietnam produziert ENGEL auf seinem Messestand auf einer e-mac 440/180 Spritzgießmaschine ovale Schalen, die für Fertiggerichte typisch sind. Dank In-Mould-Labeling (IML) verlassen abfüllfertige Verpackungen die Produktionszelle. „IML macht eine hochwertige Dekoration kostengünstig und erlaubt die effiziente Fertigung auch kleiner Losgrößen“, sagt Hieu. Beide an diesem Exponat beteiligte Systempartner haben ihren Sitz in Taiwan. Die IML-Automatisierung kommt von JET Engine Automation, das 4-fach-Werkzeug von CNN Plastic System.

Eine hohe Produktivität setzt eine zuverlässige und leistungsstarke Spritzgießmaschine voraus. Die vollelektrische e-mac ist deshalb ausschließlich mit besonders leistungsstarken Servomotoren ausgerüstet. Auch das Auswerfen und Anpressen geschieht servoelektrisch. Dies garantiert nicht nur höchste Präzision und Prozessstabilität, sondern auch einen optimalen Wirkungsgrad für die gesamte Maschine. Die sehr energieeffiziente Maschine gewährleistet im Dauerlauf rund um die Uhr eine stabile Produktion.

Mit der CC300 Steuerung bietet die e-mac die volle Flexibilität für die Integration von Robotern und weiterer Peripherie sowie den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL.

Spritzgießmaschine optimiert sich selbst
inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution, für die sich der Name Industrie 4.0 durchgesetzt hat. Ziel ist die smart factory, in der sich die Fertigungsprozesse durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme kontinuierlich selbst optimieren. Auf diese Weise können die Verarbeiter die Produktivität und Qualität ihrer Fertigung steigern und sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

Bereits heute bietet ENGEL eine ganze Reihe an ausgereiften und in der Praxis vielfach bewährten Produkten für die Digitalisierung und Vernetzung an und entwickelt das Angebot kontinuierlich weiter. Die Modularität des inject 4.0 Ansatzes macht es den Kunststoffverarbeitern besonders einfach, die Chancen, die Industrie 4.0 eröffnet, auszuschöpfen. Schon einzelne Lösungen stiften einen hohen Nutzen.

Die e mac Spritzgießmaschine macht dies auf der Messe deutlich. Ausgestattet mit dem Assistenzsystem iQ weight control erkennt sie Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial und gleicht diese Schuss für Schuss automatisch aus. Über den gesamten Prozess hält sie das eingespritzte Schmelzevolumen konstant und verhindert so, dass Ausschuss produziert wird.

Noch ein weiteres Assistenzsystem hat ENGEL in Ho Chi Minh City im Gepäck: iQ clamp control. Die Software berechnet die Werkzeugatmung, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen.

Neues Kundenportal e-connect geht an den Start
Zum ersten Mal in Asien präsentiert ENGEL sein neues Kundenportal e-connect, das ab April 2018 in Vietnam verfügbar sein wird. „Ziel bei der Entwicklung war es, unsere Kunden noch zielgerichteter zu informieren, mit ihnen noch schneller in Kontakt zu treten und sie bei den Herausforderungen von Industrie 4.0 optimal zu unterstützen“, so Hieu.

Sämtliche Maschinen und Systemlösungen, die ENGEL vom ersten Auftrag an geliefert hat, sind im System hinterlegt und deren aktueller Status einsehbar. Für eine maximale Übersicht kann der Anwender die individuelle Struktur seines Maschinenparks im System nachbilden und die Fertigungsanlagen auch online unterschiedlichen Hallen oder Abteilungen zuordnen. Support- und Service-Anfragen lassen sich online platzieren, was für den Anwender nicht nur komfortabel ist, sondern auch die Auftragsabwicklung beschleunigt. Unmittelbar nachdem der Kunde die Anforderung gestellt hat, wird diese automatisch an das Serviceteam geschickt, so dass ohne Zeitverlust mit der Ursachensuche gestartet werden kann.

Das neue Kundenportal unterstützt sowohl den Online-Support und die Fernwartung als auch alle weiteren Serviceprodukte aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL, wie e connect.monitor für die zustandsbasierte, vorausschauende Instandhaltung.
ENGEL auf der Plastics & Rubber Vietnam 2018: Halle A, Stand M1
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33367
 04.01.2018

ENGEL auf der Interplastica 2018  (Firmennews)

Mit flexiblen und effizienten Maschinenkonzepten und Automatisierung aus einer Hand steigert ENGEL die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Systemexperte mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, auf der Interplastica 2018 vom 23. bis 26. Januar in Moskau, Russland, anhand von zwei anspruchsvollen Anwendungen. Dabei wird deutlich, welche zusätzlichen Chancen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung den Kunststoffverarbeitern eröffnen.

Bild: Das MES authentig schafft Transparenz über den Maschinenpark. Mit dem neuen Modul „Energy“ hilft die Software, Leistungsspitzen im Strombedarf zuverlässig zu kappen.

Uhren fürs Handgelenk brauchen nicht nur hochwertige, sondern oft auch originelle Verkaufsverpackungen – zum Beispiel Kugeln. Auf einem Werkzeug seines Kunden Betar fertigt ENGEL während der vier Messetage auf einer ENGEL victory Spritgießmaschine hierfür die Grundkörper. Gespritzt werden Halbkugeln, die sich zusammenstecken lassen. Betar in Chistopol auf halbem Weg zwischen Moskau und dem Uralgebirge fertigt neben einer großen Zahl eigener Produkte für die Gas- und Wassermesstechnik die unterschiedlichsten Kunststoffartikel im Kundenauftrag. Flexibilität lautet eine ganz wesentliche Anforderung an das Fertigungsequipment, weshalb vorrangig in holmlose Spritzgießmaschinen der victory Baureihe von ENGEL investiert wird. „Der freie Zugang zum Werkzeugraum beschleunigt deutlich den Ein- und Ausbau von Werkzeugen“, betont Olaf Kassek, Geschäftsführer von OOO ENGEL in Moskau. „Damit erhöht die Holmlostechnik bei kleinen Losgrößen deutlich die Verfügbarkeit der Spritzgießmaschinen.“ Hinzu kommt, dass die Holmlostechnik kompakte Fertigungszellen ermöglicht. Dieser Vorteil kommt insbesondere bei der Herstellung dreidimensional komplexer Bauteile sowie beim Einsatz von Vielkavitäten- oder Mehrkomponentenwerkzeugen zum Tragen. In diesen Fällen haben die Werkzeuge ein beachtliches Volumen, während der Spritzgießprozess aufgrund der eher kurzen Fließweglängen oft nur eine vergleichsweise kleine Schließkraft erfordert. Hier ermöglicht es die Holmlostechnik, die Maschinengröße anhand der tatsächlich benötigten Schließkraft und nicht anhand der Werkzeuggröße auszuwählen. Da sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen, passen auch auf kleine Spritzgießmaschinen voluminöse Werkzeuge.

Konstante Prozesse, auch wenn die Granulatqualität schwankt
Die victory Maschine präsentiert sich in Moskau mit einem Spritzaggregat der neuen Generation. Auf Basis seiner langjährigen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen seiner Spritzgießmaschinen hat ENGEL die Größen der hydraulischen Spritzeinheiten neu gegliedert und die Leistungsdaten, wie Einspritzdruck, Einspritzgeschwindigkeit und Plastifizierleistung, weiter optimiert. Die seit vielen Jahren bewährte ENGEL Servohydraulik ecodrive gehört bei den neuen Maschinenmodellen zum Standardumfang. Je nach Maschinentyp, -größe und Anwendung reduziert sie den Energiebedarf um 30 bis 70 Prozent. Der Schlüssel hierfür liegt in der bedarfsgerechten Pumpenleistung. Steht die Maschine still, zum Beispiel während des Kühlens, ruhen auch die Motoren und verbrauchen keine Leerlaufenergie. Positive Nebeneffekte sind, dass die Maschinen deutlich leiser laufen und sich das Hydrauliköl weniger stark erwärmt, was den Aufwand für die Ölkühlung reduziert.

An der victory Maschine können die Messebesucher zudem die Wirkungsweise von iQ weight control live am Steuerungspanel verfolgen. Die Software analysiert während des Einspritzvorgangs in Echtzeit den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil automatisch an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Schmelzevolumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Auf diese Weise lassen sich Schwankungen der Umgebungsbedingungen oder im Rohmaterial ausgleichen, noch bevor Ausschuss produziert wird.

Mit dem Präfix iQ kennzeichnet ENGEL eine wachsende Reihe von intelligenten Assistenzsystemen aus seinem inject 4.0 Programm, die die Qualität und Effizienz der Fertigung steigern, ohne dass sich der Maschinenbediener zusätzliches Spezialwissen aneignen muss. iQ weight control erreichte als erstes der iQ Systeme vor fünf Jahren den Markt. Bis heute wurde es weltweit mehr als 1500 Mal verkauft. War die Software anfangs auf den Einsatz in Spritzgießmaschinen mit elektrischen Spritzeinheiten begrenzt, können jetzt auch hydraulische Maschinen mit iQ weight control ausgerüstet werden. „Die Resonanz aus dem Markt ist sehr gut“, so Kassek. „iQ weight control erhöht bei den hydraulischen victory Maschinen signifikant die Reproduzierbarkeit.“

Maximale Integration auf minimaler Fläche
Mit einem zweiten Exponat demonstriert ENGEL in Moskau, wie sich die Effizienzpotenziale der Holmlostechnik auch in der Medizintechnik optimal ausschöpfen lassen. Gerade im Reinraum machen sich kompakte Fertigungszellen besonders bezahlt. Für die kavitätenreine Ablage kleiner Spritzgießteile hatte ENGEL vor zwei Jahren einen Rohrverteiler aus Edelstahl entwickelt, der sich auf der Interplastica in einem völlig neuen, noch kompakteren Design präsentiert. Dank Holmlostechnik findet er unmittelbar neben der Schließeinheit der ENGEL e-victory 80 Spritzgießmaschine Platz und passt zudem vollständig in den verbreiterten Schiebeschutz der Maschine.

Die äußerst kompakte Fertigungszelle produziert während der Messe Nadelhalter für 1 ml-Sicherheitsspritzen in einem 16-fach-Werkzeug. Ein ENGEL viper 12 Linearroboter entnimmt die filigranen Polystyrol-Teile aus dem Werkzeug und übergibt sie an das Verteilersystem. Um eine Chargenrückverfolgung bis auf die Ebene einzelner Kavitäten sicherzustellen, werden die Spritzgießteile kavitätenrein in Beutel verpackt. 16 Beutel hängen dafür in einem Wagen direkt unter dem Rohrverteiler. Zur Qualitätskontrolle lassen sich einzelne Schüsse ausschleusen.

Für den mannlosen Reinraumbetrieb – zum Beispiel während der Nachtschicht – werden zwei Wagen in Reihe getaktet, wobei ein Puffersystem den vollautomatischen Wechsel ermöglicht. Die gesamte Peripherie ist hierfür in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine integriert. Dank der gemeinsamen Datenspeicherung kann die CC300 die Maschinen- und die Roboterbewegungen exakt aufeinander abstimmen, um die Gesamteffizienz zu optimieren. Die Gesamtzykluszeit liegt bei dieser Anwendung bei nur 6 Sekunden.

Die filigranen Nadelhalter, die ein Schussgewicht von lediglich 0,08 g und zudem noch unterschiedliche Wanddicken aufweisen, erfordern eine äußerst präzise Prozessführung, was ENGEL mit der elektrischen Spritzeinheit der e-victory Hybridmaschine sowie iQ weight control sicherstellt.

Schnelle Soforthilfe rund um die Uhr
Beide Maschinen am Messestand von ENGEL sind miteinander vernetzt, um von einem zentralen Rechner aus die Maschinenzustände und Prozessdaten in Echtzeit verfolgen zu können. Auf diese Weise demonstriert ENGEL in Moskau sehr anschaulich weitere Produkte aus seinem inject 4.0 Programm. So ermöglicht zum Beispiel e-connect.24 die Fernwartung von Spritzgießmaschinen und Fertigungszellen auch an entlegenen Produktionsstandorten. Rund um die Uhr und an sieben Tage in der Woche sind qualifizierte Servicetechniker von ENGEL unmittelbar erreichbar. Über eine sichere Remote-Verbindung können sie direkt nach dem Eingehen des Service-Requests mit der Ursachensuche starten und gezielten Online-Support leisten. „In vielen Fällen lässt sich der Fehler direkt über die Internetverbindung lösen“, sagt Olaf Kassek. „Dem Anwender bleibt so ein zeit- und kostenintensiver Vor-Ort-Einsatz eines Servicetechnikers erspart und gleichzeitig steigt die Verfügbarkeit der Fertigungsanlage.“

Die Fertigung im Blick behalten
Dem MES authentig widmet ENGEL an seinem Messestand einen eigenen Expert Corner. Entwickelt wurde das Manufacturing Execution System von der T.I.G. Technische Informationssysteme GmbH, die seit einem Jahr Teil der ENGEL Unternehmensgruppe ist. Mit der Integration von T.I.G. in die ENGEL Gruppe haben die beiden Unternehmen ihr MES-Know-how und ihre langjährige Erfahrung mit weltweiten MES-Projekten gebündelt und erreichen so ein noch höheres Innovationstempo.

Zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen der Spritzgießindustrie, bietet authentig eine besonders tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten. Die Software schafft Transparenz, um zum Beispiel die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität eines Maschinenparks optimal auszulasten oder um Produktivitätskennzahlen mit wirtschaftlichen Zielen zu korrelieren. Das MES ist modular aufgebaut und lässt sich so an die individuellen Anforderungen des Verarbeiters exakt anpassen.

„Energy“ heißt das jüngste der authentig Module. Es macht nicht nur die Energieverbräuche der einzelnen Abnehmer im Spritzgießbetrieb transparent, sondern kappt zuverlässig Leistungsspitzen im Strombedarf. Möglich ist dies, indem für jeden einzelnen Verbraucher situationsbezogene Verbrauchslimits definiert und die vorgegebenen Strommengen dann dynamisch den Verbrauchern zugeteilt werden. Dieses intelligente Hallenmanagement kann damit dazu beitragen, die Energiekosten für den Maschinenpark deutlich zu reduzieren.

ENGEL auf der Interplastica 2018: Halle 2 (Level 1), Stand B23
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33348
 20.12.2017

ENGEL auf der Saudi PPPP 2018 in Riad  (Firmennews)

Maximale Effizienz, höchste Leistung und konstante Qualität – auf der Saudi Plastics & Petrochem, die im Verbund mit der Saudi Print & Pack vom 21. bis 24. Januar 2018 in Riad, Saudi Arabien, stattfindet, präsentiert der österreichische Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte ENGEL, wie sich durch das perfekte Zusammenspiel von Spritzgießmaschine, Automation, Werkzeug und Anwendungstechnik diese Anforderungen mit einer hohen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vereinen lassen. Im Fokus am Infostand von ENGEL stehen innovative Produkte und Anwendungen für die Branchen Bau, Logistik und Verpackung.

Bild: In Saudi Arabien geht der Trend zur nachhaltigen Kunststoffpalette, für die ENGEL duo Zweiplattenmaschinen in die Region liefert.

Mit innovativen Produkten und Anwendungen meldet sich die Spritzgießindustrie Saudi Arabiens zur Saudi PPPP 2018 in neuer Stärke zurück. Nach dem Einbruch des Ölpreises 2014 wurden in vielen Bereichen die Investitionen gestoppt, zum Jahreswechsel 2017/2018 zeichnen sich wieder neue Aufträge und Wachstum ab. „Die Talsohle ist durchschritten“, so Andreas Leitner, Sales Director Middle East von ENGEL. „Wir diskutieren mit unseren Kunden verstärkt neue Produktideen, die aktiv dazu beitragen, die lokale Wertschöpfung zu stärken und die Wirtschaft anzukurbeln. Die Saudi PPPP 2018 wird dieser Entwicklung weitere Dynamik verleihen.“ Vor allem drei Bereiche profitieren vom Aufschwung: die Bauindustrie, die Logistik und die Verpackungsbranche.

Neue Produkte treiben Infrastrukturprojekte voran
Im Bereich der Bauindustrie gehören zum Beispiel Electrofusion Fittings für den Einsatz in Gas- und Wassernetzen zu den innovativen Produkten, die den Verarbeitern neue Aufträge bescheren. Charakteristisch für diesen Fittingtyp sind die integrierten Heizelemente, die nach dem Einbau in das Rohrleitungssystem kurzzeitig mit Strom beladen werden, um die Rohrenden materialschlüssig miteinander zu verbinden. Es resultieren besonders sichere und langlebige Verbindungen, die keine Dichtungen erfordern.

Für die Herstellung von Electrofusion Fittings werden die Heizelemente mit Thermoplast umspritzt, wofür in der Regel zwei Spritzgießschritte erforderlich sind. Das bedeutet, dass Einlegeteile und Vorspritzlinge sicher gehandhabt werden müssen. Hinzu kommt, dass die Werkzeuge aufgrund der anspruchsvollen Bauteilgeometrie besonders voluminös ausfallen. Um dennoch hocheffizient und wirtschaftlich zu fertigen, werden für diese Anwendungen bevorzugt holmlose Spritzgießmaschinen der Baureihe victory angefragt. Auch in hohen Schließkraftklassen bis 5000 kN führt ENGEL die Schließeinheit seiner victory Maschinen konsequent holmlos aus.

Da sich die Werkzeugaufspannplatten der Holmlosmaschinen bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen, passen auch sehr große, komplexe Werkzeuge auf vergleichsweise kompakte Maschinen, was sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten niedrig hält. Ein zweiter Effizienzfaktor ist die Automatisierung, da die Roboter ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen können, und drittens leistet die hohe Prozesskonstanz, die die holmlose Schließeinheit konstruktiv sicherstellt, einen Beitrag zur Maximierung der Gesamteffizienz. Der patentierte Force Divider sorgt dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug in exakter Parallelität folgt und dabei die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird.

Die ENGEL victory Maschinen sind im Standard mit der Servohydraulik ecodrive ausgerüstet, die den Energiebedarf im Vergleich zu herkömmlichen hydraulischen Spritzgießmaschinen – je nach Maschinengröße und Anwendung – um 30 bis 70 Prozent reduziert.

Kunststoffpaletten für eine höhere Nachhaltigkeit
Der Trend zu nachhaltigen Produkten und Fertigungskonzepten wird besonders im Bereich der Logistik deutlich. So haben die Kunststoff- und Petrochemie-Unternehmen ihre Bemühungen um den vollständigen Verzicht auf Holzpaletten in der Region jüngst verstärkt. Nach aktuellen Erhebungen benötigen alleine die Rohstoffhersteller in Saudi Arabien jährlich 14 Millionen Paletten. Um diese aus Holz zu produzieren, wären 700.000 Bäume erforderlich, die es in Saudi Arabien aber nicht gibt, während Kunststoffgranulat vor Ort produziert wird. Den Import großer Mengen Holz können die Unternehmen nicht mit ihren Programmen zum Schutz der Umwelt vereinbaren, zumal hinzukommt, dass Holzpaletten mit Pestiziden und Fungiziden behandelt werden müssen. Kunststoffpaletten dagegen erfordern keine umweltgefährdenden Chemikalien. Sie sind weder hygroskopisch, noch brennbar, nicht scharfkantig und können nicht splittern, was in vielen Ländern die Zollabfertigung vereinfacht.

Um die Paletten bei einer höheren Stabilität und Steifigkeit zudem leichter als Holzpaletten zu machen, schöpft ENGEL gemeinsam mit seinen Systempartnern und den Rohstoffproduzenten aus einem breiten Technologie- und Materialspektrum. Für die Spritzgießmaschinen bedeuten vor allem die niedrigen MFI-Werte der eingesetzten Materialien eine Herausforderung. Mit ihrer sehr hohen Getriebeleistung und ihren hochwertigen Schnecken sind die kompakten ENGEL duo Zweiplatten-Maschinen dafür optimal gerüstet. Als Systemlöser hat ENGEL für die Palettenproduktion auch die passenden Roboter im Programm. Der viper 120 mit einem Entformhub von 3000 mm und einer Reichweite von 3550 mm ist für Traglasten bis 120 kg ausgelegt.

Effizienz in der Verschlussherstellung auf die Spitze getrieben
Die Verpackungsbranche wurde von der Wirtschaftskrise in Saudi Arabien am wenigsten stark getroffen. Dennoch verleihen auch hier neue Technologien der Marktentwicklung mehr Dynamik. Im Fokus steht die weitere Optimierung der Fertigungseffizienz, bei der Herstellung von Getränkeverschlüssen ebenso wie bei der Herstellung von Dünnwandverpackungen für die Lebensmittelindustrie.

Anhand von Musterteilen und Videos wird ENGEL auf seinem Messestand das große Potenzial integrierter Systemlösungen aufzeigen. So lassen sich zum Beispiel auf einer e cap 380 Spritzgießmaschine mit einem 96-fach-Werkzeug 26-mm-Verschlüsse aus HDPE inklusive Originalitätsband mit einer Zykluszeit von unter 2,5 Sekunden und einem Gesamtenergieverbrauch von unter 0,7 kWh/kg produzieren. Außer der vollelektrischen Spritzgießmaschine leistet die Peripherie einen wichtigen Beitrag zu dieser herausragenden Gesamteffizienz. Unter anderem kommt das neue TWIN flying closure System zum Einsatz, mit dem IMDvista noch eine weitere Herausforderung bei der Herstellung von Getränkeverschlüssen gelöst hat. Herkömmlich werden die frisch produzierten Verschlüsse auf einem Förderband liegend der Kamerainspektion unterzogen. Das heißt, die Verschlussoberseite kann von den Kameras nicht erfasst werden. Mit der neuen Technologie werden die Verschlüsse mit einem Luftstrom angehoben und können so ohne eine Verlängerung der Bearbeitungszeit sowohl von oben als auch von unten geprüft werden.

Von den 0,7 kWh/kg Gesamtenergieverbrauch entfallen nur 0,42 kWh/kg auf die e-cap Spritzgießmaschine, die ENGEL gezielt auf die Anforderungen der Verschlussherstellung zugeschnitten hat. "Getränkeverschlüsse haben geometrisch betrachtet ihr Lightweighting-Minimum erreicht. Sie stellen damit höhere Anforderungen an die Präzision und die Wiederholgenauigkeit von Spritzgießmaschinen denn je“, macht Leitner deutlich. Verantwortlich für die herausragende Präzision und Prozessstabilität der e-cap Maschinen sind unter anderem die leistungsstarken Servo-Direktantriebe. Sie stellen auch beim Einsatz hochfester HDPE-Materialien mit einem MFI von deutlich unter 2 oder sogar 1 g/10 min die erforderliche Plastifizierleistung und ein Höchstmaß an Gutteilen sicher. Zudem sorgen die erhöhte Auswerferkraft und der verstärkte Schließantrieb für sehr kurze Zykluszeiten. Trotz ihrer beachtlichen Leistung benötigt die e-cap auch im Schnelllauf nur sehr wenig Energie und Kühlwasser. „In der Verschlussherstellung geht der Trend eindeutig zu vollelektrischen Maschinen“, so Leitner. „Die e-cap hat sich in Saudi Arabien sehr gut etabliert.“

Mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit für Dünnwandverpackungen
Der Anteil an lokal produzierten Lebensmittelverpackungen nimmt in Saudi Arabien zu. Vor allem Lebensmittelcontainer in Leichtbauweise tragen diesen Trend, der unter anderem aus dem Wunsch resultiert, unabhängiger von Importen zu werden.

Um eine hohe Qualität mit einer hohen Wirtschaftlichkeit zu vereinen, kommen auch bei der Herstellung von Dünnwandbehältern verstärkt integrierte Systemlösungen zum Einsatz. Die Basis bildet meistens eine vollelektrische ENGEL e-motion Spritzgießmaschine, die Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde erreicht. Das geschlossene System für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher und entspricht den hohen Reinheitsanforderungen der Lebensmittelindustrie.

Ein Schwerpunkt am Infostand von ENGEL wird die Integration von IML-Lösungen sein. Das In-Mould-Labeling (IML) ermöglicht es, in einem einzigen Spritzgießschritt hochdekorierte, abfüllfertige Verpackungen zu produzieren. Dabei bieten neue Automatisierungskonzepte, wie sie ENGEL Partner Beck automation entwickelt, viel Flexibilität bei der Fertigung kleiner Losgrößen.

Integrierte Systemlösungen steigern Wettbewerbsfähigkeit
„Unseren Kunden Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, lautet unser oberstes Ziel“, betont Andreas Leitner. Die hohe Automatisierungs- und Systemlösungskompetenz sind hierfür wichtige Schlüssel. „Nur wenn wir unter Berücksichtigung der individuellen Anforderungen des Kunden alle Komponenten einer Fertigungszelle von Beginn an aufeinander abstimmen, können wir die Qualitäts- und Effizienzpotenziale vollständig ausschöpfen.“ Die Systemlösungen von ENGEL können neben Spritzgießmaschinen und Automatisierung vor- und nachgelagerte Prozessschritte, das Werkzeug, Qualitätssicherungssysteme sowie Softwarelösungen für die Digitalisierung und Vernetzung umfassen. Als Generalunternehmer trägt ENGEL die Gesamtverantwortung inklusive jener Anlagenkomponenten, die gemeinsam mit Partnern realisiert werden. Dies reduziert die Anzahl von Schnittstellen und kann in vielen Fällen die Projektierung und Inbetriebnahme neuer Fertigungslösungen beschleunigen.

ENGEL gemeinsam mit Partnern in Riad
ENGEL arbeitet weltweit mit Partnerunternehmen zusammen, die auf ihrem Gebiet jeweils ebenfalls führend sind. Drei dieser Partner präsentieren sich gemeinsam mit ENGEL in Riad: Der Formenbauer Otto Hofstetter aus der Schweiz, der sich auf die Anforderungen der Verpackungsindustrie spezialisiert hat und weltweit zu den führenden Anbietern von Werkzeugen für die Herstellung von Dünnwandbehältern zählt. Das Unternehmen BECK automation aus der Schweiz, das schnelle Entnahmeroboter und Automatisierungsvorrichtungen für Hochleistungsanwendungen in der Spritzgießindustrie baut und im IML-Bereich zu den Pionieren zählt. Der dritte Partner, IMDvista, ist ebenfalls ein Schweizer High-Tech-Unternehmen mit dem Fokus auf Prüfsysteme. Die Lösungen von IMDvista werden weltweit zur Inline-Qualitätskontrolle von unter anderem Verschlüssen und Flaschen eingesetzt.

ENGEL, Otto Hofstetter, Beck automation und IMDvista haben gemeinsam schon viele Projekte zum Erfolg geführt und besitzen viel Erfahrung in Saudi Arabien. Während der Messe stehen die Experten der vier Unternehmen für konkrete Anfragen zur Verfügung und können bereits vor Ort eine erste Einschätzung zu neuen Projekten geben.

ENGEL auf der Saudi PPPP 2018: Halle 2, Stand 504.2
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33309
 28.11.2017

ENGEL auf der Plast Eurasia 2017  (Firmennews)

„Experience the smart factory“ – so lautet das Motto von ENGEL auf der Plast Eurasia 2017, die vom 6. bis 9. Dezember in Istanbul in der Türkei stattfindet. In Halle 12 (Stand 1216) macht der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Österreich anschaulich deutlich, welche Chancen die Digitalisierung und Vernetzung für die kunststoffverarbeitende Industrie eröffnen und wie sich diese mit Hilfe von inject 4.0 möglichst einfach ausschöpfen lassen.

Bild: Der Pick-and-Place-Roboter e-pic Z erreicht dank seines Schwenkarms in Leichtbauweise eine hohe Dynamik und benötigt wenig Platz.

inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution. Ziel ist die smart factory, in der sich die Fertigungsprozesse durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme kontinuierlich selbst optimieren. Auf diese Weise können die Verarbeiter die Produktivität und Qualität ihrer Fertigung steigern und sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

Sehr früh schon hat ENGEL auf den Trend zur Vernetzung und Digitalisierung von Produktionsprozessen gesetzt und sowohl für seine eigene Fertigung als auch für seine Kunden eine durchgängige Digitalisierungsstrategie erarbeitet. „Viele unserer inject 4.0 Produkte und Lösungen sind inzwischen über mehrere Jahre bei unseren Kunden erfolgreich im Einsatz“, berichtet Abdulkadir Topucar, Geschäftsführer von ENGEL Enjeksiyon Makineleri in Istanbul. „Gleichzeitig entwickeln wir das Programm konsequent weiter. Wir laden die Messebesucher ein, bei uns am Stand sowohl die etablierten als auch ganz neue Produkte und Lösungen kennenzulernen und diese selbst auszuprobieren.“ Gerade die Modularität des inject 4.0 Ansatzes von ENGEL macht es den Kunststoffverarbeitern besonders einfach, Schritt für Schritt in Richtung smart factory zu starten. Schon einzelne isolierte Lösungen stiften einen hohen Nutzen.

Prozessschwankungen ausgleichen, noch bevor Ausschuss entsteht
Werden die Spritzgießprozesse durch die zunehmende Integration und Automatisierung immer komplexer, muss ihre Steuerung und Kontrolle umso einfacher und intuitiver werden. Sich selbst adaptierende, intelligente Assistenzsysteme leisten hierzu einen großen Beitrag. Sie steigern die Prozessfähigkeit und Qualität, ohne dass sich der Maschinenbediener zusätzliches Spezialwissen aneignen muss. Um die Wirkungsweise dieser Assistenzsysteme anschaulich zu demonstrieren, produziert ENGEL während der vier Messetage auf seinem Messestand inject 4.0 Logos auf einer vollelektrischen und holmlosen ENGEL e motion 80 TL Spritzgießmaschine. In der CC300 Steuerung der Maschine können schwankende Prozessbedingungen simuliert werden, damit die Messebesucher das automatische Nachregeln durch die intelligenten Assistenzsysteme auf dem Display der Maschine live verfolgen können. Während iQ weight control das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält, ermittelt iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die Schließkraft für eine gute Werkzeugentlüftung einzustellen. Auf diese Weise werden Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial automatisch erkannt und im selben Schuss ausgeglichen, noch bevor Ausschuss entsteht.

Effizient, präzise und platzsparend
Auch konstruktiv erfüllt die e-motion 80 TL höchste Effizienz- und Präzisionsansprüche. Die Vorteile der ENGEL Holmlostechnik, wie schnelle Rüstprozesse, effiziente Automatisierungslösungen und kompakte Fertigungszellen, verbindet die Baureihe mit der vollelektrischen Antriebstechnik. Dank dieser Eigenschaften findet die e motion 80 TL zum Beispiel für die Herstellung von Präzisionsbauteilen und hochwertigen Optikkomponenten in der Elektronikindustrie Einsatz.

Während der Plast Eurasia entnimmt ein integrierter e-pic Z Roboter die Bauteile aus dem Werkzeug. Die innovative Kinematik des Pick-and-Place-Roboters aus dem ENGEL Produktprogramm kombiniert Linearbewegungen mit einem Schwenkarm und benötigt auf diese Weise besonders wenig Platz. Der Schwenkarm besteht aus einem maßgeschneiderten thermoplastischen Composite-Werkstoff in Leichtbauweise, was zusätzlich die Energieeffizienz und Dynamik steigert.

Mehrkomponentenprozesse mit LSR sicher beherrschen
Auch mit dem zweiten Maschinenexponat unterstreicht ENGEL das Effizienzpotenzial der Holmlostechnik. Auf einer victory 200H/200L/160 combi Spritzgießmaschine mit integriertem viper 40 Linearroboter produziert ENGEL während der vier Messetage Druckspeichermembranen in Zwei-Komponenten-Ausführung, die in Druckausgleichsbehältern Einsatz finden. Die Maschine verarbeitet in einem Arbeitsschritt in einem Zwei-Komponenten-Werkzeug gleichzeitig PBT und LSR. Erst der integrierte Prozess ermöglicht es in dieser Anwendung, Thermoplast und Silikon lagesicher miteinander zu verbinden.

Da in der holmlosen Schließeinheit die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig genutzt werden können, passt das voluminöse Zwei-Komponenten-Werkzeug der Druckspeichermembranen auf eine vergleichsweise kompakte 160-Tonnen-Maschine, was sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten niedrig hält. Hinzu kommt, dass der Linearroboter ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen und dort sicher agieren kann. Ein dritter Effizienzfaktor ist die hohe Prozesskonstanz, die die holmlose Schließeinheit konstruktiv sicherstellt. Der patentierte Force-Divider sorgt dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug in exakter Parallelität folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird. Auf diese Weise werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was den Werkzeugverschleiß reduziert und die Produktqualität steigert. “Die gratarme, abfallfreie, nacharbeitsfreie und vollautomatisierte Verarbeitung von LSR ist die Voraussetzung, High-tech-Produkte aus Flüssigsilikon wirtschaftlich herzustellen“, so Topucar.


Die Fertigung im Blick behalten

Beide Maschinen am Messestand von ENGEL sind miteinander vernetzt. Von einem zentralen Rechner aus können die Maschinezustände und Prozessdaten in Echtzeit verfolgt werden. Auf diese Weise demonstriert ENGEL in Istanbul sehr anschaulich weitere Produkte aus seinem inject 4.0 Programm. So ermöglicht zum Beispiel e-connect.24 die Fernwartung von Spritzgießmaschinen und Fertigungszellen auch an entlegenen Produktionsstandorten. Rund um die Uhr und an sieben Tage in der Woche sind qualifizierte Servicetechniker von ENGEL unmittelbar erreichbar. Über eine sichere Remote-Verbindung können sie direkt nach dem Eingehen des Service-Requests mit der Ursachensuche starten und gezielten Online-Support leisten. In vielen Fällen lässt sich der Fehler direkt über die Internetverbindung lösen, was dem Anwender einen zeit- und kostenintensiven Vor-Ort-Einsatz eines Servicetechnikers erspart und die Verfügbarkeit der Fertigungsanlage erhöht.

Ein besonderes Highlight am Messestand von ENGEL ist die Präsentation des neuen Kundenportals e-connect, das zukünftig der Dreh- und Angelpunkt für die Kommunikation zwischen ENGEL und seinen Kunden sein wird. Die von Grund auf überarbeitete Version unterstützt optimal den Einsatz von inject 4.0 Produkten und bietet darüber hinaus jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über den Maschinenpark, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen. „Wir präsentieren den Messebesuchern eine exklusive Vorschau auf das besonders übersichtliche Design, die intuitive Navigation sowie die neuen Funktionalitäten unseres Kundenportals“, kündigt Abdulkadir Topucar im Vorfeld der Plast Eurasia an. Ab April 2018 wird e-connect in der Türkei verfügbar sein.

ENGEL auf der Plast Eurasia 2017: Halle 12, Stand 1216
(Engel Austria GmbH)

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 20.11.2017

Fakuma 2017 für ENGEL ein großer Erfolg  (Firmennews)

Die Fakuma 2017 war für ENGEL ein großer Erfolg. Das gute Investitionsklima hält an, viele Aufträge für Spritzgießmaschinen, Roboter und integrierte Systemlösungen wurden auf der Messe zum Abschluss gebracht und weitere angekündigt. Eines haben fast alle neuen Projekte gemeinsam: Sie umfassen mindestens ein Produkt aus dem umfangreichen inject 4.0 Programm von ENGEL. Die Themen Digitalisierung und Vernetzung sind in der Branche angekommen – das machte die Fakuma 2017 deutlich.

Bild: Vom ersten Messetag an war der Stand von ENGEL durchgehend sehr gut besucht.

Die 25. Fakuma markiert auch für ENGEL ein Jubiläum. Der österreichische Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser gehörte bei der Premiere der Fachmesse 1981 zu den Ausstellern der ersten Stunde. „Die Fakuma hat sich von einer stark regional ausgerichteten Leistungsschau zu einer Messe von hoher internationaler Bedeutung entwickelt“, resümiert Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Gruppe. Gleichzeitig sei es gelungen, den familiären Charakter aufrecht zu erhalten und genau dieser mache bis heute das besondere Flair des Branchentreffens am Bodensee aus. „Man kommt auf der Fakuma dazu, sich in Ruhe mit Kunden und Partnern auszutauschen. Die Qualität der Gespräche war auch in diesem Jahr sehr hoch“, so Steger.

Mehrere hundert Besucher pro Tag informierten sich am Messestand von ENGEL über innovative Maschinen- und Automatisierungskonzepte, zukunftsweisende Verarbeitungstechnologien und die neuen Möglichkeiten, die Industrie 4.0 der Kunststoffindustrie eröffnet. Viele Messebesucher nutzten die Zeit, um konkret über aktuelle und zukünftige Projekte zu sprechen. Im Ergebnis kann ENGEL eine über den Erwartungen liegende Anzahl an Verkaufsabschlüssen verbuchen, und dabei kommen die Aufträge nicht nur von bestehenden, sondern auch neuen Kunden.

Dass die weltweiten Verarbeiter ihr Augenmerk stark auf die Innovationskraft und Erfahrung der Technologieunternehmen in Zentral- und Westeuropa richten, spiegelte sich auf der Fakuma 2017 einmal mehr in der weiter zunehmenden Internationalität der Messebesucher wider. So gilt die Fakuma vielfach als richtungsweisend für die darauffolgenden internationalen Fachmessen, wie die bevorstehende NPE in Orlando, Florida im Mai 2018.

Neues Kundenportal e-connect begeistert Messebesucher
In den Gesprächen auf der Fakuma bestätigte sich, dass das Thema Industrie 4.0 in der Mehrheit der Unternehmen angekommen ist. „Die Anfragen werden immer konkreter“, berichtet Paul Kapeller, Produktmanager Digital Solutions von ENGEL. „Die meisten unserer Kunden haben inzwischen eine klare Vorstellung, welchen Nutzen ihnen die Digitalisierung und Vernetzung bringen kann und fragen gezielt bestimmte Produkte und Lösungen an.“

In mehreren Expert Corners präsentierte ENGEL sein gesamtes inject 4.0 Programm. Zahlreiche Produkte, wie die intelligenten Assistenzsysteme der iQ Serie, haben sich inzwischen über viele Jahre in mehreren Tausend Installationen im Praxiseinsatz in den unterschiedlichsten Branchen bewährt. Sie fanden genauso Beachtung wie die neuen Produkte, die in Friedrichshafen zum Teil erstmalig auf einer Messe präsentiert wurden. Als wahrer Besuchermagnet erwies sich e-connect, das Kundenportal von ENGEL, das in vollständig überarbeiteter Version zur Fakuma an den Start ging. „Das Kundenportal wird zukünftig ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden sein“, so Kapeller. „In der neuen Version unterstützt es inject 4.0 Produkte und begleitet unsere Kunden auf dem Weg zur smart factory.“ Besonders beeindruckt waren die Messebesucher von den Möglichkeiten, den Maschinenpark inklusive aller Maschinenzustände übersichtlich zu virtualisieren. „e-connect ermöglicht sehr einfach bereits den ersten Schritt zur vernetzten Fertigung“, so Kapeller.

Premiere für innovative Anwendungen, Maschinen und Technologien
Neben inject 4.0 trugen die Live-Demonstrationen an fünf hochintegrierten Fertigungszellen zum Erfolg von ENGEL auf der Fakuma 2017 bei. Hier gab es gleich mehrere Weltpremieren. Im Ausstellungsbereich Automotive zum Beispiel produzierte ENGEL das weltweit erste Exterieur-Teil in clearmelt Technologie, wobei auch das Verarbeitungsverfahren im Vergleich zur letzten Präsentation einen gewaltigen Entwicklungssprung vollzog. Mit dem neuen Colourline System von ENGEL Partner Hennecke aus St. Augustin in Deutschland können jetzt auch PUR-Farbsysteme im clearmelt Prozess eingesetzt werden. Wie schnell der Farbwechsel vonstattengeht, demonstrierte ENGEL im Live-Betrieb. Die Bauteile wurden – jeweils hochglänzend – abwechselnd in schwarz und grau produziert.

Ging es beim Thema clearmelt bislang um Dekorelemente und elektronische Funktionsbauteile für den Fahrzeuginnenraum, rückt die Technologie, die ENGEL gemeinsam mit Hennecke und weiteren Partnern entwickelte, jetzt zunehmend fürs Exterieur in den Fokus. Der Grund ist neben der hohen Wirtschaftlichkeit des integrierten Verfahrens die enorme Kratzfestigkeit und hohe Oberflächengüte der erhaltenen Bauteile. Nicht nur die Automobilisten unter den Messebesuchern stoppten am clearmelt Exponat. Auch für die Hersteller von beispielsweise Bedienelementen in den unterschiedlichsten Branchen eröffnet die Technologie neue Horizonte. Sowohl dekorative als auch kapazitive Folien lassen sich effizient umspritzen. Funktionselemente verschwinden auf diese Weise unter einer durchgehend geschlossenen Oberfläche.

Neue e-mac 280 ist kürzeste Maschine im Markt
Auch eine neue Maschine war bei ENGEL auf der Fakuma mit von der Partie. Mit der e-mac 280 hat ENGEL seine Maschinenbaureihe für vollelektrische Anwendungen in den Branchen Teletronics und Technical Moulding nach oben erweitert und trägt dem Trend zum verstärkten Einsatz von Vielkavitätenwerkzeugen in der Herstellung von hochpräzisen Volumenteilen Rechnung. Darüber hinaus leistet die neue Spritzgießmaschine einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Flächenproduktivität. Dank optimierter Kniehebelgeometrie ist die e mac 280 mit einer Länge von 6,20 Metern die kürzeste vollelektrische Spritzgießmaschine in dieser Schließkraftklasse im Markt, und das bei einem weiterhin sehr großen Öffnungshub von 600 mm.

Anhaltend gute Konjunktur in der Kunststoffindustrie
Um der steigenden Nachfrage auch in Zukunft gerecht zu werden, kündigte ENGEL auf der Fakuma umfangreiche Investitionen in seine weltweiten Produktionsstandorte, den weiteren Ausbau seine Vertriebs- und Serviceteams sowie die Stärkung des lokalen anwendungstechnischen, Automatisierungs- und Branchen-Know-hows an. „Die sehr positive Stimmung in Friedrichshafen ist sowohl für Europa als auch weltweit ein wichtiger Indikator für die anhaltend gute Konjunktur der Kunststoffbranche“, so Steger.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33243
 20.10.2017

ENGEL rüstet sich für weiteres Wachstum  (Firmennews)

Auf der Messe Fakuma in Friedrichshafen präsentiert sich ENGEL AUSTRIA in guter Stimmung. Im laufenden Geschäftsjahr ist der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, weiter auf Kurs. Die Fertigungskapazitäten und die Zahl der Mitarbeiter werden weltweit weiter aufgestockt.

Bild: ENGEL treibt den Ausbau der Werke zügig voran. Am Stammsitz Schwertberg wird bis zum Herbst 2018 die Fertigungshalle Nord erweitert und darüber ein neues Kundentechnikum errichtet.

“Wir sind mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden”, berichtet Dr. Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe. „Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro.“ Gegenüber dem Vorjahresumsatz von 1,36 Mrd. Euro ist dies erneut eine deutliche Steigerung. Für die kommenden Monate zeigt sich der Maschinenbauer optimistisch.

Vom robusten, ununterbrochenen Wachstum der kunststoffverarbeitenden Industrie seit nunmehr zehn Jahren profitierte ENGEL überproportional. „Wir konnten sowohl in allen Regionen als auch allen relevanten Branchen weiter zulegen“, so Engleder. Mit 55 Prozent macht Europa den Löwenanteil des Umsatzes aus. In Amerika erwirtschaftet ENGEL aktuell 24 und in Asien 20 Prozent seines Umsatzes.

ENGEL in Deutschland stärkt Anwendungstechnik und inject 4.0 Kompetenz
Deutschland ist weiterhin einer der umsatzstärksten Märkte der ENGEL Gruppe. ENGEL konnte hier über die letzten fünf Jahre seinen Umsatz um 50 Prozent steigern. Hierzu tragen vor allem zwei Faktoren bei, wie die ENGEL Geschäftsführer ausführen. „Deutschland ist nach wie vor der technologisch am weitesten vorangeschrittene Markt und damit der größte Innovationstreiber“, betont Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Gruppe. „Hinzu kommt, dass die deutschen Unternehmen ihre globale Expansion weiter vorantreiben.“

Aktuell beschäftigt ENGEL in Deutschland mehr als 300 Mitarbeiter, mit weiter steigender Tendenz. Das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart – die jüngste der vier deutschen Niederlassungen – hat sich seit seiner Eröffnung im April 2013 personell mehr als verdoppelt. Vor allem für die Bereiche Service, Projektabwicklung und Anwendungstechnik wurden in jüngster Zeit neue Mitarbeiter eingestellt. Die Anwendungstechnik spielt im Technologieforum Stuttgart eine besonders wichtige Rolle, denn das Technikum ist deutlich größer als in den meisten anderen Niederlassungen. Seit September dieses Jahres verfügt der Standort über ein MuCell-Kompetenzzentrum. Eine große Anlage zum Schaumspritzgießen steht in Stuttgart nun dauerhaft für Kundenversuche, Entwicklungsarbeiten und Schulungen zur Verfügung. Im Kompetenzzentrum beschäftigt ENGEL in Stuttgart einen eigenen MuCell Technology Expert.

Den Investitionsschwerpunkt in Deutschland bildet im laufenden Geschäftsjahr die Niederlassung Hannover – mit 80 Mitarbeitern eine der weltweit größten Vertriebs- und Serviceniederlassungen von ENGEL. Im Mai wurde die deutlich erweiterte und modernisierte Niederlassung eröffnet. Rund 5 Mio. Euro investierte ENGEL in seinen nördlichsten deutschen Standort. Die Kunden in Hannover profitieren von der Verdoppelung der Nutzfläche vor allem durch das deutlich größere Technikum und den erweiterten Veranstaltungs- und Seminarbereich. Im neuen interaktiven Technikum finden auch Großmaschinen mit Schließkräften bis 7.000 kN Platz. Neben wechselnden Exponaten bilden die Themen Leichtbau und inject 4.0 zwei feste Ausstellungsschwerpunkte.

Parallel zu Hannover hat ENGEL auch in seinem Technologie- und Automatisierungszentrum in Hagen einen inject 4.0 Hotspot eröffnet. Ziel ist es, die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und Vernetzung besonders anschaulich vermitteln und alle inject 4.0 Produkte von ENGEL live demonstrieren zu können.

ENGEL schafft weltweit neue Stellen
Industrie 4.0 gehört weltweit zu den stärksten Wachstumstreibern, was sich in den Präsentationen auf der Fakuma 2017 deutlich widerspiegelt. Dabei geht es nicht nur um Veränderungen in den Fertigungsprozessen, sondern auch um ganz neue Formen der Zusammenarbeit, wie Stefan Engleder deutlich macht: „Wir begleiten unsere Kunden immer stärker über den gesamten Lebenszyklus der Spritzgießmaschinen und Fertigungszellen. Hierbei geht es unter anderem um eine noch intensivere Beratung in der Projektierung von Fertigungslösungen, um neue Möglichkeiten im After-sales-Service, wie die vorausschauende Instandhaltung, um die kontinuierliche Prozessoptimierung sowie die flexible Anpassung der Fertigungslösungen an sich verändernde Aufgaben. Um diese Anforderungen zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden erfüllen zu können, benötigen wir in Zukunft noch mehr hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiter als heute.“

Die Richtung, in die sich die Zusammenarbeit zwischen ENGEL und seinen Kunden entwickelt, erklärt, weshalb gerade die Bereiche Service und Anwendungstechnik personell wachsen. Darüber hinaus ist es die Informationstechnologie, für die ENGEL verstärkt weitere Mitarbeiter einstellt. Konkret sind für die drei österreichischen Standorte aktuell 120 zusätzliche Stellen ausgeschrieben. In Deutschland sind es 20. Bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 2018 wird ENGEL weltweit voraussichtlich 6.400 Menschen beschäftigen.

Nachfrage nach integrierten Systemlösungen steigt weiter an
Weitere technologische Wachstumstreiber sind die voranschreitende Materialsubstitution in Hightech-Anwendungen, wie im Automobilbau oder der Medizintechnik, sowie der Leichtbau in den Branchen Automobil und Teletronics.

Die technologischen Trends gehen einher mit einem weiter steigenden Prozessintegrations- und Automatisierungsgrad, der wiederum zu einer stärkeren Nachfrage nach integrierten Systemlösungen aus einer Hand führt. „Die zunehmende Komplexität der Prozesse gehört zu den großen Herausforderungen der Verarbeiter. Unsere Aufgabe ist es, mit zunehmender Komplexität für noch mehr Transparenz und Übersicht zu sorgen und sicherzustellen, dass sich auch komplexe Prozesse einfach steuern und kontrollieren lassen“, macht Christoph Steger deutlich. „ENGEL ist mit seiner sehr hohen Systemlösungskompetenz und einem umfangreichen eigenen Automatisierungs-, Peripherie , Technologie- und Industrie-4.0-Programm optimal für diesen Trend gerüstet. Der Anteil an integrierten Systemlösungen im Auftragseingang steigt weiter an, und dies ist ganz klar ein weltweiter Trend.“ So lässt das Systemgeschäft ENGEL auch in Asien weiter wachsen, während viele Anbieter, die sich rein auf Maschinen fokussieren, dort Umsatzrückgänge verbuchen.

Fertigungskapazitäten werden aufgestockt
Um der weltweit steigenden Nachfrage gerecht zu werden, startete ENGEL bereits vor mehr als drei Jahren das umfangreichste Investitionsprogramm in der Geschichte des Unternehmens. Insgesamt werden bis 2020 über 375 Mio. Euro allein in die Produktionswerke investiert. „Die ersten Projekte mit einem Gesamtvolumen von fast 120 Mio. Euro sind abgeschlossen“, so Engleder. „Wir arbeiten weiter mit voller Kraft daran, die Ausbaumaßnahmen zügig voranzutreiben und passen die Pläne und Prioritäten immer wieder aufs Neue an die Gegebenheiten an.“

Das größte laufende Bauprojekt ist die Erweiterung des Großmaschinenwerks in St. Valentin. Im Sommer dieses Jahres wurde ein erster Meilenstein erreicht und eine zusätzliche Produktionshalle in Betrieb genommen. Diese vergrößert die Montagefläche um mehr als 4.000 Quadratmeter und bietet darüber hinaus Platz für weitere Büros. In einem nächsten Schritt entstehen ab dem Frühjahr 2018 am Standort ein neues Verwaltungsgebäude und ein neues Kundentechnikum. Im Zuge dieses Ausbauschritts wird auch das in St. Valentin angesiedelte Technologiezentrum für Leichtbau-Composites vergrößert.

Im Ranking der größten Baumaßnahmen in der ENGEL Gruppe folgt nach St. Valentin der Stammsitz Schwertberg. Seit dem Sommer befindet sich neben dem Haupteingang eine Großbaustelle. Dort wird bis zum Herbst 2018 die 2013 errichtete Fertigungshalle Nord um 11.500 Quadratmeter erweitert und ebenfalls ein neues, deutlich größeres Kundentechnikum gebaut. Erst im Frühjahr dieses Jahres hatte ENGEL in Schwertberg die Erweiterung des Technologiezentrums im Süden des Werksgeländes abgeschlossen. Dort sind 10.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche für Büros, die Lehrwerkstätte und eine Krabbelstube entstanden. Die Kleinkinderbetreuung im eigenen Haus ist ein neues Angebot von ENGEL, das bei den Mitarbeitern auf so große Resonanz stößt, dass inzwischen bereits eine zweite Betreuungsgruppe eröffnet wurde. Von der Redaktion der Zeitschrift Woman wurde ENGEL im Juni als eines der familienfreundlichsten Unternehmen in Österreich ausgezeichnet.

Parallel zum Großmaschinenwerk St. Valentin wurde auch in Shanghai die Kapazität aufgestockt. Pünktlich zum 10-jährigen Werksjubiläum konnte ENGEL im September die neuen Gebäudekomplexe mit einem großen Festakt eröffnen. In Shanghai wurde zum einen das bestehende Bürogebäude verlängert, um zusätzliche 1.000 Quadratmeter Nutzfläche zu schaffen. Zum anderen wurde eine neue Fertigungshalle errichtet, die die Großmaschinenproduktion um 1.600 Quadratmeter erweitert. Auch die Lehrwerkstätte befindet sich jetzt im Neubau. Sie ist deutlich größer als die vorherige, denn seit Beginn des Ausbildungsprogramms von ENGEL in China vor vier Jahren ist die Zahl der Lehrlinge deutlich gestiegen. Derzeit werden in Shanghai 45 junge Menschen in drei technischen Berufen ausgebildet.

Sales-Trainee-Programm startet 2018 in neue Runde
Mit der Ausbildung im eigenen Haus sowie kontinuierlichen Investitionen in seine Lehrwerkstätten sichert sich ENGEL langfristig den Bedarf an Facharbeitern. Die Übernahmequote liegt über alle Standorte bei 98 Prozent. Außer in Österreich und China bildet ENGEL auch in Deutschland und Tschechien in technischen Berufen aus.

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter zu finden und an sich zu binden, stellt nicht nur die Fertigung vor immer größere Herausforderungen. „Wir müssen auch im Vertrieb neue Wege gehen“, betont Christoph Steger. So startete ENGEL im September 2016 mit einem internationalen Sales-Trainee-Programm. Sieben junge Männer und eine Frau aus USA, China, Korea und Österreich sind die Pioniere auf diesem Ausbildungsweg. Sie haben die Einführungsphase und ihre ersten Auslandseinsätze inzwischen erfolgreich absolviert. Bis zum Ende der zweijährigen Ausbildung werden sie auf drei Kontinenten ENGEL Werke und Niederlassungen kennengelernt haben. „Besonders im Vertrieb arbeiten unsere Mitarbeiter in international vernetzten Teams“, so Steger. „Da gehört es zu den grundlegenden Fähigkeiten, über die Grenzen der eigenen Sprache und Kultur hinaus zu denken. Genau das wollen wir trainieren.“ Für das kommende Jahr plant ENGEL, neue Sales-Trainee-Stellen auszuschreiben.
(Engel Austria GmbH)

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 17.10.2017

Neues e-connect Kundenportal startet auf Fakuma  (Firmennews)

Zur Fakuma 2017 geht e-connect, das neue Kundenportal von ENGEL, an den Start. Es vereinfacht und beschleunigt die Kommunikation zwischen den Verarbeitern und ENGEL und bietet jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über den Maschinenpark, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen. Darüber hinaus wird das Kundenportal in der neuen Version den aktuellen und zukünftigen Anforderungen von Industrie 4.0 optimal gerecht.

Bild: Auf kürzestem Weg in die ENGEL Welt: Das Kundenportal e-connect ist in der neuen Version noch übersichtlicher.

e-connect verkürzt die Wege in die ENGEL Welt. Auf seinem Messestand in Halle A5 demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser vom 17. bis 21. Oktober in Friedrichshafen, welche neuen Möglichkeiten sich eröffnen. „Ziel bei der Entwicklung der neuen Software war es, unsere Kunden noch zielgerichteter zu informieren, mit ihnen noch schneller in Kontakt zu treten und sie bei den Herausforderungen von Industrie 4.0 optimal zu unterstützen“, macht Verena Paradeis, Produktmanagerin für e-connect, deutlich. „Das Kundenportal wird zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden.“

Sämtliche Maschinen und Systemlösungen, die ENGEL vom ersten Auftrag an geliefert hat, sind im System hinterlegt und deren aktueller Status einsehbar. Für eine maximale Übersicht kann der Anwender die individuelle Struktur seines Maschinenparks im System nachbilden und die Fertigungsanlagen auch online unterschiedlichen Hallen oder Abteilungen zuordnen.

Im Support- und Servicefall keine Zeit verlieren
Support- und Service-Anfragen lassen sich online platzieren, was für den Anwender nicht nur komfortabel ist, sondern auch die Auftragsabwicklung deutlich beschleunigt. Unmittelbar nachdem der Kunde die Anforderung gestellt hat, wird diese automatisch an das Serviceteam geschickt, so dass ohne Zeitverlust mit der Ursachensuche gestartet werden kann. Kunde und Servicetechniker nutzen dieselbe Datenbasis und sind damit zu jeder Zeit auf einem gemeinsamen Wissensstand. In vielen Fällen vereinfacht die hinterlegte Anlagenhistorie die Lösungsfindung, weshalb auch jeder neue Serviceauftrag vollständig in e connect dokumentiert wird. Mit Standorten auf drei Kontinenten stellt ENGEL sicher, dass rund um die Uhr qualifizierte Servicetechniker aus dem eigenen festen Mitarbeiterstamm erreichbar sind.

Zustandsbasierte, vorausschauende Instandhaltung inklusive
Außer Online-Support und Fernwartung unterstützt e-connect in seiner neuen Version die vorausschauende, zustandsbasierte Instandhaltung. Unter dem Namen e-connect.monitor bietet ENGEL Lösungen für die Zustandsüberwachung von Plastifizierschnecken und Spindeln an. Ziel ist es, die Lebensdauer der Maschinenkomponenten vollständig auszuschöpfen und dennoch ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden. Dafür wird der Zustand der Komponenten mit Hilfe von Sensoren überwacht und die Restlebensdauer auf Basis mathematischer Modelle berechnet. Während der Zustand von Plastifizierschnecken in regelmäßigen Abständen im Rahmen von Serviceeinsätzen gemessen wird, handelt es sich bei der Spindel-Überwachung um ein automatisches Online-Monitoring. In beiden Fällen werden die Ergebnisse der Auswertung in e-connect gespeichert und können dort vom Kunden jederzeit abgerufen und weiterverarbeitet werden. Langfristig hilft die kontinuierliche Zustandsüberwachung bei der Optimierung der Verarbeitungsprozesse, denn Verschleiß verursachende Zustände lassen sich leichter identifizieren.

e-connect.monitor gehört zum inject 4.0 Programm, mit dem ENGEL seine Kunden unterstützt, die Herausforderungen von Industrie 4.0 optimal zu lösen. Auch zukünftige Serviceprodukte für die smart factory wird ENGEL in sein Kundenportal integrieren. „Wir haben die Plattform so aufgebaut, dass wir jederzeit weitere Anforderungen der voranschreitenden Digitalisierung schnell umzusetzen können“, sagt Paradeis.

Mehr Klarheit und eine einfachere Navigation
Neben den neuen Funktionalitäten bietet e-connect von jetzt an noch mehr Klarheit und Übersicht sowie eine noch einfachere Navigation. Die Plattform hält für die Anwender jederzeit eine Fülle an Informationen bereit, von Produktbeschreibungen, über Veranstaltungstipps und aktuelle Nachrichten aus der ENGEL Welt bis hin zu den Kontaktdaten der Ansprechpartner. Im Kalender sind Termine wie Messen oder gebuchte Seminare notiert, und auch die e learning-Plattform von ENGEL ist über e-connect mit nur einem Klick erreichbar.

Von der Fakuma 2017 an steht die neue e-connect Version für alle Kunden in Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien zur Verfügung. Die nächsten Schritte sind die weiteren Länder Europas und die USA.

ENGEL auf der Fakuma 2017: Halle A5, Stand 5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33192
 16.10.2017

ENGEL Automatisierungstechnik auf der Fakuma  (Firmennews)

Mit einem eigenen Expert Corner präsentiert ENGEL seine hohe Automatisierungskompetenz auf der Fakuma 2017 vom 17. bis 21. Oktober in Friedrichshafen. Mit dabei: Die Kleinroboter e-pic B und e-pic Z – integriert und mit erweiterter Softwarefunktionalität –, der neue viper 20 speed für schnelllaufende Medical- und Packaging-Anwendungen und das neue 10"-Handbediengerät, das sich weltweit erstmalig exklusiv dem Fakuma-Publikum vorstellt.

Bild: Um 30 Prozent schneller als der herkömmliche viper: Der neue viper 20 speed sichert Entnahmezeiten von deutlich unter 1 Sekunde.

e-pic Roboter integriert
Auf der Fakuma 2017 präsentiert ENGEL seine e-pic Roboter zum ersten Mal in einer integrierten Version und macht damit anschaulich deutlich, wie sich im Zusammenspiel von Spritzgießmaschine und Roboter Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen lassen. In den integrierten Lösungen wird die CC300 Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschine zum zentralen Bedienpanel für die gesamte Fertigungszelle. Das bedeutet ein gemeinsames Teiledaten- und Alarmmanagement sowie ein einheitliches Look-and-feel. Die durchgängige Bedienlogik vereinfacht deutlich die Inbetriebnahme, Programmierung und Steuerung sowohl der Roboter als auch der gesamten Fertigungszelle.

Die Integration ist ein wesentliches Merkmal der ENGEL Lösungen. Liefert ENGEL Spritzgießmaschine und Roboter aus einer Hand, sind die einzelnen Komponenten der Fertigungszelle sowohl steuerungstechnisch als auch mechanisch aus einem Guss. Spritzgießmaschine, Roboter und die weitere Peripherie, wie Förderbänder, Abwurfschächte, Angussrutschen und Schutzverdeckungen, sind im Design aufeinander abgestimmt und besonders platzsparend angeordnet. Darüber hinaus garantieren die integrierten Fertigungszellen ein Höchstmaß an Sicherheit. Das CE-Zertifikat wird jeweils für die Gesamtlösung erstellt.

Über die Euromap-67-Schnittstelle können alle ENGEL Roboter natürlich auch nachträglich an Spritzgießmaschinen angebunden werden, und dies unabhängig von der Maschinenmarke. Für die Montage der e-pic Roboter sind keinerlei Modifikationen an der Spritzgießmaschine erforderlich.

Efficiency control reduziert Energieverbrauch und Verschleiß
Die e-pic Kleinroboter sind die jüngsten Produkte im Automatisierungsprogramm von ENGEL, die in zwei Varianten angeboten werden, als Pick-and-Place-Linearroboter (e-pic Z) und Servo-Angusspicker (e-pic B). Das Besondere der e-pic Baureihen ist, dass die Roboter statt einer klassischen x-Achse einen Schwenkarm in Leichtbauweise besitzen. Diese völlig neuartige Kinematik, mit der ENGEL ein Alleinstellungsmerkmal hält, erhöht deutlich die Dynamik und Energieeffizienz, reduziert den Wartungsaufwand und ermöglicht darüber hinaus eine sehr kompakte Anordnung auf der Spritzgießmaschine. Sowohl in Richtung der Spritz- als auch der Schließseite benötigt der Schwenkarm weniger Platz als eine Linearachse. Hindernisse, wie Aufbauten am Werkzeug, kann der Schwenkarm besonders einfach und schnell umfahren. Dabei ist die Bedienung des e-pic Roboters nicht komplizierter als die eines Linearroboters. Die Steuerung rechnet die rotatorischen Bewegungen in lineare Bewegungen um.

Neu zur Fakuma 2017 ist, dass ENGEL seine e-pic Roboter mit efficiency control ausrüstet. Mit Hilfe der Software passen die Roboter die Geschwindigkeit ihrer Bewegungen an den Zyklus des Spritzgießprozesses an, was den Energieverbrauch reduziert und die Lebensdauer der mechanischen Komponenten erhöht. In den viper Linearrobotern bewährt sich efficiency control bereits seit vielen Jahren.

viper 20 jetzt noch schneller
Auch die viper Linearroboter warten auf der Fakuma mit einer Premiere auf. Der neue viper 20 speed sichert Entnahmezeiten von deutlich unter 1 Sekunde. Verantwortlich für diese neue Leistungsklasse sind die verstärkte servoelektrische Antriebstechnik sowie das reduzierte Eigengewicht der Roboterachsen. Der viper 20 speed wurde für Anwendungen mit Gesamtzykluszeiten um 4 Sekunden entwickelt und findet damit vor allem in den Branchen Medical und Packaging Anwendung. Top-Entry-Roboter bieten hier in der Regel eine besonders hohe Flexibilität.

Auf der Fakuma wird der neue ENGEL viper 20 speed seine Leistungsstärke mit dem Handling von Bechern unter Beweis stellen. Dafür arbeitet er im Duett mit einem ENGEL easix Mehrachsroboter, der die Becher vom laufenden Förderband aufnimmt, um sie in einem Magazin zu stapeln. Beide Roboter, der viper Linear- und der easix Mehrachsroboter, sind in dieser Anwendung in eine CC300-Steuerung integriert. Für die CC300 macht es keinen Unterschied, ob sie Linear- oder Drehachsen ansteuert. Die zusätzlichen Bewegungsbefehle für den Mehrachsroboter fügen sich nahtlos in die grafische Oberfläche ein, was die Bedienung deutlich vereinfacht. Um trotz der Komplexität des Gesamtsystems eine schnelle Parametrierung zu ermöglichen, bietet die Steuerung dem Anwender unterschiedliche Userlevels an, von der einfachen Ansicht bis zur vollen objektorientierten grafischen Ablaufdarstellung.

10 Zoll für noch mehr Bedienkomfort
Ein weiteres Highlight im Expert Corner Automation bei ENGEL in Halle A5 ist das neue 10"-Handbediengerät C10 für die Roboter der ENGEL Baureihen, das im kommenden Jahr die 7"-Geräte der C70-Serie ablösen wird. Die Besucher der Fakuma 2017 erhalten eine exklusive Vorschau. Das neue Handbediengerät wird deutlich mehr Übersicht bieten und damit den Bedienkomfort steigern.

ENGEL Automatisierungstechnik weiter stark wachsend
Die Dynamik der Märkte stellt die Spritzgießproduktion vor immer komplexere Herausforderungen. Weltweit bietet ENGEL seinen Kunden Lösungen, die der gewünschten Automatisierungstiefe exakt entsprechen: Von der standardisierten Roboterzelle bis zur maßgeschneiderten Systemlösung. Die Basis für diese hohe Flexibilität bilden ein durchgängiges Roboterportfolio sowie die hohe Sonderautomatisierungskompetenz der ENGEL Experten. „In einem aktuellen Projekt integrieren wir neun Roboter unterschiedlicher Typen“, berichtet Walter Aumayr, Bereichsleiter Automatisierung und Peripherie von ENGEL AUSTRIA. „Die Nachfrage nach besonders komplexen Automatisierungszellen für hochintegrierte Fertigungsprozesse steigt an.“

Um gleichermaßen die individuellen Anforderungen der Verarbeiter und die Spezifika der einzelnen Ländermärkte punktgenau zu berücksichtigen, betreibt ENGEL außer in Österreich und Deutschland auch in China, Korea und den USA eigene Automatisierungszentren. Von den weltweit rund 6000 ENGEL Mitarbeitern befassen sich mehr als 500 exklusiv mit der Automatisierungstechnik – und diese Zahl wird weiter steigen. „Wir stellen für die Automatisierung massiv neue Mitarbeiter ein“, so Aumayr.

Über die vergangenen fünf Jahre hat sich der Umsatz, den ENGEL mit Automatisierungsprojekten erwirtschaftet, mehr als verdoppelt, wobei sich der Bereich der Sonderautomatisierung mit Wachstumsraten von durchschnittlich 30 Prozent besonders dynamisch entwickelte. „Dieser Trend hält an“, sagt Aumayr. „Insgesamt wird die ENGEL Automatisierungstechnik im stark zweistelligen Prozentbereich weiter wachsen.“
ENGEL auf der Fakuma 2017: Halle A5, Stand 5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33124
 05.10.2017

MuCell-Kompetenz im Südwesten verstärkt  (Firmennews)

Bild: Das Technikum von ENGEL in Stuttgart ist eines der größten der Unternehmensgruppe. Die neue duo 350 Spritzgießmaschine mit MuCell-Technologiepaket steht dort nun dauerhaft den Kunden von ENGEL zur Verfügung

Das Schaumspritzgießen gehört zu den wichtigen Leichtbautechnologien und gewinnt weltweit weiter stark an Bedeutung. Diesem Trend trägt der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser ENGEL mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, mit der Verstärkung seiner globalen Anwendungstechnik Rechnung. Deutschland bildet dabei einen Schwerpunkt. Im September hat das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart ein MuCell-Kompetenzzentrum eröffnet.

„Als Kompetenzzentrum können wir unsere Kunden noch besser dabei unterstützen, das Potenzial, das das physikalische Schäumen bietet, breiter auszuschöpfen“, sagt Claus Wilde, Geschäftsführer von ENGEL Deutschland am Standort Stuttgart. „Wir haben hier im Südwesten Deutschlands bereits heute mehrere große Kunden, die das MuCell-Verfahren in ihren weltweiten Werken einsetzen.“

Im Technikum von ENGEL in Stuttgart wurde dafür eine große Fertigungszelle installiert, die für Kundenversuche, Entwicklungsarbeiten, die anwendungstechnische Beratung, Schulungen und die Kleinserienfertigung – zum Beispiel für Erstbemusterungen – zur Verfügung steht. Mit einer ENGEL duo 350 Spritzgießmaschine mit 3500 kN Schließkraft, einem integrierten ENGEL easix Mehrachsroboter und einer T-200 MuCell-Einheit vom Technologiepartner Trexel deckt die Anlage ein breites Anwendungsspektrum ab.

Schon lange im Vorfeld der Eröffnung des Kompetenzzentrums hat ENGEL für den Standort einen eigenen MuCell Technology Expert eingestellt. Lukas Neunzig hat über die letzten Monate am Stammsitz von ENGEL in Schwertberg sowie im Großmaschinenwerk in St. Valentin zahlreiche MuCell Projekte mit weltweiten Kunden zum Erfolg geführt und bringt diese Erfahrung nun mit nach Stuttgart.

Zur Eröffnung des Kompetenzzentrums veranstaltete ENGEL Mitte September einen MuCell-Technologietag, der mit mehr als 120 Teilnehmern schon mehrere Wochen vor dem Termin ausgebucht war. „Der große Erfolg unserer Veranstaltung bestätigt das große Potenzial und die starke Nachfrage hier im Südwesten“, betont Wilde. Noch einen weiteren Trend machte der Technologietag deutlich: MuCell ist nicht nur was für Automobilisten. „Wir erhalten verstärkt Anfragen auch aus anderen Branchen, zum Beispiel dem technischen Spritzguss oder der Medizintechnik“, so Wilde.

Weniger Gewicht, bessere Bauteileigenschaften
Ausschlaggebend für den großen Erfolg der MuCell-Technologie sind vor allem zwei Faktoren. Zum einen der generelle Leichtbautrend und zum anderen die hohe Qualität der im Schaumspritzguss produzierten Bauteile.

Beim physikalischen Schäumen wird während des Plastifizierens ein Treibgas in die Kunststoffschmelze injiziert. Nach dem Einspritzen in die Form geht das Gas wieder aus der Schmelze und bildet eine feinzellige Schaumstruktur. Auf diese Weise wird im Vergleich zum Standardspritzguss zum Füllen der Form deutlich weniger Material benötigt und das Bauteilgewicht sinkt. Gleichzeitig erweisen sich mittels MuCell produzierte Bauteile als äußerst dimensionsstabil. Da sich durch das Schäumen die Fließeigenschaften der Schmelze verbessern, werden auch anspruchsvolle Geometrien mit Hinterschnitten vollständig gefüllt.

MuCell ist eine Marke des Unternehmens Trexel mit Sitz in Wilmington, USA. Als Systemanbieter übernimmt ENGEL für seine Kunden den Import der MuCell-Einheiten sowie die steuerungs- und sicherheitstechnische Integration in die Spritzgießmaschine, was die Implementierung der Technologie besonders einfach macht.

Außer in Stuttgart bietet ENGEL seinen Kunden auch in Österreich, den USA und China MuCell-Know-how und Maschinenkapazitäten an.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33038
 26.09.2017

Engel auf der Plastimagen 2017: Für eine höhere Produktivität und Qualität   (Firmennews)

inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution. Wie sich die neuen Chancen – maßgeschneidert auf die Anforderungen des jeweiligen Ländermarkts und der jeweiligen Branche – optimal ausschöpfen lassen, macht ENGEL auf der Plastimagen 2017 vom 7. bis 10. November in Mexico City anschaulich deutlich. Darüber hinaus geht es am Messestand des Spritzgießmaschinenbauers und Systemlösers mit Stammsitz in Österreich um das MuCell Schaumspritzgießen für die Automobilindustrie und die hochpräzise und zugleich hochwirtschaftliche Verarbeitung von Flüssigsilikon.

Bild: Während der Plastimagen wird ENGEL auf einer holmlosen victory Maschine Untersetzer aus Flüssigsilikon spritzgießen.

„Wir laden die Messerbesucher ein, an unserem Stand unsere Produkte für die smart factory kennenzulernen und selbst auszuprobieren, welchen großen Effekt bereits einzelne kleinere Lösungen haben können“, kündigt Walter Jungwirth, Geschäftsführer von ENGEL de Mexico in Querétaro, im Vorfeld der Kunststoffmesse an. Durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme optimieren sich die Fertigungsprozesse in der smart factory kontinuierlich selbst. Als Folge steigen die Produktivität und Qualität der Fertigung, und zugleich können die Verarbeiter sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

ENGEL hat früh auf den Industrie-4.0-Trend gesetzt und bietet bereits heute unter dem Namen inject 4.0 eine ganze Reihe an ausgereiften und in der Praxis vielfach bewährten Produkten und Dienstleistungen für alle Bereiche der smart factory – smart machine, smart service und smart production – an. Alle Produkte stiften sowohl einzeln als auch im Rahmen einer übergeordneten Digitalisierungsstrategie einen hohen Nutzen. Mit diesem modularen Ansatz macht ENGEL den Einstieg in die Digitalisierung und Vernetzung besonders einfach.

Maschine optimiert sich selbst
Werden die Fertigungszellen durch die zunehmende Prozessintegration und Automatisierung immer komplexer, muss ihre Steuerung und Kontrolle umso einfacher und intuitiver werden. Sich selbst adaptierende Assistenzsysteme tragen hierzu entscheidend bei. Sie steigern die Prozesskonstanz und Qualität, ohne dass sich der Maschinenbediener zusätzliches Spezialwissen aneignen muss.

Um die Wirkungsweise dieser Lösungen anschaulich zu demonstrieren, produziert ENGEL während der vier Messetage auf seinem Stand inject 4.0 Logos auf einer e motion 80 TL Spritzgießmaschine. In der CC300 Steuerung der Maschine können schwankende Prozessbedingungen simuliert werden, um das automatische Nachregeln durch die intelligenten Assistenzsysteme auf dem Display der Maschine live zu verfolgen. Während iQ weight control das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält, berechnet iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen. Abweichungen von den Sollwerten werden noch im selben Schuss erkannt und ausgeglichen, so dass kein Ausschuss produziert wird.

iQ flow control, das dritte auf der Plastimagen präsentierte Assistenzsystem, vernetzt die mit einem elektronischen Temperierwasserverteiler vom Typ e flomo ausgestattete Spritzgießmaschine mit dem Temperiergerät, so dass sich die Drehzahl der Pumpe automatisch an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Die Folge ist eine höhere Energieeffizienz. Gemeinsam mit seinem Partner HB-Therm hat ENGEL dafür eine eigene Temperiergerätebaureihe mit Namen e-temp entwickelt.

Teure Energiespitzen kappen
In mehreren Expert Corners können die Messebesucher das Thema inject 4.0 weiter vertiefen. Unter anderem geht es dort um das Online-Support- und Fernwartungstool e-connect.24 sowie das MES authentig, über das alle Maschinen am Messestand vernetzt sein werden. Das Manufacturing Execution System wurde gezielt für die Spritzgießindustrie entwickelt und erreicht deshalb eine besonders tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten. authentig schafft Transparenz, um zum Beispiel die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität eines Maschinenparks optimal auszulasten oder um Produktivitätskennzahlen mit wirtschaftlichen Zielen zu korrelieren.

Das MES ist modular aufgebaut und lässt sich so an die individuellen Anforderungen des Verarbeiters exakt anpassen. „Energy“, so heißt das jüngste der authentig Module. Es macht nicht nur die Energieverbräuche der einzelnen Abnehmer im Spritzgießbetrieb transparent, sondern kappt darüber hinaus zuverlässig Leistungsspitzen im Strombedarf. Möglich ist dies, indem für jeden einzelnen Verbraucher situationsbezogene Verbrauchslimits definiert und die vorgegebenen Strommengen dann dynamisch den Verbrauchern zugeteilt werden. Dieses intelligente Hallenmanagement kann dazu beitragen, die Energiekosten für den Maschinenpark deutlich zu reduzieren.

Weniger Gewicht, bessere Bauteileigenschaften
Im Ausstellungsbereich Automotive am ENGEL Messestand steht das MuCell Schaumspritzgießen im Mittelpunkt. „MuCell bietet die Chance, ressourceneffizienten Leichtbau mit einer hohen Kosteneffizienz und herausragenden Bauteileigenschaften zu vereinen“, betont Jungwirth. „Diese Kombination sorgt dafür, dass das Verfahren weiter rapide an Bedeutung gewinnt.“ Auf einer ENGEL duo 2460/500 Spritzgießmaschine wird ENGEL während der Messe Komponenten von Kühlradiatoren für den Einsatz im Pkw im MuCell Prozess produzieren.

Beim physikalischen Schäumen wird während des Plastifizierens Stickstoff als Treibmittel in die Kunststoffschmelze injiziert und homogen verteilt. Nach dem Einspritzen in die Form geht das Gas wieder aus der Schmelze und bildet eine feinzellige Schaumstruktur. Auf diese Weise wird im Vergleich zum Standardspritzgießprozess deutlich weniger Material benötigt und das Bauteilgewicht sinkt. Gleichzeitig weisen mittels MuCell produzierte Bauteile weder Verzug noch Einfallstellen auf.

MuCell ist eine Marke des Unternehmens Trexel mit Sitz in Wilmington, USA. Als Systemanbieter übernimmt ENGEL für seine Kunden den Import der MuCell-Einheiten sowie die steuerungs- und sicherheitstechnische Integration in die Spritzgießmaschine, was die Implementierung der Technologie besonders einfach macht.

Holmlos für eine konstant hohe Qualität
Gratarm, abfallfrei, nacharbeitsfrei und vollautomatisiert – so lauten die zentralen Anforderungen, um anspruchsvolle Bauteile aus Flüssigsilikon im Spritzguss wirtschaftlich zu produzieren. Wie sich dies in der Praxis umsetzen lässt, demonstriert ENGEL auf der Plastimagen mit der Herstellung von Untersetzern auf einer hydraulischen victory 200/120 Spritzgießmaschine in einem 4-fach-Werkzeug. Aufgrund ihrer holmlosen Schließeinheit bietet die victory für viele Anwendungen mit Flüssigsilikon Vorteile. So sorgt zum Beispiel der patentierte Force-Divider dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird. Auf diese Weise werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was eine gleichmäßige Stauchung des Werkzeugs sicherstellt und zu einer konstant hohen Teilequalität führt.

Weitere Vorteile der barrierefreien Schließeinheit sind schnelle Rüstprozesse, optimale Automatisierungskonzepte und besonders kompakte Fertigungszellen. Da keine Holme stören, lassen sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen, so dass auch große, sperrige Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Spritzgießmaschinen passen. Dies reduziert zum Beispiel bei Mehrkomponentenanwendungen oder dem Einsatz von Vielkavitätenwerkzeugen den Anlagenfootprint.

ENGEL auf der Plastimagen 2017: Halle D, Stand 514
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33034
 19.09.2017

Prozessüberwachung auf neues Level bringen  (Firmennews)

Für die Überwachung und Optimierung von Spritzgießprozessen werden zyklisch ermittelte Kennzahlen genutzt. Lag in der Vergangenheit der Fokus auf Achsenbewegungen und den dafür erforderlichen Kräften und Zeiten, geht iQ weight monitor heute einen großen Schritt weiter. Die Überwachungssoftware von ENGEL generiert Kennzahlen, die unmittelbar Rückschlüsse auf die zu erwartende Bauteilqualität zulassen. Ab der Fakuma 2017 gehört iQ weight monitor zum Standardumfang aller ENGEL Spritzgießmaschinen.

Bild: Die jeweils aktuellen Kennzahlen werden auf dem Display der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine übersichtlich dargestellt. Ampelfarben zeigen an, welche Werte sich innerhalb und welche außerhalb der Toleranz befinden.

Bei der Entwicklung von iQ weight monitor nahm ENGEL insbesondere das Füllen der Kavitäten unter die Lupe. Für die Schneckenbewegung in der geschwindigkeitsgeregelten Füllphase gibt der Maschinenbediener eine Startposition, ein Geschwindigkeitsprofil und einen Umschaltpunkt als Sollwerte an. Die Maschinensteuerung errechnet daraus eine Sollwertvorgabe, die der Einspritzregler dann bestmöglich erfüllt. Außer von der Geschwindigkeit hängt der resultierende Spritzdruckverlauf von der im Schneckenvorraum vorliegenden Schmelzemenge, der Fließfähigkeit des Materials und dem Fließwiderstand entlang von Düse, Heißkanal und Kavität ab. Aufgrund der Vielzahl an Einflussfaktoren ist der Spritzdruckverlauf charakteristisch für die jeweilige Anwendung – und somit einzigartig. In der Praxis auftretende Schwankungen von einem oder mehreren Einflussfaktoren wirken sich nicht nur auf die Formteilqualität aus, sondern verändern auch die Druckkurve. Damit eignet sich der Druckkurvenverlauf für eine indirekte Qualitätsüberwachung.

Kennzahlen mit Aussagekraft
Für jeden Schuss liefert iQ weight monitor drei Kennzahlen: das Einspritzvolumen, die Viskositätsänderung der Schmelze und die Übereinstimmung des Druckverlaufs mit der Referenzkurve.

Das Einspritzvolumen ist die zentrale Kennzahl, da es direkt mit dem tatsächlichen Schussgewicht zusammenhängt. Es berücksichtigt, dass durch Unterschiede im Schließverhalten der Rückstromsperre mehr oder weniger Material in die Kavität gefördert wird.

Der zweite Kennwert, die Viskositätsänderung, ist deshalb aussagekräftig, weil die Viskosität die Fließfähigkeit der Schmelze bestimmt und davon wiederum das Einspritzvolumen abhängt. Viskositätsänderungen können zum Beispiel aus Schwankungen der Materialchargen, des Rezyklatanteils, des Feuchtegehalts oder Temperaturänderungen resultieren.

Drittens gibt die Übereinstimmung des Druckverlaufs wertvolle Hinweise auf das Vorliegen weiterer Störfaktoren beim Einspritzen. Ein stark schwankender Wert kann zum Beispiel bedeuten, dass der Prozess schlecht eingestellt ist oder dass sich in der Düse ein kalter Pfropfen gebildet hat.

Geringer Aufwand, großer Nutzen
Auf der Fakuma 2017 vom 17. bis 21. Oktober in Friedrichshafen zeigt ENGEL, wie einfach es ist, das Potenzial von iQ weight monitor auszuschöpfen. Der Anwender optimiert zunächst wie gewohnt den Prozess auf die gewünschte Bauteilqualität und startet danach mit einem Tastendruck die Referenzmessung. Im laufenden Prozess können die kontinuierlich ermittelten Kennzahlen sowohl direkt auf dem Display der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine als auch ortsunabhängig über ein MES überwacht werden.

Da iQ weight monitor die Kennwerte bereits während des Einspritzens berechnet, eröffnet das System die Chance, bei Abweichungen von den Sollwerten noch im selben Zyklus entgegenzusteuern und so Ausschuss proaktiv zu verhindern. Für diese Inline-Regelung hat ENGEL ebenfalls eine Software entwickelt. iQ weight control passt in jedem Zyklus den Umschaltpunkt und das Nachdruckprofil an den jeweiligen Zustand an und hält auf diese Weise das Einspritzvolumen konstant.

Wie gut iQ weight control die Reproduzierbarkeit verbessern kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Naturgemäß können Prozesse, die an sich schon sehr stabil laufen, nur mehr in geringem Ausmaß weiter optimiert werden. Um zu beurteilen, welchen zusätzlichen Effekt iQ weight control bringen kann, bietet iQ weight monitor dem Spritzgießer eine sehr smarte Funktion: es berechnet das mit iQ weight control erzielbare Verbesserungspotenzial.

ENGEL auf der Fakuma 2017: Halle A5, Stand 5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #33043
 15.09.2017

ENGEL auf der T-Plas 2017 in Bangkok  (Firmennews)

Niedrigste Stückkosten und eine hohe Qualität – die Verpackungsindustrie stellt besonders hohe Anforderungen und muss sich zudem an die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Ländermärkte flexibel anpassen. Mit maßgeschneiderten Systemlösungen unterstützt ENGEL seine Kunden, diese Herausforderungen zu meistern und sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Wie dies in der Praxis aussehen kann, präsentiert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Österreich auf der T-Plas 2017 vom 20. bis 23. September in Bangkok, Thailand. Ein wichtiger Baustein für eine hohe Effizienz sind die Digitalisierung und Vernetzung der Fertigungsprozesse, für die ENGEL bereits zahlreiche ausgereifte Lösungen mit im Gepäck hat.

Bild: Dank In-mould-labeling kommen abfüllfertige Lebensmittelbehälter aus der ENGEL e mac 180 Spritzgießmaschine.

„Die Verpackungsindustrie gehört zu den besonders schnell wachsenden Branchen in Südostasien und zugleich zu den Innovationstreibern“, betont Romain Reyre, President South East Asia von ENGEL. „In kaum einer anderen Branche stehen die Stückkosten unter einem höheren Druck als in der Verpackungsindustrie.“ Nur wenn höchste Durchsätze, ein stabiler Prozess und ein hoher Prozessintegrationsgrad zusammentreffen, kann wettbewerbsfähig produziert werden. Damit zum Beispiel Lebensmittelbehälter abfüllfertig aus der Spritzgießmaschine kommen, setzen immer mehr Verarbeiter auf die In-Mould-Labeling-Technologie. IML macht eine hochwertige Dekoration kostengünstig und erlaubt die effiziente Fertigung auch kleiner Losgrößen. Um die Effizienzpotenziale der IML-Integration optimal auszuschöpfen, müssen die Spritzgießmaschine, das Werkzeug und das Handling der Labels und Fertigteile exakt aufeinander abgestimmt werden. ENGEL hat sich hierfür ein weltweites Netzwerk aus Partnerunternehmen aufgebaut.

Die auf der T-Plas präsentierte e-mac 440/180 Spritzgießmaschine arbeitet für die Herstellung von ovalen Schalen, die zum Beispiel für Convenience-Gerichte verwendet werden, mit asiatischen Partnern, die ebenfalls die Anforderungen der lokalen Produzenten bestens kennen und in optimal passende Lösungen umsetzen. Das 4-fach-Werkzeug kommt von CNN Plastic System mit Stammsitz in New Taipei City in Taiwan. Die IML-Automatisierung wird von JET Engine Automation – ebenfalls in New Taipei City ansässig – realisiert. „Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern können wir auch für sehr anspruchsvolle, innovative Technologien unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz garantieren und die Lieferzeit für die Gesamtanlage kurz halten“, betont Reyre.

Eine hohe Produktivität setzt eine zuverlässige und leistungsstarke Spritzgießmaschine voraus. Die vollelektrische e-mac ist ausschließlich mit besonders leistungsstarken Servomotoren ausgerüstet. Auch das Auswerfen und Anpressen geschieht servoelektrisch. Dies garantiert nicht nur höchste Präzision und Prozessstabilität, sondern auch einen optimalen Wirkungsgrad für die gesamte Maschine. Die sehr energieeffiziente Maschine gewährleistet auch im Dauerlauf rund um die Uhr eine stabile Produktion.

Spritzgießmaschine optimiert sich selbst
Mit der CC300 Steuerung bietet die e-mac die volle Flexibilität für die Integration von Robotern und weiterer Peripherie sowie den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL.

inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution, für die sich der Name Industrie 4.0 durchgesetzt hat. Ziel ist die smart factory, in der sich die Fertigungsprozesse durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme kontinuierlich selbst optimieren. Auf diese Weise können die Verarbeiter die Produktivität und Qualität ihrer Fertigung steigern und sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

Bereits heute bietet ENGEL eine ganze Reihe an ausgereiften und in der Praxis vielfach bewährten Produkten für die Digitalisierung und Vernetzung an und entwickelt das Angebot kontinuierlich weiter. Die Modularität des inject 4.0 Ansatzes macht es den Kunststoffverarbeitern besonders einfach, die Chancen, die Industrie 4.0 eröffnet, auszuschöpfen. Schon kleinere isolierte Lösungen stiften einen hohen Nutzen.

Die e mac Spritzgießmaschine macht dies in Bangkok eindrucksvoll deutlich. Ausgestattet mit dem Assistenzsystem iQ weight control erkennt sie Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial und gleicht diese Schuss für Schuss automatisch aus. Über den gesamten Prozess hält sie das eingespritzte Schmelzevolumen konstant und verhindert so, dass Ausschuss produziert wird.

Noch zwei weitere Assistenzsysteme präsentiert ENGEL in Bangkok: iQ clamp control und iQ flow control. Während iQ clamp control die Werkzeugatmung berechnet, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen, optimiert iQ flow control die Werkzeugtemperierung. Dafür vernetzt die Software den elektronischen Temperierwasserverteiler e-flomo mit dem Temperiergerät und kann so die Drehzahl der Pumpe im laufenden Prozess kontinuierlich an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Die Folge ist eine noch höhere Energieeffizienz.

Stillstandszeiten minimieren
Um die Verfügbarkeit von Maschinen und Fertigungszellen zu steigern, setzt inject 4.0 auf Online-Support, Fernwartung und die vorausschauende, zustandsbasierte Instandhaltung. e connect.24 heißt das Online-Support- und Fernwartungstool, über das die Kunden von ENGEL rund um die Uhr einen elektronischen Hilferuf an ihren Maschinenbaupartner senden können. Über eine Remote-Verbindung starten die ENGEL Spezialisten unmittelbar mit der Ursachensuche. In vielen Fällen können sie direkt übers Internet helfen, was dem Verarbeiter einen zeitaufwändigeren und unter Umständen teuren Vor-Ort-Einsatz eines Servicetechnikers erspart. Stillstandszeiten werden auf diese Weise minimiert.

Mit e-connect.monitor macht es ENGEL sogar möglich, den Zustand prozesskritischer Maschinenkomponenten, wie der Plastifizierschnecken, im laufenden Betrieb zu prüfen und eine zuverlässige Aussage über deren Restlebensdauer zu treffen. Mit dieser zustandsbasierten, prädiktiven Instandhaltung lässt sich die Lebensdauer der Maschinenkomponenten vollständig ausschöpfen, ohne das Risiko eines ungeplanten Anlagenstillstands einzugehen.

Schlagkraft für Südostasien erhöht
Um die spezifischen Anforderungen der Kunststoffverarbeiter in den sich stark dynamisch entwickelnden Märkten Südostasiens noch gezielter erfüllen zu können, hat ENGEL im Herbst vergangenen Jahres seine Vertriebsstruktur in Südostasien weiterentwickelt und verstärkt. Die Verantwortung für die einzelnen Niederlassungen und Vertretungen wurde gebündelt und Romain Reyre als President South East Asia berufen. Gleichzeitig wurde das Serviceteam verstärkt und ein regionaler Hub für die Versorgung mit Ersatzteilen eröffnet. Erstmalig hat ENGEL für die Region Südostasien einen eigenen länderübergreifenden Serviceleiter eingestellt, der ebenfalls in Bangkok sitzt. „Die neue Struktur zeigt Erfolge“, berichtet Reyre. „Wir konnten in den vergangenen Monaten unsere Position in Südostasien weiter stärken.“

Insgesamt wächst ENGEL in Asien besonders stark. Diesen anhaltenden Erfolg verdankt der Maschinenbauer nicht zuletzt den kontinuierlichen Investitionen in seine lokalen Niederlassungen und Produktionswerke. ENGEL ist der einzige europäische Spritzgießmaschinenbauer, der in Asien an drei Standorten – in China und Korea – Spritzgießmaschinen produziert und damit seinen Kunden kurze Lieferzeiten, einen schnellen Service sowie die flexible Anpassung von Produkten und Systemlösungen an die regionalen Anforderungen garantieren kann. Auch die auf der T-Plas präsentierte e-mac Spritzgießmaschine wurde in Asien produziert, im Werk für Klein- und Mittelmaschien in Pyungtaek-City in Korea.

Seit seiner Gründung 1945 ist ENGEL zu 100 Prozent in Familienbesitz und unabhängig von externen Investoren, was sowohl den Kunden als auch den Mitarbeitern Sicherheit und eine langfristige Perspektive bietet. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte die ENGEL Gruppe einen Umsatz von über 1,36 Mrd. Euro. Weltweit sind mehr als 6000 Menschen bei ENGEL beschäftigt.

ENGEL auf der T-Plas 2017: Halle 102, Stand T01
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32961
 05.09.2017

Interplas 2017: Smarte Lösungen für mehr Produktivität, Qualität und Wirtschaftlichkeit  (Firmennews)

Bild: In die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine integrierte Assistenzsysteme aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL sorgen dafür, dass Prozessschwankungen ausgeglichen werden, noch bevor Ausschuss entsteht

Experience the smart factory – so heißt es bei Engel auf der Interplas 2017 vom 26. bis 28. September in Birmingham, Großbritannien. An seinem Messestand macht der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, anschaulich deutlich, welche Chancen die Digitalisierung und Vernetzung eröffnen und wie sich diese mit Hilfe von inject 4.0 möglichst einfach ausschöpfen lassen. Technologisch geht es bei ENGEL in Halle 4 darüber hinaus um die hochpräzise Verarbeitung von LSR und die extrem wirtschaftliche Prozessintegration.

inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution. Ziel ist die smart factory, in der sich die Fertigungsprozesse durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz dezentraler, intelligenter Assistenzsysteme kontinuierlich selbst optimieren. Wie die Kunststoffverarbeiter auf diese Weise die Produktivität und Qualität ihrer Fertigung steigern und sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren können, demonstriert ENGEL während der drei Messetage mit der Herstellung von inject 4.0 Logos auf einer vollelektrischen und holmlosen ENGEL e-motion 170/80 TL Spritzgießmaschine.

Spritzgießprozess optimiert sich selbst
In der CC300 Steuerung können schwankende Prozessbedingungen simuliert werden, um das automatische Nachregeln durch die intelligenten Assistenzsysteme auf dem Display der Maschine zu verfolgen. Gleich drei Assistenzsysteme aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL kommen zum Einsatz. Während iQ weight control das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält, berechnet iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen. Drittens vernetzt iQ flow control die mit dem elektronischen Temperierwasserverteiler e flomo ausgestattete Spritzgießmaschine mit dem Temperiergerät, so dass sich die Drehzahl der Pumpe automatisch dem tatsächlichen Bedarf anpasst. Die Folge ist eine höhere Energieeffizienz. Gemeinsam mit seinem Partner HB-Therm hat ENGEL dafür eine neue Temperiergerätebaureihe mit Namen e-temp entwickelt. Die Vernetzung mit der Maschine erfolgt über OPC UA und ist damit richtungsweisend für weitere Applikationen. Gemeinsam mit Marktbegleitern engagiert sich ENGEL dafür, OPC UA als Standard für Kommunikationsmodelle in Spritzgießanwendungen zu etablieren. OPC UA ermöglicht eine plattformunabhängige, leistungsstarke und vor allem sichere Verständigung sowohl innerhalb der Shopfloor-Ebene als auch mit übergeordneten Leitsystemen, wie MES und ERP.

Hydraulische Präzision für anspruchsvolles LSR
Gratarm, abfallfrei, nacharbeitsfrei und vollautomatisiert – so lauten die zentralen Anforderungen, um High-tech-Komponenten aus Flüssigsilikon im Spritzguss wirtschaftlich zu produzieren. Wie sich dies in der Praxis umsetzen lässt, demonstriert ENGEL auf der Interplas mit der Herstellung von Entlüftungsventilen für Getränkeflaschen auf einer hydraulischen ENGEL victory 860/160 Spritzgießmaschine. Diese Anwendung schöpft das Effizienzpotenzial der Holmlosmaschine optimal aus. So sorgt zum Beispiel der patentierte Force-Divider dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird. Auf diese Weise werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was eine gleichmäßige Stauchung des Werkzeugs sicherstellt und zu einer konstant hohen Teilequalität führt. Einen weiteren Beitrag zur hohen Prozesskonstanz und Reproduzierbarkeit leistet iQ weight control. War die Software anfangs nur für Spritzgießmaschinen mit elektrischen Spritzeinheiten verfügbar, hat ENGEL den Einsatzbereich um eine Version für hydraulische Maschinen erweitert.

ENGEL präsentiert die Verarbeitung von LSR gemeinsam mit seinem Partner Elmet Elastomere Produktions- und Dienstleistungs GmbH (Oftering, Österreich). Von Elmet kommen in dieser Anwendung die LSR-Dosieranlage vom Typ TOP 5000 P, das 16-fach-Werkzeug mit Kaltkanal und die Entformvorrichtung. Das Teilehandling übernimmt ein viper 40 Roboter aus dem Linearroboterprogramm von ENGEL. Das Förderband ist in den Schiebeschutz der Spritzgießmaschine integriert, was die Gesamtanlage kompakt hält.

One-Shot-Prozess reduziert die Stückkosten
Mit einem sehr hohen Integrationsgrad punktet auch die auf der Interplas präsentierte Health-Care-Anwendung. Auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 170/110 T Spritzgießmaschine in Reinraumausführung werden Interdentalbürsten vom Typ „scrub!“ produziert. Bis zu 500 Borsten lassen sich direkt im Einkomponenten-Spritzguss gemeinsam mit der Seele und der Grifffläche ausformen. Das im Borstenbereich hochfiligrane Hochleistungs-Präzisionswerkzeug mit acht Kavitäten kommt von Hack Formenbau (Kirchheim unter Teck, Deutschland), und für die Automatisierung zeichnet Hekuma in Eching, Deutschland, verantwortlich. Präsentiert wird eine hochintergierte, automatisierte Fertigungszelle, die im modularisierten HEKUflex Design von Hekuma ausgeführt ist. Unmittelbar nach dem Spritzguss werden die Teile kamerageprüft und die Gutteile automatisiert zu jeweils 16 Stück in Verkaufsbeutel verpackt. Alle vier Sekunden verlässt ein Beutel die Fertigungszelle.

Nicht nur der hohe Prozessintegrationsgrad, sondern auch die Einkomponentenausführung der von pheneo in Bremen, Deutschland, entwickelten Interdentalbürste steigern die Fertigungseffizienz im Vergleich zu am Markt etablierten Produkten und Verfahren um ein Vielfaches. In der Regel bestehen Interdentalbürsten aus drei Komponenten, die meist in von-einander unabhängigen Prozessen produziert werden: Der Grifffläche, einem Drahtgeflecht und den Filamenten. Die Technologie der Systempartner ENGEL, Hack und Hekuma macht dagegen die Herstellung im Einkomponentenspritzguss möglich.

Bei einem Gesamtschussgewicht von nur 1,93 Gramm acht Kavitäten mit jeweils bis zu 500 Borsten vollständig zu füllen, stellt nicht nur an das Werkzeug, sondern auch an die Spritzgießmaschine extrem hohe Anforderungen. Die vollelektrische Antriebstechnik sorgt für höchste Präzision in den Maschinenbewegungen. Zusätzlich tragen iQ weight control und iQ clamp control dazu bei, Ausschuss zu vermeiden.

Das Einsatzpotenzial des integrierten Verfahrens ist groß. Es reicht von Medizinanwendungen bis in den Kosmetikbereich. Außer Interdentalbürsten werden zum Beispiel auch Mascarabürsten in sehr hohen Stückzahlen und zu niedrigen Stückkosten benötigt.

Vollelektrisch für höchste Leistung
Um höchste Leistungen geht es auf der Interplas auch am Nachbarstand von ENGEL (Stand H71). Dort präsentiert Campetella aus Montecassiano in Italien, eine hochintergierte Fertigungszelle für die Herstellung von Dünnwandbehältern inklusive In-Mould-Labeling. Die Becher werden in einem 2-fach-Werkzeug auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 440/160 T Spritzgießmaschine gespritzt. Campetella präsentiert anhand dieser Anwendung eine Side-entry-Automatisierung der Serie MINI MODULA. Das Gesamtsystem arbeitet mit einer Zykluszeit von 2,8 Sekunden und produziert entsprechend 2571 Becher in der Stunde.
ENGEL auf der Interplas 2017: Halle 4, Stand F70/G70
(Engel Austria GmbH)

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 04.09.2017

Branchenkompetenz auf den Punkt gebracht  (Firmennews)

Auf der Fakuma 2017 vom 17. bis 21. Oktober in Friedrichshafen eröffnet ENGEL neue Horizonte für die Spritzgießindustrie. Die hochintegrierten Fertigungslösungen am ENGEL Messestand in Halle A5 erreichen eine noch höhere Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit – jeweils maßgeschneidert auf die spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Anwenderbranchen. Mit dabei: die vollelektrische e mac Spritzgießmaschine in einer neuen Schließkraftklasse, das erste clearmelt Bauteil fürs Exterieur, der neue extrem kompakte Rohrverteiler für den Reinraum und eine noch höhere Präzision für die LSR-Verarbeitung.

Bild: Auf einer ENGEL victory 860/160 produziert ENGEL während der Fakuma Entlüftungsventile für Getränkeflaschen aus LSR.

Automotive: Extrem kratzfest in einem Arbeitsschritt
Auf der Fakuma stößt ENGEL mit seiner clearmelt Technologie die Tür in einen neuen Anwendungsbereich auf. Geht es bislang um Dekorelemente und elektronische Funktionsbauteile für den Fahrzeuginnenraum, rückt die Technologie jetzt auch für Exterieur-Teile in den Fokus der Automobilhersteller. Auf seinem Messestand zeigt ENGEL hierzu eine erste Anwendung.

Auf einer ENGEL duo 2460/500 Spritzgießmaschine werden Außenverkleidungen in Hochglanzoptik produziert. Neben der sehr hochwertigen Anmutung der Bauteile und der herausragenden Effizienz des hochintegrierten Verfahrens, punktet die clearmelt Technologie im Exterieur-Bereich vor allem mit der besonders hohen Kratzfestigkeit der Oberflächen. Im Waschstraßentest erweisen sich die ersten Musterteile als äußerst robust.

Beim clearmelt Verfahren wird zunächst ein thermoplastischer Grundträger in der Spritzgießmaschine erzeugt und dieser in einer zweiten Kavität mit Polyurethan überzogen. Das Verfahren lässt sich sehr einfach mit IML kombinieren, wobei sowohl dekorative und kapazitive Folien als auch Holzfurniere verarbeitet werden können. Auf diese Weise liefert die clearmelt Technologie in einem Arbeitsschritt einbaufertige Fahrzeugkomponenten, die weder lackiert noch einer anderen Nachbearbeitung unterzogen werden müssen. Die Polyurethan-Deckschicht sorgt für den hohen Glanzgrad sowie die Kratzfestigkeit.

ENGEL hat die clearmelt Technologie gemeinsam mit Partnerunternehmen entwickelt. Exklusiver Partner für die Polyurethan-Verarbeitung ist Hennecke in Sankt Augustin, Deutschland.

Teletronics: Wirtschaftliche Präzision für noch größere Werkzeuge
Vollelektrisch geht es bei ENGEL auf der Fakuma im Ausstellungsbereich Teletronics zur Sache. Auf einer ENGEL e-mac 940/280 werden anspruchsvolle Steckergehäuse für Fahrzeugtüren produziert. War die e-mac Baureihe bis dato mit Schließkräften bis 1800 kN verfügbar, erweitert ENGEL zur Fakuma 2017 die Baureihe um eine 2800-kN-Version.

Die e-mac Maschinen punkten mit Schnelligkeit und Präzision, einem extrem energieeffizienten Betrieb und einer hohen Flexibilität. Sie erweisen sich als extrem verlässlich und gewährleisten im Dauerlauf rund um die Uhr eine stabile Produktion. Darüber hinaus sind sie in der Anschaffung preislich attraktiver als vollelektrische Hochleistungsmaschinen. Dieses Spektrum an Eigenschaften prädestiniert die Baureihe für die Herstellung von technischen Teilen und Elektronikkomponenten. In beiden Anwendungsbereichen weist der Trend in Richtung größere Werkzeuge mit höheren Kavitätenzahlen. Diesem Trend trägt ENGEL mit der Erweiterung der Baureihe Rechnung.

Mit der Herstellung von 40-poligen Steckergehäusen aus glasfaserverstärktem PBT demonstriert ENGEL während der Messe, wie sich höchste Anforderungen an die Präzision und Wirtschaftlichkeit vereinen lassen. Aufgrund der sehr filigranen Struktur im Inneren der Steckergehäuse entscheidet in diesem Marktsegment die Präzision des Spritzgießprozesses über die Wettbewerbsfähigkeit des Produzenten. In mehreren nachfolgenden Prozessschritten werden die Steckergehäuse mit Stabilisatoreinsätzen, Dichtungen und den Kontakten bestückt und laserbeschriftet. Unsauber ausgespritzte Bereiche oder Verzug stören die automatisierte Montage und können zu einem Produktionsstopp führen. Da die Spritzfehler zum Teil erst gegen Ende der Prozesskette erkannt werden, verteuert sich zudem der Ausschuss. Um dies zu verhindern, stellt die e-mac Maschine sicher, dass auch über lange Fließwege sehr dünnwandige Bereiche zuverlässig gefüllt werden.

Mit den intelligenten Assistenzsystemen aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL sind die ohnehin äußerst verlässlichen e mac Maschinen auch für Prozessschwankungen durch externe Einflüsse optimal gewappnet. Gleich drei iQ -Produkte sind auf der Messemaschine installiert: iQ weight control, das das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält und damit Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial ausgleicht, iQ clamp control, das auf Basis der Werkzeugatmung die optimale Schließkraft ermittelt und automatisch anpasst, und das neue iQ flow control für die bedarfsgerechte Regelung der Werkzeugtemperierung. iQ weight control kam als erstes der iQ-Systeme vor fünf Jahren auf den Markt. Es hat sich in der Steckerproduktion bereits sehr gut etabliert, denn gerade in diesem Segment mit besonders filigranen Bauteilstrukturen gehören Prozessschwankungen zu den häufigsten Ursachen für Ausschuss. Mit iQ weight control lässt sich der produktionsbedingte Ausschuss zuverlässig vermeiden.

Medical: Maximale Integration auf minimaler Fläche
Hochintegrierte, kompakte Fertigungszellen minimieren den Anlagenfootprint und steigern die Flächenproduktivität. Im Reinraum machen sich diese Aspekte besonders bezahlt. ENGEL hat deshalb seinen vor zwei Jahren vorgestellten Rohrverteiler aus Edelstahl für die kavitätenreine Ablage kleiner Spritzgießteile dahingehend weiterentwickelt, dass das Ablagesystem vollständig in den verbreiterten Schiebeschutz der Spritzgießmaschine passt. Auf der Fakuma wird die neue extrem kompakte Lösung erstmalig zu sehen sein.

Während der fünf Messetage werden auf einer ENGEL e-victory 170/80 Spritzgießmaschine Nadelhalter für 1-ml-Sicherheitsspritzen in einem 16-fach-Werkzeug von Fostag Formenbau (Stein am Rhein, Schweiz) gefertigt. Ein ENGEL viper 12 Linearroboter entnimmt die filigranen Polystyrol-Teile aus dem Werkzeug und übergibt sie an das Verteilersystem. Um eine Chargenrückverfolgung bis auf die Ebene einzelner Kavitäten sicherzustellen, werden die Spritzgießteile kavitätenrein in Beutel verpackt. 16 Beutel hängen dafür in einem Wagen, der direkt unter dem Rohrverteiler Platz findet. Zur Qualitätskontrolle können einzelne Schüsse ausgeschleust werden.

Für den mannlosen Reinraumbetrieb – zum Beispiel während der Nachtschicht – lassen sich zwei Wagen in Reihe takten, wobei ein Puffersystem den vollautomatischen Wechsel ermöglicht. Die gesamte Peripherie ist hierfür in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine integriert. Dank der gemeinsamen Datenspeicherung kann die CC300 die Maschinen- und die Roboterbewegungen exakt aufeinander abstimmen, um die Gesamteffizienz zu optimieren. Hinzu kommen die besonders kurzen Roboterwege aufgrund der holmlosen Schließeinheit der e-victory Maschine. Beide Faktoren tragen in dieser Anwendung zu den kurzen Zykluszeiten von 6 Sekunden bei.

Damit die Maschine flexibel auch für andere Produkte eingesetzt werden kann, hat ENGEL den Rohrverteiler und die Beutelverpackungswagen als feste Einheit konstruiert. Diese lässt sich sehr einfach hin- und herschieben, was die volle Zugänglichkeit zum Werkzeugraum gewährleistet.

Die filigranen Nadelhalter, die ein Schussgewicht von lediglich 0,08 g und zudem noch unterschiedliche Wanddicken aufweisen, erfordern eine äußerst präzise Prozessführung. Da Schwankungen im Schmelzevolumen unmittelbar zu Ausschuss führen würden, setzt ENGEL die Software iQ weight control ein.

Die hochintegrierte Fertigungslösung präsentiert sich auf der Fakuma komplett in Reinraumausführung. Im Gegensatz zu vielen anderen Systemen am Markt bestehen beim Rohrverteiler von ENGEL alle produktberührenden Teile aus Edelstahl, was dazu beiträgt, die Partikellast gering zu halten. Als Systemanbieter erweitert ENGEL kontinuierlich sein Angebot an GMP-gerechten Peripherieprodukten. Neben den Rohrverteilern werden auch Förderbänder und Einhausungen für Robotergreifer aus der eigenen Entwicklung und Fertigung angeboten.

Technical Moulding: Hydraulische Präzision für anspruchsvolles LSR
Die Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR) im Spritzguss schöpft das Effizienzpotenzial der holmlosen ENGEL victory Maschinen optimal aus. Vor allem die konstruktiv bedingte sehr hohe Prozesskonstanz leistet einen wichtigen Beitrag. So sorgt der patentierte Force-Divider dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird. Auf diese Weise werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was eine gleichmäßige Stauchung des Werkzeugs sicherstellt und zu einer konstant hohen Teilequalität führt. Die gratarme, abfallfreie, nacharbeitsfreie und vollautomatisierte Verarbeitung ist die Voraussetzung, High-tech-Produkte aus Flüssigsilikon wirtschaftlich herzustellen. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert ENGEL auf der Fakuma mit der Herstellung von Entlüftungsventilen für Getränkeflaschen auf einer ENGEL victory 860/160 Spritzgießmaschine. Die im Durchmesser ca. 50 mm großen Entlüftungsventile weisen eine geometrisch komplexe Struktur mit wechselnden Wanddicken auf. Um auch bei Schwankungen im Rohmaterial die Kavitäten zuverlässig zu füllen, kommt die Software iQ weight control zum Einsatz, die ENGEL jetzt auch für Spritzgießmaschinen mit hydraulischen Spritzeinheiten anbietet.

Es ist das erste Mal, dass ENGEL auf einer Messe eine victory Maschine mit einem Spritzaggregat der neuen Generation präsentiert. Auf Basis seiner langjährigen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen seiner Spritzgießmaschinen hatte ENGEL im Herbst vergangenen Jahres die Größen der hydraulischen Spritzeinheiten neu gegliedert und die Leistungsdaten, wie Einspritzdruck, Einspritzgeschwindigkeit und Plastifizierleistung, weiter optimiert.

ENGEL präsentiert die Verarbeitung von LSR gemeinsam mit seinem Partner Elmet Elastomere Produktions- und Dienstleistungs GmbH (Oftering, Österreich). Von Elmet kommen in dieser Anwendung die LSR-Dosieranlage vom Typ OP 5000P, das 16-fach-Werkzeug mit Kaltkanal und die Entformvorrichtung. Das Teilehandling übernimmt ein viper 40 Roboter aus dem Linearroboterprogramm von ENGEL. Das Förderband ist in den Schiebeschutz der Spritzgießmaschine integriert, was die Gesamtanlage kompakt hält.

Zu 100 Prozent auf die Anforderungen der Branche fokussiert
Von der einzelnen Spritzgießmaschine bis zur hochintegrierten Fertigungszelle liefert ENGEL maßgeschneiderte Lösungen für die Spritzgießindustrie. Kundenspezifische Lösungen zu entwickeln, erfordert mehr als technologisches Know-how. Bei ENGEL befassen sich die Business Units deshalb jeweils zu einhundert Prozent mit einer Branche. So sind die ENGEL Mitarbeiter in den Projektgesprächen mit den Kunden auf Augenhöhe und können auch individuelle Wünsche bis ins Detail verstehen und umsetzen. Viele branchenspezifische Entwicklungen, wie die GMP-gerechten Peripheriegeräte, die auf der Fakuma präsentiert werden, basieren auf den gebündelten Erfahrungen der ENGEL Business Units.

ENGEL auf der Fakuma 2017: Halle A5, Stand 5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32952
 31.08.2017

Drinktec 2017: Produktionseffizienz auf die Spitze getrieben  (drinktec 2017)

Auf der Drinktec 2017, der Weltleitmesse für die Getränke und Liquid-Food-Industrie, vom 11. bis 15. September in München setzt ENGEL neue Effizienzmaßstäbe für die hochintegrierte Herstellung von Getränkeverschlüssen. Gemeinsam mit Partnerunternehmen präsentiert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlöser mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, eine vollständige Systemlösung.

Bild: Maximaler Output bei minimalem Energieverbrauch: Während der Drinktec 2017 produziert eine e-cap 380 Spritzgießmaschine mit einem 96-fach-Werkzeug 26-mm-Verschlüsse inklusive Originalitätsband mit einer Zykluszeit von unter 2,5 Sekunden.

Die Fertigungszelle liefert während der fünf Messetage unter realen Produktionsbedingungen 26-mm-Verchlüsse aus HDPE inklusive Originalitätsband mit einer Zykluszeit von unter 2,5 Sekunden. Dabei punktet die Anlage mit einer herausragenden Energieeffizienz und höchster Prozesskonstanz. Herzstück der hochintegrierten Lösung ist eine vollelektrische ENGEL e-cap 2440/380 Spritzgießmaschine mit einer Schließkraft von 3800 kN. Zum Einsatz kommt ein 96-fach-Werkzeug von Corvaglia aus Eschlikon in der Schweiz. An weiterer Peripherie integriert ENGEL ein DMS Trockenluftsystem von Blue Air Systems (Kundl, Österreich), ein Verschluss-Prüfsystem vom Typ TWIN von IMDvista (Brügg, Schweiz) sowie Materialhandlinggeräte von Piovan (S. Maria di Sala VE, Italien) ins Gesamtkonzept. Die Heißkanaltemperaturregelung kommt von S.i.S.e. (Oyonnax, Frankreich), und Partner auf Seite des Rohmaterials sind Borealis (Wien, Österreich) und Gabriel-Chemie (Gumpoldskirchen, Österreich).

Vollelektrische e-cap für höchste Präzision und Prozesskonstanz
„Geometrisch haben Getränkeverschlüsse ihr Lightweighting-Minimum erreicht. Sie stellen damit höhere Anforderungen an die Präzision und die Wiederholgenauigkeit von Spritzgießmaschinen denn je“, nennt Frank Schuster, Verkaufsleiter von ENGEL packaging, einen Trend, der bei der Auslegung von Spritzgießmaschinen und Fertigungszellen für die Verschlussproduktion häufig den Ausschlag gibt. Hinzu kommt, dass die Sensibilität der Verarbeiter in Bezug auf die Energieeffizienz weiter ansteigt. Um beiden Herausforderungen gerecht zu werden, setzt ENGEL für die Verschlussherstellung auf vollelektrische Hochleistungsmaschinen. Die ENGEL e-cap Baureihe mit Schließkräften von 1100 bis 4200 kN wurde gezielt für dieses Marktsegment entwickelt.

Verantwortlich für die herausragende Prozessstabilität und Präzision der e-cap Spritzgießmaschinen sind unter anderem die leistungsstarken Servo-Direktantriebe. Sie stellen auch beim Einsatz der neuen hochfesten HDPE-Materialien mit einem MFI von deutlich unter 2 oder sogar 1 g/10 min die erforderliche Plastifizierleistung und ein Höchstmaß an Gutteilen sicher. Zudem sorgen die erhöhte Auswerferkraft und der verstärkte Schließantrieb für sehr kurze Zykluszeiten. Trotz ihrer beachtlichen Leistung benötigt die e-cap auch im Schnelllauf nur sehr wenig Energie und Kühlwasser.

Alles aus einer Hand für eine schnellere Projektierung
Als Gesamtanlage repräsentiert die Fertigungszelle den State-of-the-art der hocheffizienten Verschlussproduktion. Sowohl Blue Air Systems als auch IMDvista präsentieren am Messestand von ENGEL ihre jüngsten Innovationen. So ermöglichen die Geräte der DMS Serie von Blue Air Systems eine höhere Produktgüte und Energieeinsparungen um bis zu 85 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Werkzeugentfeuchtungssystemen. Das besondere dieser Baureihe ist, dass die Geräte wasserlos arbeiten. Ohne Vorkühlung garantieren sie unabhängig vom Wetter und der Klimazone kondensationsfreie Produktionsbedingungen.

Mit seinem TWIN flying closure System hat IMDvista eine der großen Herausforderungen in der Inline-Prüfung von Getränkeverschlüssen gelöst. Herkömmlich werden die frisch produzierten Verschlüsse auf einem Förderband liegend der Kamerainspektion unterzogen. Das heißt, die Verschlussoberseite kann von den Kameras nicht erfasst werden. Mit der neuen Technologie werden die Verschlüsse mit einem Luftstrom angehoben und können so ohne eine Verlängerung der Bearbeitungszeit sowohl von oben als auch von unten geprüft werden.

Aus einer Hand liefert ENGEL weltweit hochintegrierte und automatisierte Systemlösungen für die Herstellung von Getränkeverschlüssen. Für den Verarbeiter ergeben sich daraus mehrere Vorteile. Zum einen lassen sich Effizienz- und Qualitätspotenziale nur dann vollständig ausschöpfen, wenn die einzelnen Komponenten der Fertigungszelle von Beginn an exakt aufeinander abgestimmt werden. Zum anderen beschleunigt das Systemgeschäft die Projektierung und Inbetriebnahme, weil der Verarbeiter nicht mehrere Zulieferer koordinieren muss.

inject 4.0 für eine noch höhere Effizienz und Qualität
Neben der Spritzgießmaschine, der Automatisierung und Peripherie sowie dem Werkzeug gehören immer öfter auch Softwareprodukte für die Digitalisierung und Vernetzung zum Lieferumfang. „Industrie 4.0 eröffnet große Chancen für eine noch höhere Effizienz und Qualität“, macht Schuster deutlich. „Wir unterstützen unsere Kunden dabei, auch dieses Potenzial zu heben.“

Unter dem Namen inject 4.0 bietet ENGEL ein umfangreiches Spektrum an Produkten und Lösungen für alle drei Bereiche der smart factory an. Die ersten Produkte erreichten bereits vor vielen Jahren den Markt und haben sich zwischenzeitlich weltweit sehr gut etabliert. Konsequent entwickelt ENGEL sein inject 4.0 Programm weiter und zeigt auf der Drinktec 2017 die neuen Chancen und Möglichkeiten anschaulich auf. Unter anderem geht es dabei um das MES authentig.

Um den aktuellen Zustand der einzelnen Maschinen, deren Auslastung und Output von einem zentralen Rechner aus einsehen und auswerten zu können, sind sämtliche Produktionseinheiten über das Manufacturing Execution System miteinander vernetzt. Die in Echtzeit übertragenen Daten lassen sich sowohl mit Qualitäts- als auch betriebswirtschaftlichen Kennzahlen in Beziehung setzen und auf vielfältige Weise auswerten. Zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen der Spritzgießindustrie, bietet authentig eine besonders tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten.

Entwickelt wurde authentig von der T.I.G. Gesellschaft für Informationssysteme GmbH, die seit einem Jahr Teil der ENGEL Unternehmensgruppe ist. Mit der Integration von T.I.G. in die ENGEL Gruppe haben die beiden Unternehmen ihr MES-Know-how und ihre langjährige Erfahrung mit weltweiten MES-Projekten gebündelt und erreichen so ein noch höheres Innovationstempo.

ENGEL auf der Drinktec 2017: Halle A4, Stand 324
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32676
 02.06.2017

ENGEL legt weltweit weiter zu  (Firmennews)

ENGEL ist weiter am Wachsen. Bereits zum dritten Mal in Folge konnte der österreichische Spritzgießmaschinenbauer, Automatisierungsexperte und Systemlieferant seinen Jahresumsatz steigern. Die Unternehmensgruppe schloss das Geschäftsjahr 2016/17 Ende März mit einem Umsatz von 1,36 Mrd. Euro ab und erzielte damit ein Plus von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der weltweiten Mitarbeiter liegt zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2017/18 bei über 5.900 – auch das ist ein neuer Rekord.

Bild: „Asien hat sich im Geschäftsjahr 2016/17 überproportional gut entwickelt“, berichtet Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer der ENGEL Gruppe.

„Die Märkte in Asien haben einen großen Anteil am Erfolg der ENGEL Gruppe“, berichten die ENGEL Geschäftsführer zu Beginn der Messe Chinaplas 2017, wo ENGEL traditionell seine Jahresergebnisse veröffentlicht. „Asien hat sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr überproportional gut entwickelt, wozu vor allem China beiträgt. Zudem profitieren wir von der hohen Dynamik in Südostasien“, so Vertriebsgeschäftsführer Dr. Christoph Steger in Guangzhou. Gleichzeitig sei das Wachstum in Europa ungebremst und die Nachfrage in Nordamerika weiter steigend. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management der ENGEL Gruppe mit weiteren Zuwächsen, wenngleich die Wachstumskurve etwas flacher als in den Vorjahren verlaufen wird.

Kundenspezifische Lösungen der stärkste Wachstumstreiber
Weltweit liefert ENGEL sowohl einzelne Spritzgießmaschinen als auch integrierte Turn-key-Lösungen, deren Anteil im Auftragseingang weltweit weiter zunimmt. „Kundenspezifische Lösungen sind aktuell der stärkste Wachstumstreiber“, sagt Steger. „Auch hier legt Asien und insbesondere China überproportional zu.“ Die auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung exakt zugeschnittenen Systemlösungen umfassen neben Spritzgießmaschinen, Robotern und weiterer Automatisierung auch Prozesstechnologien, periphere Systeme, Werkzeuge sowie Softwarelösungen für die Digitalisierung und Vernetzung. Indem von Beginn an alle Komponenten der Fertigungszelle exakt aufeinander abgestimmt werden, schöpft ENGEL Effizienz- und Qualitätspotenziale besonders gut aus und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden.

Verstärkte Branchenkompetenz in Amerika und Asien
Maßgeschneiderte Spritzgießlösungen zu entwickeln, setzt nicht nur ein besonders tiefes technologisches, sondern auch Branchenverständnis voraus, was ENGEL durch seine Business-Unit-Struktur sicherstellt. Für die Branchen Automotive, Technical Moulding, Teletronics, Packaging und Medical beschäftigt ENGEL an seinem Stammsitz in Österreich jeweils eigene Teams, die sich zu einhundert Prozent mit den Anforderungen dieser Branchen befassen.

Vor mehr als zwei Jahren begann ENGEL damit, auch dezentral vor Ort bei seinen Kunden branchenspezifisches Know-how zu etablieren. In einem ersten Schritt wurden in Nordamerika Bereichsleiter für die fünf Business Units berufen, und aktuell führt ENGEL in Asien eine Business-Unit-Struktur ein. „Wir werden dann auch am Standort Shanghai Branchen-Know-how für Asien verfügbar haben und damit unsere Marktposition in den fünf Geschäftsfeldern weiter ausbauen können“, so Gero Willmeroth, Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai. „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Technologiekompetenz hier in Asien.“ „Die weltweiten Trends in der Fertigung wie die zunehmende Prozessintegration oder Industrie 4.0 führen dazu, dass wir immer intensiver mit unseren Kunden zusammenarbeiten und das über den gesamten Lebenszyklus der Maschinen und Fertigungszellen“, unterstreicht Christoph Steger. „Wir werden immer stärker zum Partner für die kontinuierliche Prozessoptimierung. Dieser Entwicklung tragen wir mit den neuen Strukturen Rechnung.“

Es sind unter anderem die Möglichkeiten der Fernwartung bis hin zur zustandsbasierten prädiktiven Instandhaltung, die im After-Sales-Geschäft zu einer immer intensiveren Zusammenarbeit führen. Auf der Chinaplas präsentiert ENGEL sowohl seine etablierten als auch innovativen Smart-service-Lösungen. „Industrie 4.0 gewinnt hier hin China sehr stark an Bedeutung“, sagt Willmeroth. „Die großen internationalen Konzerne befassen sich schon lange mit diesem Thema und können erste Erfolge vorweisen. Für viele andere Betriebe sind die Digitalisierung und Vernetzung aber noch immer schwer greifbar. Genau hier sehen wir unsere Aufgabe, unsere Kunden mit ihren ganz individuellen Anforderungen zu unterstützen, die Chancen, die die vierte industrielle Revolution eröffnet, optimal zu nutzen und sie auf dem Weg zur smart factory zu begleiten.“ Für alle drei Bereiche der smart factory – smart machine, smart production und smart service – bietet ENGEL ausgereifte und weltweit schon vielfach bewährte Produkte an und kann so aus viel Erfahrung schöpfen.

Serviceteams werden verstärkt
Nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Service nimmt ENGEL Anpassungen in der Organisationsstruktur vor und stellt weltweit zusätzliche Mitarbeiter ein. Für die Region Südostasien wurde zum 1. April erstmalig ein eigener Serviceleiter berufen. Dave Lock stammt aus Großbritannien, lebt bereits seit fünf Jahren in Thailand und bringt viel Produktionserfahrung sowohl aus Asien als auch Mittelamerika und Europa in seine neue Verantwortung ein. Er wird die Service-Teams in den Ländern Südostasiens koordinieren und im ständigen engen Kontakt mit dem Stammwerk in Österreich stehen.

Mit der Gründung eines regionalen Hubs mit Sitz in Bangkok im vergangenen Oktober hat sich ENGEL in Südostasien insgesamt neu aufgestellt. „Die neue Struktur zeigt bereits Erfolge“, berichtet Steger. „Wir konnten in den vergangenen Monaten unsere Position in Südostasien weiter stärken.“ Eine wichtige Aufgabe des Hubs ist es, die Kunden mit Ersatzteilen zu versorgen. Das neue Ersatzteillager hat im Mai seinen Betrieb aufgenommen. „Wir haben jetzt vor Ort in Südostasien Ersatzteile im Wert von 8 Mio. Euro vorrätig“, so Steger. „Lagernde Bauteile können wir innerhalb von 24 Stunden in die relevanten Industrie-Zentren der ASEAN-Region ausliefern.“ Bislang kamen die Ersatzteile für Südostasien vor allem aus China. Mit dem neuen Konzept einer FTWZ (Free Trade Warehouse Zone) entfallen im operativen Betrieb die Handelsbarrieren. Auf diese Weise erzielt ENGEL einen signifikanten Zeit- und Kostenvorteil für seine Kunden.

100 Mio. Euro jährlich für den Ausbau der Werke
Pro Jahr investiert ENGEL aktuell mehr als 100 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung seiner Werke. Zu den großen weltweit laufenden Projekten zählt die Erweiterung des Stammsitzes in Schwertberg. Im Süden des Werksgeländes sind 10.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche entstanden. Es wurden Büros, eine Krabbelstube zur Betreuung der Mitarbeiterkinder und eine noch größere und noch modernere Lehrwerkstätte eingerichtet. Im nächsten Schritt wird nun die 2013 errichtete Fertigungshalle Nord erweitert und ein neues Kundentechnikum gebaut.

Gleichzeitig bekommen die beiden Großmaschinenwerke in St. Valentin und Shanghai mehr Platz. „Die Bauarbeiten in Shanghai sind über den Winter gut vorangekommen“, berichtet Willmeroth. „Im September werden wir die neue Fertigungshalle gemeinsam mit Kunden und Partnern einweihen.“ Seit der Eröffnung von ENGEL Machinery Shanghai vor genau zehn Jahren ist dies bereits der zweite umfangreiche Ausbau. Auch in Shanghai wurde im Zuge der Erweiterung eine neue Lehrwerkstätte errichtet. Aktuell werden dort 45 Lehrlinge zu Zerspanungstechnikern, Mechatronikern und Kunststofftechnikern ausgebildet.

Mitarbeiterzahl bald über 6.000
Mit der technischen Ausbildung im eigenen Haus steuert ENGEL dem weltweit zunehmenden Fachkräftemangel wirkungsvoll entgegen. In den österreichischen Werken sind aktuell 180 junge Männer und Frauen in Ausbildung beschäftigt. Darüber hinaus bildet ENGEL in China, Tschechien und Deutschland seinen eigenen Fachkräftenachwuchs aus und verstärkt mit einem internationalen Sales-Traineeprogramm zudem in der Weiterbildung von Akademikern sein Engagement.

Weltweit beschäftigte ENGEL zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 mehr als 5.900 Mitarbeiter, so viele wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. Über die letzten drei Jahre lag das personelle Wachstum im Durchschnitt bei zehn Prozent. „Noch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres werden wir die 6.000er-Marke überschreiten“, kündigt Christoph Steger an. Mit der weiteren Verstärkung der weltweiten Teams trägt ENGEL sowohl den steigenden Absatzzahlen, als auch den sich verändernden Anforderungen in der Kunststoffindustrie Rechnung. „Durch Industrie 4.0 werden wir in Zukunft noch mehr hochqualifizierte Mitarbeiter benötigen“, sagt Steger.
(Engel Austria GmbH)

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 08.05.2017

ENGEL AUSTRIA für Engagement in Oberösterreich geehrt  (Firmennews)

ENGEL AUSTRIA ist Preisträger des Corona 2017 in Gold. Die Industriellenvereinigung Oberösterreich würdigt mit dieser Auszeichnung das starke Engagement von ENGEL am Stammsitz in Oberösterreich.

Bild: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und vor allem darüber, dass unser Engagement nicht nur von unseren Mitarbeitern und Kunden, sondern auch in der Region wahrgenommen und geschätzt wird“, sagt Joachim Metzmacher.

Der Corona 2017 Award wurde in zwei Kategorien verliehen. In der Kategorie Standort belegt ENGEL den ersten Platz. „ENGEL hat innerhalb von zwei Jahren die Mitarbeiterzahl in Oberösterreich um 16 Prozent gesteigert und eine besonders hohe Summe in den Ausbau und die Modernisierung seines Stammsitzes investiert. Damit stärkt ENGEL nachhaltig den Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und vor allem darüber, dass unser Engagement nicht nur von unseren Mitarbeitern und Kunden, sondern auch in der Region wahrgenommen und geschätzt wird“, sagt Joachim Metzmacher, Geschäftsführer Produktion von ENGEL, der den Preis entgegennahm. „Die Basis für das kontinuierliche Wachstum von ENGEL ist unsere Innovationsstärke und diese hängt nicht zuletzt von den Rahmenbedingungen am Standort ab. Hier in Oberösterreich profitieren wir von einem sehr guten Innovationsklima.“

Stammsitz in Schwertberg deutlich erweitert
55 Millionen Euro hat ENGEL über die letzten drei Jahre in Oberösterreich investiert. Am Stammsitz wurde im Süden des Werksgeländes ein neues Gebäude errichtet, das insgesamt 10.000 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche bietet. Davon entfallen über 6.000 Quadratmeter auf neue Büroräume zur Verstärkung des Vertriebs- und Serviceteams. Auf ca. 1300 Quadratmetern wurde die Lehrwerkstätte neu gestaltet und mit neuen Maschinen ausgerüstet, und 300 Quadratmeter stehen der Krabbelstube zur Verfügung. Mit einer eigenen Kinderbetreuung macht es ENGEL seinen Mitarbeitern jetzt noch einfacher, Familie und Beruf zu vereinen.

Weitere Baumaßnahmen für Schwertberg sind bereits in Planung. Dabei liegt der Fokus auf dem Ausbau der Montagekapazität. Unter anderem wird die 2013 errichtete Halle Nord erweitert. Zudem wird am Stammsitz ein neues Kundentechnikum gebaut.
(Engel Austria GmbH)

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 27.04.2017

ENGEL Gruppe ernennt neuen kaufmännischen Geschäftsführer  (Firmennews)

Markus Richter (Bild) wird zum 1. Mai 2017 kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) der ENGEL Unternehmensgruppe mit Sitz in Schwertberg, Österreich. Er folgt auf Klaus Siegmund, der ENGEL im März verlassen hatte.

Markus Richter bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in leitenden kaufmännischen Funktionen von global erfolgreichen Unternehmen in den Branchen Industrie, Energie, Verkehr und Personaldienstleistungen mit. Als kaufmännischer Geschäftsführer von ENGEL wird der Diplom-Kaufmann die Bereiche Finanzen, Personalwesen und IT verantworten und gemeinsam mit Dr. Stefan Engleder (CEO), Dr. Christoph Steger (CSO) und Joachim Metzmacher (CPO) die operativen Geschäfte der Unternehmensgruppe leiten.

„Wir freuen uns, mit Herrn Richter einen ausgewiesenen Experten für internationale Finanzgeschäfte gewonnen zu haben, der zudem Erfahrung im Personalwesen und mit globalen IT-Projekten mitbringt“, sagt Dr. Birgitte Engleder, Aufsichtsratsvorsitzende der ENGEL Gruppe.

Der bisherige CFO Klaus Siegmund hatte das Unternehmen im März im Einvernehmen mit den Aufsichtsorganen der ENGEL Gruppe verlassen. Er war zwei Jahre lang Mitglied der Geschäftsführung. In diese Zeit fallen umfangreiche Investitionen in den Ausbau der Standorte sowie eine erhebliche Steigerung der weltweiten Mitarbeiterzahl. „Herr Siegmund hat den Ausbau unseres Geschäfts mit sehr großem Engagement mitvorangetrieben. Hierfür danken wir ihm ausdrücklich“, so Dr. Engleder. „Wir wünschen Herrn Siegmund alles Gute für seine berufliche und persönliche Zukunft.“
(Engel Austria GmbH)

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 02.03.2017

ENGEL auf der Koplas 2017  (Firmennews)

„Experience the smart factory“ – so lautet das Motto der Koplas 2017, die vom 7. bis 11 März in Goyang, Südkorea, stattfindet. Am Messestand von ENGEL AUSTRIA können die Besucher der Kunststoffmesse das Leitthema wörtlich nehmen. Der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte mit Stammsitz in Österreich macht anschaulich deutlich, welche Chancen die Digitalisierung und Vernetzung eröffnen und wie sich diese mit Hilfe von inject 4.0 möglichst einfach ausschöpfen lassen.

Bild: Der e-pic Pick-and-Place-Roboter erreicht dank seines Schwenkarms in Leichtbauweise eine hohe Dynamik und benötigt wenig Platz.

inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution. Ziel ist die smart factory, in der sich die Fertigungsprozesse durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz dezentraler, intelligenter Assistenzsysteme kontinuierlich selbst optimieren. Auf diese Weise können die Verarbeiter die Produktivität und Qualität ihrer Fertigung steigern und sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

Für alle drei Bereiche der smart factory – smart machine, smart service und smart production – bietet ENGEL bereits heute ausgereifte Produkte und Lösungen an, die sowohl einzeln als auch im Rahmen einer übergeordneten Digitalisierungsstrategie einen hohen Nutzen stiften.

Prozessschwankungen ausgleichen, noch bevor Ausschuss entsteht
Die Mensch/Maschine-Schnittstelle spielt in der Fabrik der Zukunft eine noch größere Rolle als heute. Werden die Prozesse durch die zunehmende Integration und Automatisierung immer komplexer, muss ihre Steuerung und Kontrolle umso einfacher und intuitiver werden. Sich selbst adaptierende, dezentrale Assistenzsysteme steigern die Prozessfähigkeit und Qualität, ohne dass sich der Maschinenbediener zusätzliches Spezialwissen aneignen muss. Um die Wirkungsweise dieser Smart-machine-Lösungen anschaulich zu demonstrieren, produziert ENGEL während der fünf Messetage auf seinem Stand inject-4.0-Logos auf einer vollelektrischen, holmlosen ENGEL e‑motion 80 TL Spritzgießmaschine. In der CC300 Steuerung können schwankende Prozessbedingungen simuliert werden, um das automatische Nachregeln durch die intelligenten Assistenzsysteme auf dem Display der Maschine zu verfolgen. Während iQ weight control das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält, ermittelt iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die Schließkraft kontinuierlich nachzuregeln. Auf diese Weise werden Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial automatisch erkannt und im selben Schuss ausgeglichen, noch bevor Ausschuss entsteht.

iQ flow control, das dritte auf der Koplas präsentierte Assistenzsystem basiert auf e-flomo, dem elektronischen Temperierwasserverteiler von ENGEL, der sämtliche Kühl- und Temperierkreisläufe von Spritzgießwerkzeugen überwacht und dokumentiert und selbstständig wahlweise die Durchflussmengen oder die Temperaturdifferenz regelt. iQ flow control vernetzt nun e-flomo mit dem Temperiergerät, so dass sich die Drehzahl der Pumpe automatisch an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Die Folge ist eine höhere Energieeffizienz. ENGEL hat die integrierte Temperierlösung gemeinsam mit dem Schweizer Temperiergerätehersteller HB-Therm entwickelt und stärkt mit den neuen Temperiergeräten vom Typ e‑temp weiter seine Systemkompetenz.

Auch konstruktiv erfüllt die auf der Koplas präsentierte Fertigungszelle mit der ENGEL e‑motion 80 TL Spritzgießmaschine und dem integrierten ENGEL e-pic Roboter höchste Effizienz- und Präzisionsansprüche. Die Vorteile der ENGEL Holmlostechnik, wie schnelle Rüstprozesse, effiziente Automatisierungslösungen und kompakte Fertigungszellen, verbindet die e-motion TL Baureihe mit der vollelektrischen Antriebstechnik. Dank dieser Eigenschaften findet die e-motion 80 TL bevorzugt für die Herstellung von Präzisionsbauteilen und hochwertigen Optikkomponenten in der Elektronikindustrie Einsatz.

Die innovative Kinematik des Pick-and-Place-Roboters e-pic kombiniert Linearbewegungen mit einem Schwenkarm und benötigt auf diese Weise wenig Platz. Der Schwenkarm besteht aus einem maßgeschneiderten thermoplastischen Composite-Werkstoff in Leichtbauweise, was zusätzlich die Energieeffizienz und Dynamik steigert.

Maschine und Roboter mit einheitlicher Bedienlogik
Auch mit dem zweiten Maschinenexponat unterstreicht ENGEL das Effizienzpotenzial der Holmlostechnik. Auf einer ENGEL e-victory 300 Spritzgießmaschine werden live auf der Messe Getriebekomponenten aus TPE hergestellt. Diese anspruchsvollen Produkte erfordern eine hohe Präzision, die die holmlose Hybridmaschine zum einen mit ihrer elektrischen Spritzeinheit und zum anderen mit ihrer herausragenden Plattenparallelität sicherstellt. Die e‑victory arbeitet während der Koplas ebenfalls mit integriertem Teilehandling. Ein ENGEL viper Linerroboter entnimmt die Fertigteile aus dem Werkzeug und legt sie auf dem Förderband ab. Da die RC300 Robotersteuerung als ein Teilsystem der CC300 Steuerung ausgeführt ist, lassen sich Roboter und Maschine mit einer einheitlichen Bedienlogik programmieren und steuern. Darüber hinaus greifen beide Systeme auf eine gemeinsame Datenbasis zu, was in vielen Anwendungen die Zykluszeit reduziert, da Roboter und Maschine ihre Bewegungsabläufe exakt aufeinander abstimmen können.

Die Fertigung im Blick behalten
Neben den Maschinenexponaten können die Messebesucher an mehreren Expert Corners auf dem ENGEL Messestand die Themen Automatisierung und inject 4.0 weiter vertiefen. Den Bereichen smart production und smart service sind jeweils eigene Expert Corners gewidmet.

Im Expert Corner smart production steht e-factory, das MES (Manufacturing Execution System) von ENGEL im Mittelpunkt. Zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen der Spritzgießindustrie, erreicht es eine besonders tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten. e‑factory schafft Transparenz, um zum Beispiel die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität eines Maschinenparks optimal auszulasten oder um Produktivitätskennzahlen mit wirtschaftlichen Zielen zu korrelieren. Spannend wird es vor allem dann, wenn nicht nur die Fertigungszellen eines einzelnen Standorts, sondern eines weltweiten Fertigungsverbunds über e-factory vernetzt sind. Von der Firmenzentrale aus können dann auch die Prozesse an anderen Standorten optimiert und selbst über viele Kilometer entfernte Kollegen unterstützt werden. Das MES ist modular aufgebaut. Damit lässt sich die Lösung exakt an die individuellen Anforderungen des Verarbeiters anpassen und kann nach Bedarf flexibel mitwachsen.

Ungeplante Anlagenstillstände vermeiden
Um die Verfügbarkeit von Maschinen und Fertigungszellen zu steigern, setzt smart service auf kurze Wege, die Fernwartung und einen Blick in die Zukunft. So macht es die neue ENGEL Lösung e‑connect.monitor möglich, den Zustand von prozesskritischen Maschinenkomponenten im laufenden Betrieb zu analysieren und eine zuverlässige Ausfallprognose zu erstellen. Diese zustandsbasierte, prädiktive Instandhaltung erlaubt es, die Lebensdauer von kritischen Maschinenkomponenten auszuschöpfen und trotzdem ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden.

ENGEL auf der Koplas 2017: Halle 5, Stand P640
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32280
 03.02.2017

inject – das Spritzgießforum vom 7. bis 8. März in Schwertberg  (Firmennews)

Am 7. und 8. März findet in Schwertberg, Österreich, bereits zum zweiten Mal inject – das Spritzgießforum von ENGEL AUSTRIA statt. Nach der sehr erfolgreichen Premiere der neuen Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2016 rechnet der Spritzgießmaschinenbauer mit einer hohen Teilnehmerzahl. Ziel des Forums ist es, neueste Erkenntnisse aus der Forschung und Entwicklung für die Spritzgießer schneller zugänglich zu machen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern.

Die zweitägige, deutschsprachige Veranstaltung richtet sich an Spritzgießer und Kunststofftechniker, Prozessoptimierer und Qualitätsmanager, Produktionsleiter und Geschäftsführer. Viele Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr haben sich bereits für die Folgeveranstaltung Anfang März angemeldet. „Überzeugt hat die Teilnehmer, dass sie viele neue Ideen und Tipps zur Lösung ihrer ganz konkreten Herausforderungen mit zurück in den Betrieb nehmen konnten“, fasst Robert Brandstetter, Leiter der Trainingsabteilung von ENGEL, das sehr positive Feedback von inject 2016 zusammen. „Auch 2017 wollen wir wieder den Bogen von der Grundlagenentwicklung zu den Herausforderungen der täglichen Praxis schlagen. Genau hierin unterscheidet sich inject von anderen Veranstaltungen in der Branche.“

Denkanstöße, Live-Demonstrationen und Raum zum Netzwerken
Die Auslegung von Spritzgießmaschinen und Werkzeugen, die Prozessoptimierung und die Produktionsüberwachung stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Präsentationen und Kurzbeiträge, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Denkanstöße geben und zum Erfahrungsaustausch anregen wollen. Es werden sowohl Entwickler und Produktmanager von ENGEL als auch Experten aus Partnerunternehmen referieren. Unter anderem stehen die folgenden Themen auf der Agenda:
-Die Auswahl von Spritzgießmaschinen und Plastifiziereinheiten,
-Energieberechnungstools,
-neue Möglichkeiten der intelligenten Temperierung,
-die konturnahe Kühlung,
-Heißkanäle,
-intelligente Assistenzsysteme für konstantere Prozesse und
-Condition Monitoring.

Die Live-Demonstrationen im ENGEL Technikum greifen die Vortragsthemen unmittelbar auf und machen den Praxisnutzen der innovativen Produkte und Technologien greifbar. So wird zum Beispiel mit der Herstellung von Musterteilen auf einer vollelektrischen und holmlosen ENGEL e‑motion 80 TL Spritzgießmaschine demonstriert, wie sich das Potenzial von smart machine ausschöpfen lässt. In der CC300 Steuerung der Maschine können schwankende Prozessbedingungen simuliert und das automatische Nachregeln durch die intelligenten iQ Systeme verfolgt werden.

Am Rande der Live-Demonstrationen, in den Pausen und während der Abendveranstaltung bietet das Spritzgießforum viel Raum zum Netzwerken.

Zugang zu Wissen sichert Wettbewerbsfähigkeit
ENGEL investiert kontinuierlich sehr stark in Forschung und Entwicklung und hat dabei nicht nur anwendungsfokussierte Herausforderungen, sondern auch die Grundlagen im Blick. „In der Standard-Spritzgießtechnik stecken noch große Optimierungspotenziale, die wir kontinuierlich mit neuen Entwicklungen heben und für den Spritzgießer zugängig machen“, betont Prof. Dr. Georg Steinbichler, Leiter Forschung und Entwicklung Technologien von ENGEL AUSTRIA und Vorstand des Instituts für Polymer-Spritzgießtechnik und Prozessautomatisierung der Johannes Kepler Universität in Linz. „Der Zugang zu diesem Wissen ist für die Spritzgießer ein wesentlicher Baustein zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.“

inject – das Spritzgießforum wird vom 7. bis 8. März 2017 im ENGEL Technologiezentrum in Schwertberg, Österreich, stattfinden. Die Konferenzsprache ist Deutsch. Die Teilnahmegebühr beträgt 490 Euro.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32217
 03.01.2017

ENGEL auf der Interplastica 2017 in Moskau  (Firmennews)

Vom Energiebedarf über die Wiederholgenauigkeit bis zur Flächenproduktivität nehmen viele verschiedene Faktoren Einfluss auf die Stückkosten. Wie sich maßgeschneidert auf die individuellen Anforderungen eine hohe Wirtschaftlichkeit mit einer hohen Qualität vereinen lässt, demonstriert ENGEL auf der Interplastica 2017 vom 24. bis 27. Januar in Moskau. Auf seinem Messestand macht der österreichische Spritzgießmaschinenbauer zudem deutlich, wie sich mit inject 4.0 die neuen Chancen der Digitalisierung und Vernetzung in der Praxis einfach nutzen lassen.

Bild: Die holmlose e-motion 80 TL Spritzgießmaschine ermöglicht besonders effiziente Automatisierungskonzepte.

Ob es um einzelne Spritzgießmaschinen oder integrierte, vollständig automatisierte Fertigungszellen geht, gehört ENGEL in Russland zu den bevorzugten Partnern der Spritzgießindustrie. Mit einer holmlosen ENGEL e-motion 170/80 TL präsentiert ENGEL auf der Interplastica 2017 eine Spritzgießmaschine, die vor allem bei der Herstellung von Präzisionsbauteilen eine besonders hohe Gesamteffizienz garantiert. Hierzu tragen sowohl konstruktive Merkmale als auch die innovativen Produkte aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL bei.

Handlingroboter effizient integriert
Die großen Werkzeugaufspannflächen und der freie Zugang zum Werkzeugraum ermöglichen schnelle Rüstprozesse, effiziente Automatisierungslösungen und kompakte Fertigungszellen. Diese Vorteile der ENGEL Holmlostechnik kombiniert die e-motion TL mit der vollelektrischen Antriebstechnik. Während der Interplastica wird die Maschine am Messestand von ENGEL Musterteile produzieren. Ein integrierter ENGEL e-pic Roboter wird die Teile aus dem Werkzeug entnehmen und auf dem Förderband ablegen. Die innovative Kinematik des Pick-and-Place-Roboters kombiniert Linearbewegungen mit einem Schwenkarm und benötigt auf diese Weise wenig Platz. Der Schwenkarm besteht aus einem Composite-Material, was zusätzlich die Energieeffizienz und Dynamik steigert.

Intelligente Assistenten für mehr Effizienz und Qualität
inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution. Ziel ist die smart factory, in der sich die Fertigungsprozesse durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz dezentraler, intelligenter Assistenzsysteme kontinuierlich selbst optimieren. Auf diese Weise können die Verarbeiter die Produktivität und Qualität ihrer Fertigung steigern und sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

Um zum Beispiel Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial automatisch zu erkennen und online auszugleichen, kommen bei ENGEL auf der Interplastica drei Assistenzsysteme zum Einsatz: iQ weight control, iQ clamp control und iQ flow control. Auf dem Display der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine können die Messebesucher live verfolgen, wie sich damit Ausschuss aktiv vermeiden lässt.

Während iQ weight control das eingespritzte Schmelzevolumen über den gesamten Spritzgießprozess konstant hält, ermittelt iQ clamp control die Werkzeugatmung, um die Schließkraft kontinuierlich nachzuregeln.

Das neue iQ flow control basiert auf e-flomo, dem elektronischen Temperierwasserverteiler von ENGEL, der sämtliche Kühl- und Temperierkreisläufe von Spritzgießwerkzeugen überwacht und dokumentiert und selbstständig wahlweise die Durchflussmengen oder die Temperaturdifferenz regelt. Über iQ flow control wird e-flomo mit dem Temperiergerät vernetzt, so dass sich die Drehzahl der Pumpe im Temperiergerät automatisch an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Die Folge ist eine höhere Energieeffizienz. ENGEL hat die integrierte Temperierlösung gemeinsam mit HB-Therm (St. Gallen, Schweiz) entwickelt und stärkt mit den neuen Temperiergeräten e-temp weiter seine Systemkompetenz.

Komplexe Prozesse sicher kontrollieren
Der Einsatz intelligenter Assistenzsysteme ist ein wesentliches Merkmal der smart factory. Werden die Prozesse durch die zunehmende Integration und Vernetzung komplexer, muss ihre Steuerung und Kontrolle umso einfacher werden. Genau hier setzen die Assistenzsysteme an, indem sie die Prozessfähigkeit und Qualität steigern, ohne dass sich der Maschinenbediener zusätzliches Spezialwissen aneignen muss.

Für alle drei Bereiche der smart factory – smart machine, smart production und smart service – bietet ENGEL in seinem inject 4.0 Programm bereits heute zahlreiche ausgereifte Produkte und Lösungen an, die sowohl einzeln als auch im Rahmen einer die gesamte Fertigung umfassenden Digitalisierungsstrategie einen hohen Nutzen stiften.

Kundennähe sichert eine hohe Anlagenverfügbarkeit
Seit 2006 ist ENGEL mit einer eigenen Vertriebs- und Serviceniederlassung in Russland präsent. „Wir konnten über die letzten Jahre unsere Marktanteile weiter ausbauen“, berichtet Olaf Kassek, Geschäftsführer von OOO ENGEL in Moskau. „Vor allem im Bereich des technischen Spritzgusses wird investiert, gefolgt von der Verpackungsindustrie.“ Mit 29 Mitarbeitern hält ENGEL in Russland auch unter den neuen ökonomischen Bedingungen an seiner Stärke fest. „Dass wir im Servicefall schnell vor Ort sind, ist für unsere Kunden besonders wichtig“, sagt Kassek. „Das geht nur mit der entsprechenden Manpower.“ ENGEL unterhält in Russland ein eigenes Ersatzteillager und eine eigene Service-Hotline. Neben der Vertriebs- und Serviceniederlassung in Moskau gibt es in St. Petersburg und Nizhny Novgorod zwei weitere Service- und Trainingszentren, die die Wege der Anwender zu ENGEL verkürzen.

ENGEL auf der Interplastica 2017: Halle 2.1, Stand A 25
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32148
 09.12.2016

ENGEL auf der Arabplast 2017  (Firmennews)

Höchste Effizienz und niedrigste Stückkosten für die Packaging-Industrie – mit diesem Leitthema präsentiert sich ENGEL vom 8. bis 10. Januar auf der Arabplast 2017 in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Anhand von Produktbeispielen, Technologiepräsentationen und Videos macht der österreichische Spritzgießmaschinenbauer an seinem Messestand deutlich, wie sich mit integrierten Systemlösungen aus einer Hand Qualitäts- und Effizienzpotenziale besonders umfangreich ausschöpfen lassen.

Bild: Der Markt für Getränkeverschlüsse entwickelt sich in Middle East besonders dynamisch.

„Unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, lautet unser oberstes Ziel“, sagt Andreas Leitner, Sales Director Middle East von ENGEL. „Ein wichtiger Schlüssel hierfür ist unsere hohe Systemlösungs- und Automatisierungskompetenz. Nur wenn wir von Anfang an alle Komponenten der Fertigungszelle exakt aufeinander abstimmen, können wir eine sehr hohe Gesamteffizienz garantieren.“ Als Generalunternehmer trägt ENGEL die Gesamtverantwortung inklusive jener Anlagenkomponenten, die gemeinsam mit Partnern realisiert werden. Dies reduziert zudem die Anzahl von Schnittstellen und kann in vielen Fällen die Projektierung und Inbetriebnahme neuer Fertigungslösungen beschleunigen.

Für das Systemgeschäft hat sich ENGEL weltweit ein starkes Partnernetzwerk aufgebaut. Zwei dieser Partner präsentieren sich gemeinsam mit ENGEL in Dubai, der Schweizer Werkzeugbauer Otto Hofstetter und die auf Prüfsysteme spezialisierte Firma IMDvista, die ihren Hauptsitz ebenfalls in der Schweiz hat. In Middle East können die drei Partnerfirmen schon viele gemeinsame, sehr erfolgreiche Projekte vorweisen.

Energieeffizient, präzise und leistungsstark in einem
Besonders dynamisch entwickelt sich in der Region der Markt für Getränkeverschlüsse. Die vollelektrischen Spritzgießmaschinen der Baureihe ENGEL e-cap haben sich hier sehr gut etabliert. „In den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel arbeiten inzwischen alle namhaften Abfüller und Produzenten von Getränkeverschlüssen mit der ENGEL Technologie“, so Leitner. Die meisten Projekte umfassen neben der Maschine das Werkzeug, weitere Peripherie und die integrierte Qualitätskontrolle.

„Im Verschlussbereich mit sehr kurzen Zykluszeiten und sehr hohen Materialdurchsätzen geht der Trend klar in Richtung vollelektrisch“, betont Leitner. „Das Thema Energieeffizienz gewinnt hier weiter stark an Bedeutung.“ Hinzu kommen die sehr hohen Anforderungen an die Präzision und Leistungsstärke der Maschine. Geometrisch haben Getränkeverschlüsse ihr Lightweighting-Minimum erreicht und stellen damit höhere Anforderungen an die Wiederholgenauigkeit denn je. Mit den neuen hochfesten HD-PE-Materialien – MFi deutlich unter 2 oder sogar 1 g/10 min – sind zudem die Anforderungen an die Plastifizierleistung enorm gestiegen.

Abfüllfertig in einem Schritt
Auch bei der Herstellung von Kartuschen für den Heimwerkerbedarf gilt es, effiziente Dünnwandtechnik mit einem hohen Output zu verbinden. Um in einem Schritt abfüllfertige Kartuschen zu erhalten, integriert ENGEL eine IML-Automation von Beck automation in eine ENGEL e-speed Spritzgießmaschine, die mit einem 16-fach-Werkzeug von Otto-Hofstetter arbeitet.

Die Kartuschenherstellung nutzt die Vorteile der Hybridmaschine, die eine elektrische Schließ- und eine servohydraulische Spritzeinheit hat, optimal aus. Das Ausformen der langen Hohlkörper mit einer Wanddicke von nur 1,2 mm erfordert eine sehr hohe Dynamik und Einspritzleistung. Trotz des vergleichsweise hohen Gesamtschussgewichts von 800 Gramm werden sehr kurze Zykluszeiten erreicht. Eine Grundvoraussetzung für die hohe Effizienz des IML-Verfahrens sind sehr präzise Bewegungen der Werkzeugaufspannplatte, was die ENGEL e-speed mit ihrer vollelektrischen Schließeinheit sicherstellt.

Kunststofflösung für mehr Nachhaltigkeit
Als drittes Anwendungsbeispiel geht es am Messestand von ENGEL auf der Arabplast um die Herstellung von Paletten auf ENGEL duo Zwei-Platten-Großmaschinen. Kunststoffpaletten sind in der Golf-Region die umweltfreundlichere und robustere Alternative zu Holzpaletten. Da es keine Wälder gibt, muss das gesamte Rohmaterial für die Produktion von Holzpaletten importiert werden, während Kunststoffgranulat vor Ort produziert wird. Hinzu kommt, dass Kunststoffpaletten nicht mit Pestiziden und Fungiziden behandelt werden müssen und damit der Einsatz umweltgefährdender Chemikalien entfällt. Kunststoffpaletten sind weder hygroskopisch, noch brennbar, sie sind nicht scharfkantig und können nicht splittern. Dies reduziert das Verletzungsrisiko und vereinfacht in vielen Ländern die Zollabfertigung.

Um die Paletten bei sehr hoher Stabilität und Steifigkeit immer leichter zu machen, schöpft ENGEL gemeinsam mit seinen Systempartnern und den Rohstoffproduzenten aus einem breiten Technologie- und Materialspektrum. „Einige Unternehmen setzen Kunststoffpaletten bereits zur Imagestärkung ein“, berichtet Andreas Leitner. „Ein hochwertiges Produkt erfordert auch eine hochwertige Verpackung.“

ENGEL auf der Arabplast 2017: Halle 6, Stand D122
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32101
 24.11.2016

K 2016 für ENGEL ein sehr großer Erfolg  (Firmennews)

Eine hohe Innovationsdichte, ein gutes Investitionsklima und begeisterte Messebesucher – für ENGEL AUSTRIA war die K 2016 ein sehr großer Erfolg. inject 4.0, die Antwort von ENGEL auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution, hat hierzu entscheidend beigetragen. Darüber hinaus erwiesen sich unter anderem die Themen DecoJect und In-situ-Polymerisation als Besuchermagnete.

Bild: Der Messestand von ENGEL war durchgehend sehr gut besucht.

“Die K 2016 bestätigte die sehr gute Stimmung in der Kunststoffbranche“, sagt Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer der ENGEL Gruppe. „Wir erlebten in Düsseldorf eine äußerst positive Investitionsbereitschaft, und die Gespräche mit unseren Kunden stimmen uns optimistisch, dass sich dieser Trend in den nächsten Monaten fortsetzen wird. Erfreulich ist, dass die positiven Signale aus allen Regionen kommen. Auch in Russland hellt sich die Stimmung auf.“

Die Zunahme der Messebesucher gegenüber der bereits sehr guten K 2013 war auch bei ENGEL zu spüren. Der Messestand war durchgehend sehr gut besucht. Wichtiger als die Anzahl der Besucher sei aber die Qualität der Gespräche, so Steger, und auch diese lag auf einem hohen Niveau. „Wir haben während der Messe zahlreiche neue Projekte diskutiert und auf den Weg gebracht. Die Zahl der konkreten Abschlüsse lag deutlich über unseren ohnehin schon hohen Zielen“, resümiert Steger.

Durchgängige inject 4.0 Lösung
Industrie 4.0, das Leitthema der K 2016, war am Messestand von ENGEL besonders präsent. Der gesamte Stand war als smart factory konzipiert. Mit konkreten Produkten und Lösungen für alle drei Bereiche der smart factory – smart machine, smart service und smart production – bietet ENGEL unter dem Namen inject 4.0 seinen Kunden schon heute ein durchgängiges Konzept. Zahlreiche Produkte und Lösungen haben sich in der Praxis sehr gut etabliert, weitere neue Lösungen feierten auf der K ihre Premiere. Mit seinem modularen Aufbau ermöglicht inject 4.0 den Kunststoffverarbeitern einen besonders leichten und schrittweisen Einstieg in die Digitalisierung. „Die Verarbeiter informierten sich auf der Messe, wie sie die Chancen, die ihnen Industrie 4.0 eröffnet, optimal nutzen können“, so Dr. Stefan Engleder, technischer Geschäftsführer und designierter CEO von ENGEL. „Viele Messebesucher waren erstaunt zu sehen, dass bereits kleinere einzelne Lösungen einen großen Beitrag zur Optimierung der Fertigungsprozesse leisten können.“ Ebenso wie die Prozesstechnologie und Automatisierung erfordert Industrie 4.0 maßgeschneiderte Lösungen – auch das machte der Messestand von ENGEL deutlich.

Alle Maschinenexponate waren mit den für die jeweilige Anwendung bestgeeigneten inject 4.0 Produkten ausgerüstet. Zudem demonstrierte ENGEL mit der Herstellung von inject 4.0 Logos auf einer ENGEL e-motion 80 TL Spritzgießmaschine, wie sich das Potenzial von smart machine in der Praxis ausschöpfen lässt. In der CC300 Steuerung der Maschine konnten schwankende Prozessbedingungen simuliert und das automatische Nachregeln der Assistenzsysteme iQ weight control und iQ clamp control auf dem Maschinendisplay live verfolgt werden.

Technologieinnovationen für eine noch höhere Wirtschaftlichkeit
be the first – dieses Motto ist für ENGEL gleichermaßen Anspruch und Versprechen an die Kunden. So stellte ENGEL nicht nur mit seinem inject 4.0 Programm, sondern auch den Maschinenexponaten seine Technologieführerschaft in Düsseldorf einmal mehr unter Beweis. Für die Zielbranchen Automotive, Teletronics, Technical Moulding, Packaging und Medical präsentierte ENGEL anhand zahlreicher herausfordernder Anwendungen innovative Prozesstechnologien.

Als Besuchermagnet erwies sich unter anderem das DecoJect Verfahren. Diese gemeinsam mit Systempartnern entwickelte Folienlösung für hochwertige Sichtteile im Autoinnenraum präsentierte ENGEL erstmalig in einer vollautomatisierten Fertigungszelle. Eine Besonderheit der Technologie ist die Kombination von Spritzguss mit dem In-Mould-Graining im Rolle-zu-Rolle-Prozess auf einer ENGEL duo Spritzgießmaschine. Die Oberflächenstrukturen, die Farbe und die Haptik werden über die Folie erzeugt, so dass mit kostengünstigen, ungefärbten Standardkunststoffen gearbeitet werden kann. Beim Einsatz unterschiedlicher Basismaterialien vereinfacht DecoJect die Harmonisierung der Innenraumkomponenten. Die in Düsseldorf präsentierte Anwendung integrierte zudem die MuCell-Technologie, um den Materialeinsatz und das Bauteilgewicht zu reduzieren. Der hohe Prozessintegrationsgrad punktete ebenso bei den Messebesuchern wie die äußerst kompakte Stellfläche der Fertigungszelle.

Viel Aufmerksamkeit erfuhr auch die In-situ-Polymerisation, für die ENGEL zum ersten Mal eine industriell einsatzbereite integrierte Fertigungszelle zeigte. Ausgehend von trockenen Verstärkungstextilien wurden während der acht Messetage in einem Arbeitsschritt thermoplastbasierte, funktionalisierte Composite-Bauteile produziert. In der ENGEL v-duo Maschine finden die Polymerisation und der Spritzgießprozess dafür parallel zueinander statt. Die Fasergelege werden in die erste Kavität des Werkzeugs eingelegt und mit ε‑Caprolactam infiltriert. Nach der Polymerisation zu Polyamid 6 wird dieser Preform in die zweite Kavität umgesetzt, um zum Beispiel Verstärkungsrippen direkt anzuspritzen. Diese Prozessintegration stellt die vor allem von der Automobilindustrie geforderte Wirtschaftlichkeit in der Composite-Verarbeitung sicher. Beeindruckt waren die Messebesucher außerdem von dem neuen Reaktivaggregat, das das Monomer bedarfsorientiert aufschmelzen und verarbeiten kann und so die thermische Belastung reduziert.

Mehr Präzision beim Einspritzen
Für seine ENGEL duo und ENGEL victory Spritzgießmaschinen präsentierte ENGEL auf der K 2016 weltweit zum ersten Mal seine neuen hydraulischen Spritzeinheiten. Sie basieren auf einer mehrjährigen Entwicklungsarbeit, in deren Mittelpunkt die Themen Präzision, Ergonomie und Effizienz standen. „Wir erreichen mit den neuen Spritzeinheiten eine noch höhere Präzision beim Einspritzen und eine insgesamt höhere Prozesskonstanz“, so Engleder. „Zudem verbessern wir weiter die Energieeffizienz und Ergonomie. Die neuen ENGEL duo und ENGEL victory Maschinen werden im Standard mit der ENGEL Servohydraulik ecodrive ausgestattet. Das Thema Energieeffizienz bleibt für unsere Kunden auch weiterhin wichtig.“
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #32037
 10.11.2016

ENGEL stellt Bereich Plastifiziersysteme neu auf  (Firmennews)

Geht es um die Qualität und Leistungsfähigkeit von Spritzgießmaschinen, rückt auch die Plastifiziereinheit in den Fokus. Schnecke, Rückstromsperre und Zylinder nehmen Einfluss auf die Schmelzequalität, die Wiederholgenauigkeit des Spritzgießprozesses sowie die Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit der Maschine. Um auf die individuellen Anforderungen an die Plastifiziersysteme noch besser reagieren zu können, hat ENGEL AUSTRIA seinen Bereich Plastifiziersysteme neu aufgestellt. Zudem investiert der Spritzgießmaschinenbauer am Standort St. Valentin 17 Mio. Euro in die Erweiterung der Fertigungskapazität und neue Technologien.

Bild: ENGEL hat den Bereich Plastifiziersysteme konsequent auf den Kunden ausgerichtet. Ziel ist es, die Plastifizierlösungen noch gezielter an die individuellen Anforderungen anzupassen und eine sehr hohe Fertigungsqualität mit kurzen Lieferzeiten zu vereinen

Innovative Additive und höhere Füllstoffanteile, der Trend zu weniger Gewicht und einem effizienteren Materialeinsatz, strengere Maßtoleranzen oder höhere Ansprüche an die Oberflächengüte – die unterschiedlichsten Faktoren tragen dazu bei, dass die Anforderungen an die Plastifiziereinheiten kontinuierlich steigen. „Als Spritzgießmaschinenbauer besteht unsere Herausforderung darin, dafür zu sorgen, dass sich auch neue Materialien trotz der zum Teil zunehmenden Belastung für die mechanischen Komponenten immer schneller und mit einer immer höheren Qualität verarbeiten lassen“, sagt Günther Klammer, Leiter des Bereichs Plastifiziersysteme. Plastifizierschnecken begleiten Günther Klammer bereits seit 1995 durchs Berufsleben; Klammer und sein Team schöpfen aus einem reichen Erfahrungsschatz. Sie sind sowohl für die Entwicklung und Herstellung der Plastifiziereinheiten als auch für die prozesstechnische Beratung der Kunden verantwortlich.


Entwicklung, Produktion und Support in einer Hand

Mit dem neu etablierten Prozess des Concurrent Development stellt ENGEL sicher, dass die Erfahrungen und Anregungen der Anwender in die Entwicklung neuer Plastifizierkomponenten einfließen und die Fertigungskonzepte kontinuierlich optimiert werden. „Unser Ziel ist es, den Kundennutzen weiter zu steigern“, sagt Klammer. „Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Kollegen in der Anwendungstechnik und im Service zusammen und sind selbst vor Ort bei unseren Kunden. So können wir für die individuellen Anforderungen in den unterschiedlichsten Branchen die passenden Lösungen anbieten.“

Um die Plastifiziereinheiten ganzheitlich sowie im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten der Spritzgießmaschine betrachten zu können, bündelt das Team rund um Günther Klammer verschiedenste Kompetenzen, von der Metallurgie und Schweißtechnik über die Rheologie und Kunststofftechnik bis zur Konstruktion, NC-Programmierung, Fertigungstechnik und Support. Die Experten erforschen die komplexen physikalischen und chemischen Zusammenhänge des Plastifizierprozesses und arbeiten zudem an der Optimierung der eigenen Fertigungsprozesse. ENGEL verbindet eine hohe Fertigungstiefe mit schlanken, ressourcenschonenden Produktionsprozessen und garantiert damit nicht nur eine durchgehend hohe Qualität, sondern auch kurze Lieferzeiten.

Rund 6000 Schnecken und Zylinder mit Durchmessern von 15 bis 170 mm produziert ENGEL aktuell pro Jahr. Bis 2020 soll diese Zahl verdoppelt werden. Dafür investiert ENGEL 17 Mio. Euro in neue Werkzeugmaschinen, neue Wärmebehandlungseinrichtungen, in die Materialflüsse und neue Technologien. Eine vollintegrierte CAx-Prozesskette wird die Produktivität weiter steigern.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31987
 17.10.2016

ENGEL präsentiert auf der K 2016 neue Spritzeinheiten  (Firmennews)

ENGEL AUSTRIA hat seine hydraulischen Spritzeinheiten von Grund auf überarbeitet und präsentiert damit auf der K 2016 vom 19. bis 26. Oktober in Düsseldorf die nächste Generation der erfolgreichen ENGEL victory und ENGEL duo Spritzgießmaschinenserien. Mit den innovativen Features erreichen die Maschinen eine noch höhere Präzision, Ergonomie und Effizienz.

Die Spritzeinheiten bilden zusammen mit der Schließeinheit das Herz einer Spritzgießmaschine. Diese beiden zentralen Elemente sind für die Leistungsstärke der Maschine verantwortlich und entscheiden über deren Effizienz. Auf der K 2016 präsentiert ENGEL das Ergebnis seiner mehrjährigen Entwicklung für die hydraulischen Spritzeinheiten.

Noch präziser einspritzen
Auf Basis seiner langjährigen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen seiner Spritzgießmaschinen hat ENGEL die Größen der Einheiten neu gegliedert und die Leistungsdaten, wie Einspritzdruck, Einspritzgeschwindigkeit und Plastifizierleistung, für aktuelle und zukünftige Anforderungen optimiert. So können die individuellen Anforderungen der Anwender bei der Auslegung der Maschine von nun an noch gezielter berücksichtigt werden. Insgesamt ermöglichen die neuen Einheiten ein präziseres Einspritzen und eine höhere Prozesskonstanz. Hierzu tragen gleichermaßen die Temperatur- und die Druckregelung im Massezylinder bei. Der Traversentemperierung galt bei der Entwicklung ein besonderes Augenmerk. Der Temperaturregelbereich wurde vergrößert, um über ein breiteres Materialspektrum ein Verkleben in der Einzugszone und die Aufnahme von Feuchtigkeit sicher auszuschließen. Sowohl beim Kühlen als auch Heizen der Traverse minimiert das neue Konzept die Energieverluste. Zur besseren Regelbarkeit der Drücke trägt vor allem das überarbeitete Kolbendesign bei.

Um auch bei Schwankungen der Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial eine hohe Prozesskonstanz zu erreichen, hat ENGEL die Software iQ weight control entwickelt, die Sollabweichungen automatisch erkennt und noch im selben Schuss automatisch ausgleicht. Für Spritzgießmaschinen mit elektrischen Spritzeinheiten hat sich diese Lösung sehr gut etabliert. Ab der K 2016 wird die Software nun auch für die hydraulischen Spritzgießmaschinen als Option angeboten.

Noch schneller den Zylinder wechseln
Die neuen Designmerkmale der hydraulischen ENGEL Spritzgießmaschinen erhöhen zudem die Ergonomie, sowohl für den Maschinenbediener als auch den Instandhalter. So sorgt die neue Anordnung der Schaltschränke und der Pumpen bei den ENGEL duo Spritzgießmaschinen für mehr Übersicht und eine bessere Zugänglichkeit. Bei einigen Maschinenmodellen reduziert sie sogar die Standfläche. Die neuen Abdeckungen sind zweigeteilt ausgeführt und besitzen integrierte Griffe. Sie lassen sich sehr schnell öffnen, was zum Beispiel bei der Wartung der Pumpen Zeit spart.

Beim Zylindertausch können die ausgebauten Massezylinder von nun an ohne zusätzliche Vorrichtungen außerhalb der Maschine abgestellt werden. Die Zylinder sind dafür über die kompletten Baureihen mit stabilen Standfüßen ausgestattet. Der Ein- und Ausbau der Zylinder erfordert keine Sonderwerkzeuge, beschleunigt damit den Prozess und reduziert die Stillstandszeiten. Ein besonders deutlicher Effizienzsprung ergibt sich für die großen Einheiten, für deren Austausch nur noch wenige Schrauben gelöst bzw. festgezogen werden müssen. Mit dem neuen Design hat ENGEL das Prinzip der Werkzeugschnellspannung auf die Massezylinder übertragen.

Noch mehr Energie sparen
Neben der neuen Traversentemperierung leistet ecodrive einen hohen Beitrag zur Energieeffizienz der neuen ENGEL victory und ENGEL duo Maschinen. Die seit vielen Jahren bewährte ENGEL Servohydraulik gehört bei den neuen Maschinenmodellen zum Standardumfang. Der Schlüssel für eine hohe Energieeffizienz liegt hier in der bedarfsgerechten Pumpenleistung. Steht die Maschine still, zum Beispiel während des Kühlens, ruhen auch die Motoren und verbrauchen keine Energie. Positive Nebeneffekte sind, dass die Maschinen deutlich leiser laufen und sich das Hydrau­lik­öl weniger stark erwärmt, was den Aufwand für die Ölkühlung reduziert.

K 2016 setzt Startpunkt
Auf der K 2016 präsentiert ENGEL die hydraulischen Spritzgießmaschinen zum ersten Mal im neuen zukünftig durchgehenden Design und widmet den Spritzeinheiten eine eigene Expert Corner. In einem ersten Schritt können die ENGEL victory Maschinen ab der Spritzeinheit 860 (Schneckendurchmesser von 45 bis 55 mm) und die ENGEL duo Maschinen bis Größe 23060 (Schneckendurchmesser von 135 bis 170 mm) in der neuen Ausführung bestellt werden. Die weiteren Baugrößen werden nach der Messe sukzessive folgen. Die ENGEL victory und die ENGEL duo Spritzgießmaschinen gehören zu den weltweit am häufigsten verkauften Spritzgießmaschinen von ENGEL. Die ENGEL victory deckt ein breites Einsatzspektrum ab. Aufgrund ihrer holmlosen Schließeinheit ermöglicht sie in hochintegrierten und automatisierten Prozessen sowie Mehrkomponentenanwendungen besonders effiziente Fertigungskonzepte. Die Baureihe umfasst Schließkräfte von 280 bis 5.000 kN. Die ENGEL duo Großmaschinen mit Schließkräften von 3.500 bis 55.000 kN vereinen aufgrund ihrer Zwei-Platten-Bauweise bei der Herstellung von großen Bauteilen eine sehr hohe Effizienz mit einem vergleichsweise kleinen Anlagen-Footprint.

ENGEL auf der K 2016: Halle 15, Stand C58
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31960
 13.10.2016

ENGEL stärkt Vertrieb in Südostasien  (Firmennews)

Südostasien gehört zu den dynamischsten und am schnellsten wachsenden Märkten weltweit. Um seine Position in dieser Region weiter zu stärken, gründet ENGEL AUSTRIA mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, am Standort Bangkok in Thailand eine regionale Drehscheibe für die Niederlassungen und Vertretung vor Ort.

Mit Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Singapur, Thailand und Vietnam sowie mehreren Vertretungen ist ENGEL in Südostasien bereits heute sehr gut aufgestellt. „Wir werden in der Region als Technologieführer wahrgenommen, gehören in der Automobilzulieferindustrie vor Ort zu den führenden Anbietern und wachsen vor allem im Bereich Packaging stark“, sagt Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer der ENGEL Unternehmensgruppe. „Genau deshalb bündeln wir jetzt die Verantwortung für diese dynamischen Märkte, um in Zukunft noch stärker von den sich ergebenden Synergien zu profitieren und gleichzeitig noch individueller mit den starken lokalen Teams die spezifischen Anforderungen in den einzelnen Ländern zu erfüllen.“

Viele Jahre Erfahrung – in der Branche und in der Region
Die Leitung der neuen Organisationseinheit übernimmt zum 1. Oktober 2016 Romain Reyre (Bild). Als President Southeast Asia trägt er ab sofort die Verantwortung für die gesamte Region. Romain Reyre blickt auf 25 Jahre Berufserfahrung in der Kunststoff- und Verpackungsindustrie zurück und hat in dieser Zeit in Europa, USA, Lateinamerika und Südostasien gelebt. „Wir freuen uns, mit Romain Reyre einen Vertriebsexperten gewonnen zu haben, der sich zum einen exzellent in der Kunststofftechnik und unseren Zielbranchen auskennt und der zum anderen schon lange in Südostasien lebt und die lokalen Märkte versteht“, so Steger. „Gemeinsam mit den zum Teil seit vielen Jahren etablierten Teams in den einzelnen Ländern wird der neue Südostasien-Hub unsere Schlagkraft in der Region weiter steigern. Wir werden unsere Kunden dort noch besser unterstützen können, die Herausforderungen der steigenden Qualitäts- und Effizienzanforderungen erfolgreich zu lösen.“

Starke lokale Präsenz ist Basis für Erfolg in Asien
Seinen anhaltenden Erfolg in Asien verdankt ENGEL nicht zuletzt den kontinuierlichen Investitionen in seine lokalen Standorte. ENGEL ist der einzige europäische Spritzgießmaschinenbauer, der in Asien mit drei Produktionswerken präsent ist und damit seinen Kunden kurze Lieferzeiten, einen schnellen Service sowie die flexible Anpassung von Produkten und Systemlösungen an die regionalen Anforderungen garantieren kann.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31924
 23.09.2016

Kundenportal e-connect fit für die smart factory  (Firmennews)

Das Kundenportal e-connect verkürzt die Wege der Kunststoffverarbeiter in die ENGEL Welt. Um auch den Anforderungen der neuen digitalen Lösungen aus seinem inject 4.0 Programm optimal gerecht zu werden, hat der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte ENGEL AUSTRIA die Internetplattform von Grund auf überarbeitet. Auf der K 2016 präsentiert ENGEL eine Vorschau auf das neue Look-and-Feel und die neuen Funktionalitäten.

Rund um die Uhr der Erste sein – die Vorschau auf das überarbeitete Kundenportal zeigt, wie es geht: Mit e-connect kappt ENGEL lästige Wartezeiten und reduziert den bürokratischen Aufwand, zum Beispiel wenn es um Ersatzteile geht. Der ENGEL Kunde kann sich online über Preise und Verfügbarkeiten informieren.

Sämtliche Maschinen und Fertigungszellen, die ENGEL vom ersten Auftrag an geliefert hat, sind im System hinterlegt und deren aktueller Status einsehbar. Für eine maximale Übersicht kann der Anwender die individuelle Struktur seines Maschinenparks im System exakt nachbilden und die Fertigungsanlagen auch online unterschiedlichen Hallen oder Abteilungen zuordnen.

Zustand kritischer Komponenten online abrufbar
Zukünftig sieht der Verarbeiter an dieser Stelle auch, wie es um den Zustand kritischer Maschinenkomponenten bestellt ist, denn die neue Smart-service-Lösung e-connect.monitor wurde ins Kundenportal integriert. Die zustandsbasierte, prädiktive Instandhaltung ermöglicht es, die Lebensdauer der Maschinenkomponenten voll auszuschöpfen und dennoch ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden. Dafür wird der Zustand der Komponenten mit Hilfe von Sensoren überwacht, die Messdaten über von ENGEL entwickelte mathematische Modelle ausgewertet und die Restlebensdauer der Komponente berechnet. Auf der K 2016 stellt ENGEL zwei Module dieser neuen Lösung vor, zum einen für Schnecken und zum anderen für Spindeln. Während der Zustand der Schnecken in regelmäßigen Abständen im Rahmen von Serviceeinsätzen gemessen wird, findet das Monitoring der Spindeln kontinuierlich und automatisch an der Maschine statt. In beiden Fällen werden die Ergebnisse der Auswertung zukünftig auf der e-connect Plattform gespeichert und können dort vom Kunden weiterverarbeitet werden.

e-connect.monitor gehört zum inject 4.0 Programm, mit dem ENGEL seine Kunden unterstützt, den Herausforderungen der vierten industriellen Revolution erfolgreich zu begegnen. Kontinuierlich entwickelt ENGEL neue Produkte und Dienstleistungen für die smart factory. Das e‑connect Portal ist in der neuen Version optimal dafür gerüstet, jederzeit weitere Anforderungen der voranschreitenden Digitalisierung in den kunststoffverarbeitenden Betrieben schnell umzusetzen.

Kunde und ENGEL jederzeit auf demselben Wissensstand
Ob für den Tausch einer Maschinenkomponente oder aus einem anderen Grund, lassen sich Service Requests direkt über e-connect bei ENGEL platzieren. Dies ist für den Anwender nicht nur sehr komfortabel, sondern es beschleunigt zudem die Auftragsabwicklung. Unmittelbar nachdem der Anwender die Anforderung gestellt hat, wird diese automatisch an das zuständige Serviceteam geschickt. Ohne Zeitverzug wird dort mit der Bearbeitung begonnen. Da die Servicetechniker von ENGEL dieselbe Datenbasis nutzen, ist sichergestellt, dass der Kunde und das ENGEL Team zu jeder Zeit auf einem gemeinsamen Wissensstand sind. Die Servicetechniker haben den Überblick über die Anlagenhistorie, was die Lösungsfindung beschleunigen kann. Jeder Serviceauftrag wird vollständig in e-connect dokumentiert.

Neben den neuen Funktionalitäten wird das ENGEL Kundenportal noch mehr Klarheit und Übersicht sowie eine noch einfachere Navigation bieten. Es hält für die Kunden von ENGEL jederzeit eine Fülle an Informationen bereit, von Produktbeschreibungen, über Veranstaltungstipps bis hin zu den Kontaktdaten der ENGEL Ansprechpartner. Im Kalender sind außerdem alle Termine, wie Serviceeinsätze, Verkäuferbesuche oder gebuchte Seminare, notiert. Auch die ENGEL e-learning Plattform ist von e-connect nur einen Klick entfernt.
ENGEL auf der K 2016: Halle 15, Stand C58
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31877
 12.09.2016

Höchste Prozesskonstanz für hydraulische Spritzgießmaschinen  (Firmennews)

Bild: iQ weight control gleicht Prozessschwankungen aus, noch bevor Ausschuss entsteht. Ab der K 2016 bietet ENGEL das Assistenzsystem auch für hydraulische Spritzgießmaschinen an

Mit mehr als 1000 Installationen auf Spritzgießmaschinen mit elektrischen Spritzeinheiten hat sich die von ENGEL AUSTRIA entwickelte Software iQ weight control weltweit sehr erfolgreich etabliert. Zur K 2016 präsentiert ENGEL jetzt eine neue Version, die auch bei Spritzgießmaschinen mit hydraulischen Spritzeinheiten die Prozesskonstanz erhöht.

Schuss für Schuss Formteile mit konstant hoher Qualität zu fertigen, ist das Ziel jedes Spritzgießers. Eine präzise arbeitende Spritzgießmaschine reicht dafür aber nicht aus. Auch Schwankungen der Umgebungsbedingungen oder im Rohmaterial sowie Verschleiß haben Einfluss und können ein Nachjustieren der Parameter erforderlich machen. Die Software iQ weight control ermöglicht es nun auch bei hydraulischen Spritzgießmaschinen, zum Beispiel vom Typ ENGEL victory oder ENGEL duo, solche Abweichungen automatisch zu erkennen und noch im selben Schuss auszugleichen. Auf diese Weise wird Ausschuss aktiv verhindert und die Produktivität deutlich erhöht.

Die Software analysiert dafür in Echtzeit während des Einspritzvorgangs den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Volumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten.

inject 4.0 bereitet smart factory den Weg
Mit dem Präfix iQ kennzeichnet ENGEL intelligente, dezentral eingesetzte Assistenzsysteme, die den Spritzgießer dabei unterstützen, die Produktivität, Effizienz, Qualität und Flexibilität der Fertigung zu optimieren. Die dezentrale Intelligenz ist ein wesentliches Merkmal der sich kontinuierlich selbst optimierenden smart factory, die das Ziel von Industrie 4.0 beschreibt. inject 4.0 – so lautet die Antwort von ENGEL auf die neuen Herausforderungen dieser Entwicklung. Bereits heute umfasst inject 4.0 zahlreiche Produkte und Lösungen für alle drei Bereiche der smart factory – smart machine, smart service und smart production – und kontinuierlich kommen neue hinzu.
ENGEL auf der K 2016: Halle 15, Stand C58
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 09.09.2016

ENGEL gründet Niederlassung in Vietnam  (Firmennews)

Bild: Duc Hieu Nguyen ist neuer Ansprechpartner für die Kunden von ENGEL in Vietnam

„Der vietnamesische Markt ist in den letzten Jahren stark gewachsen und zeigt auch für die Zukunft eine überdurchschnittliche Dynamik“, erläutert Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer von ENGEL AUSTRIA. „Diesem Wachstum tragen wir mit der Gründung einer eigenen Vertriebs- und Serviceniederlassung Rechnung. Wir sind damit näher bei unseren Kunden und können in Zukunft noch schneller und noch flexibler auf deren Anforderungen reagieren.“

Bislang zeichnete ENGEL Singapore für die Geschäfte in Vietnam verantwortlich. Thomas Lim, Geschäftsführer von ENGEL Singapore, wird die Kollegen in Ho Chi Minh City auch weiterhin unterstützen. Ansprechpartner vor Ort ist Duc Hieu Nguyen, der neu bei ENGEL startet. „Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Nguyen einen sehr erfahrenen Vertriebs- und Spritzgießexperten gewonnen haben“, so Steger. „Unser Ziel ist es, unsere Service- und Vertriebsstruktur in Vietnam weiter auszubauen und den Kundenstamm zu erweitern.“

Elektrische Maschinen für hochpräzise Schnelllaufanwendungen
Die vietnamesische Spritzgießindustrie ist geprägt von den Investitionen der großen, internationalen Elektronikkonzerne und OEMs, die vor Ort unter anderem Smartphones und Tablet-PCs fertigen und angekündigt haben, weitere Produkte nach Vietnam zu holen. An diese Unternehmen liefert ENGEL seit vielen Jahren Spritzgießmaschinen und integrierte Systemlösungen. Unter anderem zählt Samsung zu den langjährigen Partnern. „Der Hightech-Bereich ist heute eines der größten Segmente im vietnamesischen Spritzgießmarkt“, sagt Steger. „Für die Fertigung von anspruchsvollen Kleinbauteilen und Dünnwandprodukten finden in diesem Segment vor allem elektrische Maschinen Einsatz, die höchste Leistungen und Präzision mit kürzesten Zykluszeiten und niedrigsten Stückkosten vereinen.“

Dezentrale Fertigung für kurze Lieferzeiten
Außer in der Teletronics-Industrie eröffnen sich in den Bereichen Verpackung, Haushaltswaren und Bau Chancen. Zahlreiche Spritzgießbetriebe werden derzeit neu gegründet. Dank seiner hohen Technologie-, System- und Automatisierungskompetenz ist ENGEL in der Lage, sowohl für einfache als auch anspruchsvolle Anwendungen kosteneffiziente Fertigungslösungen zu entwickeln und aus einer Hand zu liefern. Dabei profitieren die Kunden auch davon, dass ENGEL der einzige westliche Spritzgießmaschinenbauer ist, der mit mehreren Werken in Asien präsent ist und dort das gesamte Maschinenspektrum für die Verarbeitung von Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren vor Ort produziert. Spritzgießmaschinen im kleinen und mittleren Schließkraftbereich der Baureihen ENGEL victory, e-victory, e‑motion, e-cap, e-mac und insert kommen aus Pyungtaek-City in Südkorea. In Shanghai, China, befindet sich das Großmaschinenwerk für die ENGEL duo und e-duo Baureihen. 2013 wurde die Kapazität in beiden Werken deutlich aufgestockt. „Wir generieren heute 85 Prozent unseres Umsatzes in Asien aus der lokalen Produktion“, sagt Steger. „Wir können unseren Kunden damit kurze Lieferzeiten garantieren und unsere Spritzgießmaschinen und Systemlösungen sehr flexibel an die länderspezifischen Anforderungen anpassen.“

Seit seiner Gründung 1945 ist ENGEL zu 100 Prozent in Familienbesitz und unabhängig von externen Investoren, was Stabilität und eine langfristige Perspektive sicherstellt. Im Geschäftsjahr 2015/16 erzielte die ENGEL Gruppe weltweit einen Umsatz von 1,25 Mrd. Euro und beschäftigt aktuell mehr als 5.200 Mitarbeiter.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31841
 01.09.2016

Transparenz im Energiehaushalt   (Firmennews)

Mit seinem neuen Modul Energy macht ENGEL e-factory die Energieverbräuche der einzelnen Abnehmer im Spritzgießbetrieb transparent. Darüber hinaus ist das MES von ENGEL ab der K 2016 in der Lage, Leistungsspitzen im Strombedarf automatisch zu verhindern und die Stromkosten für den gesamten Maschinenpark zu reduzieren.

Bild: Das neue Modul Energy der ENGEL MES-Lösung e-factory macht den aktuellen Energiebedarf der einzelnen Verbraucher transparent.

Die Vernetzung und Integration von Produktionssystemen ist ein wesentliches Merkmal der smart factory, die im Zentrum des inject 4.0 Programms von ENGEL steht. Mit seinem eigenen MES (Manufacturing Execution System) unterstützt der österreichische Maschinenbauer seine Kunden, die Produktivität und Effizienz durch Vernetzung zu steigern. ENGEL e‑factory ist auf die Anforderungen der Spritzgießindustrie zugeschnitten und stellt deshalb eine sehr tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten sicher. Das modular aufgebaute System wird kontinuierlich erweitert. Neu zur K 2016 präsentiert ENGEL das Modul Energy, das die detaillierte Darstellung, Auswertung und Optimierung von Energieverbräuchen erlaubt. Für eine vollständige Energiebilanz über den gesamten Betrieb lassen sich Maschinen unterschiedlicher Marken einbinden, außerdem können nicht ins MES integrierte Verbraucher manuell erfasst werden. Mit diesen Funktionen liefert das MES von ENGEL die Basis für eine Zertifizierung nach EMAS, dem Umweltmanagementsiegel der Europäischen Union.

Energiespitzen zuverlässig verhindern
Einen weiteren Nutzen stiftet das neue Modul durch die intelligente Verteilung vorgegebener Strommengen auf die einzelnen Verbraucher. Dieses Hallenmanagement zahlt sich vor allem dann aus, wenn zum Beispiel nach dem Wochenende oder einer Betriebsruhe der gesamte Maschinenpark auf einmal hochgefahren wird. Damit selbst dann keine Energiespitzen auftreten, werden im System für jeden einzelnen Verbraucher dynamische Verbrauchslimits definiert. Um die Strommenge bedarfsgerecht zu verteilen, greift das Modul Energy auf die Daten des Energiemanagementsystems ecobalance zu, das zum Funktionsumfang der CC300 Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschinen gehört. Innerhalb der Maschine bzw. Fertigungszelle ordnet ecobalance jedem Verbraucher sowohl für das Anfahren der Maschine als auch den laufenden Betrieb einen bestimmen Verbrauchswert und eine bestimmte Priorität zu. Dabei wird berücksichtigt, dass die Spritzgießmaschine beim Anfahren für das Aufheizen besonders viel Energie benötigt und während der Produktion das Plastifizieren des Kunststoffs sowie das Einspritzen die meiste Energie erfordern. Nach jedem Zyklus bestimmt das System die Verbrauchswerte und Prioritäten neu. So wird die Priorität jener Verbraucher, die im vorausgehenden Zyklus viel Strom bekommen haben, verringert und die Priorität jener Verbraucher, die keinen oder nur wenig Strom erhalten haben, erhöht.

Was ecobalance innerhalb einer Maschine bzw. Fertigungszelle leistet, übernimmt das Modul Energy für den gesamten Maschinenpark. Die Maschinen und Fertigungszellen können dafür beliebig gruppiert werden, um unterschiedlichen Hallen oder Hallenbereichen individuelle Verbrauchslimits zuzuordnen. Je mehr Verbraucher und Energiequellen zur Verfügung stehen, desto effektiver kann die Verteilung gestaltet werden.

Basis für niedrige Stückkosten
Mit dem Modul Energy haben die Spritzgießbetriebe einen weiteren Hebel, ihre Stromkosten zu reduzieren. Vor allem die Energiespitzen schlagen in vielen Betrieben deutlich zu Buche. Selbst wenn der maximale Strombedarf nur selten erreicht wird, muss dieser konstant vom Stromversorger bereitgestellt werden. Wird der maximale Anschlusswert überschritten, müssen Strafen gezahlt werden.

Nach wie vor ist Energieeffizienz ein wesentlicher Schlüssel zu niedrigen Stückkosten. Während in der Vergangenheit zahlreiche Entwicklungen auf Seiten der Antriebstechnik dazu beigetragen haben, den Energieverbrauch einzelner Abnehmer zu reduzieren, geht es heute immer stärker um das intelligente Verteilen von Energie. Die im Rahmen von Industrie 4.0 voranschreitende Vernetzung der Maschinenparks eröffnet hier neue Chancen.

ENGEL auf der K 2016: Halle 15, Stand C58
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 16.06.2016

ENGEL weltweit weiter auf Wachstumskurs  (Firmennews)

Im Geschäftsjahr 2015/16 konnte ENGEL seinen Umsatz erneut steigern. Weltweit erwirtschaftete die Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, 1,25 Mrd. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr stehen für ENGEL die Zeichen weiter auf Wachstum. „Die Auftragsbücher sind gut gefüllt“, berichtet die ENGEL Geschäftsleitung. Knapp 100 Mio. Euro werden im Geschäftsjahr 2016/17 in den weiteren Ausbau der Standorte und Kapazitäten investiert. Ein Investitionsschwerpunkt ist Österreich.

Bild: Im September beginnt der Bezug des neuen Gebäudes in Schwertberg.

Zum anhaltenden Erfolg von ENGEL tragen alle Regionen und Geschäftsfelder bei. „Wir konnten im Geschäftsjahr 2015/16 unsere sehr gute Marktposition in Europa festigen und haben unsere Marktanteile in Asien und Amerika weiter ausgebaut“, berichtet Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer der ENGEL Holding. Ungeachtet des sich insgesamt leicht abschwächenden Wachstums und des Rückgangs in wenigen einzelnen Ländermärkten rechnet ENGEL für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einem sich weiterhin auf hohem Niveau bewegenden Auftragseingang.

Die hohe Systemlösungs- und Automatisierungskompetenz gehört zu den wesentlichen Faktoren, die dieses Wachstum tragen. „Innovationstreiber sind nach wie vor die europäischen Märkte, insbesondere Deutschland“, betont Steger. „Aber auch in Amerika und Asien liefern wir immer mehr maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Spritzgießanwendungen, die neben der Spritzgießmaschine die Automatisierung, die Prozesstechnologie und zum Teil auch die Werkzeugprojektierung umfassen.“

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die Qualität. „In allen Fertigungswerken der ENGEL Gruppe gelten einheitlich hohe Qualitätsstandards“, so Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding. „Auch unsere Mitarbeiter haben weltweit ein hohes Qualifikationsniveau. Dies erreichen wir durch die Ausbildung im eigenen Haus und umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen.“ Mehr als 5.200 Mitarbeiter waren zum Ende des Geschäftsjahres 2015/16 Ende März bei ENGEL beschäftigt. Auf allen Kontinenten ist ENGEL dabei, weitere Mitarbeiter einzustellen.

ENGEL in den internationalen Märkten
Asien: Wichtigster Wachstumsmarkt – Hochtechnologie gefragt
Der wichtigste Wachstumsmarkt für ENGEL ist Asien, selbst wenn sich im dort größten Markt China das generelle Wachstum weiter verlangsamt. Der Trend zu mehr Qualität, der auch in Asien zunehmende Kostendruck und die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen machen es in immer mehr Bereichen erforderlich, in Hochtechnologie und Automation zu investieren. ENGEL profitiert von diesem Trend. „Elektromobilität rückt in Asien zunehmend in den Fokus“, nennt Dr. Stefan Engleder, Geschäftsführer Technik und Produktion der ENGEL Holding, ein Beispiel. „Ähnlich wie in Europa treiben in Asien Forschungsinstitute und die Materialhersteller innovative Composite-Technologien voran. In unserem Technologiezentrum für Leichtbau-Composites arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern daran, wirtschaftliche Verarbeitungsverfahren für die neuen Materialien zu entwickeln.“

Leichtbau ist nicht nur in der Automobilindustrie ein Innovationstreiber. Auch die Consumer-Electronics-Branche nimmt Composite-Materialien ins Visier, mit dem Ziel, ihre Produkte immer leichter und dünner zu machen. „Wir zeigen hierzu auf der K den nächsten Entwicklungsschritt“, sagt Engleder. „Organobleche werden zukünftig zum Beispiel Magnesium-Rahmen in Laptops ersetzen und damit nicht nur die Produkteigenschaften verbessern, sondern auch zu einem noch effizienteren Fertigungsprozess führen. Wir sehen hier ein sehr großes Potenzial.“

Die Teletronics-Industrie ist nach Automotive der stärkste Umsatzträger von ENGEL in Asien. Wachstumstreiber sind die Bereiche Infotainment, automobile Assistenzsysteme, die Fahrzeugelektronik und optische Präzisionsbauteile. „Mit unseren vollelektrischen, holmlosen ENGEL e‑motion TL Spritzgießmaschinen haben wir im Markt für optische Präzisionsbauteile sehr gut Fuß gefasst und konnten uns schon mehrfach gegen japanische Mitbewerber, die bislang diesen Markt dominierten, durchsetzen“, so Engleder.

Auf Wachstumskurs ist zudem Packaging. Vor allem China und Indien haben einen sehr großen Bedarf an effizienten und nachhaltigen Lösungen für die Herstellung von Verschlüssen für Wasser und Carbonated Softdrinks. Mit der vollelektrischen ENGEL e-cap Baureihe ist ENGEL in der Lage, hohe Durchsätze mit einer hohen Energieeffizienz zu verbinden. Neben Caps and Closures eröffnet das Geschäftsfeld der Großcontainer durch die voranschreitende Substitution von Blech durch Kunststoffe große Chancen.

Die Spritzgießlösungen an die individuellen Anforderungen der Kunden sowie die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Ländermarkts und der jeweiligen Branche anzupassen, setzt schon während der Projektierung eine besonders enge Zusammenarbeit zwischen ENGEL und den Verarbeitern voraus. ENGEL investiert deshalb kontinuierlich in den weiteren Ausbau seines weltweiten Vertriebs- und Servicenetzwerks. Darüber hinaus stärkt ENGEL die Fachkompetenz vor Ort. Nach der Etablierung eines Automatisierungszentrums und der Gründung einer eigenen Werkzeugprojektierung sowie der weiteren Stärkung der Anwendungstechnik in Shanghai werden jetzt für Gesamtasien die Strukturen für eine noch branchenspezifischere Beratung geschaffen.

ENGEL seit 30 Jahren in Asien präsent
Schon sehr früh hat ENGEL das große Potenzial des asiatischen Kontinents erkannt und 1986 eine erste Niederlassung in Hongkong gegründet. Auf der Messe Chinaplas in Shanghai im April dieses Jahres feierte ENGEL sein 30-jähriges Asienjubiläum. In Singapur, Korea, Indien und Thailand entstanden sukzessive weitere Vertriebs- und Serviceniederlassungen. Noch in diesem Jahr wird ENGEL in Vietnam seine sechste Niederlassung in Asien eröffnen.

ENGEL ist der einzige westliche Spritzgießmaschinenbauer, der in mehreren Werken in Asien Maschinen für die lokalen Märkte produziert. Im Jahr 2001 wurde das Produktionswerk für Spritzgießmaschinen im kleinen und mittleren Schließkraftbereich in Pyungtaek-City, Süd-Korea, eröffnet. Seit 2007 werden in Shanghai Großmaschinen produziert, und mit der Gründung der zweiten Marke WINTEC kam 2014 in Changzhou, China, ein drittes Werk hinzu. 85 Prozent seines Asienumsatzes erwirtschaftet die ENGEL Gruppe inzwischen mit der lokalen Produktion.

Nordamerika: Automobilboom beflügelt die Kunststoffbranche
Außer Asien gehört Nordamerika aktuell zu den dynamischsten Regionen der Erde. Die Auto­absatzzahlen und der generelle Konsum bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Hinzu kommt die Rückbesinnung auf die Produktion im eigenen Land und die zum Teil stark veralteten Maschinenparks, die jetzt modernisiert und mit innovativen Technologien wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. „Wir gehen davon aus, dass das sehr gute Investitionsklima weiter anhält“, so Steger. Bereits vor zwei Jahren hat ENGEL in Nordamerika Business Unit Manager berufen und kann deshalb jetzt besonders erfolgreich am Aufschwung partizipieren.

Die Zentren der boomenden Automobilindustrie sind der Südosten der USA sowie der Großraum Detroit. In Detroit ist ENGEL Kooperationspartner von zwei Technology Centern, zum einen bei SA Engineering und zum anderen bei Hi-Tech Mold & Engineering. In beiden Partnerunternehmen stehen ENGEL Maschinen für Kundenversuche, Technologievorführungen und Entwicklungsprojekte bereit. Dabei gehen die Möglichkeiten sehr weit; die größten dort zur Verfügung stehenden ENGEL duo Maschinen haben eine Schließkraft von 35.000 kN.

Ende Juni wird ENGEL im von SA Engineering betriebenen Tech Center den ersten trend.scaut in Nordamerika abhalten und damit einmal mehr der großen Bedeutung der Automobilindustrie in Nordamerika Rechnung tragen. In Europa hat sich die Automobil-Konferenz von ENGEL längst als eines der wichtigsten Netzwerktreffen der Branche etabliert.

Auch Mexiko profitiert stark vom Automobilboom in Nordamerika, zum einen als verlängerte Werkbank der USA, aber auch aufgrund der starken Inlandsnachfrage.

Auch Technical Moulding, Medical und Packaging stark wachsend
Von der Modernisierung der Maschinenparks und dem Reshoring-Trend profitieren in Nordamerika alle Business Units von ENGEL. Im Technical-Moulding-Bereich sind es vor allem Spielwarenhersteller, die ihre Fertigung aus Asien zurückholen. Der Baubereich setzt bei Neuinvestitionen stark auf ENGEL. Mit seinen holmlosen Spritzgießmaschinen der Baureihen ENGEL victory und ENGEL e-victory bietet ENGEL zum Beispiel bei der Herstellung von großen Fittings einen deutlichen Mehrwert.

Im Verpackungsmarkt spielen Ersatzinvestitionen eine wesentliche Rolle, da die Wettbewerbsfähigkeit der Verarbeiter mittelfristig nur durch den Einsatz hocheffizienter Spritzgießlösungen gewährleistet bleiben kann. Hinzu kommt hier der Trend zu hochwertigen Funktionsverpackungen, die nicht nur an die Effizienz der Spritzgießmaschinen, sondern auch an deren Präzision hohe Anforderungen stellen.

Für Medical ist Nordamerika generell von besonders großer Bedeutung. Zum einen handelt es sich um den weltweit größten Markt für medizintechnische Produkte. Zum anderen sind die USA neben Europa der wichtigste Innovationstreiber in dieser Branche.

Europa: Hohe Marktanteile weiter gefestigt
In Europa konnte ENGEL im Geschäftsjahr 2015/16 seine hohen Marktanteile weiter festigen und im Bereich Packaging sogar deutlich ausbauen. Hierzu tragen unter anderem große Projekte im Bereich Getränkeverschlüsse bei.

Deutschland ist nach wie vor einer der umsatzstärksten Märkte der ENGEL Gruppe. Die Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Nürnberg, Hannover, Hagen und Stuttgart entwickeln sich weiter positiv. Das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart – die jüngste der vier deutschen Niederlassungen – hat sich seit seiner Eröffnung im April 2013 personell mehr als verdoppelt.

Nicht alle Maschinen, die in Deutschland bestellt und projektiert werden, bleiben im Land. Viele sind von Anfang an für Auslandsstandorte der ENGEL Kunden bestimmt. Auch in Spanien und Frankreich hat diese Art von Cross-Border-Geschäft einen großen Anteil am sehr guten Ergebnis im Geschäftsjahr 2015/16. Italien profitiert weiterhin von einem starken Inlandsmarkt.

Investitionen in die weltweiten Standorte
Stammsitz ist Investitionsschwerpunkt
Insgesamt knapp 100 Mio. Euro investiert ENGEL im Geschäftsjahr 2016/17 in seine Standorte. Davon verbleibt der Löwenanteil in Österreich. Seit dem Sommer vergangenen Jahres wird das Stammwerk in Schwertberg deutlich erweitert. Noch während der Bauphase wurde der Umfang aufgestockt. Statt zwei erhält der Neubau jetzt drei Obergeschosse. Das neue Gebäude schließt sich an das 2009 errichtete Technologiezentrum an und wird mehr als 10.000 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Davon entfallen über 6.000 Quadratmeter auf neue Büroräume zur Verstärkung des Vertriebs- und Serviceteams. Auf ca. 1.300 Quadratmetern entsteht eine neue Lehrwerkstatt und 300 Quadratmeter werden für eine Krabbelstube zur Verfügung stehen.

Im September wird zunächst die Krabbelstube den Neubau beziehen, gefolgt von den ENGEL Lehrlingen. Schon im Juli werden in der neuen Lehrwerkstatt die ersten Maschinen installiert. Bereits heute gehört die mehrfach ausgezeichnete Lehrwerkstatt im Stammwerk zu den modernsten im Land. Zum neuen Lehrjahr wird sie nun noch attraktiver. „Wir möchten unseren Mitarbeitern von Anfang an optimale Arbeitsbedingungen bieten“, sagt Peter Neumann. „Mit viel Tageslicht und einer offenen Raumgestaltung wird die neue Lehrwerkstatt noch heller. Zudem werden wir die Arbeitsplätze nach den neuesten ergonomischen Erkenntnissen gestalten.“

Mehr als 150 junge Männer und Frauen werden bei ENGEL in Österreich in acht technischen Berufen ausgebildet. Mit einer Übernahmequote von 98 Prozent trägt die Ausbildung im eigenen Haus entscheidend zur Fachkräftesicherung bei. Die Lehrwerkstatt in Schwertberg ist Vorbild für die weltweite Lehrlingsausbildung der ENGEL Gruppe. Auch am deutschen Standort Hagen, im Komponentenwerk im tschechischen Kaplice und im Großmaschinenwerk in Shanghai bildet ENGEL in technischen Berufen aus.

Mit einer eigenen Kinderbetreuung macht es ENGEL seinen Mitarbeitern in Zukunft noch einfacher, Familie und Beruf zu vereinen. Schon vor der Eröffnung der Krabbelstube sind 13 Kinder angemeldet und das Interesse ist weiter groß. In zwei Gruppen sollen zukünftig bis zu 24 Kleinkinder im Alter von bis zu drei Jahren betreut werden. Die Krabbelstube erhält einen eigenen Garten, der nicht nur als Spielplatz, sondern auch zum Gemüseanbau für die Frühstückspausen dient.

Weitere Baumaßnahmen für Schwertberg sind bereits in Planung. Dabei liegt der Fokus auf dem Ausbau der Montagekapazität. Unter anderem wird die 2013 errichtete Halle Nord erweitert. „Vor allem für das mittlere Schließkraftsegment schaffen wir mehr Platz“, so Stefan Engleder. „Ein weiterer Schwerpunkt der geplanten Investition ist das Kundentechnikum. Wir werden in Zukunft in Schwertberg noch mehr Kapazität für Kundenversuche und Technologievorführungen haben.“

Mehr Kapazität für Großmaschinen in St. Valentin
Parallel zum Ausbau des Stammwerks haben am Standort des ENGEL Großmaschinenwerks in St. Valentin in Niederösterreich die Bauarbeiten begonnen. Bis zum Spätsommer dieses Jahres werden dort zunächst zwei Lagerhallen errichtet, bevor im Herbst der Bau eines weiteren Produktionsschiffs startet. Dieses wird sich im Süden des Werksgeländes an die bestehenden Hallen anschließen und die Kapazität der Großmaschinenfertigung deutlich erweitern.

Das in St. Valentin ansässige Technologiezentrum für Leichtbau-Composites erhält im Zuge des Standortausbaus mehr Platz. Bereits in diesem Frühjahr hat das Technologiezentrum eine weitere, größere ENGEL v-duo Maschine in Betrieb genommen, um bei den eigenen Entwicklungsarbeiten sowie bei Projekten mit Kunden und Partnern ein noch breiteres Spektrum an Faserverbundanwendungen abbilden zu können.

Kaplice für weiteres Wachstum gerüstet
Das Komponentenwerk im südböhmischen Kaplice rüstet sich für die Aufstockung der Montagekapazitäten in den Maschinenwerken. Bis Herbst 2017 wird die Produktionsfläche mehr als verdoppelt. Der tschechische Standort ist das Kompetenzzentrum für die Blechverarbeitung und Elektromontage. In Kaplice werden unter anderem Schaltschränke, Maschinenrahmen, Gehäuseteile und Förderbänder produziert. „Nur dank unserer sehr hohen Fertigungstiefe sind wir in der Lage, zum einen eine weltweit konstant hohe Qualität zu liefern und zum anderen die immer individuelleren Anforderungen unserer Kunden flexibel zu erfüllen“, sagt Engleder. „Der Standort Kaplice spielt deshalb im ENGEL Fertigungsverbund eine Schlüsselrolle.“

Außer einer neuen Produktionshalle entsteht in Kaplice ein noch größeres Verwaltungsgebäude, denn nicht nur in der Fertigung, sondern auch in den Verwaltungsbereichen wächst die Zahl der Mitarbeiter.

Shanghai: Mehr Platz für die Montage, Büros und die Lehrwerkstatt
In Asien liegt der Investitionsfokus in diesem Jahr auf Shanghai. Auch dort wird bis zum April 2017 sowohl die Fertigung als auch der Bürotrakt deutlich erweitert. Mit dem Bau der Produktionshalle wurde bereits begonnen. Sie wird 1.600 Quadratmeter für neue CNC-Bearbeitungsmaschinen zur Verfügung stellen. Hinzu kommen 450 Quadratmeter für Büros und die Lehrwerkstatt. Seit 2014 bildet ENGEL in Shanghai aus und hat dafür eine eigene Lehrwerkstatt errichtet und für den theoretischen Unterricht eine Kooperation mit einer lokalen Ausbildungseinrichtung geschlossen. Mit dem Angebot einer dualen Berufsausbildung gehört ENGEL in China zu den Vorreitern. „Die Nachfrage nach unseren Ausbildungsplätzen ist sehr groß“, betont Peter Neumann. „Schneller als geplant konnten wir unser Ausbildungsangebot erweitern.“ Mehr als 30 Lehrlinge werden aktuell zu Zerspanungstechnikern und Kunststofftechnikern ausgebildet. Mit dem neuen Lehrjahr wird ENGEL zudem auch angehende Mechatroniker in Shanghai einstellen.

ENGEL geht neue Wege in der Ausbildung
Erstes Traineeprogramm über drei Kontinente
Die Ausbildung hat bei ENGEL seit jeher einen sehr hohen Stellenwert und dabei geht es nicht nur um die Lehrlinge, sondern auch junge Akademiker, denen ENGEL unter anderem Trainee-Programme und Diplomarbeiten anbietet.

Mit einem internationalen Traineeprogramm geht ENGEL jetzt neue Wege. Nach einer sechsmonatigen Einführungsphase in Österreich, werden die Teilnehmer des insgesamt zweijährigen Programms in den ENGEL Werken in USA, China und Korea sowie in zwei ENGEL Niederlassungen arbeiten. Während dieser Zeit lernen die Trainees die ENGEL Produkte und Technologien kennen, erarbeiten sich branchenspezifisches Know-how und erwerben Füh­rungskompetenz. „Unser Ziel ist es, junge Menschen für den internationalen Austausch zu begeistern und das interkulturelle Verständnis zu fördern“, sagt Christoph Steger. „Nach erfolgreichem Abschluss werden wir den Absolventen eine anspruchsvolle Tätigkeit im internationalen Vertrieb anbieten.“ Fünf junge Männer und Frauen werden zum September dieses Jahres eingestellt. Die Bewerber kommen sowohl aus Europa, als auch aus Amerika und Asien.

Voraussetzung für die Teilnahme am internationalen Trainee-Programm ist ein abgeschlossenes kaufmännisches oder technisches Studium mit maximal drei Jahren Berufserfahrung. ENGEL wird das internationale Traineeprogramm von nun an regelmäßig anbieten.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31341
 27.04.2016

ENGEL auf der Plastpol 2016   (Firmennews)

Bild: Für die Herstellung der Gehäusekomponenten kommt während der Plastpol eine vollelektrische ENGEL e-motion Spritzgießmaschine zum Einsatz.

Mit zuverlässigen, flexiblen und effizienten Maschinenkonzepten und Automatisierung aus einer Hand steigert ENGEL die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Systemexperte mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, auf der Plastpol 2016 vom 17. bis 20. Mai in Kielce, Polen, anhand von zwei anspruchsvollen Anwendungen. Dabei wird deutlich, wie sich durch die immer schneller voranschreitende Integration intelligenter Assistenzsysteme und die Vernetzung von Maschinen und Anlagen noch weitere Effizienz- und Qualitätspotenziale ausschöpfen lassen.

iQ Lösungen erhöhen Prozesskonstanz und Qualität
Um Schuss für Schuss Formteile mit konstant hoher Qualität zu produzieren, braucht es mehr als eine präzise arbeitende Spritzgießmaschine. Auch Schwankungen der Umgebungsbedingungen oder im Rohmaterial sowie Verschleiß nehmen Einfluss und können ein Nachjustieren der Parameter erforderlich machen. Mit iQ weight control präsentiert ENGEL auf der Plastpol eine Software, die Soll-Abweichungen im Schmelzefluss erkennt und durch die Anpassung von Umschaltpunkt, Einspritzgeschwindigkeitsprofil und Nachdruck noch im selben Schuss automatisch ausgleicht. Die Fertigung von dreidimensional komplexen Gehäusekomponenten auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 170/110 T Spritzgießmaschine macht das große Potenzial der Software eindrucksvoll deutlich. Das Bauteildesign weist diverse Durchbrüche, filigrane Gitterstrukturen und wechselnde Wanddicken auf. Auch kleinste Veränderungen der Rahmenbedingungen können hier dazu führen, dass die Kavität nicht vollständig gefüllt und Ausschuss produziert wird. „Mit iQ weight control erhöhen wir deutlich, die Wirtschaftlichkeit der Spritzgießfertigung“, macht Piotr Nachilo, Geschäftsführer von ENGEL Polska mit Sitz in Warschau, deutlich. „Sich selbst adaptierende Assistenzsysteme werden verstärkt nachgefragt. Die Integration zusätzlicher Intelligenz in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschinen erlaubt es unseren Kunden, unabhängig von der Qualifikation ihrer Mitarbeiter die Prozesskonstanz und Produktqualität zu steigern.“

Während iQ weight control den Einspritzprozess optimiert, lag der Entwicklungsfokus bei iQ clamp control auf der Schließeinheit. Auch diese Software findet auf der ENGEL e-motion Spritzgießmaschine während der Plastpol Einsatz. Über das Display der Maschine kann der Messebesucher verfolgen, wie iQ clamp control auf Basis der Werkzeugatmung die jeweils optimale Schließkraft ermittelt und Schuss für Schuss automatisch anpasst.

inject 4.0 weist Weg zur smart factory
Die beiden Softwarelösungen iQ weight control und iQ clamp control, die ENGEL für elektrische Spritzgießmaschinen entwickelt hat, sind Teil des umfangreichen inject 4.0 Programms von ENGEL. Mit inject 4.0 unterstützt ENGEL seine Kunden weltweit, die Chancen, die die vierte industrielle Revolution eröffnet, bestmöglich zu nutzen. „Industrie 4.0 ist für ENGEL kein neues Thema, sondern in vielen Bereichen längst gelebte Praxis“, so Nachilo. „Unser modularer inject 4.0 Ansatz macht es unseren Kunden besonders einfach, in dieses Thema einzusteigen. Es muss nicht von Anfang an die große Lösung sein. Die Optimierung der Fertigungsprozesse beginnt bei einzelnen Maschinen und kann dann sukzessive bis zum weltweiten Fertigungsverbund ausgedehnt werden.“

Das Ziel von inject 4.0 lautet smart factory, eine Fertigung, die sich durch die Vernetzung und Integration von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz adaptiver Produktionssysteme kontinuierlich selbst optimiert. In der smart factory gibt es drei Bereiche: smart machines für mehr Prozessfähigkeit, smart production für eine höhere Produktivität und smart services für eine höhere Verfügbarkeit. Bereits heute hat ENGEL für alle Bereiche Lösungen im Angebot und präsentiert einen Ausschnitt daraus in Kielce. Neben den iQ Produkten (smart machines) macht ENGEL e‑factory (smart production) die smart factory auf dem Messestand von ENGEL real erlebbar.

Mit ENGEL e-factory hat ENGEL ein eigenes Manufacturing Execution System (MES) im Programm, das speziell auf die Anforderungen der kunststoffverarbeitenden Industrie zugeschnitten ist und damit eine sehr tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten erreicht. ENGEL e‑factory sorgt für Transparenz, indem es den zentralen Zugriff auf alle relevanten Zustands- und Prozessdaten ermöglicht und diese mit Qualitätskennzahlen sowie betriebswirtschaftlichen Zielen in Beziehung setzt. Durch die Vernetzung der Spritzgießmaschinen und Fertigungszellen kann der Verarbeiter deutlich einfacher den Maschinenpark optimal auslasten, die Status von Spritzgießmaschinen abfragen und Dokumentationen erstellen. Nicht nur die Maschinen innerhalb eines Maschinenparks lassen sich in das System integrieren, sondern auf Wunsch auch verschiedene über den Globus verteilte Standorte.

Beide Verarbeitungszellen am Messestand von ENGEL sind in ENGEL e-factory integriert und können von einem zentralen Leitrechner aus kontrolliert werden.

Mehr Output pro Quadratmeter
Höchste Leistung auf kleinster Fläche – diese Anforderung steht beim zweiten Maschinenexponat am ENGEL Messestand im Mittelpunkt. „Die Flächenproduktivität ist bei vielen unserer Kunden eine wichtige Effizienzkennzahl“, betont Nachilo. „Über das gesamte Maschinenprogramm bietet ENGEL kompakte Lösungen an, bis hin zu den Großmaschinen.“ Dank ihrer Zwei-Platten-Technologie bauen die ENGEL duo Maschinen mit Schließkräften von 3.500 bis 55.000 kN kompakter als Spritzgießmaschinen anderer Marken in der gleichen Schließkraftklasse. Die reibungsarme Plattenführung auf Fahrschlitten sorgt für eine herausragende Plattenparallelität und einen sensiblen Formenschutz, was ein hohes Maß an Betriebssicherheit gewährleistet und den Ausschuss reduziert.

In Kielce wird ENGEL auf einer ENGEL duo 3550/500 mit 5.000 kN Schließkraft stabile Stapelboxen aus Polypropylen fertigen. Ein ENGEL viper 20 Linearroboter entnimmt die Boxen und legt sie auf einem Förderband ab. Die RC300 Steuerung des Roboters ist vollständig in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine integriert. Die zusätzlichen Bewegungsbefehle für den Roboter fügen sich nahtlos in die grafische Oberfläche der Maschinensteuerung ein, was vor allem die Programmierung und Steuerung komplexer Prozessabläufe deutlich vereinfacht und den Einsatz zusätzlicher SPS erübrigt. Um trotz der Komplexität des Gesamtsystems eine schnelle Parametrierung zu ermöglichen, bietet die CC300 Steuerung dem Anwender unterschiedliche Möglichkeiten der Ablaufdarstellung an, von der einfachen Auswahl vorgefertigter Standard-Abläufe bis zur objektorientierten grafischen Erstellung komplexer Ablaufsequenzen.

In der integrierten Systemlösung greifen Maschine und Roboter auf eine gemeinsame Datenbasis zu und können ihre Bewegungsabläufe im Sinne einer höheren Gesamteffizienz aufeinander abstimmen. So muss zum Beispiel der Roboter nicht warten, bis das Werkzeug vollständig geöffnet ist, sondern kann bereits während der Öffnungsbewegung mit der Teileentnahme beginnen, was die Zykluszeit verkürzt.

Die Mensch/Maschine-Schnittstelle gewinnt angesichts der immer schneller voranschreitenden Vernetzung und systematischen Nutzung von Prozessdaten zunehmend an Bedeutung. Mit der Entwicklung der CC300 Steuerung und der durchgängigen Steuerungsphilosophie hat sich ENGEL schon früh für die Anforderungen der Fabrik der Zukunft gerüstet.

ENGEL auf der PLASTPOL 2016: Halle F, Stand F-3
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31378
 20.04.2016

Engel Unternehmensgruppe: Trauer um Irene und Georg Schwarz  (Firmennews)

Die Eigentümerfamilien und Mitarbeiter der ENGEL Unternehmensgruppe trauern um ihre Seniorchefs. Irene und Georg Schwarz sind im Abstand von nur wenigen Tagen Ende März und Anfang April im 87. und 89. Lebensjahr verstorben. Über Jahrzehnte führten sie gemeinsam das Unternehmen und legten das Fundament für den herausragenden Erfolg der heute mit über 5.000 Mitarbeitern weltweit präsenten Unternehmensgruppe. Bis zuletzt verfolgten beide mit großem Interesse die Unternehmensentwicklung.

Irene Schwarz hat schon von Kindesalter an ihr Leben dem Unternehmen gewidmet und über 70 Jahre hinweg ENGEL geprägt. 1929 in Neu-Werbaß, dem heutigen Vrbas in Serbien geboren, kam Irene Engel 1944 mit ihrer Familie nach Österreich, wo ihr Vater Ludwig Engel ein Jahr später in Schwertberg eine Maschinenbaufirma gründete. Von Anfang an arbeitete sie im Unternehmen mit. Über viele Jahre war sie Buchhalterin, Finanzchefin, Controllerin und Personalleiterin in einer Person.

1951 heiratete sie Georg Schwarz, der in den Betrieb seines Schwiegervaters eintrat. Georg Schwarz wurde 1928 in Essegg, dem heutigen Osijek, Kroatien, geboren. Auch die Geschichte seiner Familie war zum Ende des zweiten Weltkriegs von Heimatverlust und Flucht geprägt. 1945 fand die Familie Schwarz in Oberösterreich ein neues Zuhause. Georg Schwarz besuchte in Linz die Fachschule für Maschinenbau und lernte parallel zur HTL-Ausbildung den Beruf des Maschinenschlossers.

Privat und im Beruf Seite an Seite
Nach dem plötzlichen Tod von Ludwig Engel im Jahr 1965 übernahmen Irene und Georg Schwarz die Geschäftsleitung des damals 380 Mitarbeiter starken Betriebs. Mit unternehmerischem Mut und einem besonderen Gespür für Branchentrends und Wachstumsmärkte führten sie das Unternehmen auf einen bis heute anhaltenden Wachstumskurs. Sie entschieden sich früh für die Gründung von Auslandsniederlassungen, eröffneten zwei Fertigungswerke in Nordamerika und stellten mit der Entwicklung und Fertigung eigener Roboter schon in den 1980er Jahren die Weichen in Richtung Systemgeschäft.

Mit Weitsicht führten sie das Unternehmen und hatten dabei stets auch die Familiennachfolge im Blick. 1997 übergaben sie die operative Geschäftsführung an die dritte Generation. Aktuell vollzieht ENGEL den nächsten Generationenwechsel und auch diesen haben die Seniorchefs noch mitbegleitet.

Beide waren bis weit über ihr 80. Lebensjahr hinaus in die Geschäfte eingebunden. Sie begleiteten zu Beginn des neuen Jahrtausends den Schritt nach Asien mit der Gründung der Produktionsstätten in Korea und China, und als 2002 das Hochwasser die Fertigung am Stammsitz in Schwertberg zerstörte, packten sie aktiv beim Wiederaufbau an.

Qualität, die Kunden und die Mitarbeiter im Fokus
Irene und Georg Schwarz orientierten sich konsequent an höchster Qualität und den Bedürfnissen ihrer weltweiten Kunden und sind damit bis heute für die Geschäftsführer und Mitarbeiter im Unternehmen ein Vorbild.

Georg Schwarz war mit Leidenschaft Vertriebs-, vor allem aber auch Produktionsmann. Er trachtete stets danach, die ENGEL Produktionsstandorte am letzten Stand der Technik bzw. der Möglichkeiten zu orientieren. Diesen Anspruch hatte er auch an die eigenen Produkte: ENGEL Spritzgießmaschinen sollten den ENGEL Kunden Produktionsmöglichkeiten eröffnen, die sonst niemand bieten konnte. Schon früh hat er sich als Visionär einen Namen in der Kunststoffwelt gemacht. Seinen Mitarbeitern gab er viel Freiraum; er förderte und forderte Innovationen. So forcierte er maßgeblich die Entwicklung der weltweit ersten holmlosen Spritzgießmaschine. Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung und konsequenten Patentierung hält ENGEL mit der Holmlostechnik bis heute ein Alleinstellungsmerkmal.

Irene Schwarz hat es verstanden, unternehmerischen Weitblick mit Detailarbeit zu verbinden. Sparsamkeit und Bescheidenheit waren ihr Kredo, die finanzielle Sicherheit des Unternehmens oberste Prämisse. Dabei verlor sie das Wohl der Belegschaft nie aus den Augen. Besonderes Augenmerk legte sie stets auf die Optimierung der internen Prozesse. Verschwendung war Ihr schon lange vor den ersten Lean-Ansätzen in Europa ein Dorn im Auge.

Land und Industrie würdigten Verdienste
Im Unternehmen, in der Kunststoffindustrie und weit darüber hinaus wurden Irene und Georg Schwarz als Unternehmer, aber auch als Menschen sehr geschätzt.

Das Land Oberösterreich würdigte ihre Verdienste für die Kunststoffindustrie und ihren beispielhaften Einsatz für das Unternehmen und die Region mit dem Goldenen Ehrenzeichen. Georg Schwarz war zudem Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Niederösterreich und des Großen Silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich.

1978 wurde Georg Schwarz zum Ehrensenator der Montanuniversität Leoben und 1992 zum Ehrensenator der Technischen Universität Wien ernannt. 2009 wurde er in die Plastics Hall of Fame aufgenommen. Diese hat ihren Sitz an der Universität Massachusetts in Lowell, USA, und stellt die höchste Ehrung in der internationalen Kunststoffindustrie dar. Georg Schwarz war über viele Jahre Vorstandsmitglied der Österreichischen Industriellenvereinigung und zudem in der Österreichischen Wirtschaftskammer tätig.

Irene Schwarz wurde 2006 von der Montanuniversität Leoben zur Ehrensenatorin ernannt, als erste Frau in der Geschichte der Universität.

Für ENGEL geht mit dem Tod von Irene und Georg Schwarz eine Epoche zu Ende. Sie hinterlassen eine Lücke, die nicht zu schließen ist.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31308
 14.04.2016

ENGEL präsentiert Liquidmetal auf der Hannover Messe 2016  (Firmennews)

Mit seinen völlig neuen Materialeigenschaften und der effizienten Verarbeitbarkeit im Spritzguss revolutioniert Liquidmetal die Fertigung hochwertiger Metallkomponenten. Das Potenzial dieser neuen Materialklasse wird der Spritzgießmaschinenbauer ENGEL AUSTRIA – Stammsitz in Schwertberg, Österreich – vom 25. bis 29. April auf der Hannover Messe 2016 präsentieren.

Hart und elastisch in einem
Liquidmetal steht für eine Materialklasse mit völlig neuen Eigenschaften. Die Zirkonium-Legierungen weisen eine amorphe Struktur auf, was Liquidmetal Bauteile extrem hart, aber zugleich hochelastisch macht. Ohne Wärmebehandlung wird bereits eine Härte von 53 HRC gemessen. Der Elastizitäts-Kennwert liegt bei 1,8 Prozent, während Stahl beispielsweise eine Elastizität von ca. 0,2 Prozent und Titan von ca. 1 Prozent aufweisen. Weiters zeichnen sich die Liquidmetal Materialien durch ihr geringes spezifisches Gewicht, eine exzellente Korrosionsbeständigkeit und Biokompatibilität aus. Dieses Eigenschaftsspektrum prädestiniert sie für den Einsatz in mechanisch hochbeanspruchten Präzisions- und Funktionsbauteilen. Von der Medizintechnik über Elektronik, Automotive und Luft- und Raumfahrt bis hin zur Sportgeräteindustrie eröffnen sich neue Chancen. Zu den ersten Anwendungen werden unter anderem Elektronikkomponenten, chirurgische Instrumente und besonders hochwertige Dekor­elemente zählen. Verschiedene Musterteile werden die Liquidmetal Experten von ENGEL in Hannover präsentieren und zudem anhand von Videos das große Potenzial der neuen Materialklasse aufzeigen.

Effizienter als CNC und MIM
Dass sich diese Materialien im Spritzgießverfahren verarbeiten lassen, ist ein weiterer Pluspunkt. Gegenüber dem Metal Injection Moulding (MIM) und der CNC-Bearbeitung ermöglicht dies deutlich effizientere Fertigungskonzepte und einen höheren Automatisierungs- und Prozess­integrationsgrad. In nur einem Arbeitsschritt lassen sich in kurzen Zyklen einsatzfertige Bauteile in einer sehr hohen Oberflächenqualität erhalten. Auch dreidimensional anspruchsvolle und sehr feine Strukturen werden mit höchster Reproduzierbarkeit und Materialeffizienz abgebildet.

Als exklusiver Maschinenbaupartner von Liquidmetal Technologies in Rancho Santa Margarita, Kalifornien, USA, ist ENGEL weltweit der einzige Anbieter von Spritzgießmaschinen und integrierten Systemlösungen für die Verarbeitung von Liquidmetal Materialien. Ein weiterer Partner ist der Materialhersteller und -distributor Materion Corporation mit Stammsitz in May­field Heights, Ohio, USA.

Für individuelle Vorführungen und Erstbemusterungen steht im Technikum von ENGEL in Schwertberg eine Liquidmetal Maschine bereit. In Kalifornien hat Liquidmetal Technologies Lohnfertigungskapazitäten aufgebaut; Kapazitäten für den europäischen Markt sind in Vorbereitung.

Führend in der Fertigungseffizienz
Zum ersten Mal stellt ENGEL in Hannover aus. Mit der Verarbeitung von Metalllegierungen erschließt sich der Anbieter von Spritzgießmaschinen und automatisierten Systemlösungen eine neue Zielgruppe. In der Kunststoffindustrie gilt ENGEL als Technologieführer und steht in den weltweiten Märkten für höchste Qualität in Verbindung mit maximaler Fertigungseffizienz. Mit neun Produktionswerken auf drei Kontinenten, 29 Vertriebs- und Serviceniederlassungen und 60 Vertretungen ist ENGEL weltweit nah bei seinen Kunden. Die deutschen Niederlassungen befinden sich in Hannover, Nürnberg, Hagen und Stuttgart.
ENGEL auf der Hannover Messe 2016: Halle 5, Stand G18
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31216
 17.03.2016

Generationswechsel bei ENGEL  (Firmennews)

„Etwas Wehmut ist schon dabei“, gesteht Dr. Peter Neumann bei der Ankündigung seines Rückzugs aus dem operativen Geschäft, „aber auch Zuversicht, denn ENGEL ist bestens aufgestellt und die Kontinuität in der Unternehmensführung gesichert.“ Mit Wirkung zum 30. November 2016 wird sich Dr. Neumann, langjähriger Vorsitzender der Geschäftsführung der ENGEL Unternehmensgruppe, nach 35 Jahren aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

Bild: Die aktuelle Geschäftsführung der ENGEL Unternehmensgruppe, von links: Dr. Peter Neumann, Dr. Christoph Steger, Dr. Stefan Engleder, Dipl-Oec. Klaus Siegmund.

„Es ist ein Schritt, der anlässlich meines 60. Geburtstages seit langem geplant war und im klaren Einvernehmen zwischen mir und den Eigentümerfamilien der ENGEL Unternehmensgruppe stattfindet“, erläutert Neumann die Hintergründe für die Veränderung. Tatsächlich wurde der Generationswechsel in dem eigentümergeführten Unternehmen bereits vor mehreren Jahren mit dem Einstieg der 4. Generation von Mitgliedern der Eigentümerfamilie in die Geschäftsführung Schritt für Schritt in die Wege geleitet. Dr. Stefan Engleder zeichnet inzwischen seit mehr als drei Jahren für die Geschäftsführung Technik und Produktion verantwortlich, Dr. Christoph Steger seit mehr als zwei Jahren für die Geschäftsführung Vertrieb und Marketing.

Nun wird der vorläufig letzte Schritt in diesem Prozess gesetzt und Dr. Stefan Engleder, Urenkel des Unternehmensgründers Ludwig Engel, übernimmt mit Wirkung zum 1. Dezember 2016 den Vorsitz in der Geschäftsführung, die auch weiterhin aus vier Personen bestehen wird: neben Herrn Dr. Engleder als neuem Vorsitzenden und Verantwortlichen für den Bereich Entwicklung wird sie aus dem weiteren Familienmitglied Dr. Christoph Steger (verantwortlich für Vertrieb, Marketing und zukünftig Service), Dipl.-Oec. Klaus Siegmund (verantwortlich für den Finanz-, Personal- und Informatikbereich) sowie DI Joachim Metzmacher, bisher Geschäftsbereichsleiter Produktion Großmaschinen, für den Bereich Produktion bestehen.

„Es ist eine große Ehre und gleichzeitig Herausforderung, den Vorsitz in der Geschäftsführung von Herrn Dr. Neumann zu übernehmen“, betont Stefan Engleder „Er hat das Unternehmen über Jahrzehnte geprägt und wesentlich zum Erfolg beigetragen. Eben aus diesem Grund war es umso wichtiger, den Übergang langfristig und geordnet vorzubereiten, was uns über die letzten Jahre sehr gut gelungen ist.“ Und er ergänzt: „Gemeinsam mit meinen Kollegen innerhalb der Geschäftsführung ist es unser Ziel, das Unternehmen ganz im Sinne von Herrn Dr. Neumann fortzuführen und dort anzuschließen, wo wir heute stehen.“

In die gleiche Kerbe schlägt die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Birgitte Engleder: „Nicht nur als Aufsichtsratsvorsitzende, sondern vor allem auch als Mitglied der Eigentümerfamilie bin ich sehr froh darüber, dass es uns gelungen ist, durch eine gute Planung und Vorbereitung den Übergang in der operativen Führung von der 3. in die 4. Familiengeneration professionell und weitsichtig über die Bühne zu bringen. Ich bin stolz darauf, mitzuerleben, wie nun die nächste Generation endgültig das Ruder übernimmt und sicher, dass Stefan Engleder als Vorsitzender der Geschäftsführung gemeinsam mit Christoph Steger und den weiteren Geschäftsführern die Erfolgsgeschichte, die mein Großvater begonnen hat, fortschreiben wird. Gleichzeitig möchte ich mich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der übrigen Geschäftsführung und der Eigentümerfamilien bei Herrn Neumann von ganzem Herzen bedanken und ihm für seinen neuen Lebensabschnitt bereits heute alles Gute wünschen. Sein uneingeschränkter Einsatz für ENGEL war und ist bewundernswert und spiegelt sein kompromissloses Engagement wider. Sein Handeln war stets voll und ganz ausgerichtet auf das Wohl des Unternehmens, er hat von Anfang an den Übergang in die nächste Generation voll unterstützt und er hat ENGEL über viele Jahre dorthin geführt, wo wir heute stehen – an die Spitze der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Kunststoffmaschinenbau.“

Gemeinsam betonen Neumann und Engleder, dass Peter Neumann dem Unternehmen auch nach der offiziellen „Stabsübergabe“ weiterhin verbunden bleibt und auch in Zukunft bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31164
 07.03.2016

ENGEL auf der Chinaplas 2016  (Firmennews)

ENGEL gehört in Asien zu den bevorzugten Lieferanten von Spritzgießmaschinen und Systemlösungen für anspruchsvolle Anwendungen. Die Kunden vertrauen der hohen System-, Automatisierungs- und Technologiekompetenz und dem tiefen Verständnis für die lokalen Anforderungen. Beides wird der Maschinenbauer mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, während der Chinaplas 2016 vom 25. bis 28. April in Shanghai, China, mit zahlreichen Highlights einmal mehr unter Beweis stellen.

Bild: Dank In-mould-labeling-Technologie kommen abfüllfertige Lebensmittelbehälter aus der ENGEL e mac 180 Spritzgießmaschine.

• inject 4.0 gibt Antworten auf die Frage, wie sich die Produktivität, Flexibilität und Qualität der Fertigungsprozesse maximieren lässt.

• Die Herstellung von Kupplungspedalen mittels ENGEL watermelt demonstriert, wie innovative Prozesstechnologien Wettbewerbsvorteile schaffen.

• Die Fertigung von IML-dekorierten Verpackungen macht deutlich, wie die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern die Kosten senkt.

• Und das Beispiel von Gehäuseschalen mit integrierter LSR-Dichtung zeigt auf, wie sich Mehrkomponentenprozesse sicher beherrschen lassen.

Chancen von Industrie 4.0 optimal nutzen
Produktivität, Qualität und Flexibilität entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit. Dabei reicht es für ein optimales Ergebnis nicht mehr aus, die besten Spritzgießanlagen einzusetzen, vielmehr gilt es, deren Möglichkeiten auszureizen. Dieses Ziel steht im Zentrum der vierten industriellen Revolution, für die sich der Begriff Industrie 4.0 durchsetzt. „Industrie 4.0 ist längst nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern ein Trend, mit dem sich unsere Kunden immer intensiver befassen“, betont Gero Willmeroth, Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery (Shanghai) im Vorfeld der Chinaplas 2016. „Wir erwarten, dass sich die Spritzgießverabeiter auf der Messe über die Möglichkeiten und Chancen, die ihnen Industrie 4.0 eröffnet, informieren. Wir sehen uns als Partner, unsere Kunden dabei zu unterstützen, diese Chancen bestmöglich zu nutzen. Für ENGEL ist Industrie 4.0 kein neues Thema, sondern in vielen Bereichen längst gelebte Praxis. Das Vertrauen der Verarbeiter in die ENGEL Lösungen ist deshalb auch bei diesem Thema von Beginn an hoch.“

Unter der Marke inject 4.0 bündelt ENGEL die bereits heute verfügbaren und in Zukunft hinzukommenden Produkte und Dienstleistungen, die dazu beitragen, aus einem Fertigungsbetrieb eine smart factory zu machen. Durch die Vernetzung und Integration von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz dezentraler, intelligenter Produktionssysteme optimieren sich die Fertigungsprozesse in einer smart factory kontinuierlich selbst und erlauben ein sehr flexibles Reagieren auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen. Wie dies in der Praxis für alle drei Bereiche der smart factory – smart production, smart services und smart machines – aussehen kann, wird ENGEL an seinem Messestand präsentieren. Zahlreiche Live-Demonstrationen bringen dort Transparenz in die für viele noch schwer greifbare Industrie-4.0-Welt und machen die Fabrik von morgen real erlebbar.

An einem zentralen Leitrechner laufen während der vier Messetage die Parameter der am ENGEL Stand produzierenden Fertigungszellen zusammen. Über die MES-Lösung ENGEL e-factory lassen sich Aufträge einplanen, die Status der Spritzgießmaschinen abfragen und Qualitätsauswertungen oder Dokumentationen erstellen (smart production). Gleichzeitig erhalten die Messebesucher Einblick, wie sich mit Hilfe von Remote-Verbindungen viele Wartungs- und Serviceaufgaben online erledigen lassen, was dem Verarbeiter Zeit und Kosten spart und die Verfügbarkeit der Fertigungszellen erhöht (smart services).

Keine Frage, dass auch die Maschinen am ENGEL Messestand smart funktionieren (smart machines). So steigern zum Beispiel die Softwarelösungen iQ weight control und iQ clamp control die Prozessstabilität, indem sie den Plastifizier- und Formprozess kontinuierlich analysieren und qualitätsrelevante Parameter bei Soll-Abweichungen automatisch nachregeln.

Welche inject 4.0 Produkte zu einem optimalen Gesamtergebnis führen, sieht für jede Spritzgießaufgabe, jedes Unternehmen und jeden Standort anders aus – auch das wird am Messestand von ENGEL deutlich. „Das modulare Konzept erlaubt es unseren Kunden, jederzeit mit einer an die individuellen Anforderungen angepassten Lösung zu starten und diese sukzessive auszubauen“, betont Willmeroth. „Es muss nicht von Anfang an die große Lösung sein. Die Optimierung der Fertigungsprozesse beginnt bei einzelnen Maschinen und kann bis zum global vernetzten Fertigungsverbund reichen.“

Integrierte Systemlösungen inklusive Prozesstechnologie
Gegründet 1945 hat sich ENGEL im Laufe seiner Geschichte konsequent vom Spritzgießmaschinenbauer zum Systemexperten entwickelt. Aus einer Hand liefert das Familienunternehmen schlüsselfertige Fertigungszellen für anspruchsvolle Anwendungen, die neben der Spritzgießmaschine auch die Automatisierung, die Prozesstechnologie, das Werkzeug und weitere Peripherie umfassen. Neben den Spritzgießmaschinen kommen verschiedene Robotertypen und Prozesstechnologien aus der eigenen Entwicklung. Seine hohe Systemlösungs- und Technologiekompetenz demonstriert ENGEL während der Chinaplas unter anderem mit einer Anwendung für die Automobilindustrie.

Auf einer ENGEL duo 350 Großmaschine werden Kupplungspedale im ENGEL watermelt Verfahren produziert. Durch das gezielte Ausformen einer Hohlstruktur mittels Wasserinjektionstechnologie wird Rohmaterial eingespart, die Bauteile werden leichter und die Zykluszeit sinkt. Zudem ermöglicht das Einspritzen von Wasser in die mit Kunststoffschmelze teilgefüllte Kavität trotz der komplizierten Bauteilgeometrie eine gleichmäßige Wanddickenverteilung ohne Schwindungskontraktion. Die Oberfläche des Kupplungspedals wird präzise abgebildet.

Gemeinsam mit seinem Systempartner PMEfluidtec (Ettenheim, Deutschland) bietet ENGEL weltweit maßgeschneiderte Turn-key-Lösungen für die Wasserinjektionstechnologie an. „Wir haben in China inzwischen bei mehreren Kunden ENGEL watermelt Anlagen installiert“, berichtet Willmeroth. “Das Verfahren ermöglicht nicht nur einen sehr effizienten, sondern auch nachhaltigen Fertigungsprozess. Gerade das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in China weiter stark an Bedeutung.“ Um seine Kunden vor Ort optimal zu unterstützen, hat ENGEL Machinery (Shanghai) eine eigene anwendungstechnische Abteilung aufgebaut.

Höchste Leistung zu niedrigsten Stückkosten
In kaum einer anderen Branche stehen die Stückkosten unter einem höheren Druck als in der Verpackungsindustrie. Nur wenn höchste Durchsätze, ein stabiler Prozess und ein hoher Prozessintegrationsgrad zusammentreffen, kann wettbewerbsfähig produziert werden. Damit zum Beispiel Lebensmittelbehälter abfüllfertig aus der Spritzgießmaschine kommen, setzen immer mehr Verarbeiter auf die In-Mould-Labeling-Technologie. IML macht eine hochwertige Dekoration kostengünstig und erlaubt die effiziente Fertigung auch kleiner Losgrößen. Um die Effizienzpotenziale der IML-Integration optimal auszuschöpfen, müssen die Spritzgießmaschine, das Werkzeug und das Handling der Labels und Fertigteile exakt aufeinander abgestimmt werden. ENGEL hat sich hierfür ein weltweites Netzwerk aus Partnerunternehmen aufgebaut. Die auf der Chinaplas präsentierte ENGEL e-mac 180 Spritzgießmaschine arbeitet für die Herstellung von ovalen Schalen, die zum Beispiel für Convenience-Gerichte verwendet werden, mit einem 4-fach-Werkzeug von CNN Plastic System aus New Taipei City in Taiwan; und die IML-Automatisierung wird von YET Engine Automation – ebenfalls in New Taipei City, Taiwan, ansässig – realisiert. „Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern können wir auch für sehr anspruchsvolle, innovative Technologien unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz garantieren und die Lieferzeit für die Gesamtanlage kurz halten“, betont Willmeroth.

Eine hohe Produktivität setzt eine zuverlässige Hochleistungsmaschine voraus. Die vollelektrische ENGEL e-mac ist eine sehr leistungsstarke, hochpräzise, kompakte und zugleich energieeffiziente Lösung. Vom Einspritzen über das Dosieren bis zu den Werkzeug- und Auswerferbewegungen arbeiten bei der ENGEL e-mac alle Antriebe servoelektrisch. Dies gewährleistet nicht nur höchste Präzision und Prozessstabilität, sondern auch einen optimalen Wirkungsgrad für die gesamte Maschine. Die Antriebe werden in einer modernen Achsverbundlösung mit stabilisiertem Zwischenkreis betrieben, wobei die Bremsenergie mittels Rückspeisung wieder ins Netz abgeführt wird. Die Parallelbewegungen der Antriebsachsen sorgen für kurze Zykluszeiten. Mit einer Beschleunigung von über 20 m/s² gehört die Einspritzachse der ENGEL e-mac weltweit zu den schnellsten.

LIM-Mehrkomponentenprozesse sicher beherrschen
Prozessintegration ist ein wichtiger Schlüssel für eine hohe Wettbewerbsfähigkeit. Außer der Integration dem Spritzgießprozess vor- und nachgelagerter Arbeitsschritte in die Fertigungszelle bietet das parallele Verarbeiten unterschiedlicher Materialien ein besonders großes Effizienzpotenzial. Wie sich dieses optimal ausschöpfen lässt, macht die Herstellung von Gehäuseschalen für Durchflussmessgeräte deutlich. Auf einer ENGEL e-victory 120 combi Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 20 Linearroboter werden in einem 4+4-fach-Werkzeug zunächst vier Gehäuseschalen aus einem Thermoplast gespritzt. Diese werden vom Roboter in den zweiten Kavitätensatz umgesetzt, um direkt nachfolgend im selben Werkzeug eine Dichtung aus Flüssigsilikon (LSR) zu erhalten. Gleichzeitig mit der Verarbeitung der Weichkomponente entsteht in der unteren Werkzeughälfte schon der nächste Gehäusesatz aus Thermoplast. „Werden die Dichtungen unmittelbar auf die Bauteile aufgespritzt, erhöht dies nicht nur die Fertigungseffizienz, sondern auch die Produktsicherheit“, sagt Willmeroth. „Denn Thermoplast und Elastomer bilden dann eine untrennbare Einheit.“

Die Herausforderung bei der Herstellung der Gehäuseteile besteht nicht alleine in der Verarbeitung von zwei unterschiedlichen Materialien in einem Schritt, sondern auch in der sicheren Handhabung des aufgrund seiner niedrigen Viskosität schwierig zu verarbeitenden Flüssigsilikons. Nacharbeitsfrei und gratarm – so lauten wichtige Anforderungen bei der LSR-Verarbeitung. Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, diese sicher zu erfüllen. So gewährleisten beispielsweise die servoelektrischen Spritzaggregate sowie die holmlose Schließeinheit der ENGEL e-victory Maschine eine sehr hohe Präzision und Prozesskonstanz. Der patentierte Force-Divider sorgt dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folgt. Er stellt eine hohe Plattenparallelität sicher und verteilt die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche. Auf diese Weise werden alle Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was zu sehr konstanten Wanddicken führt und darüber hinaus den Werkzeugverschleiß deutlich reduziert.

Mit der Holmlostechnik hält ENGEL weltweit ein Alleinstellungsmerkmal. Außer einer hohen Prozesskonstanz ermöglicht das Maschinenkonzept besonders schnelle Rüstprozesse, kompakte Fertigungszellen und effiziente Automatisierungskonzepte. Auch das wird auf der Chinaplas deutlich. Der ENGEL viper Roboter kann ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen.

Schneller positionieren für kürzere Zykluszeiten
Auf der Chinaplas 2016 feiert die neue Generation der ENGEL viper Linearroboter ihre Asienpremiere. Ein besonderes Highlight ist das neue active vibration control, das die Positioniergeschwindigkeit steigert und damit zu kurzen Zykluszeiten beiträgt. Wurden bislang die Schwingungen durch intelligente Sollbahnvorgaben reduziert, können mit Hilfe von active vibration control jetzt auch Einflüsse von außen online kompensiert werden.

Ein ENGEL viper 40 Doppelroboter wird dies während der vier Messetage demonstrieren. Die Greifer halten eine Hülse und einen dazu passenden Kern. Diese beiden Teile werden von den zwei Robotern mit gemeinsamer z-Achse innerhalb kürzester Zeit mehrfach ineinandergedreht und wieder voneinander getrennt, ohne dass sich Hülse und Kern berühren. Neben der aktiven Schwingungskompensation kommt dabei ein weiterer Vorteil der ENGEL viper Roboter zum Tragen: Die perfekte Synchronisierung voneinander unabhängiger Bewegungen. Beide Roboter des Doppelturms haben jeweils drei NC- und drei Servo-Rotationsachsen. Insgesamt werden zwölf Achsen synchron gesteuert – und damit sind die Möglichkeiten bei weitem noch nicht erschöpft.

Active vibration control wird ab Baugröße 20 für alle ENGEL viper Roboter eingesetzt, bis zu den größten ENGEL viper 120 Robotern mit einem Traglastvermögen von 120 Kilogramm. Dieses neue Feature wird sukzessive bei den einzelnen Roboterbaugrößen verfügbar sein. Den Anfang machen die ENGEL viper 40 und 60 Roboter.

Maßgeschneiderte Lösungen – vor Ort produziert
Die auf der Chinaplas präsentierten Spritzgießmaschinen kommen allesamt aus lokaler Fertigung. In Shanghai befindet sich das Großmaschinenwerk für Spritzgießmaschinen der Baureihe ENGEL duo. Spritzgießmaschinen mit kleinen und mittleren Schließkräften kommen aus Pyungtaek-City in Süd-Korea. ENGEL ist der einzige nicht-asiatische Spritzgießmaschinenbauer, der mit mehreren Produktionswerken in Asien präsent ist. Die dezentrale Fertigung vor Ort sichert den Kunden kurze Lieferzeiten und die flexible Anpassung der Produkte und Systemlösungen an regionale und kundenspezifische Anforderungen.

Um seine Kunden vor Ort optimal zu unterstützen, beschäftigt ENGEL in China inzwischen neun Anwendungstechniker. Zudem hat ENGEL in seinem Großmaschinenwerk in Shanghai ein eigenes Automatisierungszentrum gegründet.

Vor genau 30 Jahren hat ENGEL in Hongkong seine erste Niederlassung auf dem asiatischen Kontinent eröffnet. Außer in China ist ENGEL heute in Süd-Korea, Thailand, Singapur und Indien mit eigenen Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Asien präsent. Hinzu kommen weitere Verkaufsbüros, Servicestützpunkte und Vertretungen. „Vor allem, wenn es um die anwendungstechnische Beratung und den Service geht, ist die Nähe zu unseren Kunden extrem wichtig. Die kurzen Wege sparen unseren Kunden Zeit und Kosten und beschleunigen die Projektierung und Inbetriebnahme neuer Fertigungszellen“, betont Gero Willmeroth. „Wir bauen deshalb unser Vertriebs- und Servicenetz kontinuierlich weiter aus.“

ENGEL auf der Chinaplas 2016 in Shanghai: Halle E3, Stand E3E01
(Engel Austria GmbH)

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 09.02.2016

ENGEL auf der Plastimagen 2016  (Firmennews)

Auf zu neuen Qualitäts- und Effizienzhorizonten – so heißt es bei ENGEL auf der Plastimagen 2016 vom 8. bis 11. März in Mexico-City. Der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, und Niederlassung in Querétaro, Mexiko, präsentiert dieses Thema aus zwei Blickwinkeln: Sowohl innovative Verarbeitungstechnologien als auch Industrie 4.0 eröffnen den Spritzgießverarbeitern neue Möglichkeiten, die Produktivität, Qualität und Flexibilität in ihrer Fertigung zu steigern und damit die Stückkosten nachhaltig zu senken.

inject 4.0 – das volle Potenzial ausschöpfen
„Industrie 4.0, die vierte industrielle Revolution, die wir aktuell erleben, ist Herausforderung und Chance zugleich“, betont Walter Jungwirth, Geschäftsführer von ENGEL de Mexico in Querétaro. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Kunden die Herausforderungen zu lösen, um maximal von den sich neu eröffnenden Chancen zu profitieren. Wir sehen uns als Partner, unsere Kunden bei der Optimierung ihrer Fertigungsprozesse zu unterstützen.“ Dabei kann ENGEL auf viel Erfahrung zurückgreifen, denn im eigenen Haus ist Industrie 4.0 in vielen Bereichen längst gelebte Praxis. inject 4.0 – unter dieser Marke bündelt ENGEL alle Produkte, Systeme und Dienstleistungen, die sowohl die einzelnen Spritzgießmaschinen als auch den gesamten Fertigungsverbund im Sinne von Industrie 4.0 ein Stück weit smarter machen.

Um die Produktivität, Effizienz, Qualität und Flexibilität in der Fertigung weiter zu steigern, reicht es nicht aus, die besten Spritzgießanlagen einzusetzen, vielmehr gilt es, deren Möglichkeiten auszureizen. Hier setzt inject 4.0 mit dem Konzept der smart factory an. Durch die Vernetzung und Integration von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz adaptiver Produktionssysteme optimieren sich die Fertigungsprozesse in einer smart factory kontinuierlich selbst. Die smart factory basiert auf drei Säulen:
-smart machines, die mit selbst adaptierenden, dezentralen Systemen die Prozessfähigkeit und Qualität steigern,
-smart production, die dank horizontaler und vertikaler Datenintegration eine hohe Produktivität sicherstellt, und
-smart services, die auf kurzen Wegen und mit Hilfe von Fernwartungstools die Verfügbarkeit erhöhen.

Für alle Bereiche hat ENGEL auf der Plastimagen Lösungen im Gepäck, zum Beispiel die Softwareprodukte iQ weight control und iQ clamp control, die qualitätsrelevante Parameter kontinuierlich überwachen und automatisch nachregeln (smart machines), das MES ENGEL e-factory, das speziell auf die Anforderungen der kunststoffverarbeitenden Industrie zugeschnitten ist und deshalb eine sehr tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten erreicht (smart production), und ENGEL e-connect.24 für den schnellen Online-Support und die Fernwartung.

„Das modulare Konzept erlaubt es unseren Kunden, jederzeit mit einer an die eigenen spezifischen Anforderungen angepassten Lösungen zu starten und diese sukzessive auszuweiten“, betont Jungwirth. „Für jedes Unternehmen sieht Industrie 4.0 anders aus, und es muss nicht immer die große Lösung sein. Die Optimierung der Fertigungsprozesse beginnt bei einzelnen Maschinen und kann bis zum global vernetzten Fertigungsverbund reichen.“

Technologieintegration eröffnet neue Qualitätshorizonte
Mit anspruchsvollen Anwendungen aus den Branchen Automobil und Verpackung präsentiert ENGEL zwei verfahrenstechnische Highlights in Mexiko.
In der Automobilindustrie gewinnt der Trend zu einem höheren Prozessintegrationsgrad besonders schnell an Tempo. Dabei geht es nicht alleine darum, dem Spritzguss vor- oder nachgelagerte Prozessschritte zu integrieren, sondern auch unterschiedliche Prozesstechnologien miteinander zu kombinieren. Für die Herstellung von Mittelkonsolenkomponenten aus PC-ABS vereint ENGEL an seinem Messestand auf einer ENGEL duo 2550/600 Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 20 Roboter zwei Technologien: ENGEL foammelt, das von Trexel (Wilmington/USA) entwickelte MuCell-Schaumspritzgießen, und ENGEL variomelt, das variotherme Spritzgießverfahren. „Die Kombination der beiden Verarbeitungstechnologien ermöglicht es, Dünnwandteile mit einer sehr hochwertigen Oberfläche und gleichzeitig exzellenten Wiedergabe von Feinstrukturen in einem einzigen Spritzgießschritt herzustellen“, sagt Walter Jungwirth.
Um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Verfahrenskombination zu demonstrieren, besitzt das Musterteil unterschiedliche Wanddicken und Oberflächenstrukturen. Das Werkzeug für die variotherme Prozessführung wird von ENGEL Partner Roctool (Le Bourget du Lac, Frankreich) zur Verfügung gestellt. Dank ENGEL foammelt wird die Kavität inklusive der Hinterschnitte vollständig gefüllt, und nach dem Abkühlen weist das Bauteil keine Einfallstellen auf. Gleichzeitig sorgt die variotherme Temperaturführung für eine Hochglanzoptik. Außer für Interieur-Anwendungen im Automobil eröffnet die Integration von ENGEL foammelt und ENGEL variomelt auch in den Bereichen Weiße Ware und Haushaltswaren neue Effizienz- und Qualitätshorizonte.

Die Steuerung des ENGEL viper Roboters ist in die CC300 Steuerung der ENGEL duo Spritzgießmaschine vollständig integriert, so dass sich der Maschinenbediener nicht länger in unterschiedliche Bedienlogiken einarbeiten muss. Die zusätzlichen Bewegungsbefehle für den Roboter fügen sich nahtlos in die grafische Oberfläche der Maschinensteuerung ein, was vor allem die Programmierung und Steuerung komplexer Prozessabläufe deutlich vereinfacht und den Einsatz zusätzlicher SPS erübrigt. Um trotz der Komplexität des Gesamtsystems eine schnelle Parametrierung zu ermöglichen, bietet die CC300 Steuerung dem Anwender unterschiedliche Möglichkeiten der Ablaufdarstellung an, von der einfachen Auswahl vorgefertigter Standard-Abläufe bis zur objektorientierten, grafischen Erstellung komplexer Ablaufsequenzen.

IML mit höchster Flexibilität
Flexibilität spielt die Hauptrolle im Ausstellungsbereich Packaging bei ENGEL auf der Plast­imagen 2016. Auf einer ENGEL e-motion 440/160 werden 155-ml-Rundbehälter mit integriertem Garantieverschluss in einem 4-fach-Werkzeug von Otto Hofstetter (Uznach, Schweiz) produziert. Dank In-Mould-Labeling verlassen abfüllfertige Verpackungen die Fertigungszelle. Beck Automation (Oberengstringen, Schweiz) präsentiert mit dieser Anwendung sein neues BECK-FLEX System, mit dem sich IML-Verpackungen auch in kleinen Losgrößen hochwirtschaftlich herstellen lassen. BECK-FLEX findet flexibel für unterschiedliche Werkzeuge – sowohl für Behälter als auch Deckel –, Etiketten und Spritzgießmaschinen bis zu einer Schließkraft von 420 Tonnen Einsatz.

Da neben der Flexibilität vor allem die Zykluszeiten über die Wettbewerbsfähigkeit der Verpackungshersteller entscheiden, hat ENGEL seine vollelektrischen ENGEL e-motion Spritzgießmaschinen konsequent für den Hochleistungsbetrieb gerüstet. Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde werden erreicht. Dabei verbinden die ENGEL e-motion Maschinen höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz und Hygiene. Das geschlossene System für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkompo­nenten sicher und entspricht damit den hohen Reinheitsanforderungen der Lebensmittelindustrie.

ENGEL auf der Plastimagen 2016: Österreichischer Pavillon, Stand 405
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #31028
 28.01.2016

Brücke zwischen Entwicklung und Praxis schlagen  (Firmennews)

Vom 8. bis 9. März 2016 findet in Schwertberg, Österreich, zum ersten Mal inject – das Spritzgießforum von ENGEL AUSTRIA statt. Ziel der zweitägigen, deutschsprachigen Veranstaltung ist es, neueste Erkenntnisse aus der Forschung für die Spritzgießer schneller zugänglich zu machen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern.

Wissen verschafft Vorsprung und ist die Basis für Erfolg. Ein umfangreiches Trainingsangebot ist deshalb seit jeher fester Bestandteil der Systemphilosophie von ENGEL. Mit inject – dem Spritzgießforum geht der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte jetzt neue Wege. Anders als die anwendungs- und technologiefokussierten Forumveranstaltungen, zu denen ENGEL regelmäßig nach Österreich und in seine weltweiten Niederlassungen einlädt, spannt das neue Spritzgießforum den Bogen von der Grundlagenentwicklung der Spritzgießtechnik zu den Herausforderungen in der täglichen Praxis.

„Auch der Standard-Thermoplastspritzguss macht kontinuierlich Fortschritte, doch oft dauert es sehr lange, bis die Kunststoffverarbeiter von den neuen Erkenntnissen erfahren und diese für die Optimierung ihrer Prozesse nutzen können“, betont Robert Brandstetter, Leiter der Trainingsabteilung von ENGEL AUSTRIA in Schwertberg, Österreich. „Mit inject – dem Spritzgießforum schaffen wir eine Plattform, Entwicklungsergebnisse frühzeitig zu präsentieren und sie für die Praxis nutzbar zu machen.“

Denkanstöße und Erfahrungsaustausch
Das ab 2016 regelmäßig stattfindende Forum richtet sich an Spritzgießer und Kunststofftechniker, Prozessoptimierer und Qualitätsmanager, Produktionsleiter und Geschäftsführer in den Branchen Automobil, Technischer Spritzguss, Teletronik, Verpackung und Medizintechnik. Zur Premierenveranstaltung im März stehen unter anderem folgende Themen auf dem Programm:
-Plastifizieren – Worauf es wirklich ankommt
-Materialabbau und dessen Folgen
-Richtig umschalten
-Prozessparameter kontrollieren und nachregeln
-Interpretation von Spritzdruckkurven
-Kühlwasserqualität und Temperiertechnik
-Industrie 4.0 – Herausforderungen und Chancen

Die Themen werden in Form von Referaten und Kurzbeiträgen präsentiert. Sie sollen Denkanstöße geben und zum Erfahrungsaustausch anregen. „Die Veranstaltung wird dann erfolgreich sein, wenn jeder Teilnehmer neue Ideen und Tipps zur Lösung seiner konkreten Herausforderungen mit zurück in den Betrieb nehmen kann“, sagt Brandstetter. Es werden sowohl Entwicklungsleiter und Produktmanager von ENGEL als auch Experten aus Partnerunternehmen referieren und als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Kurze Wege zwischen industrieller und universitärer Entwicklung
80 Millionen Euro investiert ENGEL jährlich in die Forschung und Entwicklung und hat dabei sowohl die Grundlagen als auch anwendungsfokussierte Herausforderungen im Blick. Viele Forschungsprojekte schließen Partner wie Rohstoffhersteller und Spritzgießverarbeiter ein. Eine sehr enge Zusammenarbeit über das gesamte Spektrum der Spritzgießtechnik besteht mit der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, Österreich. Prof. Dr. Georg Steinbichler, Leiter Forschung und Entwicklung Technologien von ENGEL AUSTRIA, ist auch der Vorstand des Instituts für Polymer-Spritzgießtechnik und Prozessautomatisierung der JKU. „Auch in der Standard-Spritzgießtechnik stecken noch große Optimierungspotenziale, die wir kontinuierlich mit unseren Entwicklungen heben und für den Spritzgießer zugängig machen. Der Zugang zu diesem Wissen ist ein wesentlicher Baustein zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit für den Spritzgießer“, betont Prof. Dr. Georg Steinbichler. „inject – das Spritzgießforum wird dies einmal mehr bestätigen. Nicht zuletzt stärken wir mit unseren Netzwerken auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industriestandorte.“

inject – das Spritzgießforum wird vom 8. bis 9. März 2016 im ENGEL Technologiezentrum in Schwertberg, Österreich, stattfinden. Die Konferenzsprache ist Deutsch. Die Teilnahmegebühr beträgt 490 Euro.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30877
 14.12.2015

ENGEL auf der Saudi PPPP 2016 in Riad  (Firmennews)

Maximaler Output, konstante Qualität und permanente Verfügbarkeit – auf der Saudi Plastics and Petrochem vom 18. bis 21. Januar 2016 in Riad, Saudi Arabien, präsentiert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte ENGEL, wie sich durch das perfekte Zusammenspiel von Spritzgießmaschine, Werkzeug, Automation, Anwendungstechnik und Support diese Anforderungen mit höchster Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz vereinen lassen. Im Mittelpunkt stehen die Herstellung von Getränkeverschlüssen und Dünnwandverpackungen, Paletten und Fittings sowie medizin- und labortechnischen Verbrauchsartikeln.

Bild: Maximaler Output bei minimalem Energieverbrauch: Die vollelektrische ENGEL e-cap Spritzgießmaschine produziert 115.000 Verschlusskappen und mehr pro Stunde.

„ENGEL gehört in den Golfstaaten zu den bevorzugten Partnern der kunststoffverarbeitenden Industrie. Das Systemgeschäft hat an diesem Erfolg einen großen Anteil“, betont Andreas Leitner, Sales Director Middle East von ENGEL. „Nur wenn wir alle Komponenten einer Fertigungszelle unter Berücksichtigung der individuellen Anforderungen von Anfang an exakt aufeinander abstimmen, können wir die Qualitäts- und Effizienzpotenziale vollständig ausschöpfen und für unsere Kunden Wettbewerbsvorteile schaffen.“ Systemlösungen von ENGEL können neben Spritzgießmaschinen die Automatisierung, die Integration vor- und nachgelagerter Prozessschritte, die Verfahrenstechnik, das Werkzeug, die Qualitätssicherung und weitere Peripheriekomponenten umfassen. Um die jeweils optimale Lösung zu entwickeln, arbeitet ENGEL mit Systempartnern zusammen. Drei Partner präsentieren sich gemeinsam mit ENGEL in Riad: Die Formenbauer Otto Hofstetter (Uznach, Schweiz) und ifw (Micheldorf, Österreich) sowie der auf Schnelllauf- und IML-Anwendungen spezialisierte Automatisierungsexperte BECK automation (Oberengstringen, Schweiz). Die Unternehmen stehen während der Messe für konkrete Anfragen zur Verfügung und können bereits vor Ort eine Ersteinschätzung zu neuen Projekten geben. Vor allem in den Bereichen Caps & Closures, Dünnwandverpackungen, Fittings und Paletten haben die Partner schon viele Projekte in Middle East gemeinsam realisiert und verfügen über langjährige Erfahrung.

Vollelektrische ENGEL e-cap im Caps & Closures Markt etabliert
Der Caps & Closures Markt entwickelt sich in der Region besonders dynamisch. „ENGEL hat sich hier mit der vollelektrischen ENGEL e-cap Spritzgießmaschine sehr gut etabliert“, berichtet Leitner. „In den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel arbeiten inzwischen alle namhaften Abfüller und Produzenten von Getränkeverschlüssen mit der ENGEL Technologie. Der Trend in diesem Segment geht klar in Richtung vollelektrisch.“

1998 brachte ENGEL als einer der ersten europäischen Spritzgießmaschinenbauer eine vollelektrische Maschine auf den Markt und hat die ENGEL e-motion Baureihe seither konsequent für den Einsatz in Hochleistungsanwendungen weiterentwickelt. Basierend auf dieser ausgereiften Technologie präsentierte ENGEL 2010 mit der ENGEL e-cap einen speziell auf die Anforderungen der Caps & Closures Industrie zugeschnittenen vollelektrischen Schnellläufer. Mit Zykluszeiten unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten bis 460 mm pro Sekunde sind die ENGEL e-cap Spritzgießmaschinen für höchste Ausstoßleistungen ausgelegt und setzen mit ihrer Prozessstabilität und Effizienz für die gesamte Branche neue Maßstäbe. Im Vergleich zu anderen für die Verschlussproduktion eingesetzten Maschinen im Markt benötigen die ENGEL e-cap Maschinen deutlich weniger Energie und Kühlwasser, arbeiten besonders sauber und unterstützen nachhaltig den Schutz der Umwelt. „In Saudi Arabien gewinnt das Thema Energieeffizienz massiv an Bedeutung“, sagt Andreas Leitner. „Mit der Kürzung der Subventionen wird Strom in den nächsten Jahren deutlich teurer werden.“

Außer der vollelektrischen Antriebstechnik tragen bei den ENGEL e-cap Maschinen weitere Features zur besonders effizienten Arbeitsweise bei, darunter die leistungsfähigen Spritzeinheiten in Premium-Ausführung, eine erhöhte Auswerferkraft und ein verstärkter, schnellerer Schließantrieb. Dank ihrer leistungsstarken Direktantriebe verarbeiten die ENGEL e-cap Maschinen selbst schwerfließende HDPE-Typen mit höchster Präzision und garantieren so auch bei der Herstellung von Leichtverschlüssen niedrigste Stückkosten.

Kunststoffpaletten machen Logistik nachhaltig
Mit flexiblen Anlagenkonzepten auf Basis der kompakten ENGEL duo Großmaschinen unterstützt ENGEL die Kunststoffverarbeiter in Middle East, dem Trend zu Kunststoffpaletten zu folgen. „In Middle East erweisen sich Paletten aus Kunststoff gegenüber Holzpaletten als besonders umweltfreundlich“, verdeutlicht Leitner. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Da es in den Golfstaaten keine Wälder gibt, muss das gesamte Rohmaterial für die Produktion von Holzpaletten importiert werden, während Kunststoffgranulat vor Ort produziert wird. Hinzu kommt, dass Kunststoffpaletten nicht mit Pestiziden und Fungiziden behandelt werden müssen und damit der Einsatz umweltgefährdender Chemikalien entfällt. Kunststoffpaletten sind weder hygroskopisch, noch brennbar, sie sind nicht scharfkantig und können nicht splittern. Dies reduziert das Verletzungsrisiko und vereinfacht in vielen Ländern den Import und die Zollabfertigung.

Ein weiterer Vorteil der Kunststoffpaletten ist ihr geringes Gewicht. Um die Paletten bei sehr hoher Stabilität und Steifigkeit leichter zu machen, schöpft ENGEL gemeinsam mit seinen Systempartnern und den Rohstoffproduzenten aus einem breiten Technologie- und Materialspektrum. Im Belastungstest erweisen sich die Leichtbau-Paletten zum Teil sogar als noch robuster als die Holzpaletten, was die Reduktion von Transportschäden unterstützt. Einige Unternehmen setzen Kunststoffpaletten bereits zur Imagestärkung ein – hochwertige Produkte erfordern auch eine hochwertige Verpackung.

Bei der Herstellung der Kunststoffpaletten im Spritzguss stellen vor allem die niedrigen MFI-Werte der eingesetzten Materialien eine Herausforderung für die Maschinentechnik dar. Mit ihrer sehr hohen Getriebeleistung und ihren hochwertigen Schnecken sind die ENGEL duo Zweiplatten-Maschinen dafür optimal gerüstet.

Branchen-Know-how für flexible Lösungen
Zum Wachstum der Kunststoffindustrie in Middle East tragen neben den Märkten für Getränkeverschlüsse und Kunststoffpaletten Dünnwandbehälter, Fittings sowie medizin- und labortechnische Produkte bei. Auch für diese Marktsegmente haben ENGEL und seine Partner Musterteile, Präsentationen und Videos im Gepäck, die demonstrieren, wie sich selbst höchste Anforderungen kosteneffizient und sicher umsetzen lassen.

Am Stammsitz von ENGEL in Schwertberg, Österreich, bündelt der Maschinenbauer in fünf Business Units das Know-how aus den weltweiten Projekten. Die Experten für Packaging, Medical, Technical Moulding, Automotive und Teletronics arbeiten eng mit den weltweiten Produktionswerken, Niederlassungen und Vertretungen sowie der Produkt- und Technologieentwicklung zusammen. Individuelle Kundenwünsche lassen sich bei ENGEL deshalb besonders flexibel umsetzen.

ENGEL auf der Saudi PPPP 2016: Halle 2, Stand 405-2
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30753
 10.11.2015

Fakuma 2015 für ENGEL ein großer Erfolg  (Firmennews)

Die Fakuma 2015 war für ENGEL eine der erfolgreichste der letzten Jahre. Sowohl die Zahl der Standbesucher als auch das auf der Messe diskutierte Projektvolumen liegen deutlich über den Vorjahreswerten. inject 4.0 hat entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen. Der gesamte Messestand war als smart factory konzipiert, denn bei ENGEL ist Industrie 4.0 längst gelebte Praxis. Die Standbesucher waren beeindruckt von der Vielzahl und Durchgängigkeit der bereits heute verfügbaren Produkte und Dienstleistungen, die die Produktivität, Verfügbarkeit, Qualität und Flexibilität der Fertigungsprozesse nachhaltig steigern und die Betriebe fit für die Herausforderungen der Zukunft machen.

„Das Thema Industrie 4.0 ist eindeutig mehr als ein Schlagwort: Es ist der Megatrend bei den Kunststoffverarbeitern“, so Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer von ENGEL. „Viele Messebesucher nutzten die Chance, sich auf unserem Messestand über die Möglichkeiten der Vernetzung, der systematischen Datennutzung und des Einsatzes intelligenter Assistenzsysteme im Rahmen unserer inject 4.0 Lösungen zu informieren und ihre individuellen Herausforderungen und Fragestellungen zu diskutieren. Einmal mehr wurde auf der Fakuma 2015 deutlich, welches große Potenzial Industrie 4.0 bietet und wie viele Produkte, Technologien und Dienstleistungen bei ENGEL bereits heute zur Verfügung stehen, um dieses zu heben.“

Intelligente Systeme für eine höhere Qualität und Prozessfähigkeit
Für die drei Kernbereiche einer smart factory – smart machines, smart production und smart services – präsentierte ENGEL sowohl etablierte als auch neue Lösungen. Alle Fertigungszellen waren über ENGEL e-factory, das Manufacturing Execution System von ENGEL, miteinander vernetzt. Zusätzlich bot das Kundenportal ENGEL e-connect von einem zentralen Leitrechner aus den Überblick über die Maschinenstatus und demonstrierte, wie sich im Live-Betrieb online Ersatzteile identifizieren und bestellen lassen. Sowohl an den Spritzgießmaschinen als auch den Robotern kamen intelligente Assistenzsysteme zum Einsatz, die kontinuierlich und selbstständig die Prozessfähigkeit und Qualität steigern. Hier präsentierte ENGEL auf der Fakuma 2015 neben iQ weight control gleich zwei neue Produkte: iQ clamp control und active vibration control.

Das Prefix iQ steht für „intelligente Qualität“ und meint die Integration von Expertenwissen in die Steuerung der Spritzgießmaschine. Durch die kontinuierliche Anpassung der Schließkraft hält iQ clamp control die Werkzeugatmung auch bei schwankenden Prozessbedingungen automatisch konstant. Auf diese Weise reduziert die Software deutlich das Risiko von Qualitätsmängeln, sorgt für eine optimale Werkzeugentlüftung, schützt das Werkzeug vor Überspritzen und erhöht die Energieeffizienz. iQ weigth control ist die logische Ergänzung auf der Spritzseite. Das System erkennt Schwankungen der Schmelzemenge und Viskosität und gleicht diese sowohl während des Einspritzens als auch in der Nachdruckphase noch im selben Schuss aus.

Dank active vibration control erkennen die ENGEL viper Linearroboter nicht nur ihr eigenes Schwingungsverhalten, sondern können darüber hinaus auch auf Schwingungen, die durch äußere Einflüsse ausgelöst werden, reagieren. Mit einem ENGEL viper 40 Doppelroboter demonstrierte ENGEL das große Potenzial dieser Neuentwicklung. Trotz der hohen Traglast erreichte der mit active vibration control arbeitende Roboter innerhalb kürzester Zeit eine ruhige Ausgangsposition. In vielen Anwendungen verkürzt das die Zykluszeit.

Prozessintegration sichert Kosteneffizienz
Verfahrenstechnisch bot ENGEL in Friedrichshafen in allen fünf Zielbranchen Automotive, Technical Moulding, Teletronics, Packaging und Medical Besonderes.
So setzte ENGEL auf der Fakuma 2015 den Startschuss für die erste hochautomatisierte Produktion von Dekorelementen im ENGEL clearmelt Verfahren. Die präsentierte Fertigungszelle, bestehend aus einer ENGEL duo combi M Spritzgießmaschine und einem ENGEL easix Mehrachsroboter, ist für HIB Trim Part Solutions in Bruchsal bestimmt. Der Automobilzulieferer wird auf dieser Anlage hochwertige Dekorelemente mit Echtholzfurnier für den Autoinnenraum produzieren. Die ENGEL clearmelt Technologie integriert das Hinterspritzen von Einlegeteilen mit der Oberflächenveredelung durch Polyurethan und steigert damit im Vergleich zu bisherigen mehrstufigen Produktionsprozessen deutlich die Effizienz.

Prozessintegration war auch das Leitthema im Ausstellungbereich Teletronics. Auf einer ENGEL insert Vertikalmaschine wurden vollautomatisiert Thermoschalter-Gehäuse hergestellt. Das Rohmaterial für die Messing-Trägerplatten wurde direkt von der Rolle zugeführt und inklusive Gewindedurchzug vorgestanzt. Das Gewinde wurde servoelektrisch geformt, bevor die Trägerplatten am Band mit glasfasergefülltem Polyamid umspritzt wurden. Direkt nach dem Spritzgießprozess erfolgte die Qualitätskontrolle, inklusive hundertprozentiger Kurzschlussprüfung noch während der Fertigung. Alle 20 Sekunden wurden acht einbaufertige Teile ausgetaktet. Mit diesem hohen Integrationsgrad garantiert die von ENGEL gemeinsam mit seinem Partner MMS Modular Molding Systems realisierte Systemlösung niedrigste Stückkosten und macht die Verbundfertigung auch an Hochlohnstandorten wirtschaftlich.

Weitere Highlights am Messestand von ENGEL waren die nacharbeitsfreie, vollautomatisierte Herstellung von Thermoplast-Silikon-Verbundbauteilen, die Fertigung von Nadelhaltern für Injektionsspritzen in einer konsequent GMP-gerechten Fertigungszelle und die Highspeed-Produktion von Rundbehältern mit einer höchstflexiblen IML-Automation.

Indikator für weitere positive Entwicklung
„Prozessintegration und Automatisierung gehören weiterhin zu den wichtigsten Wachstumstreibern“, betont Steger. „Dies ist ein weltweiter Trend, wobei Deutschland zu den Vorreitern zählt.“ Dass die weltweiten Verarbeiter ihr Augenmerk stark auf die Innovationskraft und Erfahrung der Technologieunternehmen in Westeuropa richten, spiegelte sich in der weiter zunehmenden Internationalität der Fakuma-Besucher wider. Die sehr positive Stimmung in Friedrichshafen ist damit nicht nur für Europa ein wichtiger Indikator für die im kommenden Jahr zu erwartende Konjunktur der Kunststoffbranche.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30721
 03.11.2015

Schneller positionieren für kürzere Zykluszeiten  (Firmennews)

Mit dem neuen active vibration control erkennen die ENGEL viper Linearroboter nicht nur ihr eigenes Schwingungsverhalten, sondern können darüber hinaus auch auf Schwingungen, die durch äußere Einflüsse ausgelöst werden, reagieren. Indem die Schwingungen aktiv im laufenden Prozess kompensiert werden, steigt die Positioniergeschwindigkeit und die Zykluszeit sinkt. Auf der Fakuma 2015 setzte ENGEL mit dieser Entwicklung einen neuen Trend.

In Mobiltelefonen sind 3D-Motion-Sensoren längst Standard. Jetzt nutzen auch die ENGEL viper Roboter diese Technologie und steigern damit deutlich ihre Leistungsfähigkeit und Effizienz. Wurden bislang zur Schwingungskontrolle die zu erwartenden Eigenschwingungen des Roboters berechnet, können jetzt auch Einflüsse von außen online kompensiert werden. Damit tragen ab sofort auch die Roboter dazu bei, dass sich der Spritzgießprozess kontinuierlich selbst optimiert und die Fertigung im Sinne von Industrie 4.0 smarter wird.

Dank active vibration control erreichen die ENGEL viper Roboter schneller eine ruhige Ausgangsposition und arbeiten mit einer deutlich höheren Positioniergenauigkeit, was zum Beispiel beim Platzieren von Insertteilen oder beim Umsetzen von Vorspritzlingen wichtig ist.

Perfekte Synchronisierung von weit mehr als zwölf Achsen
Ein ENGEL viper 40 Doppelroboter hat dies während der Fakuma 2015 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Greifer hielten eine Hülse und einen dazu passenden Kern. Diese beiden Teile haben die zwei Roboter mit gemeinsamer z-Achse innerhalb kürzester Zeit mehrfach ineinandergedreht und wieder voneinander getrennt, ohne dass sich Hülse und Kern berührten. Neben der aktiven Schwingungskompensation kam dabei ein weiterer Vorteil der ENGEL viper Roboter zum Tragen: Die perfekte Synchronisierung voneinander unabhängiger Bewegungen. Beide Roboter des Doppelturms hatten jeweils drei NC- und drei Servo-Rotationsachsen. Insgesamt wurden während der Messe zwölf Achsen synchron gesteuert – und damit sind die Möglichkeiten bei weitem noch nicht erschöpft.

Active vibration control wird ab Baugröße 20 für alle ENGEL viper Roboter eingesetzt, bis zu den größten ENGEL viper 120 Robotern mit einem Traglastvermögen von 120 Kilogramm. Zur Fakuma 2015 machten die ENGEL viper 40 und 60 Roboter den Anfang.

Neues Antriebspaket für eine effizientere Dynamik
Mit der Überarbeitung seiner Linearroboterbaureihe hat ENGEL nicht nur die Positioniergeschwindigkeit erhöht, sondern insgesamt die Leistung und Effizienz gesteigert. Das neue Antriebspaket multidynamic stellt sicher, dass die Roboter ihre Dynamik an die reale Gewichtsbelastung automatisch anpassen. So arbeiten die ENGEL viper bei einer geringeren Traglast schneller und bei einer höheren langsamer. Die Funktion efficiency control berücksichtigt zudem den Zyklus des Spritzgießprozesses. Bereits nach drei Zyklen erreichen die ENGEL viper die für den Spritzgießprozess jeweils optimale Dynamik, indem sie zum Beispiel bei langen Kühlzeiten ihre eigene Geschwindigkeit drosseln, ohne die Entnahmezeiten zu verlängern. Während der Maschinenbediener herkömmlich die optimale Handling-Geschwindigkeit für jeden Prozess einzeln berechnen und manuell einstellen musste, erledigen dies die ENGEL viper Roboter automatisch.

Alle diese Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, die Gesamtzykluszeiten zu reduzieren und die Energieeffizienz zu steigern. Darüber hinaus werden die mechanischen Komponenten maximal geschont, was längere Wartungsintervalle erlaubt und dennoch besonders lange Standzeiten sicherstellt.

Vollständige Integration macht komplexe Prozesse einfach beherrschbar
Die Dynamik des Marktes stellt die Spritzgießverarbeiter vor immer wieder neue Herausforderungen. ENGEL automation bietet für alle Anwendungen die passgenaue Lösung, von der einfachen Pick-and-Place-Aufgabe bis zu hochintegrierten vielstufigen Fertigungsprozessen. Das Besondere der ENGEL Lösung: Alle Komponenten – Spritzgießmaschinen, Linear- und Mehrachsroboter – harmonieren dank der gemeinsamen Steuerungsplattform CC300 perfekt miteinander, und eine bestehende Lösung lässt sich jederzeit einfach erweitern oder für eine andere Aufgabe umrüsten.

Die CC300 setzt auf ein einfaches Bedienkonzept und eine intuitive Bedienführung. Dafür ist die Robotersteuerung als ein Teilsystem der CC300 in die Steuerung der Spritzgießmaschinen integriert, so dass sich der Maschinenbediener nicht länger in unterschiedliche Bedienlogiken einarbeiten muss. Die zusätzlichen Bewegungsbefehle für den Roboter fügen sich nahtlos in die grafische Oberfläche der Maschinensteuerung ein, was vor allem die Programmierung und Steuerung komplexer Prozessabläufe deutlich vereinfacht und den Einsatz zusätzlicher SPS erübrigt. Um trotz der Komplexität des Gesamtsystems eine schnelle Parametrierung zu ermöglichen, bietet die CC300 Steuerung dem Anwender unterschiedliche Möglichkeiten der Ablaufdarstellung an, von der einfachen Auswahl vorgefertigter Standard-Abläufe bis zur objektorientierten, grafischen Erstellung komplexer Ablaufsequenzen.

Nicht nur Maschine und Roboter verschmelzen ohne zusätzliche Hardware zu einer Einheit, sondern auch weitere Peripherie, wie Fördersysteme, Laserzellen oder Vision-Systeme. In den vollständig integrierten Lösungen greifen alle Komponenten der Fertigungszelle auf eine gemeinsame Datenbasis zu. Dies senkt das Risiko von Eingabefehlern und optimiert weiter die Gesamteffizienz, da alle Komponenten ihre Bewegungsabläufe und Regelkreise automatisch aufeinander abstimmen.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30735
 30.10.2015

ENGEL auf der Plast Eurasia 2015  (Firmennews)

Konstante Qualität, permanente Verfügbarkeit, maximaler Output und hohe Energieeffizienz – um diese Erfolgskriterien sicher zu erfüllen, braucht es mehr als zuverlässige Maschinen. Erst das perfekte Zusammenspiel zwischen Spritzgießmaschinen, Prozesstechnologien, Automation und weiterer Peripherie ermöglicht es den Kunststoffverarbeitern, Effizienz- und Qualitätspotenziale vollständig auszuschöpfen und dem Mitbewerb immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte ENGEL auf der Plast Eurasia 2015 vom 3. bis 6. Dezember in Istanbul mit innovativen Anwendungen.

Bild: Die vollelektrischen ENGEL e-mac Spritzgießmaschinen vereinen höchste Leistungen und maximale Präzision mit niedrigsten Kosten.

Jeder Ländermarkt und jede Branche stellen ihre ganz spezifischen Anforderungen. Dank seiner globalen Präsenz, seiner langjährigen Branchenerfahrung, seiner anwendungsbezogenen Forschung und seiner hohen Systemlösungskompetenz entwickelt ENGEL mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, für seine Kunden die jeweils passgenaue Lösung und gehört damit weltweit zu den bevorzugten Partnern der kunststoffverarbeitenden Industrie. Spritzgießmaschinen, Prozesstechnologien und Roboter kommen aus eigener Entwicklung und Fertigung. Darüber hinaus werden Komponenten von Partnerunternehmen in die Gesamtkonzepte integriert. Aus diesem breiten Lösungsportfolio präsentiert ENGEL während der vier Messetage einen umfangreichen Ausschnitt. Im Fokus jeweils: maximale Qualität, Effizienz und Produktivität.

Große Werkzeuge auf kleinen Maschinen
Kürzeste Zykluszeiten bei maximaler Sicherheit und gleichzeitig niedrigsten Investitionskosten – so lauten die Anforderungen bei der Herstellung von medizin- und labortechnischen Verbrauchsartikeln, die in hohen Stückzahlen produziert werden. Um diese auf den ersten Blick gegensätzlichen Attribute zu vereinen, kommt am Messestand von ENGEL für die Herstellung von Petrischalen eine ENGEL victory 300 tech Spritzgießmaschine mit 3.000 kN Schließkraft zum Einsatz.

Das Besondere der Maschinen dieser Baureihe ist ihre holmlose Schließeinheit, die sehr effiziente Fertigungskonzepte erlaubt. Da sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen, passen große, sperrige Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Spritzgießmaschinen. In vielen Anwendungen lässt sich eine deutlich kleinere Spritzgießmaschine einsetzen als es die Werkzeuggröße beim Einsatz einer klassischen Maschine mit Holmen erfordern würde. Dies hält sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten niedrig. Anwendungen mit Mehrkavitätenwerkzeugen aber vergleichsweise kleinen projizierten Bauteilflächen sind dafür ein gutes Beispiel.

Für die Herstellung der Petrischalen kommt ein 4+4-fach Werkzeug – Hersteller ist Plastisud in Castelnaudary, Frankreich – zum Einsatz. Für alle acht Teile – jeweils vier Unter- und vier Oberteile – beträgt das Schussgewicht lediglich 51 g. Für die Herstellung von vier Petrischalen benötigt die Fertigungszelle gerade einmal 4,8 Sekunden. Die Hochgeschwindigkeitsautomatisierung, die ENGEL gemeinsam mit seinem Partner Hekuma (Eching, Deutschland) realisiert, trägt entscheidend zu diesen kurzen Zykluszeiten bei. Ebenso die Holmlostechnik, denn das Handling kann ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus in den Werkzeugbereich einfahren.

Die in Istanbul präsentierte hydraulische ENGEL victory Spritzgießmaschine ist mit der Servohydraulik ecodrive ausgestattet – ein weiterer Effizienzfaktor. Dank ecodrive stehen die Antriebe zum Beispiel während der Kühlphasen still und verbrauchen keine Energie. Je nach Maschinentyp und Anwendung reduziert dies den Energiebedarf um 30 bis 70 Prozent. Die gesamte Fertigungszelle ist für den hochregulierten Reinraumbetrieb ausgeführt. Als Systemanbieter erweitert ENGEL kontinuierlich sein Angebot an GMP-gerechten Produkten. Außer den Spritzgießmaschinen werden auch Förderbänder, Rohrverteilersysteme und Greiferumhausungen aus eigener Entwicklung in Reinraumausführung angeboten.

Höchste Leistung zu minimalen Kosten
Im Ausstellungsbereich Automotive geht es bei ENGEL auf der Plast Eurasia vollelektrisch zur Sache. Eine ENGEL e-mac Spritzgießmaschine tritt den Beweis an, dass sich auch höchste Leistungen und maximale Präzision mit niedrigsten Kosten vereinen lassen.

Vom Einspritzen über das Dosieren bis zu den Werkzeug- und Auswerferbewegungen arbeiten bei der ENGEL e-mac alle Antriebe servoelektrisch und führen zu einem optimalen Wirkungsgrad. Die Antriebe werden in einer modernen Achsverbundlösung mit stabilisiertem Zwischenkreis betrieben, wobei die Bremsenergie mittels Rückspeisung wieder ins Netz abgeführt wird, um eine besonders hohe Energieeffizienz zu erreichen. Dabei sorgen die Parallelbewegungen der Antriebsachsen für kurze Zykluszeiten. Mit einer Beschleunigung von über 20 m/s² gehört die ENGEL e-mac im weltweiten Vergleich zur Spitzenklasse.

Zusätzlich steigert die besonders kompakte Bauweise der ENGEL e-mac die Kosteneffizienz. Schon heute ist die Flächenproduktivität in vielen Betrieben eine wichtige Kennzahl.

Weltweit nah bei seinen Kunden
Maschinen und Fertigungszellen zum Spritzgießen müssen immer mehr Leistung erbringen, immer effizienter arbeiten und immer flexibler einsetzbar sein. Damit verändern sich auch die Anforderungen an die Serviceleistungen der Maschinenbauer. ENGEL stellt sich dieser Herausforderung und baut sein weltweites Servicenetz kontinuierlich weiter aus.

Service und Training sind bei ENGEL feste Bestandteile der Systemphilosophie. Auch vor Ort in Istanbul hat ENGEL ein eigenes Trainingszentrum, wo regelmäßig Seminare und Workshops stattfinden. Seit 1989 ist ENGEL in der Türkei präsent. Aus der früheren Vertretung heraus wurde 2008 eine eigene Vertriebs- und Serviceniederlassung gegründet.

Seit der Unternehmensgründung 1945 ist ENGEL zu 100 Prozent in Familienbesitz und unabhängig von externen Investoren, was sowohl den Kunden als auch den Mitarbeitern Sicherheit und eine langfristige Perspektive garantiert. Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte ENGEL weltweit einen Umsatz von über 1 Mrd. Euro. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 4.800 Mitarbeiter.
ENGEL auf der PLAST EURASIA 2015: Halle 12, Stand 1216
(Engel Austria GmbH)

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 15.10.2015

inject 4.0 – die Antwort auf smart factory  (Firmennews)

Produktivität, Qualität und Flexibilität entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit. Dabei reicht es für ein optimales Ergebnis nicht mehr aus, die besten Spritzgießanlagen einzusetzen, vielmehr gilt es, deren Möglichkeiten auszureizen. inject 4.0 – so lautet der Ansatz von ENGEL, dieser Herausforderung zu begegnen. Auf der Fakuma 2015 präsentiert der Maschinenbauer bereits heute verfügbare Produkte und Lösungen, die die Optimierung der Fertigungsprozesse im Sinne von Industrie 4.0 unterstützen.

„Industrie 4.0 ist vor allem eines: Eine große Chance, die wir gemeinsam mit unseren Kunden nutzen möchten“, sagt Dr. Stefan Engleder (Bild), CTO von ENGEL AUSTRIA, während der Fakuma 2015 in Friedrichshafen. „Industrielle Revolutionen finden im Schnitt alle 50 Jahre statt. Wir sehen es als großes Glück, bei einer dabei zu sein und sie für unsere Branche mitgestalten zu können.“ Dabei betont Dr. Engleder, dass ihm der Begriff „Revolution“ nicht gefällt. „Die Veränderungen, die wir im Moment erleben, sind vielmehr eine Evolution“. So ist Industrie 4.0 für ENGEL auch kein neues Thema, sondern in vielen Bereichen längst gelebte Praxis. Neu ist, dass ENGEL die bereits verfügbaren und in Zukunft hinzukommenden Produkte und Dienstleistungen, die dazu beitragen aus einem Fertigungsbetrieb eine smart factory zu machen, unter der Marke inject 4.0 bündelt.

„Smart factory“ lautet das Ziel von inject 4.0. Durch die Vernetzung und Integration von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz adaptiver Produktionssysteme optimieren sich die Fertigungsprozesse in der smart factory kontinuierlich selbst. „Uns geht es nicht um smarte Produkte“, so Engleder, „das ist die Kompetenz der Verarbeiter. Wir sehen unsere Aufgabe darin, unsere Kunden bei der Optimierung ihrer Fertigungsprozesse zu unterstützen.“

Die smart factory basiert auf drei Kernelementen:
-smart machines, die mit selbst adaptierenden, dezentralen Systemen die Prozessfähigkeit und Qualität steigern,
-smart production, die dank horizontaler und vertikaler Datenintegration eine hohe Produktivität sicherstellt, und
-smart services, die auf kurzen Wegen und mit Hilfe von Fernwartungstools die Verfügbarkeit erhöhen.

Smart machines: Verteilte Intelligenz steigert Prozessfähigkeit
Die Mensch/Maschine-Schnittstelle spielt eine immer wichtigere Rolle. Auch komplexe Spritzgießprozesse sollen sich einfach und intuitiv einstellen, steuern und vor allem kontrollieren lassen. In der smart factory stehen dem Anlagenbediener dafür Assistenzsysteme zur Verfügung. Ihr Ziel ist es, die Prozessfähigkeit zu steigern, ohne dass sich der Maschinenbediener zusätzliches Spezialwissen aneignen muss. Beispiele sind die Softwarelösungen iQ weight control und iQ clamp control sowie der Temperierwasserverteiler ENGEL e-flomo. Während die iQ Produkte kontinuierlich für die Produktivität und Qualität relevante Prozessparameter analysieren, Abweichungen von den Soll-Vorgaben erkennen und diese im laufenden Prozess automatisch ausgleichen, kompensiert ENGEL e-flomo Temperaturschwankungen im Werkzeug und trägt damit ebenfalls zu einer hohen Prozesskonstanz bei.

Smart production für eine höhere Produktivität
Beim Thema smart production steht der gesamte Maschinenpark im Fokus mit dem Ziel, die Produktivität zu steigern. Mit ENGEL e-factory hat ENGEL ein eigenes MES (Manufacturing Execution System) im Programm, das speziell auf die Anforderungen der kunststoffverarbeitenden Industrie zugeschnitten ist und damit eine sehr tiefe vertikale Datenintegration bis auf die Ebene einzelner Kavitäten erreicht. Indem es den zentralen Zugriff auf alle relevanten Zustands- und Prozessdaten ermöglicht und diese mit Qualitätskennzahlen in Beziehung setzt, erhöht ENGEL e‑factory die Transparenz – sowohl vor Ort als auch im weltweiten Fertigungsverbund. Durch die Vernetzung der Maschinen und Standorte kann der Verarbeiter die verfügbaren Kapazitäten optimal auslasten, jederzeit die Status von Spritzgießmaschinen abfragen und sehr einfach Dokumentationen erstellen.

Smart service: Die Verfügbarkeit im Fokus
Das dritte zentrale Element der smart factory lautet „smart service“. Fernwartung und die vorausschauende Instandhaltung sind für viele ENGEL Kunden bereits selbstverständlich und ein wichtiger Baustein für eine hohe Verfügbarkeit des Maschinenparks. Mit dem neuen Kundenportal ENGEL e‑connect ist die Zusammenarbeit zwischen den Kunststoffverarbeitern und ENGEL noch einfacher und schneller geworden. Beispielsweise lassen sich Ersatzteile online identifizieren und bestellen und Service-Requests über das Smartphone verschicken.

Während die Bereiche smart machines und smart production im Verantwortungsbereich des Verarbeiters liegen, setzen einige Smart-service-Lösungen voraus, dass ENGEL als Zulieferer auf bestimmte, vom Kunden dafür freigegebene Daten zugreifen kann. „Hierfür benötigen wir mehr als gegenseitiges Vertrauen“, betont Stefan Engleder. Die Definition von Sicherheitsstandards gehört zu den Herausforderungen, die die vierte industrielle Revolution mit sich bringt. „ENGEL arbeitet nicht nur im eigenen Haus an diesem Thema, sondern auch auf Euromap-Ebene“, so Engleder. „Wir streben ein gemeinsames Informationsmodell auf Basis der serviceorientierten OPC UA-Architektur an. Dieses technologieneutrale Konzept bietet uns eine einmalige Chance zur Standardisierung, die wir unbedingt nutzen sollten.“

Von einzelnen Maschinen bis zum globalen Fertigungsverbund
Mit inject 4.0 unterstützt ENGEL seine Kunden, die Produktivität, Qualität und Flexibilität deutlich zu steigern. Auch die ersten drei industriellen Revolutionen hatten die Steigerung der Produktivität im Fokus, erhöhten dabei aber jeweils die Komplexität. Die vierte bildet hier keine Ausnahme, sie ist aber die erste, die für die weiter zunehmende Komplexität eine Lösung mitbringt. Industrie 4.0 gibt den Produzenten Werkzeuge an die Hand, die Komplexität zu beherrschen.

Mit der Flexibilität verhält es sich anders. In den drei früheren industriellen Revolutionen hat die Produktion stark an Flexibilität eingebüßt. Mit Industrie 4.0 wird es jetzt nach 200 Jahren erstmalig möglich sein, die Flexibilität wieder auf bzw. über das Niveau der reinen Handarbeit zu steigern. Damit eröffnet Industrie 4.0 der kunststoffverarbeitenden Industrie die Chance, einige der großen Herausforderungen der Zukunft zu lösen.

Für jede Spritzgießaufgabe, jeden Betrieb und jeden Standort wird Industrie 4.0 anders aussehen – auch das macht die Präsentation von inject 4.0 am Messestand von ENGEL während der Fakuma 2015 deutlich. „Viele zukünftige Herausforderungen und Lösungen können wir uns heute noch nicht vorstellen“, sagt Stefan Engleder. „Der Vorteil der evolutionären Entwicklung von Industrie 4.0 ist, dass jedes Unternehmen jederzeit mit einer an die eigenen spezifischen Anforderungen angepassten Lösungen starten und diese dann sukzessive ausweiten kann. Die Optimierung der Fertigungsprozesse beginnt bei einzelnen Maschinen und kann bis zum globalen Fertigungsverbund reichen.“
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30590
 30.09.2015

ENGEL auf der Andina-Pack 2015 in Bogotá  (Firmennews)

Bild: Dank des barrierefreien Zugangs zum Werkzeugraum ermöglichen die holmlosen ENGEL victory Spritzgießmaschinen besonders effiziente Fertigungskonzepte.

Mit der Herstellung von Stapelboxen aus Polypropylen auf einer ENGEL victory 500/120 spex Spritzgießmaschine mit ENGEL e-pic Roboter zeigt der Spritzgießmaschinenbauer mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, auf dem Messestand eine automatisierte und durchgängig integrierte Fertigungslösung. „Um die Produktivität zu steigern, setzen die Verpackungshersteller in Kolumbien immer stärker auf leistungsstarke, energieeffiziente Spritzgießmaschinen und auf Automatisierung“, betont Dr. Christoph Steger, Vertriebsgeschäftsführer von ENGEL.

Viel Leistung auf kleiner Fläche
Mit ihrer holmlosen Schließeinheit zieht die ENGEL victory Spritzgießmaschine viele Effizienzregister auf einmal. So beschleunigt der barrierefreie Zugang zum Werkzeugraum das Rüsten, was die Verfügbarkeit erhöht, und vereinfacht die Automatisierung, da der Roboter ohne Störkantenumfahrung auf direktem Weg von der Seite aus zum Werkzeug gelangen kann. Hinzu kommt, dass die holmlose Spritzgießmaschine besonders kompakte Fertigungszellen ermöglicht und damit die Flächenproduktivität steigert. Da sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen, können deutlich größere Werkzeuge montiert werden als beim Einsatz einer Maschine mit Holmen in der gleichen Schließkraftklasse. Dieser Vorteil kommt vor allem bei der Herstellung dreidimensional komplexer Bauteile, beim Einsatz von Vielkavitätenwerkzeugen und beim Mehrkomponentenspritzgießen zum Tragen. Diese Anwendungen haben gemeinsam, dass sie voluminöse Werkzeuge erfordern, der Schließkraftbedarf im Vergleich dazu aber gering ist.

Reproduzierbar hohe Qualität ohne Nachbearbeitung
Für eine hohe Präzision sorgt das patentierte Konstruktionsprinzip der holmlosen Schließeinheit. Dank des Biegegelenks Force Divider folgt die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus exakt dem Werkzeug und verteilt die eingeleitete Kraft gleichmäßig über die gesamte Werkzeugaufspannfläche, was zu äußerst konstanten Wanddicken und gratarmen Bauteilen führt. Zudem sorgen der stabile Maschinenrahmen und die exakte Linearführung der beweglichen Werkzeugaufspannplatte für schnelle und reibungsarme Bewegungen und stellen auch während des Öffnens und Schließens der Form eine hohe Plattenparallelität und einen exzellenten Werkzeugschutz sicher.

Wirtschaftlich automatisieren
Der ENGEL e-pic ist der jüngste Spross der ENGEL Roboter-Familie. Er wird während der vier Messetage die 160 x 90 x 70 mm großen Boxen aus dem Werkzeug entnehmen und austakten. Ziel bei der Entwicklung des Pick-and-Place-Roboters war es, höchste Leistung mit maximaler Wirtschaftlichkeit zu vereinen. Hierzu trägt entscheidend die völlig neue Kinematik bei, die Linearbewegungen mit einem Schwenkarm kombiniert und damit nur wenig Platz beansprucht. Ein weiterer Effizienzfaktor ist der Einsatz von gewichtsoptimierten Bauteilen, die die bewegte Masse gering halten. Auf diese Weise erreicht der servomotorisch angetriebene Roboter kürzeste Entnahmezyklen und hat einen nur geringen Energiebedarf. Im Vergleich zu Linearrobotern gleicher Größe benötigt der ENGEL e‑pic weniger als halb so viel Energie.

Liefert ENGEL Spritzgießmaschine und Roboter als integrierte Systemlösung, ist der Roboter in die Steuerung der Spritzgießmaschine integriert. Roboter und Maschine greifen dann auf eine gemeinsame Datenbasis zu, was die Prozesssicherheit und den Bedienkomfort erhöht und zu effizienzoptimierten Produktionsabläufen führt.

Marktverständnis trifft Branchenexpertise
Mit zunehmendem Automatisierungsgrad und komplexer werdenden Prozessen steigt auch der Bedarf nach einem kompetenten und raschen Service vor Ort. Service und Training sind bei ENGEL deshalb feste Bestandteile der Systemphilosophie. Mit Sinemco ist ENGEL in Kolumbien dafür bestens positioniert. Der langjährige Vertriebspartner mit Hauptsitz in Bogotá bietet nicht nur Engineering, anwendungstechnische Beratung, Prozessoptimierung und Serviceleistungen an, sondern hat auch ein eigenes Trainingszentrum, wo regelmäßig Maschinen-, Roboter- und Technologieschulungen stattfinden.

Die Experten von Sinemco arbeiten eng mit der Business Unit Packaging am Stammsitz von ENGEL in Österreich zusammen, die die Erfahrungen aus weltweiten Projekten in der Verpackungsindustrie bündelt. Mit seiner hohen Systemlösungskompetenz, seiner langjährigen Branchenerfahrung und seiner starken Präsenz vor Ort ist ENGEL weltweit ein verlässlicher Partner in allen Entwicklungs- und Fertigungsprozessen.
ENGEL auf der Andina-Pack 2015: Halle 18-23, Stand 2728
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30382
 05.08.2015

ENGEL präsentiert inject 4.0 auf der Fakuma 2015  (Firmennews)

„Mehr als eine Maschine“ – unter diesem Motto präsentiert ENGEL seine Systemlösungskompetenz auf der Fakuma 2015 vom 13. bis 17. Oktober in Friedrichshafen. Automatisierung, Verfahrenstechnologien, Prozessoptimierung und Services gehören bei ENGEL zum festen Bestandteil der Systemphilosophie. Anhand von fünf innovativen Anwendungen für die Branchen Automotive, Technical Moulding, Teletronics, Packaging und Medical macht der Maschinenbauer mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich, an seinem Messestand deutlich, wie sich durch intelligente Komponenten und die Vernetzung von Maschinen und Anlagen deren Potenzial vollständig ausschöpfen lässt.

Bild: Zur Fakuma 2015 erweitert ENGEL die Baureihe ENGEL e-motion TL um eine 80-Tonnen-Version.

Effizienz, Produktivität, Verfügbarkeit, Qualität und Flexibilität entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit. Für ein optimales Ergebnis reicht es aber nicht aus, die besten Spritzgießanlagen einzusetzen, vielmehr gilt es, deren Möglichkeiten auszureizen. inject 4.0 – so lautet der Ansatz von ENGEL, diesen Herausforderungen zu begegnen. So hat ENGEL bereits heute zahlreiche Produkte im Programm, die seine Kunden genau bei dieser Optimierung unterstützen. Diese Produkte spielen bei ENGEL auf der Fakuma 2015 eine Hauptrolle. Erstmalig ist der gesamte Messestand als smart factory konzipiert, eine sich selbst optimierende Fertigung, die auf drei Kernelementen basiert:
-smart machines, die mit selbst adaptierenden, dezentralen Systemen die Prozessfähigkeit und Qualität steigern,
-smart production, die dank horizontaler und vertikaler Datenintegration eine hohe Produktivität sicherstellt, und
-smart services, die dank kurzer Wege und mit Hilfe von Fernwartungstools die Verfügbarkeit erhöhen.

An einem zentralen Rechner laufen während der Messe alle Maschinendaten zusammen. Dort lassen sich über die MES-Lösung ENGEL e-factory Aufträge einplanen, die Status der Spritzgießmaschinen abfragen und Qualitätsauswertungen oder Dokumentationen erstellen (smart production). Gleichzeit erhalten die Messebesucher Einblick, wie sich über das Kundenportal ENGEL e‑connect online Ersatzteile identifizieren und bestellen lassen oder ohne Zeitverlust ein Service Request platziert werden kann (smart services).

Keine Frage, dass auch die Maschinen am ENGEL Messestand smart funktionieren. So erhöhen zum Beispiel die Softwarelösungen der iQ Produktfamilie die Prozessstabilität, indem sie den Plastifizier- und Formprozess kontinuierlich analysieren und bei Soll-Abweichungen automatisch nachregeln, während ENGEL e-flomo selbsttätig eine konstante Kühlwasserversorgung sicherstellt und damit ebenfalls zur Maximierung der Prozessfähigkeit beiträgt.

Welche inject 4.0 Produkte zu einem optimalen Gesamtergebnis führen, sieht für jede Spritzgießaufgabe, jedes Unternehmen und jeden Standort anders aus – auch das wird am Messestand von ENGEL deutlich. Die smart factory in Friedrichshafen präsentiert fünf innovative Anwendungen aus fünf verschiedenen Branchen, die jeweils ihre ganz individuellen Anforderungen stellen.

Automotive: Edle Hölzer wirtschaftlich verarbeiten
Edle Hölzer im Autoinnenraum vermitteln Wohlbehagen und einen Hauch von Luxus. Gemeinsam mit HIB Trim Part Solutions in Bruchsal, Deutschland, – ein Tochterunternehmen der NBHX Trim GmbH – und weiteren Partnern hat ENGEL einen Prozess zur wirtschaftlichen Herstellung von Dekorelementen mit Echtholzfurnieren entwickelt. Im ENGEL clearmelt Verfahren werden die Furniere in einem Arbeitsgang mit einem Thermoplast hinterspritzt und zum Schutz der Oberfläche mit einem transparenten Polyurethan überzogen. 2009 wurde das Verfahren vorgestellt; jetzt steht es kurz vor seiner ersten Serienanwendung. Bevor die für die Serie ausgelegte Fertigungszelle bei HIB Trim Part Solutions ihren Dienst antritt, wird sie auf der Fakuma Edelholz-Dekorelemente in einem 2-fach-Werkzeug produzieren.
Herzstück der Fertigungszelle ist eine ENGEL duo 3550/650 combi M Spritzgießmaschine mit Wendeplatte, um auch hohe Stückzahlen mit kurzen Zykluszeiten und höchster Produktivität herzustellen. Auf der einen Werkzeugseite werden die Holzfurniere mit PC/ABS hinterspritzt, während gleichzeitig auf der zweiten Seite die unmittelbar zuvor gefertigten Grundele­mente mit PUR überflutet werden. Systempartner für die PUR-Technologie ist Hennecke in St. Augustin, Deutschland. Um den gesamten Polyurethan-Prozess über das Display der Spritzgießmaschine steuern zu können, hat ENGEL die Hennecke-Lösung vollständig in die CC300 Maschinensteuerung integriert.
Auch Weiterentwicklungen im Bereich der Materialien steigern die Produktivität des ENGEL clearmelt Verfahrens. Das auf der Fakuma eingesetzte Polyurethan enthält bereits ein Trennmittel, was einen kompletten Arbeitsgang einspart. Bislang mussten die Kavitätenoberflächen vor der PUR-Verarbeitung mit Trennmittel besprüht werden.
Die Fertigungszelle arbeitet hochautomatisiert. Oberhalb der Schließeinheit der Spritzgießmaschine befindet sich ein ENGEL easix Konsolroboter, der sowohl die Holzfurniere ins Werkzeug einlegt, als auch die Fertigteile entnimmt und austaktet. Es ist das erste Mal, dass ENGEL seine neuen großen ENGEL easix Roboter auf einer Messe präsentiert.
Ebenso wie bei den kleineren ENGEL easix Ausführungen sowie den Linearrobotern der ENGEL viper Baureihe ist die Steuerung der großen Mehrachser in die CC300 Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschinen integriert. Der Kunststoffverarbeiter profitiert von einer einheitlichen Bedienlogik für die Spritzgießmaschine und die Automatisierung und einer höheren Anlagenverfügbarkeit, da der Einrichter viele Aufgaben, für die herkömmlich ein Programmierer hinzugezogen werden muss, selbst erledigen kann. Da Spritzgießmaschine und Roboter auf eine gemeinsame Datenbasis zugreifen, stimmen sie ihre Bewegungsabläufe und Regelkreise im Sinne einer maximalen Gesamteffizienz automatisch aufeinander ab. In vielen Anwendungen trägt dies zu kurzen Gesamtzykluszeiten bei.

Technical mulding: Holmlostechnik für höchste Konstanz im LSR-Prozess
Die Bedeutung der Mehrkomponententechnik wächst auch in der LSR-Verarbeitung. In vielen Anwendungen ermöglicht es erst der integrierte Spritzgießprozess, Thermoplast und Silikon lagesicher miteinander zu verbinden. Ein Beispiel hierfür sind Membranen, die etwa in Pumpen oder Lüftungssystemen für Funktionalität und Sicherheit sorgen. Gemeinsam mit seinem Partner Schneegans Freudenberg Silicon (Losenstein, Österreich) wird ENGEL während der Fakuma 2015 Membranen aus glasfaserverstärktem Polyamid und Flüssigsilikon produzieren. Zum Einsatz kommt hierfür eine ENGEL victory 200H/60L/140 combi Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 40 Linearroboter. Pro Zyklus entnimmt der Roboter acht Fertigteile und setzt die PA-Grundkörper in den zweiten Kavitätensatz des 8+8-fach-2K-Serienwerkzeugs um, wo diese mit Silikon umspritzt werden. Gleichzeitig zur LSR-Verarbeitung entsteht ein neuer Satz Grundkörper.
Die Herstellung der Zwei-Komponenten-Bauteile schöpft das Effizienzpotenzial der holmlosen Schließeinheit der ENGEL victory Maschine optimal aus. Das voluminöse Zwei-Komponentenwerkzeug reicht bis an den Rand der Aufspannplatten und passt damit auf eine vergleichsweise kompakte 140-Tonnen-Spritzgießmaschine. Ein zweiter Effizienzfaktor ist die Automatisierung. Der Linearroboter kann ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen und trotz des großen Greifers sicher agieren. Effizienzfaktor Nummer 3 schließlich resultiert aus der sehr hohen Prozesskonstanz, die die holmlose Schließeinheit konstruktiv sicherstellt. Der patentierte Force-Divider sorgt dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folgt und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt wird. Auf diese Weise werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was den Werkzeugverschleiß deutlich reduziert und die Produktqualität steigert. Die gratarme, abfallfreie, nacharbeitsfreie und vollautomatisierte Verarbeitung von LSR ist die Voraussetzung, High-tech-Produkte aus Flüssigsilikon wirtschaftlich zu produzieren.

Teletronics: Konsequente Prozessintegration steigert Wettbewerbsfähigkeit
Für die Herstellung von Thermoschalter-Gehäusen präsentiert ENGEL auf der Fakuma 2015 erstmalig einen hochintegrierten, vollautomatisierten Prozess – vom Rohmaterial bis zu vollständig geprüften und beschrifteten Metall/Kunststoff-Verbundbauteilen. Herzstück der Fertigungszelle ist eine ENGEL insert 60V/35 single Vertikalmaschine. Dem Spritzgießprozess vorgelagert sind der Bandabwickler, ein Pressmodul sowie ein Bearbeitungsmodul zum Formen eines Gewindes, nachgelagert die Qualitätskontrolle, die Laserbeschriftung und ein weiteres Pressmodul.
Thermoschalter, wie sie zum Beispiel zur Überwachung von Elektromotoren im Automobil oder in der Weißwarenindustrie Einsatz finden, werden herkömmlich in einem aufwändigen, mehrstufigen Verfahren produziert. In der Regel finden das Stanzen und das Umspritzen der Metallkomponenten an unterschiedlichen Standorten statt. Dies erfordert nicht nur einen erheblichen logistischen Aufwand, sondern auch einen hohen Materialeinsatz, da zwei voneinander unabhängige Prozesse angefahren werden müssen. Gerade bei der Verwendung von Buntmetallen ist dies ein wesentlicher Kostenfaktor.
Entsprechend hoch ist das Einsparpotenzial durch die Prozessintegration. Die von ENGEL gemeinsam mit seinem Partner MMS Modular Molding Systems (Berndorf, Österreich) realisierte Systemlösung garantiert niedrigste Stückkosten und macht die Verbundfertigung auch an Hochlohnstandorten wirtschaftlich.
Das Rohmaterial für die Messing-Trägerplatten wird direkt von der Rolle zugeführt und inklusive Gewindedurchzug vorgestanzt. Das Gewinde wird servoelektrisch geformt, bevor die Trägerplatten – noch am Band – mit glasfasergefülltem Polyamid umspritzt werden. Direkt nach dem Spritzgießprozess erfolgt die Qualitätskontrolle. Zusätzlich zur Kameraprüfung wurde erstmals in das Folgeverbundwerkzeug eine Hochspannungsprüfung integriert, die eine hundertprozentige Kurzschlussprüfung schon während der Fertigung garantiert. Die i.O.-Teile werden mittels Laser beschriftet, was eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sicherstellt, bevor im zweiten Pressmodul die Anguss- und Unterverteiler entfernt und die Fertigteile vom Band getrennt werden. Alle 20 Sekunden verlassen acht einbaufertige Teile die Fertigungszelle. Durch den modularen Aufbau der MMS-Systeme können je nach Bedarf sehr einfach weitere Bearbeitungsmodule zum Beispiel zum Widerstand- oder Laserschweißen, zum Nieten, zur Montage oder zur Reinigung der Bauteile integriert werden.
Liefert ENGEL die Fertigungslinie als Systemlösung aus einer Hand, wird der Gesamtprozess über die CC300 Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschine visualisiert und gesteuert. Dies reduziert erheblich die Komplexität und vereinfacht die Bedienung. Gleichzeitig stellt die konsequente Steuerungsintegration eine lückenlose Prozessdokumentation und -rückverfolgung sicher.

Packaging: IML mit höchster Flexibilität
Flexibilität spielt die Hauptrolle im Ausstellungsbereich Packaging bei ENGEL auf der Fakuma 2015. Auf einer ENGEL e-motion 440/160 werden 155-ml-Rundbehälter mit integriertem Garantieverschluss in einem 4-fach-Werkzeug von Otto Hofstetter (Uznach, Schweiz) produziert. Dank In-Mould-Labeling verlassen abfüllfertige Verpackungen die Fertigungszelle.
Gemeinsam präsentieren die Partnerunternehmen, wie sich IML-Verpackungen auch in kleinen Losgrößen hochwirtschaftlich herstellen lassen. BECK-FLEX findet flexibel für unterschiedliche Werkzeuge – sowohl für Behälter als auch Deckel –, Etiketten und Spritzgießmaschinen bis zu einer Schließkraft von 420 Tonnen Einsatz.
Da neben der Flexibilität vor allem die Zykluszeiten über die Wettbewerbsfähigkeit der Verpackungshersteller entscheiden, hat ENGEL seine vollelektrischen ENGEL e-motion Spritzgießmaschinen konsequent für den Hochleistungsbetrieb gerüstet. Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde werden erreicht. Dabei verbinden die ENGEL e-motion Maschinen höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz und Hygiene. Das geschlossene System für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher und entspricht den hohen Reinheitsanforderungen der Lebensmittelindustrie.

Medical: Noch mehr Sicherheit im Reinraum
Gleich drei Premieren auf einmal vereint das Exponat im Ausstellungsbereich Medical bei ENGEL auf der Fakuma: Die vollelektrische und holmlose ENGEL e-motion TL Maschine präsentiert sich in der neuen 80-Tonnen-Ausführung; und mit dem Rohrverteiler aus Volledelstahl und der Greiferumhausung setzt ENGEL neue Maßstäbe in der konsequent GMP-gerechten Reinraumproduktion.
Auf einer ENGEL e-motion 170/80 TL werden während der fünf Messetage Nadelhalter für 1‑ml-Sicherheitsspritzen in einem 16-fach-Werkzeug von Fostag Formenbau (Stein am Rhein, Schweiz) gefertigt. Die filigranen Polystyrol-Teile – das Schussgewicht beträgt pro Teil gerade einmal 0,08 g – sind mit einer Sollbruchstelle versehen, die es unmöglich macht, Einwegspritzen mehrfach zu verwenden. Vor allem in Entwicklungsländern ist dies ein wichtiges Sicherheitsfeature.
Die sehr dünnen und unterschiedlichen Wanddicken erfordern eine äußerst präzise Prozessführung. Eine zu hohe Schließkraft oder Schwankungen im Schmelzevolumen führen unmittelbar zu Ausschuss. Um dies zu verhindern, finden zwei Software-Lösungen der iQ Produktfamilie von ENGEL Einsatz. Zum einen iQ weight control, das Schwankungen der Schmelzemenge und der Materialviskosität automatisch erkennt und noch im selben Schuss ausgleicht. Und zum anderen iQ clamp control, die neue ENGEL Software, die auf Basis der Werkzeugatmung die Schließkraft kontinuierlich an die aktuellen Prozessparameter anpasst.
Auch konstruktiv zieht die ENGEL e-motion 80 TL alle Register für eine konstante Prozessführung. Das neuartige Rahmenkonzept der vollelektrischen Holmlosmaschine garantiert eine besonders hohe Plattenparallelität und stellt sicher, dass die Schließkraft gleichmäßig über die gesamte Werkzeugaufspannfläche verteilt wird.
ENGEL hatte die vollelektrische und holmlose Kleinmaschine zur K 2013 vorgestellt und erweitert mit der 80-Tonnen-Ausführung die Baureihe jetzt nach oben. Da keine Holme stören, lassen sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen. Damit passen große Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Spritzgießmaschinen, was die Investitions- und Betriebskosten niedrig hält und besonders kompakte Fertigungszellen ermöglicht. Vor allem im Reinraum ist die Flächenproduktivität eine wichtige Effizienzkennzahl.

Weitere Vorteile der Holmlostechnik sind schnelle Rüstprozesse und effiziente Automatisierungskonzepte, da der Roboter ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen kann. Auch dies wird das Messeexponat unter Beweis stellen. Die ENGEL e‑motion 80 TL ist mit einem ENGEL viper 12 Linearroboter ausgestattet, der die Nadelhalter an das Rohrverteilersystem übergibt. Die Spritzgießteile werden kavitätenrein in Beutel verpackt, um die Chargenrückverfolgung bis auf die Ebene einzelner Kavitäten sicherzustellen. Damit beim Wechseln der Beutel die Produktion nicht unterbrochen werden muss, ist das Verteilersystem mit einem Puffer ausgerüstet. Der von ENGEL entwickelte Rohrverteiler besteht im Gegensatz zu bislang am Markt verfügbaren Systemen vollständig aus Edelstahl und trägt dazu bei, die Partikellast im Reinraum zu reduzieren.

Gleiches erreicht die ebenfalls von ENGEL entwickelte Einhausung des Robotergreifers. Dank seiner glatten, leicht zu reinigenden Oberflächen ermöglicht das Gehäuse den Einsatz von Standardgreifern im GMP-Umfeld.

Als Systemanbieter erweitert ENGEL kontinuierlich sein Angebot an GMP-gerechten Peripherieprodukten. Zum Beispiel werden auch Föderbänder in einer speziellen Reinraumausführung angeboten. Aus einer Hand liefert ENGEL hochintegrierte und automatisierte Fertigungszellen in die Medizintechnik und übernimmt auf Wunsch die gesamte GMP-Dokumentation für seine Kunden.
ENGEL auf der Fakuma 2015: Halle A5, Stand A5-5204
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30268
 01.07.2015

Höchste Prozesskonstanz – minimaler Ausschuss  (Firmennews)

Mit bereits mehr als 600 Installationen auf Spritzgießmaschinen mit elektrischen Spritzaggregaten hat sich die von ENGEL AUSTRIA entwickelte Software iQ weight control weltweit erfolgreich etabliert. Nun präsentiert der Spritzgießmaschinenbauer das Produkt mit einem erweiterten Funktionsumfang. Neben dem Umschaltpunkt und dem Einspritzgeschwindigkeitsprofil lässt sich jetzt auch der Nachdruck im laufenden Prozess automatisch nachjustieren.

Bild: iQ weight control sorgt auch während der Nachdruckphase für konstante Verhältnisse. Dies erhöht nochmals die Gewichtskonstanz bei Schwankungen der Schmelzeviskosität.

Schuss für Schuss Formteile mit konstant hoher Qualität zu fertigen, ist das Ziel jedes Spritzgießers. Eine präzise arbeitende Spritzgießmaschine reicht dafür aber nicht aus. Auch Schwankungen der Umgebungsbedingungen oder im Rohmaterial sowie Verschleiß haben Einfluss und können ein Nachjustieren der Parameter erforderlich machen. Die Software iQ weight control ermöglicht es, Abweichungen automatisch zu erkennen und noch im selben Schuss auszugleichen. Auf diese Weise wird der Ausschuss drastisch reduziert und die Produktivität deutlich erhöht.

Konstante Verhältnisse vom Einspritzen bis zum Nachdruck
Während des Einspritzvorgangs analysiert die Software dafür in Echtzeit den Druckverlauf über der Schneckenposition und vergleicht die Messwerte online mit einem Referenzzyklus. Auf Basis dieser Ergebnisse werden für jeden Schuss der Umschaltpunkt und das Einspritzprofil an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Volumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Insbesondere bei spritzdruckabhängiger Umschaltung werden zudem die Auswirkungen von Viskositätsschwankungen auf die Formteilfüllung kompensiert.
Mit der neuen Software-Version geht ENGEL jetzt noch einen Schritt weiter. Durch die automatische Nachdruckkorrektur lassen sich nun auch nach Abschluss der Einspritzphase Viskositätsschwankungen durch die Anpassung des Nachdruckprofils ausgleichen.

Vorteile auch für dickwandige Teile
Das neue Feature erweitert den Einsatzbereich von iQ weight control. Während das automatische Nachjustieren der Einspritzparameter vor allem bei der Fertigung von Dünnwandteilen die Gewichtskonstanz erhöht, ist die Nachdruckphase bei der Herstellung von dickwandigen Bauteilen qualitätsentscheidend.
Während seines Symposiums demonstriert ENGEL das Potenzial der weiterentwickelten Software mit der Herstellung medizintechnischer Gehäuseteile aus Polypropylen auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 170/110 T Spritzgießmaschine. Durch Zugabe geringer Mengen eines leichter fließenden Materials (Wachs) werden realitätsnah Viskositätsabweichungen simuliert. Ohne Nachdruckkorrektur erhöht sich das Bauteilgewicht bei abnehmender Viskosität um bis zu 0,29 g. Dies entspricht fast einem Prozent des Bauteilgewichts und führt zu unzulässigen Maßabweichungen. Mit aktivierter Nachdruckkorrektur dagegen bleibt das Bauteilgewicht mit einer Schwankungsbreite von 0,07 g zuverlässig innerhalb der Toleranz und es wird kein Ausschuss produziert.

Durchgängige Bedienlogik vereinfacht die Anwendung
iQ weight control wird für alle ENGEL Maschinen mit elektrischen Spritzaggregaten angeboten. Dies umfasst die Baureihen ENGEL e-motion, ENGEL e-mac, ENGEL e‑duo und ENGEL e-victory. Die Software erfordert keine zusätzliche Hardware, sondern wird in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschinen integriert. Die durchgängige Bedienlogik gewährleistet eine intuitive, komfortable Anwendung.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #30027
 22.04.2015

ENGEL Symposium 2015: Mehr als 3000 Gäste erwartet  (Firmennews)

Erfahrung. Innovation. Begeisterung – unter diesem Motto steht das ENGEL Symposium 2015 vom 16. bis 18. Juni in St. Valentin und Linz. Alle drei Jahre lädt der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte seine Kunden und Partner zur Hausmesse nach Österreich ein. Mit mehreren Weltpremieren, einer Vielzahl an herausfordernden Anwendungen und zukunftsweisenden Lösungen wird das ENGEL Symposium 2015 seine Vorveranstaltungen an Innovationskraft noch einmal übertreffen. Mehr als 3000 Gäste aus allen Regionen der Erde werden erwartet.

Drei Tage lang dreht sich bei ENGEL in St. Valentin und im Design Center in Linz alles um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Spritzgießindustrie. Das ENGEL Großmaschinenwerk verwandelt sich für diesen Zeitraum fast schon in einen Spritzgießbetrieb. Für die Branchen Automotive, Technical Moulding, TeIetronics, Packaging und Medical werden in insgesamt 15 hochintegrierten und automatisierten Fertigungszellen anspruchsvolle Bauteile produziert – in neuen Produktqualitäten und mit einer bislang nicht erreichten Effizienz. In zahlreichen Expert Corners geht es unter anderem um Neuentwicklungen für die intelligente Prozessoptimierung, das kontrollierte Plastifizieren und das breite Spektrum der ENGEL Serviceprodukte. Darüber hinaus machen ein hochkarätiges Vortragsprogramm, eine Partnerausstellung sowie die feierliche Verleihung der ENGEL HL-Awards 2015 das ENGEL Symposium zu einem wichtigen internationalen Branchentreff.

Maschineninnovationen: Drei auf einen Streich
Liquidmetal: Metalllegierungen effizient spritzgießen
Mit Liquidmetal (Bild) stößt ENGEL die Tür zu völlig neuen Werkstoffklassen und Produkteigenschaften auf; Metalllegierungen lassen sich ab sofort effizient spritzgießen. Als exklusiver Maschinenbaupartner von Liquidmetal Technologies in Rancho Santa Margarita, Kalifornien, USA, bietet ENGEL als einziger Anbieter weltweit Systemlösungen für die Spritzgießverarbeitung von Liquidmetal-Materialien an. Auf seinem Symposium 2015 wird ENGEL mit der Herstellung von Medizinbestecken zum ersten Mal die Technologie- und Marktchancen präsentieren, die die Zusammenarbeit sowohl Kunststoffverarbeitern als auch Metallwarenerzeugern eröffnet.
Liquidmetal-Legierungen – auch metallische Gläser genannt – stellen eine völlig neue Materialklasse mit herausragenden mechanischen Eigenschaften dar. Die Legierungen sind deutlich widerstandsfähiger und gleichzeitig deutlich elastischer als herkömmlich eingesetzte Legierungen und Stähle, was Bauteile mit einem völlig neuartigen Eigenschaftsprofil ermöglicht. Für die Verarbeitung der Liquidmetal-Legierungen hat ENGEL auf Basis seiner vollelektrischen ENGEL e-motion Spritzgießmaschinenbaureihe zusammen mit Liquidmetal Technologies Inc. eine innovative Lösung entwickelt. Diese bereitet der wirtschaftlichen Großserienproduktion von hochpräzisen Metallkomponenten, die bislang mittels MIM gefertigt oder einzeln auf CNC-Maschinen mechanisch bearbeitet werden mussten, den Weg.
In der Medizintechnik sieht ENGEL viel Potenzial für die neue Technologie. Darüber hinaus eröffnen sich Chancen in zahlreichen weiteren Branchen, wie der Sportartikelindustrie oder der Luft- und Raumfahrt. In der Elektronikindustrie wurden bereits erste Liquidmetal-Anwendungen realisiert.

Neue O-Ring-Maschine: Massenprodukte wettbewerbsfähig produzieren
O-Ringe und Flachdichtungen spielen eine entscheidende Rolle für die Zuverlässigkeit und Sicherheit vieler unterschiedlicher Anwendungen. Hinzu kommt, dass insbesondere die Standard-Massenprodukte einem besonders hohen Preisdruck unterliegen. Nur mit höchst präziser, zuverlässiger und effizienter Fertigungstechnik lassen sich diese Produkte wettbewerbsfähig produzieren. Um seine Kunden hierbei noch besser zu unterstützen, hat ENGEL eine neue hydraulische Maschine für alle gängigen Gummimischungen entwickelt. Die Horizontalmaschine mit Schneckenspritzaggregat stellt bei kleinen und mittleren Schussvolumina eine sehr hohe Fertigungspräzision sicher. Mit herkömmlichen Bürstvorrichtungen ermöglicht sie die vollautomatische Fertigung. Weitere Features sind die kompakte Stellfläche und die hohe Energieeffizienz, dank ecodrive im Standard. Aufgrund der langen Heizzeiten rechnet sich die ENGEL Servohydraulik bei der Herstellung von O-Ringen und Flachdichtungen besonders.

ENGEL e-speed: Neue Baugröße reduziert Zykluszeiten bei hohen Schussgewichten
ENGEL e-speed – so lautet die jüngste Maschineninnovation von ENGEL aus der Business Unit Packaging. Zur K 2013 hatte ENGEL die 650-Tonnen-Hybridmaschine mit elektrischer Schließ- und hydraulischer Spritzseite erstmalig vorgestellt. Auf dem Symposium 2015 präsentiert ENGEL den großen Schnellläufer nun in einer zweiten Variante mit einem größeren Spritzaggregat. Die Baugröße 6 mit einem Schneckendurchmesser von 120 mm erweitert das Angebot nach oben. Bislang war die ENGEL e-speed 650 mit einer 90-mm-Schnecke erhältlich.
Die neue Baugröße garantiert auch bei hohen Schussgewichten kürzeste Zykluszeiten. Dies wird die ENGEL e-speed während des Symposiums mit der Herstellung von Kartuschen für den Heimwerkerbedarf eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die Kartuschen haben eine Wanddicke von 1,4 mm und wiegen jeweils 50 g. Im 16-fach-Werkzeug von Otto Hofstetter (Uznach, Schweiz) ergibt dies ein Gesamtschussgewicht von 800 g. Dabei wird eine Zykluszeit von unter 10 Sekunden erreicht.
Die Kartuschenherstellung nutzt die Vorteile der Hybridmaschine optimal aus. Die langen Hohlkörper erfordern eine sehr hohe Einspritzleistung und gleichzeitig muss sich das Werkzeug sehr schnell öffnen und schließen lassen. Für diese Anforderungen hat ENGEL mit der ENGEL e-speed eine besonders energieeffiziente – ecodrive im Standard – und zudem IML-fähige Lösung im Programm. Die ENGEL e-speed 650 in Baugröße 6 erreicht die höchste hydraulische Leistung, die ENGEL bislang im Verpackungsbereich realisiert hat, und setzt damit Maßstäbe in der Branche.

Großmaschinen: Feingefühl für flexible Technologieintegration
Dimensionsstabile Teile mit wenig Material
Für die Herstellung von Kofferraumabdeckungen haben Daimler und Georg Kaufmann Formenbau (Busslingen, Schweiz) einen Verarbeitungsprozess auf Basis der ENGEL coinmelt Spritzprägetechnologie entwickelt, der nach dem ENGEL Symposium in Serie gehen wird. Zuvor können sich die Besucher des Symposiums von der hohen Effizienz des Verfahrens überzeugen. Auf einer ENGEL duo 11050/1700 Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 60 Linearroboter werden einbaufertige Teile produziert.
Das Besondere dieser Anwendung ist die dreidimensional sehr anspruchsvolle Bauteilgeometrie, die eine starke Verrippung und mehrere Hinterschnitte aufweist. Das Spritzprägen ermöglicht dennoch eine sehr gute Abbildung der Oberfläche ohne Verzug. Im Vergleich zum Kompaktspritzgießen lassen sich geringere Wanddicken realisieren, was Gewicht einspart und die Materialkosten senkt.
Beim Spritzprägen wird die Kunststoffschmelze in das um den Prägespalt geöffnete Werkzeug eingespritzt, wofür im Vergleich zum herkömmlichen Spritzgießprozess ein kleinerer Einspritzdruck ausreicht. Unmittelbar bevor der Schmelzefluss zum Stillstand kommt, wird die Schließeinheit parallelitätsgeregelt und mit definierter Geschwindigkeit und Schließkraft zugefahren. Der Verpressdruck, der den Nachdruck konventioneller Spritzgießprozesse ersetzt, wirkt homogen über die gesamte Bauteilfläche. Hier liegt der Schlüssel für die hohe Dimensionsstabilität bei geringeren Wanddicken. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist ein sehr präziser Prägehub der beweglichen Werkzeugaufspannplatte, was die ENGEL duo Maschine mit ihren einzeln ansteuerbaren Kurzhubdruckkissen sicherstellt.
ENGEL coinmelt zählt zu den Niederdruck-Spritzgießverfahren. Daher sind im Vergleich zu Standardspritzgießprozessen Maschinen mit geringeren Schließkräften einsetzbar. Unter dem Namen ENGEL coinmelt bietet ENGEL Systemlösungen für die unterschiedlichen Variationen der Spritzprägetechnolgie an.

Bauteileigenschaften gezielt einstellen
Die Bauteileigenschaft über den Spritzgießprozess gezielt zu steuern und gleichzeitig die Kosteneffizienz zu steigern – diese Herausforderung steht auch bei der Herstellung von Sitzschalen für Bürostühle im Fokus. Die Firma Allgaier Kunststoffverarbeitung in Nesselwang, Deutschland, hat sich dafür unter anderem auf 2K-Sandwich-Verfahren spezialisiert. Für ein aktuelles Projekt kommt ein von Maschinenbaupartner ENGEL neu entwickelter Coinjektionskopf zum Einsatz, der auf dem ENGEL Symposium präsentiert werden wird. Dort werden die Sitzschalen für den neuen Bürostuhl IN von Wilkhahn (Bad Münder, Deutschland) auf einer ENGEL duo 4400/700 Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 40 Roboter gefertigt. Da die Rückenlehne und die Sitzfläche eine Einheit bilden, muss das Bauteil unterschiedliche Eigenschaften vereinen. Von der Rückenlehne wird eine hohe Steifigkeit verlangt, währenddessen die Sitzfläche in Teilbereichen flexibel sein muss. Hinzu kommen hohe Anforderungen an die Qualität der Oberfläche, da die späteren Sichtbereiche nach dem Spritzguss nicht weiter bearbeitet werden. Allgaier löst diese Herausforderung mit Hilfe der Coinjektionstechnologie. Verarbeitet werden glasfaserverstärktes Polyamid für den Kern und unverstärktes Polyamid für die Außenschicht.

Kompakt integriert: ENGEL easix Mehrachsroboter macht Kopfstand
Auch die Business Unit Teletronics präsentiert sich mit einer Großmaschinenanwendung und diese beeindruckt vor allem durch die äußerst platzsparende Roboterintegration. Der ENGEL easix Mehrachsroboter hängt kopfüber in die Fertigungszelle und benötigt damit keine separate Stellfläche. Für die Herstellung von Bedienkonsolenfronten kommt eine ENGEL duo 1800/400 Maschine zum Einsatz. Der ENGEL easix legt pro Zyklus zwei kapazitive Folien ins Werkzeug ein und entnimmt gleichzeitig ein Fertigteil.
Die Folien sorgen für je eine Singletouch- und Multitouchfunktionalität. Sie sind an der Rückseite des Bauteils angeordnet, währenddessen die Frontseite mittels IMD dekoriert wird. Die Dekorfolie hat unbedruckte Bereiche, die später in der fertig montierten Bedienkonsole hinterleuchtet werden. Zwischen die Dekor- und die Funktionsfolien wird transparentes ABS gespritzt. Hierbei beweist die ENGEL duo Maschine Feingefühl. Um die Folien nicht zu verschieben oder die kapazitive Elektronik zu beschädigen, muss der Schmelzestrom äußerst exakt geregelt werden.
Gemeinsam mit Leonhard Kurz sowie dem Funktionsfolienhersteller PolyIC – beide in Fürth, Deutschland – präsentiert ENGEL mit dieser Anwendung die greifbare Zukunft der funktionellen Oberflächen über anschlussfertige kapazitive Folientechnologie. Das Exponat zeigt eine vollständige Prozesskette für die Fertigung sensibler Funktionsbauteile im Reinraum. Nach dem Entformen übergibt der Mehrachsroboter das Bauteil zunächst an eine Reinigungsstation, die Kist Maschinenbau (Dresden, Deutschland) für das ENGEL Symposium zur Verfügung stellt. Die Laminar-Flow-Einheit kommt von Max Petek Reinraumtechnik in Radolfzell, Deutschland.

Technologiezentrum für Leichtbau-Composites
Composite-Technologien aus einem Guss
Der automobile Leichtbau ist aktuell einer der stärksten Innovationstreiber. Vorbild ist der Flugzeugbau, wobei die dort etablierten Verfahren zur Herstellung von Leichtbau-Komponenten auf den durch hohe Stückzahlen geprägten Fahrzeugbau nicht übertragbar sind. Hier gilt es, neue Prozesse, aber auch neue Materialien zu entwickeln, die die vom Automobilbau geforderte Produktivität und Kosteneffizienz erreichen. Wichtige Schlüssel hierfür sind zum einen der Spritzguss, der viel Potenzial zur Prozessintegration und Automatisierung bietet, und zum anderen thermoplastische Matrixsysteme, die kurze Zykluszeiten ermöglichen. Als Spritzgießmaschinenbauer mit viel Know-how und Erfahrung in der Automatisierung leistet ENGEL hierzu einen wesentlichen Beitrag. In seinem Technologiezentrum für Leichtbau-Composites in St. Valentin treibt ENGEL gemeinsam mit Partnerunternehmen und Universitäten die interdisziplinäre Entwicklung von Faserverbundtechnologien intensiv voran. Während seines Symposiums gewährt ENGEL den Besuchern Einblicke in die Arbeit des Technologiezentrums und zeigt die Möglichkeiten gemeinsamer Forschungsaktivitäten auf.
Dabei führt ENGEL zusammen mit seinen Partnern Fill (Gurten, Österreich) und Hennecke (St. Augustin, Deutschland) anhand eines generischen Versuchsbauteils Schritt für Schritt durch einen HP-RTM-Prozess auf einer ENGEL v-duo 3550/1100 Maschine. Hennecke ist Partner für die Polyurethan-Verarbeitung; Fill ist spezialisiert auf die Herstellung und Bearbeitung von Faserverbund-Preforms. Durch die enge Kooperation mit seinen Partnern kann ENGEL auch für die Herstellung von FKV-Bauteilen aus einer Hand hochintegrierte Systemlösungen – inklusive Preform-Herstellung – anbieten.

ENGEL v-duo hält Fertigungszellen kompakt
Die ENGEL v-duo wurde gezielt für Faserverbundanwendungen entwickelt, wobei sie flexibel auch für Prozesse mit hohen Forminnendrücken, wie sie im klassischen Spritzguss auftreten, eingesetzt werden kann. Dabei zeichnet sich die vertikale Großmaschine durch eine sehr hohe Steifigkeit und herausragende Plattenparallelität aus. Die Plattenparallelitätsregelung für den Verprägeprozess ist bereits im Standard enthalten.
Die ENGEL v-duo ermöglicht besonders kompakte Fertigungszellen zu niedrigen Investitionskosten. Im Vergleich zu herkömmlichen Pressen liegt die Bauhöhe der ENGEL v-duo um 50 Prozent und das Gewicht um rund 60 Prozent niedriger. Dadurch reduziert sich der Aufwand für die Fundamentlegung. In vielen Fällen können die vorhandenen Hallenstrukturen genutzt werden. Die Schließeinheit ist statt von zwei von allen vier Seiten frei zugänglich. Wartungsarbeiten werden dadurch beschleunigt und gleichzeitig die Automatisierung vereinfacht. Handlinggeräte können platzsparend integriert werden und auf direktem Weg in den Werkzeugbereich einfahren. Mit Hilfe von Schiebetischen lassen sich beispielsweise Einlegearbeiten außerhalb der Schließeinheit vornehmen, was in vielen Anwendungen die Zykluszeit weiter verkürzt. Die Servohydraulik ecodrive ist bei der ENGEL v-duo im Standard enthalten. Auf die herkömmlich übliche Speicherhydraulik wird vollständig verzichtet, so dass die ENGEL v-duo auch in punkto Energieeffizienz neue Maßstäbe setzt.
Den Besuchern des ENGEL Symposiums bieten sich während des Rundgangs durch die Exponateausstellung auch spannende Einblicke in die Montage der ENGEL v-duo Maschinen. Unter anderem wird eine ENGEL v-duo 3600 – das größte Modell dieser Baureihe – zu sehen sein.

Vollelektrisch: Hochleistung effizient umgesetzt
LSR – das volle Potenzial ausschöpfen
Hochpräzise, gratarm, nacharbeitsfrei und automatisiert – so lauten die Anforderungen in der Elastomerverarbeitung. Wie sich hier das volle Potenzial optimal ausschöpfen lässt, demonstriert ENGEL mit der Herstellung von Ohrstöpseln aus Flüssigsilikon auf einer vollelektrischen ENGEL e-mac 170/50 Spritzgießmaschine. Zum Einsatz kommt hierfür ein 4-fach-Werkzeug von ENGEL Partner awetis engineering+manufacturing, Laudenbach, Deutschland.
Die Ohrstöpsel werden von einem ENGEL e-pic Roboter entnommen. Der neue Pick-and-Place-Roboter von ENGEL punktet mit einer völlig neuartigen Kinematik, die lineare Bewegungen mit einem Schwenkarm kombiniert und auf diese Weise besonders platzsparend und energieeffizient arbeitet. Der ENGEL e-pic findet innerhalb der erweiterten Schutzumhausung der ENGEL e‑mac Spritzgießmaschine Platz.

Höchste Leistung bis in die größten Schließkraftklassen
Im Ausstellungsbereich Packaging geht es um Hochleistung. Auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion Spritzgießmaschine wird Einwegbesteck produziert. Pro Schuss jeweils 24 Messer und Gabeln, die sortenrein verpackt die Fertigungszelle verlassen. Bei der Herstellung von Massenartikeln in der Verpackungsindustrie lastet der Kostendruck besonders stark. Ein Trend geht deshalb zu höherkavitätigen Werkzeugen, die entsprechend große Spritzgießmaschinen erfordern. ENGEL hat sich früh auf diesen Trend eingestellt und ist heute der einzige Spritzgießmaschinenbauer, der bis zu einer Schließkraft von 6.500 kN vollelektrische Maschinen anbietet.
Da das Werkzeug für die Besteckherstellung ohne hydraulische Komponenten auskommt, lassen sich die Effizienzpotenziale der vollelektrischen Maschine hier optimal ausnutzen. Die schnelle Beschleunigung der Maschine, der kurze Öffnungsweg und die parallelen Bewegungen reduzieren die Zykluszeit. Für die Spritzgießherstellung der Gabeln und Messer werden ca. 4,5 Sekunden benötigt. Die Fertigung läuft vollständig automatisiert. Das Besteck wird seitlich entnommen, vereinzelt, gestapelt und verpackt. Partner für die Automatisierungstechnik ist Campetella, Montecassiano, Italien. Da auf Öl vollständig verzichtet werden kann, erfüllt die Fertigungszelle die hohen Hygieneanforderungen, die Anwendungen im Bereich Lebensmittel stellen.

Expert Corners: Die intelligenten Add-ons zur Maschinen
Homogenität der Schmelze steigern – ohne Eingriff in den Prozess
Eine Voraussetzung für die Herstellung qualitativ hochwertiger Spritzgussteile ist die thermische Homogenität der plastifizierten Kunststoffmasse. Die von der Schnecke in den Schneckenvorraum geförderte Masse weist jedoch Temperaturgradienten in radialer und axialer Richtung auf. Die exakte Messung dieser Temperaturunterschiede während des Spritzgießprozesses scheiterte lange Zeit an den schwierigen messtechnischen Randbedingungen. Basierend auf Messungen der temperaturabhängigen Ultraschallgeschwindigkeit wurde von ENGEL gemeinsam mit der Johannes Kepler Universität Linz – zunächst für Forschungszwecke – eine neuartige Messmethode für die Ermittlung der radialen und axialen Schmelzetemperaturgradienten im Schneckenvorraum entwickelt. Während seines Symposiums wird ENGEL das Anwendungspotenzial dieses Verfahrens vorstellen.
Messsysteme auf Basis von Ultraschall sind deshalb für die Überwachung von Spritzgießprozessen interessant, weil es sich um nicht-invasive Methoden handelt, die Messungen also ohne Störung des Prozesses erfolgen. Die Anwendungen der ultraschallbasierten Methoden reichen von der effizienten Überprüfung numerischer Simulationen bis hin zur Optimierung von Mischelementen.

Neue iQ Software ermittelt automatisch die erforderliche Schließkraft
Die iQ Produktfamilie zur intelligenten Prozessregelung und -optimierung wächst. Auf dem Symposium 2015 wird eine neue Software ihre Weltpremiere feiern. Die Software ermittelt automatisch – ohne Vorgaben durch den Einrichter – die für das jeweilige Werkzeug erforderliche Schließkraft. Als Basis für die schnelle und objektive Bestimmung der Schließkraft dient die Analyse der Werkzeugatmung.
Da die Werkzeugatmung durch den Auftreibdruck in der Kavität entsteht, eignet sie sich – ähnlich wie der Forminnendruck – für die Prozessoptimierung. Im Gegensatz zum Forminnendruck steht dieses aussagekräftige Signal allerdings ohne zusätzliche Sensorik zur Verfügung. Durch die Überwachung der Werkzeugatmung lässt sich das Risiko von Qualitätsmängeln, wie zum Beispiel Gratbildung, deutlich reduzieren und das Werkzeug zuverlässig vor Überspritzen schützen. Selbst wenn sich die Prozessbedingungen ändern, hält die Software die Werkzeugatmung durch die automatische Anpassung der Schließkraft konstant.
Mit ihrem Funktionsumfang ist die Software eine Weltneuheit und für ENGEL ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Die Neuentwicklung ist bereits das zweite Produkt der iQ-Familie. Die Software iQ weight control, die Schwankungen der Umgebungsbedingungen und im Rohmaterial automatisch erkennt und noch im selben Schuss ausgleicht, hat sich bereits sehr erfolgreich im Markt etabliert.

ENGEL plus: Mehr als eine Maschine
Um smart solutions geht es auch im Ausstellungsbereich von ENGEL plus der Customer Service Devision von ENGEL. Spätestens dort wird deutlich, dass Industrie 4.0 für ENGEL nicht einfach nur ein Schlagwort ist, sondern in vielen Bereichen längst gelebte Praxis. Jüngstes Produkt ist das neue Kundenportal ENGEL e-connect, das die Abwicklung von Serviceanfragen und Ersatzteilbestellungen noch einfacher und schneller macht und dabei für noch mehr Transparenz sorgt. Die gleichnamige Kunden-App ermöglicht es, Serviceanforderungen ortsunabhängig direkt über das Smartphone zu versenden.
Weitere smart solutions in der Expert Corner sind ENGEL e-factory, die MES-Lösung von ENGEL für die weitsichtige Steuerung der Fertigungsprozesse auf Echtzeit-Basis, und ENGEL e-flomo, die in die Maschinensteuerung integrierte intelligente Kühlwasserüberwachung und -regelung.
Neben ENGEL e-connect werden zwei weitere Apps präsentiert: ENGEL e-calc für die material- und bauteilabhängige Auslegung von Spritzgießmaschinen und ENGEL plastyfine, die umfassende Bilddatenbank, die den Anwendern nicht nur bei der Fehleridentifikation unterstützt, sondern auch die physikalischen Ursachen und verfahrenstechnische Lösungsmöglichkeiten beschreibt.
Industrie 4.0 – das bedeutet für ENGEL, die Menschen in der Fertigung intelligent zu unterstützen. Ziel ist es, nicht nur die Produktivität, Effizienz und Verfügbarkeit der Maschinen und Systemlösungen zu steigern, sondern auch die Stabilität und Sicherheit der Prozesse zu erhöhen.

Jubiläum: 25 Jahre holmlos
Sonderschau zur Erfolgsgeschichte
Kompakte Fertigungszellen, effiziente Automatisierung und schnelle Rüstprozesse: Mit ihren großen Aufspannflächen und der freien Zugänglichkeit zum Werkzeugraum werden holmlose Spritzgießmaschinen den Anforderungen an eine hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Fertigung optimal gerecht. Vor 25 Jahren hat ENGEL als erster Spritzgießmaschinenbauer weltweit eine holmlose Maschine präsentiert und hält damit bis heute ein Alleinstellungsmerkmal. Die holmlosen Maschinen gehören längst zu den größten Umsatzträgern von ENGEL. Mehr als 60.000 Holmlos-Maschinen wurden weltweit geliefert und immer wieder stellen sie sich neu auf die sich verändernden Anforderungen ein. Mit der Servohydraulik ecodrive und der neuen vollelektrischen holmlosen Kleinbaureihe ENGEL e-motion TL hat ENGEL auch für die Trendthemen des 21. Jahrhunderts holmlose Antworten. „25 Jahre holmlos“ – dieser Erfolgsgeschichte widmet ENGEL auf seinem Symposium 2015 eine Sonderpräsentation.
Einen weiteren Höhepunkt erreicht das Jubiläum mit der Verleihung der HL-Awards 2015 am Abend des 16. Juni. Bereits zum achten Mal zeichnet ENGEL herausragende Holmlosanwendungen aus. Neu ist, dass die Preise in drei Kategorien vergeben werden: effiziente Nutzung des Werkzeugraums, innovative Prozessintegration und wirtschaftliche Automatisierung.

Vom Meister lernen: Karim Rashid kommt zum ENGEL Symposium
Es ist längst Tradition, dass ENGEL zu seinem Symposium nicht nur mit zahlreichen Produkt- und Technologieneuheiten aufwartet, sondern auch die begleitende Konferenz im Designcenter in Linz mit hochkarätigen Vorträgen und Referenten besetzt ist. Industrie 4.0 ist nur eines von vielen spannenden Themen, die in diesem Jahr im Kontext der aktuellen Herausforderungen und Trends in der Spritzgießverarbeitung diskutiert werden.
Ein besonderes Highlight wird der Vortrag von Karim Rashid sein, der für das ENGEL Symposium von New York nach Linz reisen wird. Karim Rashid gilt als der Popstar der Designwelt. Mit seinen ungewöhnlichen, aber immer auch alltagstauglichen Produktdesigns hat er über die letzten dreißig Jahre unser heutiges Produktverständnis entscheidend mitbestimmt. Die Gäste des ENGEL Symposiums wird Rashid in seine Welt des Blobismus entführen und ihnen dabei neue Aspekte von Funktionalität und Design vermitteln.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29919
 25.03.2015

Auf dem kleinen Dienstweg  (Firmennews)

Mit ENGEL e-connect macht der Spritzgießmaschinenbauer und Automatisierungsexperte ENGEL die Abwicklung von Serviceanfragen und Ersatzteilbestellungen noch einfacher und schneller und sorgt gleichzeitig für noch mehr Transparenz. Auf der NPE 2015 vom 23. bis 27. März in Orlando, USA, wird ENGEL sein neues Kundenportal erstmalig präsentieren. Als weiteres neues Serviceprodukt geht eine Kunden-App an den Start, die den Anwendern ortsunabhängig die Türen zur ENGEL Welt und zum eigenen Maschinenpark öffnet.

Bild: Über die ENGEL e-connect App lassen sich Maschinenstatus und weitere Fertigungskennzahlen in Echtzeit im Auge behalten.

Rund um die Uhr der Erste sein: Mit seinem neuen Kundenportal verkürzt ENGEL die Wege zu seinen Kunden, kappt lästige Wartezeiten und reduziert den bürokratischen Aufwand. Zum Beispiel bei der Bestellung von Ersatzteilen. Mit ENGEL e-connect können die Kunststoffverarbeiter ab sofort jederzeit online Angebote anfordern und Bestellungen auslösen. Das Besondere: Die genauen Bezeichnungen der benötigten Ersatzteile müssen sie dafür nicht kennen. Im System sind alle Maschinen und Fertigungszellen, die ENGEL bislang in den betreffenden Betrieb geliefert hat, inklusive der Stücklisten hinterlegt. Von vielen Maschinenkomponenten gibt es dort drehbare 3D-Modelle, so dass sich das zu ersetzende Teil schnell und einfach durch einen Klick identifizieren lässt. Der Online-Katalog enthält zudem die aktuellen Preise sowie Informationen zur Verfügbarkeit der Teile. Für eine eventuell notwendige persönliche Beratung und für Rücksprachen stehen diverse Kommunikationswerkzeuge wie Text- und Videokonferenzmodule und ein elektronisches Whiteboard zur Verfügung.


Bearbeitungsfortschritt jederzeit im Auge behalten

Ebenso komfortabel wie das Bestellen von Ersatzteilen gestaltet sich über das ENGEL e‑connect Portal das Platzieren von Serviceaufträgen. Unmittelbar nachdem der Anwender die Anforderung gestellt hat, wird diese automatisch an das zuständige Serviceteam geschickt. Ohne Zeitverzug kann mit der Bearbeitung begonnen werden. Dabei haben die Servicetechniker Einblick in die gesamte Anlagenhistorie, was die Lösungsfindung weiter beschleunigt. Der Verarbeiter kann währenddessen den Bearbeitungsfortschritt seines Servicetickets in Echtzeit verfolgen und erhält damit ein Mehr an Planungssicherheit.


Service Requests übers Handy

Über die neue Kunden App, die ebenfalls den Namen ENGEL e-connect trägt, können Serviceanforderungen ortsunabhängig direkt über das Smartphone an ENGEL geschickt werden. Sind die Spritzgießmaschinen, Roboter und Systemlösungen online vernetzt, sorgt die App jederzeit für einen fundierten Überblick über den Maschinenpark. Maschinenstatus, Alarmlisten, Fertigungsvolumina, Zykluszeiten und weitere Kennzahlen werden in Echtzeit aufs Handy übertragen. Bei einem ungeplanten Anlagenstillstand oder im Fehlerfall kann der Prozessverantwortliche mit Hilfe der App unmittelbar Gegenmaßnahmen einleiten, ohne selbst vor Ort im Betrieb sein zu müssen. Die App ist auf Deutsch und Englisch für Android und iOS erhältlich.

„Das Fertigungsequipment muss über seinen gesamten Lebenszyklus immer mehr Leistung erbringen, immer effizienter arbeiten und immer flexibler einsetzbar sein. Mit diesem Trend gewinnen Serviceprodukte und Dienstleistungen weltweit weiter stark an Bedeutung“, macht Wolfgang Degwerth, Leiter Customer Service Division von ENGEL AUSTRIA, deutlich: „Für ENGEL ist es deshalb selbstverständlich, auch im Service innovativ zu sein, neue Produkte zu entwickeln und damit den Mehrwert für seine Kunden kontinuierlich zu steigern.“
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29899
 19.03.2015

ENGEL auf der Plast 2015 in Mailand  (Firmennews)

Mit hochintegrierten und automatisierten Systemlösungen aus einer Hand steigert ENGEL die Produktqualität, die Fertigungseffizienz und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlieferant auf der PLAST 2015 vom 5. bis 9. Mai in Mailand, Italien, anhand von fünf innovativen Anwendungen.

Bild: Die Spritzgießmaschinen der Baureihe ENGEL e-mac ermöglichen besonders platzsparende Fertigungskonzepte.

Doppelte Technologieintegration eröffnet neue Qualitätshorizonte
Prozessintegration ist schon lange ein Trend, der zu mehr Effizienz, Sicherheit und Qualität führt. Inzwischen muss dieser Trend diversifiziert betrachtet werden. Es geht nicht mehr al-leine darum, dem Spritzguss vor- oder nachgelagerte Prozessschritte zu integrieren, sondern auch unterschiedliche Prozesstechnologien miteinander zu kombinieren. Für die Herstellung von Mittelkonsolenkomponenten aus PC-ABS vereint ENGEL an seinem Messestand auf einer ENGEL duo 2550/550 Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 20 Roboter zwei Technologien: das von Trexel (Wilmington, USA) entwickelte physikalische Schaum-spritzgießen MuCell, das ENGEL unter dem Namen ENGEL foammelt als integrierte Lösung anbietet, und ENGEL variomelt, das variotherme Spritzgießverfahren auf Basis der Techno-logie von Roctool (Le Bourget du Lac, Frankreich). Mit dieser doppelten Technologieintegra-tion ist es möglich, Dünnwandteile mit einer sehr hochwertigen Oberfläche und gleichzeitig exzellenten Wiedergabe von Feinstrukturen in einem einzigen Spritzgießschritt herzustellen.
Um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Verfahrenskombination zu demonstrieren, besitzt das Musterteil unterschiedliche Wanddicken und Oberflächenstrukturen. Dank ENGEL foammelt wird die Kavität inklusive der Hinterschnitte vollständig gefüllt. Nach dem Abkühlen weist das Bauteil keine Einfallstellen auf. Gleichzeitig sorgt die variotherme Tem-peraturführung für eine Hochglanzoptik ohne Bindenähte.

Effiziente Lösung für höchste Designansprüche
Für die Herstellung von Designobjekten mit wechselnden Wandstärken von 0,3 bis 4 mm und hohen ästhetischen Anforderungen hat ENGEL gemeinsam mit seinem Partner Wegaplast (Toscanella di Dozza, Italien) ebenfalls einen variothermen Prozess entwickelt. Partner für die Temperierung ist bei dieser Anwendung HB-Therm (St. Gallen, Schweiz).
Die Bäumchen aus PC-ABS in Pianoblack dienen als Türstopper oder Buchstützen und können auch Smartphones während des Ladeprozesses halten. Das Produktdesign stammt von Francesca Acciardi, die vom Designinstitut ISIA in Faenza, Italien, mit einem Award ausgezeichnet wurde.
Für die Messepräsentation kommt eine holmlose ENGEL victory 330/80 tech Spritzgieß-maschine – ausgestattet mit einem ENGEL viper 6 Linearroboter – zum Einsatz. Die Um-schalteinheit Vario-5 von HB-Therm wird über ein Interface in die CC300 Steuerung der ENGEL Maschine integriert, so dass der gesamte Spritzgießprozess zentral über das Ma-schinendisplay gesteuert und kontrolliert werden kann.
Einen weiteren Beitrag zu einer hohen Gesamteffizienz leistet die holmlose Schließeinheit der ENGEL victory Spritzgießmaschine. Da keine Holme stören, lassen sich die Werk-zeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen. Auf diese Weise passt das große Werkzeug auf eine vergleichsweise kleine Spritzgießmaschine, was die Fertigungszelle kompakt hält und die Betriebskosten senkt.
Die auf der Plast präsentierte ENGEL victory tech Spritzgießmaschine ist mit der Ser-vohydraulik ecodrive ausgestattet, die Verlustenergien reduziert und dadurch den An-triebsenergiebedarf in Abhängigkeit von der Anwendung um bis zu 70 Prozent reduziert.

Höchste Leistungen bei maximaler Energieeffizienz
Auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 440/160 Spritzgießmaschine werden in einem 2-fach-Werkzeug von Glaroform (Näfels, Schweiz) 500-ml-Lebensmittelcontainer produziert. Die Verpackungen werden mittels In-Mould-Labeling (IML) dekoriert. Hierfür arbeitet ENGEL mit seinem Partner BECK automation (Oberengstringen, Schweiz) zusammen.
Die konsequente Weiterentwicklung der ENGEL e-motion etabliert diese Baureihe zuneh-mend im Bereich der Hochleistungsanwendungen in der Verpackungsindustrie. Die jüngste Maschinengeneration erreicht Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzge-schwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde und verbindet dabei höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz. Das geschlossene System für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher. Dies macht die ENGEL e-motion auch in regulierten Fertigungsbereichen – wie der Herstellung von Lebensmittelverpackungen – zum bevorzugten Maschinentyp.

Mehr Mehr Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche
Wie sich höchste Effizienz mit maximaler Prozesssicherheit vereinen lässt, präsentiert ENGEL mit einer Anwendung aus der Medizintechnik. Eine vollelektrische ENGEL e mac 440/100 Spritzgießmaschine fertigt in einem 16-fach-Präzisionswerkzeug von Fostag (Stein am Rhein, Schweiz) Polystyrol-Nadelhalter für Sicherheitsspritzen.
Die ENGEL e-mac Spritzgießmaschinen arbeiten mit höchster Wiederholgenauigkeit und reduzieren aufgrund der Parallelbewegungen der einzelnen Antriebsachsen die Zykluszeiten. Vom Einspritzen über das Dosieren bis zu den Werkzeug- und Auswerferbewegungen arbei-ten bei der ENGEL e-mac alle Antriebe servoelektrisch. Dies gewährleistet nicht nur höchste Präzision und Prozessstabilität, sondern auch einen optimalen Wirkungsgrad für die gesamte Maschine. Die Antriebe werden in einer modernen Achsverbundlösung mit stabilisiertem Zwischenkreis betrieben, wobei die Bremsenergie mittels Rückspeisung wieder ins Netz ab-geführt wird. Die Einspritzachse der ENGEL e-mac erreicht eine besonders hohe Beschleu-nigung von über 20 m/s². Ein weiterer Pluspunkt der ENGEL e-mac Maschinen sind ihre kompakten Abmessungen, die besonders platzsparende Fertigungskonzepte ermöglichen. Dadurch steigt die Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche, was in immer mehr Be-trieben eine wichtige Effizienzkennzahl ist.

LIM-Mehrkomponentenprozesse effizient beherrschen
Vollautomatisch, nacharbeitsfrei, abfallfrei und gratarm – so lauten die Anforderungen bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR). Dass die Systemlösungen von ENGEL nicht nur diese Vorgaben exzellent erfüllen, sondern darüber hinaus auch LIM-Mehrkomponentenprozesse sicher und effizient beherrschen, stellt eine ENGEL e-victory 200H/80W/120 combi Spritz-gießmaschine – automatisiert mit einem ENGEL viper 20 Linearroboter – während der Plast 2015 eindrucksvoll unter Beweis. In einem Werkzeug von ACH solution (Fischlham, Öster-reich) werden Sensorgehäuse für die Durchflussmessung mit integrierter Dichtung gefertigt. Die Verwendung servogetriebener Spritzaggregate gewährleistet in dieser Anwendung höchste Präzision. Das Schussgewicht für die LSR-Komponente liegt bei 0,04 g pro Bauteil, das heißt 0,16 g pro Schuss. Üblicherweise erfordert der LSR-Bereich bei sehr kleinen Spritzvolumina hierfür Sonderlösungen. ENGEL deckt dies jedoch mit einem Standardag-gregat ab. Für die Dosierung des Flüssigsilikons kommen Mini-Pumpen mit 1-Liter-Behältern zum Einsatz, die kompakt und kostensparend innerhalb der Sicherheitsumhausung der Spritzgießmaschine Platz finden. Die hier eingesetzte und von ENGEL entwickelte und pa-tentierte Software iQ weight control erkennt während des Einspritzprozesses Schwankungen der Schmelzemenge und gleicht diese umgehend während des aktuellen Einspritzvorgangs automatisch aus.
Auch die holmlose Schließeinheit der ENGEL e-victory Maschine trägt in dieser Anwendung entscheidend zu einer hohen Prozesskonstanz bei. Der patentierte Force-Divider sorgt für eine über die gesamte Aufspannfläche gleichmäßig verteilte Krafteinleitung in das Werkzeug. Damit werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was den Werkzeugverschleiß deutlich reduziert und die Produktqualität steigert. Zudem ermöglicht der freie Zugang zum Werkzeugraum der Holmlosmaschine op-timale Automatisierungskonzepte.
ENGEL auf der PLAST 2015: Halle 24, Stand A/B 33/32
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29864
 05.03.2015

ENGEL auf der Chinaplas 2015  (Firmennews)

Mit vier innovativen Anwendungen aus den Branchen Teletronics, Automotive, Medical und Packaging wird ENGEL auf der Chinaplas 2015 vom 20. bis 23. Mai in Guangzhou, China seine hohe Branchen- und Systemlösungskompetenz erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit dabei: Das gesamte ENGEL Roboterprogramm, denn die Automatisierung gewinnt in Asien weiter an Bedeutung. Der neue Pick-and-Place-Roboter ENGEL e-pic (Bild) wird auf der Chinaplas 2015 seine Asienpremiere feiern.

„Die Anforderungen an die Qualität steigen in China weiter an“, betont Gero Willmeroth, Vertriebsgeschäftsführer von ENGEL Machinery (Shanghai) im Vorfeld der Chinaplas. „Die größte Herausforderung besteht dabei darin, die immer höheren Qualitätsanforderungen mit maximaler Effizienz und minimalen Stückkosten in Einklang zu bringen.“ Die Schlüssel hierfür sind maßgeschneiderte Maschinenkonzepte, Prozessintegration und Automatisierung. Gerade im Projektgeschäft ist es wichtig, nicht nur die Anforderungen der Ländermärkte genau zu kennen und zu verstehen, sondern auch die der einzelnen Zielbranchen. Mit seinen fünf Business Units Automotive, Teletronics, Technical Moulding, Medical und Packaging ist ENGEL hierfür bestens gerüstet. Die Branchenexperten am Stammsitz von ENGEL in Schwertberg, Österreich arbeiten eng mit den Niederlassungen zusammen, bündeln das Know-how aus den weltweiten Projekten und definieren mit ihrer Erfahrung wichtige Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte.

ENGEL e-motion TL macht Präzision wirtschaftlich
Die jüngste Maschineninnovation, die vollelektrische und holmlose ENGEL e-motion TL, wurde gezielt auf die Herstellung von kleinen Präzisionsbauteilen und hochwertigen Optikkomponenten in der Elektronikindustrie zugeschnitten. Hier gilt es, höchste Präzision und Produktivität mit maximaler Energieeffizienz und einem kompakten Maschinendesign zu kombinieren. Vollelektrische Maschinen sind in diesem Marktsegment Standard. Um hier besonders kompakte Fertigungszellen zu erzielen, verbindet ENGEL mit der Kleinmaschinenbaureihe ENGEL e-motion TL die vollelektrische Antriebstechnik mit einer holmlosen Schließeinheit.
Auf einer ENGEL e‑motion 50/30 TL Spritzgießmaschine mit 300 kN Schließkraft wird ENGEL an seinem Messestand in einem 16-fach-Werkzeug 60-fach-Board-to-Board-Steckverbinder produzieren. Der sehr kleine Pin-Abstand von jeweils nur 0,5 mm definiert in dieser Anwendung die erforderliche Präzision. Die herausragenden Leistungsmerkmale der Maschine sind ein Einspritzdruck von 3200 bar, eine Einspritzgeschwindigkeit von 800 mm/s und eine Beschleunigung von über 40 m/s². Zusätzlich steigert die hohe Kavitätenzahl die Produktivität. Standard in der Herstellung von FFC/FP-Steckverbindern sind bislang 4- bis 8-fach-Werkzeuge.

Holmlose ENGEL victory steigert Flächenproduktivität
Holmlose Spritzgießmaschinen ermöglichen besonders kompakte Fertigungszellen, vereinfachen den Werkzeugwechsel und erlauben die effiziente Automatisierung. Wie sich diese Vorteile auch in anderen Branchen in die Praxis umsetzen lassen, demonstriert ENGEL im Ausstellungsbereich Medical mit einer hydraulischen ENGEL victory tech Holmlosmaschine.
Da sich die Werkzeugaufspannflächen in einer holmlosen Schließeinheit bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen, passen große, sperrige Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Spritzgießmaschinen. Vor allem beim Einsatz von Vielkavitätenwerkzeugen, bei Mehrkomponentenprozessen und bei der Herstellung von dreidimensional anspruchsvollen Bauteilen lässt sich so häufig eine kleinere Maschine einsetzen als es die Werkzeuggröße bei einer Maschine mit Holmen erfordern würde. Diesen Anwendungen ist gemeinsam, dass zwar die Werkzeuge groß bauen, der Schließkraftbedarf aufgrund der eher kleinen projizierten Teileflächen aber niedrig ist. Weltweit gehören die holmlosen Spritzgießmaschinen zu den größten Umsatzträgern von ENGEL. Die holmlose ENGEL victory ist in China die meistverkaufte ENGEL Maschine.
Weitere Maschinenexponate auf der Chinaplas 2015 sind im Ausstellungsbereich Automotive eine ENGEL duo 2550/600 Großmaschine mit integriertem ENGEL viper 20 Linearroboter sowie eine vollelektrische ENGEL e-cap 440/100 Spritzgießmaschine, die am Messestand von ENGEL Partner HTW Formen- und Fertigungstechnik (Ludesch, Österreich) in Halle 9.2 (B61) in einem 24-fach-Werkzeug Getränkeverschlüsse produzieren wird.

Neuer ENGEL e-pic kombiniert Linearbewegungen mit einem Schwenkarm
Ein Roboter gehört in China immer häufiger zum festen Bestandteil einer Spritzgießmaschine. „Die Herstellung hochwertiger Teile erfordert reproduzierbare Zykluszeiten, die sich nur durch Automatisierung erreichen lassen“, nennt Gero Willmeroth einen von mehreren Faktoren, die den Anteil an Systemlösungen im Auftragsbuch von ENGEL Machinery (Shanghai) kontinuierlich ansteigen lassen. Ein weiterer Faktor ist, dass die Automatisierung als integrierter Prozessbestandteil neue Prozesse, Bauteilfunktionen und Produktqualitäten ermöglicht und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffverarbeiter deutlich erhöht.

Die Chinaplas 2015 trägt diesem Trend mit einer Sonderveranstaltung Rechnung. ENGEL beteiligt sich mit einem eigenen, zweiten Messestand an der so genannten „Robot Parade“ in Halle 4.2, direkt eine Etage über dem Hauptmessestand. Ein Highlight wird dort der neue Kleinroboter ENGEL e-pic sein, der sich zum ersten Mal in Asien präsentieren wird. Ziel der Produktentwicklung war es, für das einfache Entnehmen, das Angussseparieren und das kontrollierte Ablegen, Rastern und Stapeln von kleinen Bauteilen eine leistungsstarke und dennoch wirtschaftliche Lösung anzubieten. Hierzu trägt entscheidend die völlig neue Kinematik bei, die Linear- mit Schwenkbewegungen kombiniert. Der Schwenkarm bewegt sich in Richtung der x-Achse, die damit vollständig verschwindet bzw. mit der y-Achse zu einer Einheit verschmilzt. Sowohl in Richtung der Spritz- als auch der Schließseite benötigt der ENGEL e-pic auf diese Weise deutlich weniger Platz als ein Linearroboter. Er lässt sich in die Schutzumwehrung der Spritzgießmaschine integrieren und hält damit die gesamte Fertigungszelle kompakt. Ein weiterer Effizienzfaktor ist der Einsatz von gewichtsoptimierten Bauteilen, die die bewegte Masse gering halten. Der servomotorisch angetriebene Roboter erreicht somit kürzeste Entnahmezyklen und hat einen nur geringen Energiebedarf. Im Vergleich zu Linearrobotern gleicher Größe benötigt der ENGEL e‑pic weniger als halb so viel Energie.

Der ENGEL e-pic Roboter findet nicht ausschließlich auf ENGEL Spritzgießmaschinen, sondern auch auf Maschinen anderer Marken Einsatz, ohne dass maschinenspezifische Anpassungen vorgenommen werden müssen. In Kombination mit einer ENGEL Spritzgießmaschine lässt sich der Roboter in die CC300 Maschinensteuerung integrieren. Roboter und Maschine greifen dann auf eine gemeinsame Datenbasis zu, was die Prozesssicherheit und den Bedienkomfort erhöht und zu effizienzoptimierten Produktionsabläufen führt. Die Steuerung rechnet die rotatorische Bewegung des Schwenkarms in eine lineare Bewegung um. Anwender, die es gewohnt sind, mit einem Linearroboter zu arbeiten, müssen sich nicht umstellen.

Außer dem ENGEL e-pic werden ein ENGEL viper Linear- und ein ENGEL easix Mehrachsroboter an der Roboter-Parade teilnehmen. Mit seinen drei Roboter-Bauarten bietet ENGEL für die unterschiedlichsten Handlingaufgaben jeweils eine effiziente Lösung. Des Weiteren umfasst das Automatisierungsspektrum von ENGEL periphere Komponenten wie Förderbänder und Sonderautomatisierungslösungen.

Um auch in China maßgeschneiderte Automatisierungskonzepte entwickeln zu können, hat ENGEL bereits über die vergangenen Jahre vor Ort ein Team aus Automatisierungsspezialisten aufgebaut. „Noch in diesem Jahr werden wir unser Automatisierungszentrum in Shanghai weiter personell verstärken“, sagt Willmeroth.
Seit 1980 entwickelt und baut ENGEL eigene Roboter und ist heute weltweit führend in der Automatisierung von Spritzgießprozessen.

Bester Vor-Ort-Service über den gesamten Lebenszyklus
Mit den technologischen Fortschritten steigt der Bedarf an Serviceleistungen in China stark an. Deshalb ist ENGEL dabei, auch sein Servicenetz sowie sein Trainingsangebot vor Ort weiter auszubauen. „Vor allem im Bereich der Prozesstechnologien sehen wir in China einen wachsenden Informations- und Trainingsbedarf“, sagt Gero Willmeroth. „Uns ist es wichtig, unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Spritzgießmaschinen, Roboter und Systemlösungen optimal zu unterstützen. Das ist der Mehrwert, den ENGEL seinen Kunden weltweit bietet.“
ENGEL auf der Chinaplas 2015: Halle 4.1, Stand J41 und Halle 4.2, Stand K21 (Robot Parade)
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29706
 22.01.2015

ENGEL auf der PLASTINDIA 2015  (Firmennews)

Kompakte Fertigungszellen, schneller Werkzeugwechsel und flexible Technologieintegration: Auf der PLASTINDIA vom 5. bis 10. Februar 2015 in Gandhinagar, Indien, präsentiert ENGEL, wie sich mit holmlosen Spritzgießmaschinen eine hohe Produktqualität und niedrigste Stückkosten vereinen lassen. Auf einer ENGEL victory tech Spritzgießmaschine wird ENGEL während der sechs Messetage Fittings produzieren.

Bild: Dank der freien Zugänglichkeit zum Werkzeugraum tragen holmlose Spritzgießmaschinen zu einer hohen Wirtschaftlichkeit bei.

Die Fertigung von Kunststoff-Rohrverbindungen stellt ganz besondere Anforderungen an die Fertigungstechnik. Benötigt werden große Werkzeuge mit ausragenden Kernen, gleichzeitig ist der Schließkraftbedarf der Anwendung relativ gering. Es gibt kaum eine Maschine, die dieses Anforderungsprofil so perfekt beherrscht wie die ENGEL victory, deren Schließeinheit ohne Holme arbeitet. Das holmlose Maschinenkonzept ermöglicht die volle Ausnutzung der Werkzeugaufspannplatten und einen maximalen Werkzeugfreiraum. So passen große Werkzeuge auf vergleichsweise kleine Maschinen, was die Stellfläche der Fertigungszelle reduziert, die Investitionskosten senkt und gleichzeitig auch im laufenden Betrieb sparen hilft, da eine kleinere Maschine unter anderem weniger Betriebsmittel und Energie benötigt als eine große. Wie dies in der Praxis aussehen kann, wird ENGEL gemeinsam mit seinem Werkzeugbaupartner ifw mould tec (Micheldorf, Österreich) mit der Herstellung von Rohrabzweigern für Hausabflusssysteme eindrucksvoll demonstrieren.

Holmlostechnik für eine höhere Wirtschaftlichkeit
Zum Einsatz kommt dafür eine holmlose ENGEL victory 740/160 tech Spritzgießmaschine mit 160 Tonnen Schließkraft. „Beim Einsatz einer Spritzgießmaschine mit Holmen, würden wir fast die doppelte Maschinengröße benötigen, um das voluminöse Werkzeug rüsten zu können“, betont Jitendra Devlia, Geschäftsführer von ENGEL MACHINERY INDIA. Hinzu kommt, dass zum Rüsten weder ein Holm gezogen, noch die Kernzüge demontiert werden müssen. Dies beschleunigt deutlich den Werkzeugwechsel, wodurch sich bei häufigem Rüsten die Produktivität der Spritzgießmaschine um mehr als zehn Prozent steigern lässt.
Das 2-fach-Werkzeug arbeitet mit hydraulischen Spreizkernen. Um zwei unterschiedliche Fitting-Geometrien spritzgießen zu können, ist es mit Wechselkernen ausgestattet, die im Serieneinsatz häufig ein- und ausgebaut werden. Bei solchen manuellen Arbeiten erhöht der barrierefreie Zugang zum Werkzeugraum auch die Ergonomie, da sich die Mitarbeiter nicht durch die Holme bücken müssen.

Servohydraulik vermeidet Verlustenergien
Die in Gandhinagar präsentierte ENGEL victory Maschine ist mit der ENGEL Servohydraulik ecodrive ausgerüstet, die den Energiebedarf hydraulischer Spritzgießmaschinen im Vergleich zu Standardmaschinen ohne Servohydraulik um bis zu 70 Prozent reduziert. Der Schlüssel dafür liegt im Vermeiden von Verlustenergien. Steht die Maschine still – zum Beispiel während des Kühlens – ruht auch der Motor und verbraucht keine Energie. Damit hängt das Maß der Energieeffizienz von der Anwendung ab. „Entscheidend ist jeweils die Gesamteffizienz“, so Jitendra Devlia. „Vor jeder Investition analysieren wir gemeinsam mit unserem Kunden den Gesamtprozess. Beim Einsatz von Werkzeugen mit hydraulischen Kernzügen schneiden energieoptimierte hydraulische Maschinen oft günstiger als vollelektrische ab.“

Roboterintegration steigert Effizienz und Sicherheit
Aus seinem Automatisierungsprogramm präsentiert ENGEL auf der PLASTINDIA einen ENGEL viper Linearroboter, der im Betrieb mit einer sehr hohen Positioniergenauigkeit und viel Dynamik punktet. Mit der Integration der Robotersteuerung in die CC300 Steuerung der ENGEL victory Spritzgießmaschine schöpft ENGEL weitere Effizienzpotenziale aus. Da Maschine und Roboter auf eine gemeinsame Datenbasis zugreifen, stimmen Maschine und Roboter ihre Bewegungsabläufe exakt aufeinander ab, was kurze Zykluszeiten begünstigt und die Energieeffizienz erhöht. Dank Holmlostechnik kann der Roboter direkt von der Seite aus in den Werkzeugraum gelangen. Damit entfällt eine aufwändige Störkantenumfahrung, und zudem lassen sich auch in niedrigen Fertigungshallen die Spritzgießprozesse automatisieren.
Die Bewegungsbefehle des Linearroboters fügen sich in die grafische Oberfläche der Maschinensteuerung ein, so dass sich das Personal nicht in zwei unterschiedliche Bedienphilosophien einarbeiten muss. „Mit der intuitiven Bedienführung und User-spezifischen Ansichten ermöglichen wir eine sehr einfache Bedienung und erhöhen damit deutlich die Prozesssicherheit“, betont Jitendra Devlia.

Auf kurzem Weg zum Kunden
Seit 16 Jahren ist ENGEL mit einer eigenen Niederlassung in Mumbai in Indien präsent und hat sich in dieser Zeit zum Nummer-1-Importeur qualitativ hochwertiger und effizienter Spritzgießtechnik entwickelt. Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Vertriebs- und Servicekapazitäten vor Ort trägt ENGEL dieser Marktbedeutung Rechnung. Vor vier Jahren ist ENGEL MACHINERY INDIA in größere Geschäftsräume gezogen und hat sein Angebot um ein eigenes Technikum und Trainingszentrum erweitert. Dort finden regelmäßig Seminare, Workshops und Konferenzen statt. Zudem steht das Technikum den Kunden für Abmusterungen und Versuche zur Verfügung. Darüber hinaus sorgen ein eigens Ersatzteillager und eine Service­hotline für kurze, schnelle Wege.
ENGEL auf der PLASTINDIA 2015: Halle 8, Stand 8 B17
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29603
 11.12.2014

Branchenkompetenz im Fünfer-Pack  (Firmennews)

“It’s your choice to be a winner!” – so heißt es vom 23. bis 27. März 2015 bei ENGEL auf der NPE in Orlando, Florida. Mit acht innovativen Anwendungen präsentiert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemanbieter, wie sich die spezifischen Anforderungen der fünf Branchen Automotive, Packaging, Medical, Teletronics und Technical Moulding in effiziente und wirtschaftliche Spritzgießlösungen umsetzen lassen. Dabei wird deutlich: Der Schlüssel für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit können sowohl maßgeschneiderte, hochintegrierte Systemlösungen als auch flexible Standardmaschinen sein.

Bild: ENGEL e-flomo ermöglicht die vollautomatische Einstellung der Durchflussmengen.

Zu den Messehighlights am ENGEL Stand in Halle A (West Building) gehören das erste Composite-Bremspedal im One-Shot-Prozess, die neue Hochleistungsmaschine ENGEL e-speed, der besonders dynamische Pick-and-Place-Roboter ENGEL e pic sowie innovative Service-Tools für eine noch höhere Prozesssicherheit und Anlagenverfügbarkeit.

Die Kunststoffindustrie in Nordamerika ist weiter auf Wachstumskurs. Vor allem innovative Verfahren und wirtschaftliche Lösungen für Hochleistungsanwendungen werden verstärkt nachgefragt. Beide Trends spiegeln sich in den Exponaten von ENGEL auf der NPE 2015 wider.

Einen Schwerpunkt bildet das Thema Leichtbau, das aktuell zu den stärksten Wachstumstreibern zählt. „Vor allem im Bereich der Faserverbundtechnologien erwarten wir in den nächsten Jahren einen starken Schub für die Spritzgießindustrie“, betont Mark Sankovitch, Geschäftsführer von ENGEL North America mit Stammsitz in York, PN, USA. In Hochleistungsprodukten – zum Beispiel für den Flugzeugbau – haben sich gerichtete Fasersysteme längst etabliert. Damit Composite-Werkstoffe auch in Massenanwendungen, wie dem Automobilbau, noch breiter Einsatz finden, besteht die größte Herausforderung darin, Verarbeitungsprozesse zu entwickeln, die auch bei hohen Stückzahlen niedrigste Stückkosten ermöglichen. „Es muss uns gelingen, in allen Bereichen auch thermoplastische Lösungen anzubieten, um wirklich einen breiten Durchbruch zu schaffen“, so Sankovitch. Spritzgießtechnologien bieten hierfür ein besonders großes Potenzial. Einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor erfüllt ENGEL mit seiner hohen Automatisierungskompetenz. Um die Entwicklung neuer Verfahren schneller voranzutreiben, hat ENGEL 2012 am Sitz seines Großmaschinenwerks in St. Valentin, Österreich ein eigenes Technologiezentrum für Leichtbau-Composites gegründet. Dieses versteht sich als Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit internationalen Partnerunternehmen und Universitäten. Gemeinsam mit seinen Systempartnern setzte ENGEL in den vergangenen Jahren bereits mehrere Meilensteine.

ENGEL automotive: Kosteneffizienz für den Großserienleichtbau
Mit dem geometrie- und belastungsoptimierten Bremspedal aus Kunststoff präsentiert ENGEL gemeinsam mit ZF-Friedrichshafen einen dieser Meilensteine in Orlando. 2011 wurde das Konzept für die Herstellung eines Organoblech-Hybrid-Bremspedals mit dem Composite Innovations Award ausgezeichnet und seither konsequent durch ZF weiterentwickelt. Während der Messe gewährt ENGEL an seinem Messestand einen Einblick in die Effizienz des neuen Herstellungsverfahrens. Auf einer vertikalen ENGEL insert 1050H/230 single US Spritzgießmaschine mit ENGEL easix Mehrachsindustrieroboter und Infrarot-Ofen werden die endlosfaserverstärkten thermoplastischen Kunststoff-Halbzeuge erhitzt, im Werkzeug vorgeformt und unmittelbar danach mit Polyamid umspritzt. Die Anlage liefert ohne Beschnitt einbaufertige Bauteile.
Thermoplastische Faserverbundhalbzeuge (Organobleche) zeichnen sich durch eine hohe Festigkeit und Steifigkeit aus. Zudem haben die ZF-Produktentwickler bei der Konstruktion des Bremspedals den Lagenaufbau an die Bauteilbelastung angepasst. So lässt sich ohne Einbußen bei der Belastbarkeit das Bauteilgewicht im Vergleich zu herkömmlichen Bremspedalen aus Stahl um zirka 30 Prozent reduzieren. Hinzu kommt, dass die Leichtbaukonstruktion zahlreiche Prozessschritte bei der Herstellung überflüssig macht, was die Produktivität erhöht und die Stückkosten senkt.
Die Steuerung des ENGEL easix Mehrachsroboters ist vollständig in die Steuerung der Spritzgießmaschine integriert. Neben der einfachen Bedien- und Programmierbarkeit des Roboters resultieren daraus exakt aufeinander abgestimmte Maschinen- und Roboterbewegungen. Da der Roboter Zugriff auf die Maschinenparameter hat, kann der Greifer bereits während der Formöffnungsbewegung in den Werkzeugbereich einfahren, was die Zykluszeit verkürzt. Die Parallelbewegungen sind vor allem beim Handling vorgewärmter Halbzeuge wichtig, da die Halbzeuge bis zum Umformprozess nicht zu stark abkühlen dürfen. Des weiteren ist die hohe Positioniergenauigkeit des Mehrachsroboters ein qualitätsentscheidender Faktor.

Doppelte Technologieintegration für neue Qualitätshorizonte
Prozessintegration führt zu mehr Effizienz, Sicherheit und Qualität. Dass sich nicht nur dem Spritzguss vor- und nachgelagerte Prozessschritte, sondern auch unterschiedliche Prozesstechnologien miteinander kombinieren lassen, demonstriert ENGEL auf einer ENGEL duo 2550/610 US Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 20 Roboter. Für die Herstellung von Mittelkonsolenkomponenten aus PC-ABS setzt ENGEL zwei Technologien auf einmal ein: ENGEL foammelt, das von Trexel (Wilmington, MA, USA) entwickelte MuCell-Schaumspritzgießen, und das variotherme Spritzgießverfahren von Roctool (Le Bourget du Lac, Frankreich). Ziel ist es, Dünnwandteile mit einer sehr hochwertigen Oberfläche und gleichzeitig exzellenten Wiedergabe von Feinstrukturen in einem einzigen Spritzgießschritt herzustellen.
Um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Verfahrenskombination aufzuzeigen, besitzt das Musterteil unterschiedliche Wanddicken und Oberflächenstrukturen. Dank ENGEL foammelt wird die Kavität inklusive der Hinterschnitte vollständig gefüllt, und nach dem Abkühlen weist das Bauteil keine Einfallstellen auf. Gleichzeitig sorgt der variotherme Prozess für eine Hochglanzoptik in Pianoblack. Außer für Interieur-Anwendungen im Automobil eröffnet die doppelte Technologieintegration auch in den Bereichen Weiße Ware und Haushaltswaren neue Effizienz- und Qualitätshorizonte.
Die ENGEL duo Spritzgießmaschine präsentiert sich auf der NPE 2015 im neuen Design. Der Anwender profitiert vor allem von einem Plus an Ergonomie durch die niedrigere Bedienhöhe und dem verbesserten Zugang zum Werkzeug- und Düsenbereich. Weitere Merkmale der neuen Maschinengeneration sind die Rollenschienenführung für die bewegliche Aufspannplatte, eine energieoptimierte Formbewegung und ein sehr sauberer Werkzeugbereich durch den Verzicht auf eine Zentralschmierung.

ENGEL medical: Höhere Produktivät bei kleinerem Anlagenfootprint
Im Ausstellungsbereich Medical produziert ENGEL auf der NPE 2015 Tropfkammern für Bluttransfusionen mit eingelegtem Filter. Für diesen hochintegrierten Fertigungsprozess kommt eine ENGEL e-victory 310H/80W/50V/180 combi US Dreikomponenten-Spritzgieß-maschine mit ecodrive und in Reinraumausführung zum Einsatz. Die Tropfkammern bestehen aus einer ABS- und einer PP-Komponente, die in einem Arbeitsschritt spritzgegossen, mit dem Filter montiert und durch Umspritzen mit einem weiteren Polypropylen gefügt werden. Dieser hohe Integrationsgrad sorgt für einen deutlichen Effizienzschub in der Herstellung von Mehrkomponentenhohlkörpern mit Inlays. Herkömmlich werden die zwei Hohlkörperhälften einzeln spritzgegossen und erst in nachfolgenden Prozessschritten mit dem Inlay montiert und verklebt. Dies bedeutet längere Zykluszeiten, einen zusätzlichen logistischen Aufwand verbunden mit einem höheren Kontaminationsrisiko sowie eine deutlich geringere Flächenproduktivität, da in der Regel mehrere voneinander unabhängige Fertigungszellen benötigt werden. „Tropfkammern sind Massenprodukte, die sich trotz höchster Anforderungen an die Produktsicherheit und Hygiene wirtschaftlich herstellen lassen müssen“, macht Mark Sankovitch die große Bedeutung dieses One-Shot-Prozesses deutlich. Auch andere Branchen können von diesem Effizienzschub profitieren. Bei Kraftstofffiltern beispielsweise handelt es sich ebenfalls um Hohlkörper mit einem Inlay.
Werkzeugbaupartner für dieses Exponat ist Hack Formenbau (Kirchheim, Deutschland), der eine wichtige Voraussetzung für den hohen Integrationsgrad schafft. Dank der servoelektrischen Antriebe für alle Bewegungen des Indexplattenwerkzeugs, lassen sich voneinander unabhängige Bewegungen synchron steuern.
Für das Handling der Filter und Fertigteile ist ein ENGEL easix Mehrachsroboter in die Fertigungszelle integriert. Vor dem Austakten führt der Roboter die Tropfkammern zur 100-Prozent-Qualitätskontrolle.

Maximale Sicherheit im Hochleistungsbetrieb
Auch in der Medizintechnik werden zur Steigerung der Produktivität immer häufiger Vielkavitätenwerkzeuge eingesetzt, die entsprechend große Spritzgießmaschinen benötigen. ENGEL hat deshalb seine vollelektrische Maschinenreihe ENGEL e-motion auch im hohen Schließkraftbereich auf Hochleistungsanwendungen ausgelegt. Auf der NPE präsentiert ENGEL gemeinsam mit dem Automatisierungsspezialisten HEKUMA (Eching, Deutschland) und dem Werkzeugbauer Braunform (Bahlingen, Deutschland) die hochautomatisierte Reinraumproduktion von Nadelhaltern für Insulinpens.
Die Kerne des 96-fach-Werkzeugs haben einen Durchmesser von lediglich 0,3 mm. Um einer Kernverformung zuverlässig entgegenzuwirken, ist das elektrische Spritzaggregat der ENGEL e-motion 440/240 T US mit einem Direktantrieb ausgestattet. Damit werden besonders dynamische Einspritzbewegungen und eine Einspritzgeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s erreicht. Ist ein Teil dennoch nicht in Ordnung, wird dies vom kamerabasierten Kontrollsystem sofort erfasst. Dank der kavitätenreinen Ablage werden die Schlechtteile automatisch aussortiert, so dass das Spritzgießwerkzeug ohne Kavitätenabschaltung weiter produzieren kann. Trotz der filigranen Werkzeugkerne erreicht die vollelektrische Maschine eine besonders kurze Zykluszeit von ca. 3,5 Sekunden.

ENGEL packaging: Das Beste aus zwei Welten
Traditionell sind Hochleistungsanwendungen eine Domäne der Verpackungsindustrie, und dort lautet der Trend Energieeffizienz. Mit der ENGEL e-speed 720 US Spritzgießmaschine, die ENGEL auf der NPE 2015 erstmalig in Nordamerika präsentiert, vereint ENGEL das Beste aus zwei Welten. Der neue große Schnellläufer greift auf die vollelektrische Antriebstechnik der Hochleistungsbaureihen ENGEL e-motion und ENGEL e-cap sowie die Leistungsstärke der ENGEL speed Serie zurück und vereint damit höchste Einspritzgeschwindigkeiten mit maximaler Energieeffizienz.
Die Schließeinheit der 720-Tonnen-Hybridmaschine arbeitet elektrisch, wobei eine völlig neue Antriebslösung zum Einsatz kommt. Um auch bei hohen Schließkräften in Verbindung mit kurzen Zykluszeiten Leistungsspitzen zu vermeiden, dient ein Schwungrad als elektrischer Speicher. Dieses nimmt die Bremsenergie der Plattenbewegungen auf und gibt bei Bedarf – zum Beispiel zur erneuten Beschleunigung der Schließbewegung – die gespeicherte Energie wieder an den Motor ab. Bei Erreichen der Speicherkapazität wird die überschüssige Energie des Generators ins Netz zurückgespeist und nicht – wie herkömmlich üblich – über den Bremswiderstand in Wärme umgewandelt. Damit kommt die ENGEL e-speed 720 mit einer vergleichsweise niedrigen und vor allem konstanten Anschlussleistung aus.
Spritzseitig findet das langjährig bewährte ENGEL-Inline-Spritzaggregat mit einer besonders hohen Einspritzdynamik und einem elektrischen Dosierantrieb Einsatz. Einspritzgeschwindigkeiten von bis zu 800 mm pro Sekunde werden erreicht.
Dank seines besonders großen Öffnungshubs nimmt der neue Schnellläufer auch große Etagenwerkzeuge auf, wie er in Orlando eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auf einer ENGEL e-speed 720/90 US werden in einem 4+4-fach-Werkzeug von StackTeck (Brampton, Ontario, Kanada) 1,5-Liter-Behälter produziert. Dank der Hochgeschwindigkeitsautomation von CBW automation (Fort Collins, CO, USA) werden die Behälter mit einer extrem kurzen Entnahmezeit von 0,5 Sekunden entformt.

ENGEL technical moulding: Effizienter Mehr-K-Spritzguss mit Standardtechnik
Für viele Mehrkomponentenanwendungen bietet die Prozessintegration Vorteile, sie muss aber nicht in jedem Fall die effizienteste Lösung darstellen. Bei der Auswahl des geeigneten Verarbeitungsprozesses entscheiden neben den Anforderungen des Bauteils auch die geplanten Losgrößen und die Rahmenbedingungen am Standort wie der bereits vorhandene Maschinenpark. Eine Alternative zur Fertigung mit Mehrkomponentenwerkzeug und integrierter Fertigungszelle ist die Verknüpfung von zwei – oder mehr – Spritzgießmaschinen mit einem Linearroboter. Umsetzprozesse bieten den Vorteil, dass anstelle maßgeschneiderter Sondermaschinen häufig Standardtechnik den Anforderungen genügt. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert ENGEL mit der Produktion von Doppelschraubenschlüsseln auf zwei ENGEL e-mac 170/55 US Maschinen mit 4-fach-Werkzeugen von Roembke (Ossian, IN, USA). Die Schraubenschlüssel bestehen aus carbonfaserverstärktem Polyamid, das für eine bessere Griffigkeit zwischen den Maulenden einen Überzug aus Silikon erhält. Auf Maschine 1 wird dafür der Rohling spritzgegossen. Dieser wird von einem ENGEL viper 12 Linearroboter entformt und unmittelbar danach in das Werkzeug der gegenüberliegenden zweiten Spritzgießmaschine eingelegt. Während der Flüssigsilikonverarbeitung startet Maschine Nummer 1 bereits mit der Produktion des nächsten Schraubenschlüssels.

Für die Herstellung technischer Teile mit hohen Anforderungen an die Präzision stellen die vollelektrischen ENGEL e-mac Maschinen mit ihren kompakten Abmessungen eine besonders platzsparende Lösung dar. Dadurch steigt die Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche, was in immer mehr Betrieben eine wichtige Effizienzkennzahl ist. Die ENGEL e-mac Spritzgießmaschinen arbeiten mit höchster Wiederholgenauigkeit und reduzieren aufgrund der Parallelbewegungen der einzelnen Antriebsachsen die Zykluszeiten. Vom Einspritzen über das Dosieren bis zu den Werkzeug- und Auswerferbewegungen arbeiten bei der ENGEL e-mac alle Antriebe servoelektrisch. Dies gewährleistet nicht nur höchste Präzision und Prozessstabilität, sondern auch einen optimalen Wirkungsgrad für die gesamte Maschine. Die Antriebe werden in einer modernen Achsverbundlösung mit stabilisiertem Zwischenkreis betrieben, wobei die Bremsenergie mittels Rückspeisung wieder ins Netz abgeführt wird. Die Einspritzachse der ENGEL e-mac erreicht eine besonders hohe Beschleunigung von über 20 m/s².

ENGEL teletronics: Maximale Präzision für Kunststoff/Metall-Verbunde
Bei Insert-Anwendungen ist es oft sinnvoll, in Richtung der Schwerkraft zu arbeiten. Während der Messe produziert ENGEL auf einer vertikalen ENGEL insert 500H/110 rotary US Spritzgießmaschine Steckergehäuse. Um die Metallstifte direkt umspritzen zu können, nimmt ein ENGEL easix Roboter jeweils vier Sätze Metallstifte aus den Zuführvorrichtungen auf und platziert sie im Unterteil des 4-fach-Werkzeugs, das Capsonic (Elgin, IL, USA) für die Messepräsentation zur Verfügung stellt. Der Mehrachsroboter demonstriert in dieser Anwendung einmal mehr seine hohe Positioniergenauigkeit. Auch bei vielen Insert-Anwendungen entscheidet die Bewegungspräzision des Roboters über die Qualität der Endprodukte.
Die Spritzgießmaschine arbeitet mit einem Drehteller, der mit zwei Arbeitsstationen ausgestattet ist. Die Metallstifte werden parallel zum Spritzprozess platziert, was nicht nur für kurze Zykluszeiten sorgt, sondern auch eine hohe Energieeffizienz sicherstellt. Erfolgen alle Handlingarbeiten außerhalb der Schließeinheit, bleibt das Werkzeug nur für die sehr kurze Zeit der Drehtellerrotation geöffnet und unnötige Wärmeverluste werden vermieden.
Die komplette Automatisierung der Fertigungszelle wurde vom ENGEL Automatisierungsteam in York geplant und gebaut. Um die Flexibilität des ENGEL easix Roboters herauszufordern, wurden zwei unterschiedliche, voneinander unabhängige Zuführsysteme integriert, die während der Messe abwechselnd im Einsatz sind. Der Roboter muss sich flexibel auf die sich immer wieder verändernden Anforderungen einstellen und dennoch alle Aufgaben mit konstant hoher Präzision erledigen.

25 Jahre holmlos – eine Erfolgsgeschichte mit Zukunftspotenzial
„25 Jahre holmlos“ – dieses Jubiläum feiert ENGEL auf der NPE mit einer ENGEL victory 330/85 tech US Maschine, die Fittings für Ablaufsysteme produziert.
Seit der Entwicklung der ersten Einschneckenspritzgießmaschine im Jahr 1956 galt es als unverrückbarer Grundsatz, dass die Schließeinheit einer Spritzgießmaschine vier Holme haben muss. Als ENGEL auf der internationalen Kunststoffmesse K 1989 in Düsseldorf, Deutschland eine holmlose Maschine präsentierte, wurde die Innovation der Österreicher bestaunt, von manchen Seiten aber auch belächelt und es gab viele Argumente dagegen. Heute – 25 Jahre später – gehören die holmlosen Spritzgießmaschinen zu den größten Umsatzträgern von ENGEL. Mehr als 60.000 Holmlos-Maschinen wurden weltweit geliefert und belegen den herausragenden Erfolg dieses Konstruktionsprinzips. Wie keine andere Bauart werden die Maschinen mit den großen Aufspannflächen und der freien Zugänglichkeit zum Werkzeugraum bis heute und auch in der Zukunft den Anforderungen an eine hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Spritzgießfertigung optimal gerecht.
Vor allem die Fitting-Herstellung nutzt die Vorteile der Holmlostechnik optimal aus. Mit seinen großen Kernzügen bringt es das Werkzeug für die auf der NPE produzierten Rohrstücke, das von ifw-Kunststofftechnik (Micheldorf, Österreich) zur Verfügung gestellt wird, auf beachtliche Maße und dennoch lässt es sich auf der 85-Tonnen-Maschine bequem und schnell montieren. „Beim Einsatz einer klassischen Holmmaschine bräuchten wir eine deutlich größere Maschine mit einer Schließkraft von mindestens 150 Tonnen, um das voluminöse Werkzeug rüsten zu können. Zusätzlich müssten wir entweder einen Holm ziehen oder zeitaufwändig die Kernzüge demontieren“, macht Mark Sankovitch deutlich. Da bei der ENGEL victory keine Holme stören, können die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausgenutzt werden. Sehr große Werkzeuge passen so auf vergleichsweise kleine Spritzgießmaschinen. Gleichzeitig steigt die Gesamteffizienz; eine kleinere Maschine ist günstiger in der Anschaffung sowie im Betrieb und erfordert eine kleine Stellfläche.

Automation: Vom einfachen Pick and Place bis zur Turn-key-Lösung
Von der soliden Standardmaschine bis zur hochintegrierten und automatisierten Fertigungszelle aus einer Hand entwickelt ENGEL für seine Kunden weltweit die wirtschaftlichsten Lösungen. Im Turn-key-Geschäft haben die Verarbeiter von Anfang an nur einen Ansprechpartner für die Gesamtanlage, was die Projektierung und Inbetriebnahme deutlich verkürzen kann. Selbst wenn einzelne Anlagenkomponenten gemeinsam mit Partnern realisiert werden, trägt ENGEL die Gesamtverantwortung.
„Der Anteil an Systemlösungen nimmt im Auftragseingang zu“, sagt Mark Sankovitch. „Immer mehr Spritzgießmaschinen werden inklusive Handling ausgeliefert.“ Dabei ist die Automatisierung zunehmend ein integrativer Prozessbestandteil, der die Fertigungsprozesse nicht nur effizienter und wirtschaftlicher macht, sondern auch ganz neue Herstellungsverfahren, Bauteileigenschaften, Designlösungen und Produktqualitäten ermöglicht. Um gleichzeitig auch für einfache Pick-and-Place-Anwendungen eine sehr wirtschaftliche, dynamische und kompakte Lösung anbieten zu können, hat ENGEL einen neuen Kleinroboter für die horizontale und vertikale Entnahme bis zu einem Manipulationsgewicht von 2 kg entwickelt.
Auf der NPE wird sich der ENGEL e-pic erstmalig dem amerikanischen Publikum präsentieren. Dank seiner völlig neuen Kinematik, die Linearbewegungen mit einem Schwenkarm kombiniert, vereint der ENGEL e-pic höchste Leistung mit maximaler Wirtschaftlichkeit. Um die bewegte Masse gering zu halten, basiert der Roboterarm auf Leichtbaukomponenten. Dies stellt kürzeste Entnahmezyklen und einen geringen Energieverbrauch sicher. Im Vergleich zu Linearrobotern gleicher Größe benötigt der ENGEL e‑pic weniger als halb so viel Energie. Das kompakte Design trägt ebenfalls zur hohen Wirtschaftlichkeit bei. Beim Einsatz auf Spritzgießmaschinen mit integriertem Förderband arbeitet der Roboter innerhalb der erweiterten Schutzumhausung und beansprucht keinen zusätzlichen Platz.
Ausgestattet mit einer eigenen Steuerung findet der ENGEL e-pic nicht nur auf ENGEL Spritzgießmaschinen, sondern auch auf Maschinen anderer Marken Einsatz. In Kombination mit einer ENGEL Spritzgießmaschine lässt sich der Roboter in die CC300 Maschinensteuerung sehr einfach integrieren. Roboter und Maschine greifen dann auf eine gemeinsame Datenbasis zu, was die Prozesssicherheit und den Bedienkomfort erhöht und zu effizienzoptimierten Produktionsabläufen führt. Die Steuerung rechnet die rotatorische Bewegung des Roboter-Schwenkarms in eine lineare Bewegung um. Wer es gewohnt ist, mit einem Linearroboter zu arbeiten, muss sich also nicht umstellen.
Mit der Neuentwicklung deckt ENGEL nun auch im Handlingbereich das gesamte Anforderungsspektrum noch besser ab, vom einfachen Entnehmen, Ablegen und Angusstrennen über das anspruchsvolle Einlegen und Entformen bis zum Verketten verschiedener Prozessschritte in einer hochintegrierten Fertigungszelle. Die ENGEL viper Linearroboter präsentieren sich in Orlando in einer neuen Generation. Dank des Updates sind sie jetzt noch schneller, flexibler, kompakter, energieeffizienter und komfortabler in der Bedienung. Neu ist auch das 7“-Touch-Handbediengerät C70, das mit einem Gewicht von 950 Gramm eines der leichtesten seiner Art und Größe am Markt ist. Die Darstellung der Roboterseiten ist an das neue Design der CC300 Steuerung der ENGEL Spritzgießmaschinen angepasst. Dies gewährleistet eine durchgängige Bedienphilosophie.

ENGEL plus: Neues Serviceportal für einen noch höheren Kundennutzen
Training und Service sind bei ENGEL ein fester Bestandteil der Systemphilosophie. Unter der Marke ENGEL plus bietet ENGEL weltweit nicht nur schnellsten Hotline- und Vor-Ort-Support, sondern auch eine Reihe von Optimierungstools, die für mehr Effizienz und Prozesskonstanz sorgen, die Verfügbarkeit der Maschinen und Anlagen erhöhen und die Prozesse optimieren helfen. ENGEL plus präsentiert sich auf der NPE mit mehreren Expert Corners. Dort geht es um ENGEL e-flomo, ENGEL Ölwartung und das neue Kundenportal.
Die Werkzeugtemperierung hat erheblichen Einfluss auf die Produktivität des Fertigungsprozesses und die Bauteilqualität, dennoch wird ihr meist zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Mit der Entwicklung von ENGEL flomo im Jahr 2010 hat ENGEL einen Umdenkprozess in Gang gesetzt. Das maschinenintegrierbare, kompakte und manuell einstellbare Temperierwasserverteilersystem mit elektronischer Überwachung erhöht die Prozesssicherheit und vereinfacht die Prozessoptimierung – bis heute in mehr als 1.000 Neumaschinen. Nun vollzieht ENGEL den Schritt von der Prozessüberwachung zur Prozessregelung. Die Neuentwicklung ENGEL e-flomo besitzt elektrische Regelventile und ermöglicht die vollautomatische Einstellung und Regelung der Durchflussmengen. „ENGEL e-flomo hält die Temperierverhältnisse im Werkzeug auch bei schwankendem Wasserdruck über den gesamten Produktionszeitraum konstant“, sagt Mark Sankovitch. „Das Ergebnis sind ein Mehr an Effizienz und Prozesssicherheit und eine konstant hohe Produktqualität.“
Für geringe Wartungskosten und eine höhere Maschinenverfügbarkeit sorgt die ENGEL Ölwartung. Verunreinigungen verursachen 80 Prozent aller Ausfälle in Hydrauliksystemen. Die ENGEL Ölwartung packt dieses Problem an der Wurzel: Eine Zellulose-Cartridge mit einer Filterfeinheit von 3 µm beseitigt Schmutzpartikel, kondensiertes Wasser und Ölabbauprodukte in einem Arbeitsschritt. Das Ergebnis: Bis zu 55 Prozent weniger Ausfallzeiten und um 60 Prozent geringere Wartungskosten.
Ein besonderes Highlight ist das neue Kundenportal, das ENGEL auf der NPE weltweit erstmalig vorstellt. Online können die Kunden damit noch komfortabler und schneller als bisher Serviceanforderungen stellen und Ersatzteile ordern. Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Transparenz. Der Kunde kann den Bearbeitungsfortschritt von zum Beispiel Servicetickets jederzeit im Auge behalten und erhält damit eine höhere Planungssicherheit. Ortsunabhängig öffnet die neue Kunden-App die Türen zur ENGEL Welt und zugleich auch zum eigenen Maschinenpark. Der aktuelle Status sowie die Verfügbarkeit aller Maschinen werden in der App übersichtlich dargestellt. „Die hohe Innovationsstärke von ENGEL zeigt sich nicht nur in Produkten und Technologien“, sagt Mark Sankovitch. „Auch im Service ist es unser Ziel, den Kundennutzen kontinuierlich zu steigern.“

ENGEL auf der NPE 2015: West Building, Halle A, Stand W1303
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29557
 28.11.2014

ENGEL auf der Interplastica 2015  (Firmennews)

Auf der Interplastica 2015 vom 27. bis 30. Januar in Moskau dreht sich bei ENGEL alles um die Holmlostechnik. Vor mehr als 25 Jahren hat ENGEL als erster Spritzgießmaschinenbauer weltweit eine Baureihe mit barrierefreier Schließeinheit entwickelt. Bis heute ist dieses Konstruktionsprinzip in vielen Anwendungen der Schlüssel für höchste Effizienz und niedrigste Stückkosten.

Bild: Eine Erfolgsgeschichte: In 25 Jahren hat ENGEL mehr als 60.000 Holmlosmaschinen weltweit ausgeliefert.

„Ein besonders großes Effizienzpotenzial bieten Anwendungen, die ein voluminöses Werkzeug erfordern, im Vergleich dazu aber einen nur geringen Schließkraftbedarf haben“, betont Olaf Kassek, Geschäftsführer von OOO ENGEL in Moskau. In diese Gruppe fallen beispielsweise die Herstellung dreidimensional anspruchsvoller Bauteile oder Mehrkomponentenprozesse, die Kernzüge und Schieber erfordern. Da sich die Werkzeugaufspannplatten der holmlosen ENGEL victory und ENGEL e-victory Maschinen bis an den Rand und zum Teil sogar darüber hinaus ausnutzen lassen, können deutlich größere Werkzeuge montiert werden als beim Einsatz einer Maschine mit Holmen in der gleichen Schließkraftklasse. „Fällt die Entscheidung auf eine holmlose Maschine, können wir in vielen Projekten eine deutlich kleinere Spritzgießmaschinen einsetzen, als es der Kunde auf Basis einer Holmmaschine ursprünglich kalkuliert hat“, so Kassek. „Zum Teil reduziert sich die Maschinengröße um 50 Prozent.“ Das Plus für den Kunden sind niedrigere Investitions- und Betriebskosten. Hinzu kommt, dass eine kleinere Maschine weniger Stellfläche benötigt, was in immer mehr Betrieben ein wichtiger Effizienzfaktor ist.

LIM-Prozesse sicher beherrschen
Während der Messe wird ENGEL das volle Potenzial der holmlosen Spritzgießmaschinen live auf seinem Messestand präsentierten. Auf einer ENGEL e-victory 120 combi werden Sensorgehäuse für die Durchflussmessung mit integrierter Silikon-Dichtung gefertigt. Die Verarbeitung von Flüssigsilikon stellt aufgrund der sehr niedrigen Materialviskosität besonders hohe Anforderungen an die Parallelität der Werkzeugaufspannplatten, und auch hier spielen die holmlosen ENGEL Maschinen ihre Vorteile aus. „Konstruktiv erreichen die holmlosen Maschinen eine noch höhere Plattenparallelität als Spritzgießmaschinen mit Holmen“, sagt Olaf Kassek. „Wir können LIM-Anwendungen mit ENGEL victory und ENGEL e‑victory Maschinen sicher beherrschen und gratarm und nacharbeitsfrei arbeiten.“ Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Faktoren. Zum Ersten behält die bewegliche Aufspannplatte dank Drei-Punkt-Führung auch während des Öffnens und Schließens der Form ihre Ausrichtung bei. Und zum Zweiten ist die feststehende Aufspannplatte nicht nach unten, sondern nach hinten mit dem Maschinenrahmen verbunden, um die Maschinenschwingungen symmetrisch aufzunehmen und beim Beschleunigen und Abbremsen parallel zur beweglichen Platte zu bleiben. Hinzu kommt, dass das patentierte Biegegelenk Force Divider für eine über die gesamte Aufspannfläche gleichmäßig verteilte Krafteinleitung in das Werkzeug sorgt. Außenliegende Kavitäten werden mit der exakt gleichen Kraft zugehalten wie Kavitäten in der Mitte. Somit reduziert sich der Werkzeugverschleiß deutlich und die Produktqualität steigt.

Standard statt Sonderlösung
Spritzseitig sorgen in dieser Anwendung servogetriebene Spritzaggregate für höchste Präzision. Bei sehr kleinen Spritzvolumina sind hierfür im LSR-Bereich üblicherweise Sonderlösungen erforderlich. Bei der ENGEL Maschine kann dies dagegen mit einem Standardaggregat abgedeckt werden.
Die Hybridmaschine ENGEL e-victory mit elektrischen Spritzaggregaten ist im Standard mit einer servohydraulischen Schließeinheit ausgestattet. Die Servohydraulik ENGEL ecodrive ermöglicht auch beim Einsatz hydraulischer Antriebe einen sehr energieeffizienten Betrieb. Je nach Maschinentyp und Anwendung reduziert ecodrive den Energiebedarf um 30 bis 70 Prozent. Möglich ist dies, da Verlustenergien konsequent vermieden werden. Bei Bewegungsstillstand – zum Beispiel während der Kühlphasen – ruht der Motor und verbraucht keine Energie. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass an das Hydrauliköl deutlich weniger Wärme abgegeben wird und in vielen Anwendungen das Öl nicht mehr gekühlt werden muss. Während der Messe wird ein ENGEL viper 20 Linearroboter die fertigen Sensorgehäuse aus dem Werkzeug entnehmen und auf dem Förderband ablegen. Da keine Holme stören, kann der Roboter direkt von der Seite aus in den Werkzeugraum gelangen, was auch in niedrigen Produktionshallen die Automatisierung der Spritzgießprozesse erlaubt.

Geregelte Verhältnisse
Seinen Serviceprodukten und Optimierungstools widmet ENGEL auf der Interplastica eine eigene Expert Corner. Top-Thema ist dort die intelligente Werkzeugtemperierung. Die Werkzeugtemperierung hat erheblichen Einfluss auf die Produktivität des Fertigungsprozesses und die Bauteilqualität, dennoch wird ihr meist zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Mit der Entwicklung von ENGEL flomo im Jahr 2010 hat ENGEL einen Umdenkprozess in Gang gesetzt. Das maschinenintegrierbare, kompakte und manuell einstellbare Temperierwasserverteilersystem mit elektronischer Überwachung erhöht die Prozesssicherheit und vereinfacht die Prozessoptimierung – bis heute in mehr als 1.000 Neumaschinen. Nun vollzieht ENGEL den Schritt von der Prozessüberwachung zur Prozessregelung. Mit ENGEL e-flomo ist zukünftig auch die vollautomatische Einstellung und Regelung der Durchflussmengen möglich. Das Ergebnis sind ein Mehr an Effizienz und Prozesssicherheit und eine konstant hohe Produktqualität.
ENGEL auf der Interplastica 2015: Halle 3, Stand B09
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29537
 24.11.2014

ENGEL auf der PLAST EURASIA 2014   (Firmennews)

Mit hochintegrierten und automatisierten Systemlösungen aus einer Hand steigert ENGEL die Produktqualität, die Fertigungseffizienz und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlieferant auf der PLAST EURASIA 2014 vom 4. bis 7. Dezember in Istanbul anhand von drei innovativen Anwendungen.

Bild: Auf der PLAST EURASIA fertigt eine ENGEL e-motion 160 mit integriertem IML Lebensmittelcontainer.

LIM-Mehrkomponentenprozesse effizient beherrschen
Vollautomatisch, nacharbeitsfrei, abfallfrei und gratarm – so lauten die wichtigsten Anforderungen bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR). Dass die Systemlösungen von ENGEL nicht nur diese Vorgaben exzellent erfüllen, sondern darüber hinaus auch LIM-Mehrkomponentenprozesse sicher und effizient beherrschen, stellt eine ENGEL e-victory 200H/80W/120 combi Spritzgießmaschine – automatisiert mit einem ENGEL viper 20 Linearroboter – auf der PLAST EURASIA eindrucksvoll unter Beweis. In einem Werkzeug von ACH solution (Fischlham/Österreich) werden Sensorgehäuse für die Durchflussmessung mit integrierter Dichtung gefertigt. Die Verwendung servogetriebener Spritzaggregate gewährleistet in dieser Anwendung höchste Präzision. Üblicherweise erfordert der LSR-Bereich bei sehr kleinen Spritzvolumina hierfür Sonderlösungen. ENGEL deckt dies jedoch mit einem Standardaggregat ab. Die hier eingesetzte und von ENGEL entwickelte und patentierte Software iQ weight control erkennt während des Einspritzprozesses Schwankungen der Schmelzemenge und gleicht diese umgehend während des aktuellen Einspritzvorgangs automatisch aus.

Auch die holmlose Schließeinheit der ENGEL e-victory Maschine trägt in dieser Anwendung entscheidend zu einer hohen Prozesskonstanz bei. Der patentierte Force-Divider sorgt für eine über die gesamte Aufspannfläche gleichmäßig verteilte Krafteinleitung in das Werkzeug. Damit werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was den Werkzeugverschleiß deutlich reduziert und die Produktqualität steigert. Zudem ermöglicht der freie Zugang zum Werkzeugraum der Holmlosmaschine optimale Automatisierungskonzepte.

Vollelektrisch für höchste Leistungen
Auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 440/160 Spritzgießmaschine werden in einem 2-fach-Werkzeug von Glaroform (Näfels/Schweiz) 500-ml-Lebensmittelcontainer produziert. Die Verpackungen werden mittels In-Mould-Labeling (IML) dekoriert. Hierfür arbeitet ENGEL mit seinem Partner BECK automation (Oberengstringen/Schweiz) zusammen.
Die konsequente Weiterentwicklung der ENGEL e-motion etabliert diese Baureihe zunehmend im Bereich der Hochleistungsanwendungen in der Verpackungsindustrie. Die jüngste Maschinengeneration erreicht Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde und verbindet dabei höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz. Das geschlossene System für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher. Dies macht die ENGEL e-motion auch in regulierten Fertigungsbereichen – zum Beispiel bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen – zum bevorzugten Maschinentyp.

Maximale Sicherheit bei höchster Wirtschaftlichkeit
Wie sich höchste Effizienz mit maximaler Prozesssicherheit vereinen läßt, präsentiert ENGEL mit einer Anwendung aus der Medizintechnik. Eine vollelektrische ENGEL e‑mac 440/100 Spritzgießmaschine fertigt in einem 16-fach-Präzisionswerkzeug von Fostag (Stein am Rhein, Schweiz) Polystyrol-Nadelhalter für Sicherheitsspritzen.
Um die spezifischen Anforderungen der Medizintechnikindustrie, wie höchste Produktsicherheit, absolute Reinheit und Präzision sowie lückenlose Dokumentation, in wirtschaftliche Spritzgießprozesse zu übersetzen, widmet sich bei ENGEL ein eigener Geschäftsbereich exklusiv dieser Branche. Dank seines eigenen Reinraums und einer Reihe daraus resultierender Maschinenkonzepte verfügt der Maschinenbauer über jahrelange Medical-Erfahrung und eine hohe Reinraum-Kompetenz.

ENGEL auf der PLAST EURASIA 2014: Halle 12, Stand 1217
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29512
 18.11.2014

Hochleistung mit kleinem Footprint  (Firmennews)

Nachhaltig, sauber und leistungsstark: Auf der Arabplast 2015 vom 10. bis 13. Januar in Dubai präsentiert ENGEL gemeinsam mit Uni-Cap und weiteren Partnern seine hohe Systemlösungskompetenz. Einen Schwerpunkt bildet die Verpackungsindustrie. Eine vollelektrische ENGEL e-cap Spritzgießmaschine wird live am Messestand Verschlüsse vom Typ 1881 produzieren.

„Nachhaltigkeit ist bei Investitionsentscheidungen in den arabischen Staaten sehr wichtig und die Bedeutung umweltfreundlicher Technologien wird noch weiter zunehmen“, sagt Andreas Leitner, Sales Director Middle East von ENGEL AUSTRIA. „Für die Herstellung von Getränkeverschlüssen setzen sich vollelektrische Spritzgießmaschinen immer stärker durch.“ Auch hier gehört Uni-Cap in Dubai zu den Vorreitern. Seit 2009 fertigt der größte Verschlusshersteller der Golfstaaten auf ENGEL e-cap Maschinen. Neben der hohen Energieeffizienz geht es Bassam Hajjar, dem CEO von Uni-Cap, dabei vor allem um Sauberkeit. „Die Abfüller erwarten von uns absolute Hygiene. Mit vollelektrischen Maschinen können wir Kontaminationen mit Hydrauliköl sicher ausschließen. Zusammen mit der reduzierten Kühlkapazität erreichen wir einen sehr niedrigen Carbon-Footprint.“

Während sich die einteiligen 1881-Verschlüsse für kohlensäurehaltige Softdrinks in den meisten Regionen der Erde bereits durchgesetzt haben, bildeten die GCC-Staaten lange Zeit eine Ausnahme. Erst neue State-of-the-art-Verarbeitungstechnologien ermöglichen es, einteilige Verschlüsse auch für den Einsatz in Regionen mit extremen Umgebungstemperaturen von über 50 °C einzusetzen. Uni-Cap wird als erster Hersteller in der Region diesen Verschlusstyp produzieren. Für die auf der Arabplast präsentierte ENGEL e-cap Maschine ist eine Jahreskapazität von 300 Millionen Verschlüssen geplant.

50 Prozent weniger Kühlaufwand
Vor allem die zur Erzielung der geforderten Eigenschaften der Verschlüsse eingesetzten schwerfließenden HDPE-Typen (Schmelzindex nur 1,5 g/10 Min.) definieren die hohen Anforderungen an die Spritzgießmaschine. Dank ihrer Direktantriebe erzielt die ENGEL e-cap die für diese Anwendung benötigte Präzision und Leistung. Zudem sorgen die erhöhte Auswerfkraft und der verstärkte Schließantrieb für sehr kurze Zykluszeiten.
Die herausragende Prozessstabilität und Präzision führen zu einem Höchstmaß an Gutteilen. Verantwortlich hierfür sind unter anderem die Servoantriebe. „Mit der ENGEL e-cap konnten wir den Aufwand für die Werkzeuginstandhaltung deutlich reduzieren“, berichtet Bassam Hajjar. Während der Messe kommt ein Verschlussprüfsystem von IMDvista (Brügg/ Schweiz) für die vollautomatische 100-Prozent-Kontrolle zum Einsatz.
Trotz ihrer beachtlichen Werte bei High-Performance-Anwendungen spart die ENGEL e-cap deutlich Energie und Kühlwasser ein und reduziert damit auch erheblich die Stückkosten. „Im Vergleich zu Hydraulikmaschinen benötigen wir um 50 Prozent weniger Kühlleistung“, so Hajjar.
Ein drittes Entscheidungskriterium – nach der Nachhaltigkeit und Leistungsstärke – ist für den Uni-Cap CEO schließlich der After Sales Service. „Wir erreichen eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Auch Ersatzteile stehen vor Ort schnell zur Verfügung.“

Systempartnerschaften sind tragende Säule des Erfolgs
Service und Training sind bei ENGEL ein fester Bestandteil der Systemphilosophie. Weltweit liefert ENGEL schlüsselfertige Systemlösungen, die jeweils individuell auf die spezifischen Kundenanforderungen zugeschnitten sind und dabei höchste Leistung mit maximaler Effizienz und Nachhaltigkeit vereinen. Systempartnerschaften mit international führenden Unternehmen sowie lokalen Anbietern sind dabei eine tragende Säule des Erfolgs. Dies wird auf der Arabplast einmal mehr deutlich. Für den Packaging-Bereich präsentiert sich unter anderem Corvaglia am ENGEL Messestand in Dubai. Der Zulieferer der internationalen Getränkeindustrie mit Stammsitz in Eschlikon in der Schweiz baute das 48-fach Werkzeug von Uni-Cap, das auf der Arabplast 2015 gemeinsam mit der ENGEL e-cap eine neue Verschlussära in den Golfstaaten einläuten wird.
ENGEL auf der Arabplast 2015: Halle 4, Stand G110
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29446
 03.11.2014

Gerd Liebig verlässt ENGEL – Geschäftsführung und Eigentümer wünschen alles Gute für seine Zukunft  (Firmennews)

„Wir bedauern diesen Schritt von Gerd Liebig (Bild) zutiefst“, betont Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding GmbH. „Herr Liebig hat in den vergangenen neun Jahren die weltweite Vertriebs- und Marketingstruktur maßgeblich weiterentwickelt und mit seinem großen Engagement und seinem Gespür für Menschen und unsere Märkte zum Erfolg der ENGEL Unternehmensgruppe beigetragen. Hierfür danken wir ihm ausdrücklich.“

Gerd Liebig verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Er wird in der Kunststoffindustrie bleiben und in seiner neuen Position umfangreichere Aufgaben und eine höhere Verantwortung übernehmen.

„Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche und angenehme Zusammenarbeit zurück“, so Neumann. „Für seine Zukunft wünschen wir Herrn Liebig alles Gute.“
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29421
 28.10.2014

ENGEL e-flomo erhöht Prozessstabilität und Wirtschaftlichkeit  (Firmennews)

Der Trend zur lückenlosen Prozessüberwachung ist auch bei der Werkzeugtemperierung angekommen. Bisher gebräuchliche Wasserbatterien werden deshalb zunehmend durch moderne Temperierwasserverteilersysteme wie ENGEL flomo abgelöst. Mit ENGEL e-flomo geht ENGEL jetzt noch einen Schritt weiter. Der geregelte Temperierwasserverteiler überwacht nicht nur die relevanten Parameter, sondern hält sie zudem über den gesamten Produktionszeitraum konstant.

Die Werkzeugtemperierung hat erheblichen Einfluss auf die Produktivität des Fertigungsprozesses und die Qualität der Bauteile, dennoch wurde ihr lange Zeit nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Die Entwicklung von ENGEL flomo im Jahr 2010 hat einen Umdenkprozess in Gang gesetzt. Das in die Spritzgießmaschine integrierte, kompakte und manuell einstellbare Temperierwasserverteilersystem mit elektronischer Überwachung erhöht die Prozesssicherheit und vereinfacht die Prozessoptimierung. Zur Fakuma 2014 hat ENGEL nun den Schritt von der Prozessüberwachung zur Prozessregelung vollzogen. Die Neuentwicklung ENGEL e‑flomo besitzt elektrische Regelventile und ermöglicht die vollautomatische Einstellung und Regelung der Durchflussmengen.

Schwankungen der Wassermenge automatisch ausgleichen
Die Menge an zur Verfügung stehendem Wasser kann während der Produktion schwanken, zum Beispiel wenn sich die Filter zusetzen oder es durch die unterschiedliche Auslastung der Fertigungsanlage zu Druckänderungen im System kommt. In der Praxis werden solche Einflüsse oft lange nicht bemerkt und im schlimmsten Fall wird Ausschuss produziert. Schon der manuell einstellbare Wasserverteiler ENGEL flomo ist dank seiner Überwachungsfunktion in der Lage, dies zu verhindern. Das neue ENGEL e‑flomo überwacht nicht nur, sondern regelt auch automatisch nach. Stellt das System fest, dass die Durchflussmenge in einem der Temperierkreise sinkt, wird das dazugehörige Regelventil automatisch so weit geöffnet, bis der gewünschte Sollwert wieder erreicht ist.

Auch die Temperatur unter Kontrolle halten
Für eine konstante Medientemperatur ist das Temperiergerät verantwortlich. Da es auf dem Weg vom Temperiergerät zum Werkzeug aber meistens zu Leistungsverlusten kommt, führt ENGEL e-flomo eine Eingangskontrolle der Wassertemperatur durch und überwacht diese über die gesamte Prozessdauer. Zudem lassen sich weitere Parameter in die Überwachung integrieren, zum Beispiel die Rücklauftemperatur oder die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf.
ENGEL e-flomo ist für Wassertemperaturen bis 120 °C ausgelegt. Absperrventile im zentralen Zu- und Ablauf ermöglichen ein einfaches und schnelles Zu- und Abschalten der einzelnen Verteiler. Wie ENGEL flomo zeichnet sich auch das neue ENGEL e-flomo durch seine Unempfindlichkeit gegenüber verschmutztem Temperierwasser aus.
Mit diesen Funktionalitäten erhöht ENGEL e-flomo die Wirtschaftlichkeit des Fertigungsprozesses durch schnelles Rüsten, eine höhere Anlagenverfügbarkeit und die Reduktion des Ausschusses.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29399
 23.10.2014

Schnell, flexibel und kompakt  (Firmennews)

Seine Weltpremiere feierte der ENGEL e-pic auf der Fakuma 2014 in Friedrichshafen. „Der Automatisierungsgrad nimmt weltweit weiter rapide zu. In Europa werden wir auf lange Sicht keine fallenden Teile mehr produzieren“, so Dr. Stefan Engleder, technischer Geschäftsführer von ENGEL AUSTRIA, bei der Vorstellung der Neuentwicklung während der Messe. Diese Aussage macht deutlich, dass neben maßgeschneiderten Automatisierungslösungen auch der Bedarf nach flexiblen und zugleich standardisierten Robotern für einfache Handlingaufgaben steigt. Mit der Neuentwicklung deckt ENGEL nun das gesamte Spektrum an Handlinganforderungen in der Spritzgießverarbeitung noch besser ab, vom einfachen Entnehmen, Ablegen und Angusstrennen über das anspruchsvolle Einlegen und Entformen bis zum Verketten verschiedener Prozessschritte in einer hochintegrierten Fertigungszelle.

Linearbewegungen mit integriertem Schwenkarm
Ziel der Produktentwicklung war es, höchste Leistung mit maximaler Wirtschaftlichkeit zu vereinen. Hierzu trägt entscheidend die völlig neue Kinematik bei, die Linearbewegungen mit einem Schwenkarm kombiniert. Ein weiterer wichtiger Effizienzfaktor ist der Einsatz von gewichtsoptimierten Bauteilen, die die bewegte Masse gering halten. Auf diese Weise erreicht der servomotorisch angetriebene Roboter kürzeste Entnahmezyklen und hat einen nur geringen Energiebedarf. Im Vergleich zu Linearrobotern gleicher Größe benötigt der ENGEL e‑pic weniger als halb so viel Energie.
Das kompakte Design trägt ebenfalls zur hohen Wirtschaftlichkeit bei. Beim Einsatz auf Spritzgießmaschinen mit integriertem Förderband arbeitet der ENGEL e-pic innerhalb der erweiterten Schutzumhausung der Maschine und beansprucht keinen zusätzlichen Platz. Auch nach oben benötigt er deutlich weniger Raum als vergleichbare Roboter anderer Bauarten.

Sofort betriebsbereit
Ausgestattet mit einer eigenen Steuerung findet der ENGEL e-pic Roboter nicht nur auf ENGEL Spritzgießmaschinen, sondern auch auf Maschinen anderer Marken Einsatz, ohne dass maschinenspezifische Anpassungen vorgenommen werden müssen. Ein separater Ständer ist nicht erforderlich, ebenso kein externer Schaltschrank. Die Elektronik ist komplett in den mechanischen Aufbau integriert.
In Kombination mit einer ENGEL Spritzgießmaschine lässt sich der Roboter in die CC300 Maschinensteuerung sehr einfach integrieren. Roboter und Maschine greifen dann auf eine gemeinsame Datenbasis zu, was die Prozesssicherheit und den Bedienkomfort erhöht und zu effizienzoptimierten Produktionsabläufen führt.
Die Robotersteuerung lässt sich über das Touch-Panel intuitiv bedienen. Nach der Montage auf einer Neu- oder Altmaschine kann der Roboter ohne Programmierkenntnisse sofort in Betrieb genommen werden. Die Steuerung rechnet die rotatorische Bewegung des Roboter-Schwenkarms in eine lineare Bewegung um. Wer es gewohnt ist, mit einem Linearroboter zu arbeiten, muss sich nicht umstellen.
Der ENGEL e-pic ist ausgelegt für die horizontale und vertikale Entnahme und das Handling von kleinen Teilen und Angüssen bis zu einem Manipulationsgewicht von 2 kg. Er findet Einsatz auf Spritzgießmaschinen mit Schließkräften bis 2.200 kN.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29215
 05.09.2014

Kosteneffizienz im Faserverbundleichtbau   (Firmennews)

Bild: Im Technologiezentrum für Leichtbau-Composites von ENGEL stehen unterschiedliche Fertigungszellen für gemeinsame Forschungsprojekte, Abmusterungen sowie Auftragsarbeiten bereit

ENGEL präsentiert in diesem Jahr erstmalig seine Leichtbau-Kompetenz auf der Fachmesse Composites Europe, die vom 7. bis 9. Oktober in Düsseldorf stattfindet. Der Hersteller von Spritzgießmaschinen und automatisierten Systemlösungen mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich gehört zu den bevorzugten Lieferanten der internationalen Automobilindustrie. Im eigenen Technologiezentrum für Leichtbau-Composites entwickelt ENGEL gemeinsam mit Partnern innovative Prozesse für eine wirtschaftliche Fertigung von FKV-Bauteilen.

Leichtbau und Spritzguss sind längst untrennbare Schlüsselbegriffe zur Bewältigung der steigenden Mobilitätsanforderungen. Integrierte Lösungen aus Kunststoff tragen dazu bei, das Fahrzeuggewicht zu senken und ermöglichen gleichzeitig wirtschaftliche Prozesse für die Serienproduktion hoher Stückzahlen. Ziel des 2012 von ENGEL AUSTRIA in St. Valentin, Österreich gegründeten Technologiezentrums für Leichtbau-Composites ist es, die Entwicklung und Markteinführung neuer Herstellungsverfahren zu beschleunigen. Mit seiner hohen Systemlösungs- und Automatisierungskompetenz bringt ENGEL hierfür bereits einen wichtigen Erfolgsfaktor mit. Das Technologiezentrum versteht sich aber vor allem als Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen und Hochschulen. „Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Faserkunststoffverbundprojekte ist, dass Werkstoff, Konstruktion und Verarbeitungsprozess optimal ineinandergreifen. Dies funktioniert nur, wenn die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette ihr Know-how bündeln. Verbundtechnik erfordert Entwicklung im Verbund“, so Peter Egger, Leiter des Technologiezentrums für Leichtbau-Composites von ENGEL.

Die thematischen Schwerpunkte des Technologiezentrums liegen aktuell auf der Verarbeitung thermoplastischer Halbzeuge (Organobleche und Tapes) und auf reaktiven Technologien mittels duromeren und thermoplastischen Werkstoffsystemen, zum Beispiel HP-RTM und die In-situ-Polymerisation von Caprolactam. Anhand von Musterteilen, Präsentationen und Videos gewährt ENGEL während der Messe Einblick in laufende Forschungsarbeiten sowie erfolgreiche Kundenprojekte.

Maßanzug für BMW in Leipzig
Der BMW i3 ist derzeit das wohl bekannteste Elektrofahrzeug auf dem Markt. Seine Außenhautkomponenten werden auf ENGEL duo Spritzgießmaschinen hergestellt. Jeweils zwei Großmaschinen mit einer Schließkraft von 40.000 kN sind als Doppelanlage integriert. Im Master-Slave-Betrieb lassen sich beide Maschinen im Verbund steuern, um zwei Komponenten synchron zu spritzen und auszutakten. Dieses Fertigungsprinzip stellt sicher, dass beide Komponenten den exakt gleichen Materialalterungsprozess durchlaufen und die hohen Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Das Teilehandling übernehmen Mehrachsroboter, die ENGEL als Generallieferant ins Fertigungskonzept integriert hat. Zuletzt lieferte ENGEL im März dieses Jahres eine Anlage ins BMW Werk Leipzig.

Neue ENGEL v-duo reduziert Anlagenfootprint
Im Sommer 2014 nahm auch das BMW Werk Landshut eine neue ENGEL Fertigungszelle in Betrieb. Auf einer ENGEL v-duo Vertikalmaschine werden dort große Strukturbauteile aus Faserkunststoffverbund im HP-RTM-Verfahren hergestellt. BMW gehört zu den ersten Anwendern der neuen ENGEL v-duo Baureihe, die gezielt für Faserverbundanwendungen entwickelt wurde. Die ENGEL v-duo ermöglicht besonders kompakte Fertigungszellen zu vergleichsweise niedrigen Investitionskosten. Die Maschinen bauen deutlich kleiner als herkömmlich für Faserverbundanwendungen eingesetzte Pressen. Zudem liegt das Maschinengewicht niedriger, was den Aufwand für die Fundamentlegung reduziert. Da die ENGEL v‑duo gänzlich ohne Speicherhydraulik auskommt und stattdessen bereits im Standard mit der ENGEL-Servohydraulik ecodrive arbeitet, setzt sie auch in punkto Energieeffizienz neue Maßstäbe für Großmaschinen.

Composite-Bremspedale jetzt in Serie
Einen wichtigen Meilenstein für den automobilen Leichtbau setzte ENGEL gemeinsam mit seinem Partner ZF-Friedrichshafen auf der K Messe 2013 mit der Herstellung von Composite-Bremspedalen, die jetzt erstmalig in Serie geht. Im ENGEL organomelt Verfahren werden Organobleche erhitzt, im Werkzeug vorgeformt und unmittelbar danach mit Polyamid umspritzt. Die Fertigungszelle, die ENGEL auf der K Messe präsentierte, umfasst hierfür eine vertikale ENGEL insert Spritzgießmaschine, einen ENGEL easix Mehrachsroboter und einen Infrarot-Ofen für das Aufheizen der endlosfaserverstärkten thermoplastischen Halbzeuge.

Bei der Konstruktion des Bremspedals wurde der Lagenaufbau im Organoblech an den Belastungsfall angepasst. So lässt sich ohne Einbußen bei den Eigenschaften das Bauteilgewicht im Vergleich zu herkömmlichen Bremspedalen aus Stahl um zirka 30 Prozent reduzieren. Hinzu kommt, dass die Leichtbaukonstruktion zahlreiche Prozessschritte bei der Herstellung überflüssig macht, was die Produktivität erhöht und die Stückkosten senkt.

Systemlösungen aus einem Guss
Von der Spritzgießmaschine über die Automation, Verfahrenstechnik und Werkzeugprojektierung bis hin zu Training und Service liefert ENGEL maßgeschneiderte Systemlösungen aus einer Hand. Im Turn-key-Geschäft werden alle Anlagenkomponenten von Anfang an exakt aufeinander abgestimmt. Effizienzpotenziale lassen sich so vollständig ausschöpfen, die Folge sind niedrigste Stückkosten und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit. Die steuerungstechnische Integration von Robotern, Prozesstechnologien, Prüftechnik und weiterer Peripherie vereinfacht die Bedienung und Kontrolle auch komplexer Verfahren und trägt entscheidend zu einer hohen Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit bei.

Als Generalunternehmer trägt ENGEL die Gesamtverantwortung für die Fertigungszelle, inklusive jener Komponenten, die gemeinsam mit Partnern realisiert werden. Weltweit arbeitet ENGEL mit jeweils auf ihrem Gebiet führenden Unternehmen zusammen.

Weltweit nah bei den Verarbeitern
Die dynamischen Märkte der Kunststoffindustrie erfordern von den Unternehmen eine besonders hohe Innovationsstärke, die ENGEL tagtäglich unter Beweis stellt. Neben der Automobilindustrie sind die Branchen Elektronik und Telekommunikation, Weiße Ware und Haushaltswaren, Medizintechnik und Verpackung wichtige Zielmärkte.

Kundennähe ist ENGEL besonders wichtig. Acht Produktionswerke in Europa, Amerika und Asien, 29 Vertriebs- und Serviceniederlassungen sowie 60 Vertretungen gewährleisten weltweit fachkundige Beratung vor Ort, schnelle Serviceeinsätze und kurze Lieferzeiten.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 erwirtschaftete ENGEL weltweit einen Umsatz von 935 Mio. Euro. Von den 4400 Mitarbeitern sind 2700 in den österreichischen Werken in Schwertberg, St. Valentin und Dietach beschäftigt.

ENGEL ist seit seiner Gründung 1945 zu 100 Prozent in Familienbesitz, was Kunden wie Mitarbeitern Stabilität und eine langfristige Perspektive garantiert. ENGEL auf der Composites Europe 2014: Halle 8b, Stand H30
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29201
 03.09.2014

ENGEL auf der Interplas 2014  (Firmennews)

Bild: Der ENGEL easix lässt sich vollständig in die CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine integrieren.

Mit hochintegrierten und automatisierten Systemlösungen aus einer Hand steigert ENGEL die Produktqualität, die Fertigungseffizienz und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer und Systemlieferant auf der Interplas 2014 vom 30. September bis 2. Oktober in Birmingham anhand von zwei innovativen Anwendungen. Weitere Highlights am Messestand sind der Mehr-achs-Industrieroboter ENGEL easix, die neue Steuerung CC300 und das Service- und Dienstleistungsprogramm ENGEL plus.

Mehr Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche
Die Materialsubstitution schreitet in der Automobilindustrie immer schneller voran. Zunehmend werden auch Funktionsbauteile aus Kunststoffen gefertigt. Die Vorteile liegen im niedrigeren Gewicht der Bauteile, einem effizienteren Herstellungsprozess und häufig in mehr Nachhaltigkeit. Ein Beispiel hierfür präsentiert ENGEL während der drei Messetage mit der Fertigung von Kupplungspedalen auf einer holmlosen ENGEL victory 1800/220 Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 12 Linearroboter. Durch das gezielte Ausformen einer Hohlstruktur mittels der Wasserinjektionstechnologie ENGEL watermelt wird Rohmaterial eingespart, die Bauteile werden leichter und die Zykluszeit sinkt. Zudem ermöglicht das Einspritzen von Wasser in die mit Kunststoffschmelze teilgefüllte Kavität trotz der komplizierten Bauteilgeometrie eine gleichmäßige Wandstärkenverteilung ohne Schwindungskontraktion. Die Oberfläche des Kupplungspedals wird präzise abgebildet.

Gemeinsam mit seinem Systempartner PMEfluidtec (Ettenheim, Deutschland) bietet ENGEL weltweit maßgeschneiderte Turn-key-Lösungen für die Wasserinjektionstechnologie an. Weitere Partner für die auf der Interplas gezeigte Fertigungszelle sind Moldetipo (Leiria, Portugal) und Akro Plastic (Niederzissen, Deutschland).

Auch die Holmlostechnik, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, trägt entscheidend zur hohen Effizienz der Fertigungszelle bei. Aufgrund der Größe und komplizierten Geometrie des Kupplungspedals baut das Werkzeug relativ groß, wobei im Vergleich dazu nur eine geringe Schließkraft benötigt wird. Die barrierefreie Schließeinheit der ENGEL victory Maschinen erlaubt es, die Maschinengröße nach der für den Spritzprozess benötigten Schließkraft und nicht nach der Werkzeuggröße auszuwählen. „Gerade bei der Herstellung von technischen Teilen können wir dadurch oft auf eine kleinere Maschine zurückgreifen, was die Gesamteffizienz deutlich steigert“, betont Graeme Herlihy, Geschäftsführer von ENGEL UK in Warwick. „Eine kleinere Maschine ist günstiger in der Anschaffung. Sie benötigt weniger Ener­gie und vor allem eine kleinere Stellfläche. Damit steigt die Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche, was inzwischen eine wichtige Kennzahl in den Betrieben unserer Kunden ist.“

Maximale Sicherheit bei höchster Wirtschaftlichkeit

Wie sich höchste Effizienz mit maximaler Prozesssicherheit vereinen lassen, stellt ENGEL mit einer Anwendung aus der Medizintechnik unter Beweis. Eine vollelektrische ENGEL e‑motion 110 T Spritzgießmaschine fertigt in einem 16-fach-Präzisionswerkzeug von Fostag (Stein am Rhein, Schweiz) Polystyrol-Nadelhalter für Sicherheitsspritzen. Mit Hilfe einer Hochgeschwindigkeitsautomation, die ENGEL gemeinsam mit seinem Partner Hekuma (Eching, Deutschland) realisiert, werden die Fertigteile in weniger als 0,5 Sekunden aus dem Werkzeug entnommen und kavitätensortiert abgelegt. Auf diese Weise lassen sich defekte Werkzeugkavitäten einzeln abschalten, ohne das ausbalancierte Gesamtsystem zu stören.

Um die spezifischen Anforderungen der Medizintechnikindustrie, wie höchste Produktsicherheit, absolute Reinheit und Präzision sowie lückenlose Dokumentation, in wirtschaftliche Spritzgießprozesse zu übersetzen, widmet sich bei ENGEL ein eigener Geschäftsbereich exklusiv dieser Branche. Dank seines eigenen Reinraums und einer Reihe daraus resultierender Maschinenkonzepte verfügt der Maschinenbauer über jahrelange Medical-Erfahrung und eine hohe Reinraum-Kompetenz.

Komplexe Prozesse im Griff
Prozessintegration und Automatisierung sind wichtige Schlüssel für eine hohe Effizienz in der Spritzgießfertigung. Gleichzeitig machen sie die Fertigungsprozesse aber immer komplizierter. Die Bedienung von hochintegrierten und automatisierten Fertigungsprozessen einfacher, komfortabler und sicherer zu machen, lautete deshalb das Ziel von ENGEL bei der Entwicklung der neuen Steuerungsgeneration CC300, die ENGEL auf der Interplas zum ersten Mal in Großbritannien präsentieren wird.

Zu den neuen Features zählen unter anderem das besonders große 21″-Multitouch-Display mit einer neuen übersichtlichen Struktur, aufgabenspezifische Ansichten, die bei vollem Funktionsumfang Bedienfehler ausschließen, und der zentrale Bedienknopf e-move, der dem Anwender trotz Multitouch-Funktionalität das Gefühl für die Maschine lässt. Durch Drehen ermöglicht e-move die geschwindigkeitssensible und millimetergenaue Ansteuerung sämtlicher Maschinen- und Roboterbewegungen. „Die CC300 setzt einen neuen Trend“, betont Herlihy. „Bedientechnologien, die sich im Alltag etabliert haben, haben wir auf die Anforderungen der Spritzgießprozesse übertragen, zum Beispiel die intuitive Gestenbedienung von Smartphones. Das macht es für die Maschinenbediener sehr einfach, sich in der neuen Steuerung zurechtzufinden. Zudem haben wir in der Vorgängerversion bewährte Grundprinzipien beibehalten.“

Die vollständige Integration von ENGEL viper Linear- und ENGEL easix Mehrachsrobotern wurde bei der neuen Steuerungsgeneration weiter konsequent umgesetzt. Das heißt, die gesamte Produktionszelle lässt sich zentral am Bedienpanel der Spritzgießmaschine steuern und überwachen. Die Darstellung der Roboterseiten ist an das neue Design der CC300 angepasst. Dies gewährleistet eine durchgängige Bedienphilosophie und einheitliche Darstellung. Die vollständige Roboterintegration vereinfacht vor allem den Einsatz von Mehrachsrobotern. Viele Aufgaben, für die herkömmlich ein Programmierer hinzugezogen werden musste, kann der Maschinenbediener nun selbst erledigen, was die Verfügbarkeit der Fertigungszelle erhöht. Ein weiterer Vorteil der Steuerungsintegration ist, dass sowohl die Spritzgießmaschine als auch der Roboter auf ein- und dieselbe Datenbasis zugreifen und somit ihre Bewegungen im Sinne einer höheren Gesamteffizienz aufeinander abstimmen.

Das Plus für die Maschine
Unter dem Namen ENGEL plus präsentiert sich die Customer Service Division von ENGEL auf der Messe. Service und Training sind bei ENGEL fester Bestandteil der Systemphilosophie. Sie eröffnen auch für bestehende Maschinen, Roboter und Systemlösungen über den gesamten Lebenszyklus immer wieder neue Optimierungspotenziale. ENGEL plus umfasst den Vorort-Support mit Ersatzteillogistik, Remote-Services und einer 24/7-Hotline, Wartungs- und Instandhaltungsverträge zum Festpreis, Nachrüstlösungen und Optimierungstools, anwendungstechnische Beratung und ein professionelles Trainings- und E-Learning-Angebot.

Auch vor Ort in Warwick bietet ENGEL seinen Kunden Seminare und Forumveranstaltungen an. Außerdem steht das Technikum der Niederlassung für Abmusterungen und Kundenversuche zur Verfügung. ENGEL ist in Großbritannien der größte Anbieter von Spritzgießmaschinen und mit seinem Systemlösungs-Know-how führend im Bereich anspruchsvoller Spritzgießanwendungen.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29155
 21.08.2014

ENGEL auf der Plastex 2014 in Brünn  (Firmennews)

Mit einer LSR-Anwendung auf einer holmlosen Spritzgießmaschine präsentiert ENGEL seine Systemlösungskompetenz für die Spritzgießindustrie auf der Plastex 2014 vom 29. September bis 3. Oktober in Brünn, Tschechien. Die Holmlostechnik von ENGEL, die heuer ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, trägt in vielen Anwendungen entscheidend zu niedrigen Stückkosten bei und trifft damit heute mehr denn je den Nerv der Zeit.

Bild: Fördersysteme für Schüttgut, Boxen, Paletten und Trays.

Vollautomatisch, nacharbeitsfrei, abfallfrei und gratarm – so lauten die wichtigsten Anforderungen bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR). Dass die Systemlösungen von ENGEL nicht nur diese Vorgaben exzellent erfüllen, sondern darüber hinaus auch Mehrkomponentenprozesse mit LSR sicher und effizient beherrschen, stellt eine holmlose ENGEL e‑victory 200H/80W/120 combi Spritzgießmaschine – automatisiert mit einem ENGEL viper 20 Linearroboter – auf der Messe eindrucksvoll unter Beweis. In einem Werkzeug von ACH solution (Fischlham/Österreich) werden Sensorgehäuse für die Durchflussmessung mit integrierter Dichtung gefertigt. Die Verwendung servogetriebener Spritzaggregate gewährleistet dabei höchste Präzision, welche im LSR-Bereich bei sehr kleinen Spritzvolumina üblicherweise Sonderlösungen erfordert, hier aber mit einem Standardaggregat abgedeckt werden kann. Die Anlage arbeitet mit iQ weight control, einer von ENGEL entwickelten und patentierten Software, die während des Einspritzprozesses Schwankungen der Schmelzemenge erkennt und automatisch ausgleicht.

Minimale Stellfläche, maximale Effizienz
Für Mehrkomponentenprozesse mit Silikon bietet die Holmlostechnik viele Vorteile. Da sich die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen, können große, komplexe Mehrkomponentenwerkzeuge auf vergleichsweise kleinen Spritzgießmaschinen montiert werden. Dies erhöht die Gesamteffizienz, da kleinere Maschinen weniger Energie und vor allem weniger Stellfläche benötigen. Die herausragende Plattensteifigkeit der Holmlosmaschinen von ENGEL sorgt für eine bessere Unterstützung der Werkzeuge, was die Gratbildung reduziert und somit die Produktqualität steigert. Zudem ermöglicht der freie Zugang zum Werkzeugraum optimale Automatisierungskonzepte. Der integrierte ENGEL viper Roboter kann zur Entnahme der Gehäusehälften auf schnellstem Weg von der Seite aus in den Werkzeugraum fahren.

Höchste Produktivität über den gesamten Lebenszyklus
ENGEL plus heißt die neue Dachmarke für alle Service-Produkte und Dienstleistungen von ENGEL, denen der Maschinenbauer auf seinem Messestand einen eigenen Ausstellungsbereich widmet. Dort geht es unter anderem um den Temperierwasserverteiler ENGEL flomo, der kontinuierlich sämtliche Kühl- und Temperierkreisläufe elektronisch überwacht und damit die wartungsintensiven Kühlwasserbatterien mit Schaugläsern überflüssig macht. Dank Vortex-Sensoren kommt der ENGEL flomo ohne bewegliche Teile und Wasserfilter aus. Zudem bestehen alle Komponenten aus hochwertigem Edelstahl. Der Temperierwasserverteiler ist einer der kleinsten manuell einstellbaren Wasserverteiler mit elektronischer Überwachung auf dem Markt. Er lässt sich besonders nah am Werkzeug montieren und minimiert so die Wärmeverluste.

Schlüsselrolle im weltweiten Fertigungsverbund
Mit seinem eigenen Produktprogramm an intelligenten Förderbandsystemen stellt ENGEL sicher, dass von der Spritzgießmaschine bis zur Peripherie die Gesamtanlage an die individuellen Anforderungen des Betriebs sowie der Branche und des Ländermarkts exakt angepasst wird. ENGEL entwickelt und baut zum Beispiel auch GMP-gerechte Förderbänder für regulierte Fertigungsbereiche in der Medizintechnik-, Pharma- und Verpackungsindustrie.

ENGEL auf der Plastex 2014: Halle G1, Stand 37
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #29133
 15.08.2014

Willkommen bei ENGEL auf der Fakuma  (Firmennews)

Barrierefreier Werkzeugraum, kompakte Fertigungszellen und eine hohe Innovationskraft: Auf der Fakuma 2014 vom 14. bis 18. Oktober in Friedrichshafen feiert ENGEL das 25-jährige Jubiläum der Holmlostechnik. Mit zahlreichen innovativen Anwendungen macht der Spritzgießmaschinenbauer auf der Messe deutlich, dass holmlose Maschinen bis heute und auch in der Zukunft die höchsten Anforderungen an Effizienz und Wirtschaftlichkeit erfüllen.
Die neue holmlose und vollelektrische ENGEL e-motion 50 TL kommt zu ihrer Weltpremiere nach Friedrichshafen. Weitere Neuheiten an den ENGEL Messeständen sind unter anderem die doppelte Technologieintegration und der geregelte Temperierwasserverteiler ENGEL e-flomo.

Bild: Der neue Temperierwasserverteiler ENGEL e-flomo besitzt elektrische Regelventile. Er ermöglicht die vollautomatische Einstellung der Durchflussmengen.

25 Jahre ENGEL Holmlostechnik
‚Die Schließeinheit einer Spritzgießmaschine hat vier Holme.’ – Seit der Entwicklung der ersten Einschneckenspritzgießmaschine im Jahr 1956 galt dieses Konstruktionsprinzip als unverrückbarer Grundsatz. Als ENGEL auf der Kunststoffmesse K 1989 in Düsseldorf eine holmlose Maschine präsentierte, wurde die Innovation der Oberösterreicher bestaunt, von manchen Seiten auch belächelt und es gab viele Argumente dagegen. Heute – 25 Jahre später – gehören die holmlosen Spritzgießmaschinen zu den größten Umsatzträgern von ENGEL. Mehr als 60.000 Holmlos-Maschinen wurden weltweit geliefert und belegen den herausragenden Erfolg dieses Konstruktionsprinzips. Wie keine andere Bauart werden die Maschinen mit den großen Aufspannflächen und der freien Zugänglichkeit zum Werkzeugraum den Anforderungen an eine hohe Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Spritzgießfertigung optimal gerecht. Mit einer Sonderpräsentation im Foyer Ost feiert ENGEL diese Erfolgsgeschichte auf der Fakuma 2014.
Eine ENGEL victory 330/80 tech Spritzgießmaschine – ausgestattet mit der energieeffizienten Antriebstechnik ecodrive und der neuen Steuerung CC300 – wird Fittings für Ablaufsysteme produzieren – eine Anwendung, die die Vorteile der Holmlostechnik optimal ausnutzt. Mit seinen großen Kernzügen bringt es das Werkzeug, das von ifw-Kunststofftechnik (Micheldorf/Österreich) zur Verfügung gestellt wird, auf beachtliche Maße und dennoch lässt es sich auf der 80-Tonnen-Maschine bequem und schnell montieren. „Beim Einsatz einer klassischen Holmmaschine wäre eine größere Maschine mit einer Schließkraft von mindestens 150 Tonnen notwendig, damit das voluminöse Werkzeug in die Maschine passt. Zusätzlich müssten zum Rüsten entweder ein Holm gezogen oder zeitaufwändig Kernzüge demontiert werden“, so Franz Pressl, Produktmanager für die holmlosen ENGEL victory Spritzgießmaschinen. Da bei der ENGEL victory keine Holme stören, können die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausgenutzt werden. Sehr große Werkzeuge passen auf vergleichsweise kleine Spritzgießmaschinen. „Damit steigt die Gesamteffizienz“, so Pressl. „Kleinere Maschinen benötigen weniger Energie und vor allem weniger Stellfläche.“
Insbesondere für die Herstellung großer, dreidimensional anspruchsvoller Bauteile bieten die Holmlosmaschinen Vorteile, aber auch für Mehrkomponentenanwendungen oder beim Einsatz von Vielkavitätenwerkzeugen. „Der Kostendruck führt dazu, dass in vielen Bereichen die Kavitätenzahlen steigen und die Werkzeuge größer werden. Im Vergleich zur Werkzeuggröße bleibt aber bei der Produktion von technischen Teilen der tatsächliche Schließkraftbedarf relativ gering“, macht Franz Pressl deutlich. „Mit der Holmlostechnik können wir somit durch den Einsatz kleinerer Maschinen die Kostenspirale umkehren und für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffverarbeiter sorgen. Damit trifft die Holmlostechnik auch in ihrem 25. Jahr den Nerv der Zeit.“

Teletronics: Höhere Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche
Die neue holmlose und vollelektrische ENGEL e-motion 50 TL wird im Ausstellungsbereich Teletronics auf dem ENGEL Messestand in Halle A5 in einem 2-fach-Werkzeug 15-polige Steckergehäuse aus glasfaserverstärktem PBT/ASA fertigen. „Der Trend geht zu einer immer höheren Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche“, betont Heinz Rasinger, Leiter der Business Unit Teletronics von ENGEL. „In der Elektronikindustrie kommen außerdem extrem hohe Anforderungen an die Präzision hinzu.“ Die 15 Kontaktstifte sitzen im fertigen Stecker sehr eng, entsprechend filigran ist die abzuformende Gitterstruktur mit Wanddicken und Kantenlängen im Bereich weniger Mikrometer. Vollelektrische Maschinen sind in diesem Marktsegment Standard. Um hier besonders kompakte Fertigungszellen zu erzielen, verbindet ENGEL mit der Kleinmaschinenreihe ENGEL e-motion TL die vollelektrische Antriebstechnik mit einer holmlosen Schließeinheit.
Nachdem auf der K 2013 die ENGEL e-motion TL zunächst mit einer Schließkraft von 30 Tonnen vorgestellt wurde, erweitert ENGEL zur Fakuma 2014 diese neue Baureihe nach oben um eine 50-Tonnen-Variante. Wie bereits die kleinere Ausführung zeichnet sich die neue ENGEL e-motion 50 TL durch einen einteiligen Maschinenrahmen aus, der die Spritzgießmaschine leichter und kürzer macht als vergleichbare vollelektrische Maschinen anderer Bauarten. Gleichzeitig gewährleistet die Konstruktion eine besonders hohe Plattenparallelität sowie eine gleichmäßige Schließkraftverteilung. „Die kleinen vollelektrischen ENGEL e-motion TL Maschinen sind der beste Beweis dafür, dass das Konzept der holmlosen Spritzgießmaschinen auch nach 25 Jahren noch Raum für Innovationen bietet“, so Heinz Rasinger. „Für die Elektronikindustrie sehen wir ein großes Potenzial für holmlose Spritzgießmaschinen.“ Viele Elektronikkomponenten, wie zum Beispiel Steckergehäuse, sind dreidimensional anspruchsvolle Bauteile. Sie erfordern sperrige Werkzeuge mit Schiebern und Kernzügen, aber aufgrund der eher kleinen projizierten Bauteilflächen nur eine vergleichsweise geringe Schließkraft. Da sich die Werkzeugaufspannflächen der holmlosen Maschinen bis an den Rand voll ausnutzen lassen, kann in vielen Anwendungen eine kleinere Maschine eingesetzt werden, als es die Werkzeugmaße herkömmlich erfordern würden. Auf diese Weise lässt sich die Produktivität pro Quadratmeter Fertigungsfläche deutlich steigern.

Automotive: Technologieintegration eröffnet neue Qualitätshorizonte
Prozessintegration ist schon lange ein Trend, der zu mehr Effizienz, Sicherheit und Qualität führt. Inzwischen muss dieser Trend diversifiziert betrachtet werden. Es geht nicht mehr alleine darum, dem Spritzguss vor- oder nachgelagerte Prozessschritte zu integrieren, sondern auch unterschiedliche Prozesstechnologien miteinander zu kombinieren. Für die Herstellung von Mittelkonsolenkomponenten aus PC-ABS vereint ENGEL an seinem Messestand auf einer ENGEL duo 2550/550 Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 20 Roboter zwei Technologien: ENGEL foammelt, das von Trexel (Wilmington/USA) entwickelte MuCell-Schaumspritzgießen, und ENGEL variomelt, das variotherme Spritzgießverfahren. „Erstmalig können wir damit Dünnwandteile mit einer sehr hochwertigen Oberfläche und gleichzeitig exzellenten Wiedergabe von Feinstrukturen in einem einzigen Spritzgießschritt herstellen“, betont Franz Füreder, Leiter der Business Unit Automotive von ENGEL.
Um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Verfahrenskombination zu demonstrieren, besitzt das Musterteil unterschiedliche Wanddicken und Oberflächenstrukturen. Das Werkzeug für die variotherme Prozessführung wird von ENGEL Partner Roctool (Le Bourget du Lac, Frankreich) zur Verfügung gestellt. Dank ENGEL foammelt wird die Kavität inklusive der Hinterschnitte vollständig gefüllt, und nach dem Abkühlen weist das Bauteil keine Einfallstellen auf. Gleichzeitig sorgt die variotherme Temperaturführung für eine Hochglanzoptik. Außer für Interieur-Anwendungen im Automobil eröffnet die Integration von ENGEL foammelt und ENGEL variomelt auch in den Bereichen Weiße Ware und Haushaltswaren neue Effizienz- und Qualitätshorizonte.
Die ENGEL duo Spritzgießmaschine präsentiert sich auf der Fakuma 2014 erstmalig im neuen Design. Der Anwender profitiert vor allem von einem Plus an Ergonomie durch die niedrigere Bedienhöhe und dem verbesserten Zugang zum Werkzeug- und Düsenbereich. Weitere Merkmale der neuen Maschinengeneration sind die Rollenschienenführung für die bewegliche Aufspannplatte, eine energieoptimierte Formbewegung und ein sehr sauberer Werkzeugbereich durch den Verzicht auf eine Zentralschmierung.
Auch die ENGEL viper Linearroboter wurden zur Fakuma technisch überarbeitet und an die neue Steuerung CC300 der ENGEL Spritzgießmaschinen angepasst. Dank des Updates sind die Roboter jetzt noch schneller, flexibler, kompakter, energieeffizienter und komfortabler in der Bedienung. Sie sind bereits im Standard mit dem Antriebspaket multidynamic ausgestattet, das die bisherigen Pakete load, regular und speed vereint. Außerdem ersetzt das neue 7“-Touch-Handbediengerät C70 das bisherige C35 und C100 Terminal. Mit einem Gewicht von 950 Gramm ist das C70 eines der leichtesten Handbediengeräte seiner Größe am Markt. Die Darstellung der Roboterseiten ist an das neue Design der ENGEL Maschinensteuerung angepasst. Dies gewährleistet eine durchgängige Bedienphilosophie und einheitliche Darstellung. Alle Robotereinstellungen können am Handbediengerät sowie am Bedienpanel der Spritzgießmaschine vorgenommen werden. Umgekehrt werden auch wichtige Einstellparameter der Spritzgießmaschine zusätzlich am C70 angezeigt.

Packaging: Vollelektrisch für höchste Leistungen
Mit einer vollelektrischen Spritzgießmaschine präsentiert sich die Business Unit ENGEL Packaging in Friedrichshafen. Auf einer ENGEL e-motion 440/160 werden in einem 2-fach-Werkzeug von Glaroform (Näfels/Schweiz) 500-ml-Lebensmittelcontainer produziert. Die Verpackungen werden mittels In-Mould-Labeling (IML) dekoriert. Hierfür arbeitet ENGEL mit seinem Partner BECK automation (Oberengstringen/Schweiz) zusammen. „Die konsequente Weiterentwicklung der ENGEL e-motion Baureihe etabliert diese Maschinen zunehmend im Bereich der Hochleistungsanwendungen in der Verpackungsindustrie“, sagt Kurt Hell, Verkaufsleiter Packaging von ENGEL.
Die jüngste Maschinengeneration erreicht Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde und verbindet dabei höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz. Das geschlossene Sys­tem für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher. Dies macht die ENGEL e-motion auch in regulierten Fertigungsbereichen – zum Beispiel bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen – zum bevorzugten Maschinentyp.

Medical: Prozessintegration mit Sicherheit
Im Ausstellungsbereich Medical produziert ENGEL auf der Fakuma 2014 Tropfkammern für Bluttransfusionen mit eingelegtem Filter. Für diesen hochintegrierten Fertigungsprozess kommt eine ENGEL e-victory 310H/80W/50V 160 combi Dreikomponenten-Spritzgießmaschine mit ecodrive und in Reinraumausführung zum Einsatz. Die Kammern der Tropfkammern bestehen aus einer ABS- und einer PP-Komponente, die in einem Arbeitsschritt spritzgegossen, mit dem Filter montiert und durch Umspritzen mit einem weiteren Polypropylen gefügt werden. Dieser hohe Integrationsgrad sorgt für einen deutlichen Effizienzschub in der Herstellung von Mehrkomponentenhohlkörpern mit Inlays.
Herkömmlich werden die zwei Hohlkörperkomponenten einzeln spritzgegossen und erst in nachfolgenden Prozessschritten mit dem Inlay montiert und verklebt. „Tropfkammern sind Massenprodukte, die sich trotz höchster Anforderungen an die Produktsicherheit und Hygiene wirtschaftlich herstellen lassen müssen“, macht Christoph Lhota, Leiter der ENGEL Business Unit Medical die große Bedeutung dieser Innovation deutlich. „Wir sehen auch in anderen Branchen Potenzial für dieses innovative One-Shot-Verfahren, zum Beispiel im Bereich Automotive für die Herstellung von Kraftstofffiltern.“
Eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung des neuen Prozesses ist die servoelektrische Antriebstechnik für alle Bewegungen des Indexplattenwerkzeugs, die die synchrone Steuerung voneinander unabhängiger Bewegungen ermöglicht. Werkzeugbaupartner für diese Anwendung ist Hack Formenbau (Kirchheim/Deutschland).
Ein ENGEL easix Mehrachsroboter ist ebenso in die Fertigungszelle integriert wir ein System zur 100-Prozent-Qualitätskontrolle. Die Tropfkammern werden unmittelbar nach dem Spritzguss auf ihre Dichtheit überprüft.

Technical Moulding: LIM-Mehrkomponentenprozesse effizient beherrschen
Vollautomatisch, nacharbeitsfrei, abfallfrei und gratarm – so lauten die wichtigsten Anforderungen bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR). Dass die Systemlösungen von ENGEL nicht nur diese Vorgaben exzellent erfüllen, sondern darüber hinaus auch LIM-Mehrkomponentenprozesse sicher und effizient beherrschen, stellt eine ENGEL e-victory 200H/80W/120 combi Spritzgießmaschine – automatisiert mit einem ENGEL viper 20 Linearroboter – eindrucksvoll unter Beweis. In einem Werkzeug von ACH solution (Fischlham/Österreich) werden Sensorgehäuse für die Durchflussmessung mit integrierter Dichtung gefertigt. „Durch die Verwendung servogetriebener Spritzaggregate gewährleisten wir höchste Präzision“, so Leopold Praher, Verkaufsleiter elast/LIM-Maschinen bei ENGEL AUSTRIA. „Üblicherweise erfordert der LSR-Bereich bei sehr kleinen Spritzvolumina hierfür Sonderlösungen. Wir decken das mit einem Standardaggregat ab.“ Die hier eingesetzte und von ENGEL entwickelte und patentierte Software iQ weight control erkennt während des Einspritzprozesses Schwankungen der Schmelzemenge und gleicht diese umgehend während des aktuellen Einspritzvorgangs automatisch aus.
Auch die Holmlostechnik der ENGEL e-victory Maschine trägt in dieser Anwendung entscheidend zu einer hohen Prozesskonstanz bei. Der patentierte Force-Divider sorgt für eine über die gesamte Aufspannfläche gleichmäßig verteilte Krafteinleitung in das Werkzeug. Damit werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit exakt gleicher Kraft zugehalten, was den Werkzeugverschleiß deutlich reduziert und die Produktqualität steigert. Zudem ermöglicht der freie Zugang zum Werkzeugraum der Holmlosmaschine optimale Automatisierungskonzepte.

ENGEL plus: geregelte Verhältnisse
Seinen Serviceprodukten und Optimierungstools widmet ENGEL auf der Fakuma unter dem Namen ENGEL plus einen eigenen Ausstellungsbereich. Top-Thema ist dort die intelligente Werkzeugtemperierung. „Die Werkzeugtemperierung hat erheblichen Einfluss auf die Produktivität des Fertigungsprozesses und die Bauteilqualität, dennoch wird ihr meist zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt“, macht Wolfgang Degwerth Leiter Customer Service Division von ENGEL AUSTRIA, deutlich. Mit der Entwicklung von ENGEL flomo im Jahr 2010 hat ENGEL einen Umdenkprozess in Gang gesetzt. Das maschinenintegrierbare, kompakte und manuell einstellbare Temperierwasserverteilersystem mit elektronischer Überwachung erhöht die Prozesssicherheit und vereinfacht die Prozessoptimierung – bis heute in mehr als 1.000 Neumaschinen.
Zur Fakuma 2014 vollzieht ENGEL nun den Schritt von der Prozessüberwachung zur Prozessregelung. Die Neuentwicklung ENGEL e-flomo besitzt elektrische Regelventile und ermöglicht die vollautomatische Einstellung und Regelung der Durchflussmengen, was ENGEL während der Messe live demonstrieren wird. „ENGEL e-flomo hält die Temperierverhältnisse im Werkzeug auch bei schwankendem Wasserdruck über den gesamten Produktionszeitraum konstant“, so Degwerth „Das Ergebnis sind ein Mehr an Effizienz und Prozesssicherheit und eine konstant hohe Produktqualität.“

ENGEL auf der Fakuma 2014: Halle A5, Stand A5-5204
25 Jahre ENGEL Holmlostechnik: Foyer Ost, Stand FO-03

Eine Erfolgsgeschichte: Auf der Fakuma feiert ENGEL das 25-jährige Jubiläum der Holmlostechnik.
Auf kompakter Fläche kombiniert die neue ENGEL e-motion 50 TL die vollelektrische Antriebstechnik mit einer holmlosen Schließeinheit.
Ihre hohe Präzision wird die neue Holmlosmaschine während der Messe mit der Herstellung von Steckergehäusen unter Beweis stellen.
Zur Fakuma 2014 präsentieren sich die ENGEL viper Linearroboter noch schneller, flexibler, kompakter, energieeffizienter und komfortabler in der Bedienung.
Vollelektrische ENGEL e-motion Maschinen finden immer häufiger für Hochleistungsapplikationen in der Verpackungsindustrie Einsatz.
In nur einem Arbeitsschritt fertigt ENGEL auf der Fakuma Tropfkammern mit integriertem Filter.
Der neue Temperierwasserverteiler ENGEL e-flomo besitzt elektrische Regelventile. Er ermöglicht die vollautomatische Einstellung der Durchflussmengen.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28754
 15.05.2014

Neues ENGEL gasmelt Modul für Haidlmair  (Firmennews)

Bauer Kompressoren ist im Bereich der Gasinnendrucktechnologie (GIT) exklusiver Partner von ENGEL AUSTRIA. Unter dem Namen ENGEL gasmelt bietet der Spritzgießmaschinenbauer integrierte Komplettlösungen für das Spritzgießen mit Gasinnendruck an. Dass sich auch Altanlagen einfach nachrüsten lassen, belegt das Projekt mit Haidlmair. Das neue GIT-Modul wurde in eine bestehende ENGEL Großmaschine integriert.

Bild: Klaus Mittmannsgruber, ENGEL AUSTRIA, Mario Haidlmair, Haidlmair, Raffael Kurz, Bauer Compresseurs, und Christian Wolfsberger, ENGEL AUSTRIA, (von links nach rechts) mit dem neuen Kompressor, der in eine bestehende ENGEL Großmaschine integriert wurde.

Serienmäßig mit Leckageüberwachung
Der ENGEL gasmelt Prozess lässt sich inklusive der einzelnen Gaszuführungen über das Display der Spritzgießmaschine steuern und kontrollieren. Bei Werkzeugabmusterungen profitiert Haidlmair besonders von der in den ENGEL gasmelt Anlagen serienmäßig integrierten Leckageüberwachung. Vor allem bei großen Werkzeugen mit mehreren Gasinjektoren vereinfacht die regelkreisabhängige Zuordnung der Alarmmeldungen die Fehlersuche bei Undichtheiten und erhöht die Verfügbarkeit der Anlage.
Spezialisiert auf Werkzeuge für Getränkekisten, Großbehälter, Paletten und hochwertige Automobilkomponenten hat sich Haidlmair bereits viel Erfahrung mit der Gasinnendrucktechnologie erarbeit. „In diesen Anwendungsbereichen ist das Potenzial zur Steigerung der Effizienz besonders groß“, betont Christian Wolfsberger, Technologiemanager bei ENGEL AUSTRIA in Schwertberg, Österreich. „Bei einer herausragenden Bauteilstabilität und Oberflächengüte reduziert ENGEL gasmelt den Rohmaterialeinsatz und verkürzt die Zykluszeit.“

Für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit
Nachdem die wesentlichen Patentschutzrechte für die Gasinnendrucktechnologie abgelaufen sind, erfährt das Verfahren derzeit neuen Schub. „Angesichts des weiter zunehmenden Kostendrucks in den kunststoffverarbeitenden Betrieben und der Forderung nach mehr Prozessstabilität und Nachhaltigkeit sehen wir für ENGEL gasmelt sehr viel Potenzial“, so Wolfsberger. „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Technologie deshalb konsequent weiterentwickeln.“
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28711
 09.05.2014

ENGEL auf der PLASTPOL 2014 in Kielce  (Firmennews)

Bild: Mit dem großen Multitouch-Display und dem zentralen Bedienknopf e-move setzt die CC300 einen neuen Trend. Auf der PLASTPOL 2014 präsentiert ENGEL seine neue Steuerungsgeneration zum ersten Mal in Polen.

Integrierte Prozesse intelligent kontrolliert: Die neue Steuerungsgeneration CC300 steht bei ENGEL auf der PLASTPOL 2014 vom 27. bis 30. Mai im Mittelpunkt. Größer denn je zuvor präsentiert sich ENGEL in diesem Jahr in Kielce. Mit vier Fertigungszellen auf zwei Messeständen plus einer weiteren Maschine bei einem Partner demonstriert der Spritzgießmaschinenbauer, wie sich auch automatisierte Fertigungsprozesse besonders einfach und sicher steuern lassen.

Prozessintegration und Automatisierung sind wichtige Schlüssel für eine hohe Effizienz in der Spritzgießfertigung. Gleichzeitig machen sie die Fertigungsprozesse aber immer komplizierter. Die Bedienung von hochintegrierten und automatisierten Fertigungsprozessen einfacher, komfortabler und sicherer zu machen, lautete deshalb das Ziel von ENGEL bei der Entwicklung der neuen Steuerungsgeneration CC300, die auf der PLASTPOL 2014 zum ersten Mal in Polen präsentiert wird. Zu den neuen Features zählen unter anderem das besonders große 21″-Multitouch-Display mit einer neuen übersichtlichen Struktur, aufgabenspezifische Ansichten, die bei vollem Funktionsumfang Bedienfehler ausschließen, und der zentrale Bedienknopf e-move, der dem Anwender trotz Multitouch-Funktionalität das Gefühl für die Maschine lässt. Durch Drehen ermöglicht e-move die geschwindigkeitssensible und millimetergenaue Ansteuerung sämtlicher Maschinen- und Roboterbewegungen.

„Wir setzen mit der CC 300 einen neuen Trend“, betont Piotr Nachiło, Geschäftsführer von ENGEL Polska in Warschau. „Die Rückmeldungen der ersten Anwender sind extrem positiv.“ Nicht zuletzt trägt hierzu bei, dass sich die Maschinenbediener auf Anhieb in der neuen Steuerungsumgebung zurechtfinden. In der Vorgängerversion bewährte Grundprinzipien wurden beibehalten. Zudem wurden Bedientechnologien, die sich im Alltag etabliert haben, auf die Anforderungen der Spritzgießprozesse übertragen, zum Beispiel die intuitive Gestenbedienung von Smartphones.

Alle vier Maschinenexponate an den beiden ENGEL Messeständen sind mit der CC300 Steuerung ausgestattet. „Wir laden alle Messebesucher ein, während der PLASTPOL das neue Bedienkonzept einmal selbst auszuprobieren“, so Piotr Nachiło.

Anwendungen aus den Bereichen Automobil, Packaging und LIM präsentiert ENGEL an seinem Hauptstand in Halle F, während die Sonderpräsentation in Halle E ganz der neuen ENGEL e-motion 30 TL Spritzgießmaschine gewidmet ist.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28666
 23.04.2014

Neue Website von ENGEL ist online - Relaunch mit Mehrwert  (Firmennews)

Bild: Die neue Website von ENGEL wird auch auf mobilen Endgeräten optimal dargestellt. Neu sind unter anderem das weltweite Kontaktnetzwerk und der starke Anwendungsfokus

Mehr Übersicht, mehr Service: Mit seiner neuen Website führt ENGEL die Internetbesucher jetzt noch schneller zum Ziel. Sowohl am Arbeitsplatz als auch unterwegs via Smartphone oder Tablet.

Ab sofort präsentiert sich ENGEL mit einem neuen digitalen Gesicht. Im modernen Design und mit einer besonders übersichtlichen Navigationsstruktur leitet die neue Website ihre Besucher intuitiv zu den gewünschten Informationen. „Ziel bei der Entwicklung war es, die Nutzer noch schneller zum Ziel zu führen“, betont Gerd Liebig, Group Marketing Director von ENGEL. „Unsere Website wird immer stärker genutzt, da dürfen unsere Kunden auch online den besten Service von ENGEL erwarten.“

Lösungen für spezifische Anforderungen
Neben der ausführlichen Vorstellung des Produktprogramms spiegelt die neue Website den starken Anwendungsfokus von ENGEL wider. Unter dem Menupunkt „Branchen“ findet jeder Spritzgießer Lösungsansätze für seine ganz spezifischen Herausforderungen, zum Beispiel für die hochwertige automobile Innenraumgestaltung, die kostenoptimierte Dünnwandverpackung oder das funktionsintegrierte Elektronikdisplay. Zahlreiche Querverweise erlauben es dem Benutzer, sich in ein Thema zu vertiefen und in aktuellen Presseberichten zu lesen. Videos und Animationen machen auch komplexe Maschinenfunktionen und Fertigungsverfahren leicht verständlich.

Seinen Serviceprodukten und Dienstleistungen widmet ENGEL unter „ENGEL plus“ einen eigenen Bereich. Erstmalig präsentiert ENGEL dort sein komplettes After-Sales-Programm. Gegliedert sind die Inhalte nach den unterschiedlichen Zielsetzungen. Auch wer die ENGEL Serviceprodukte nicht kennt, kann sich so sehr gut orientieren und unter Umständen neue Optimierungspotenziale erschließen.

Ohne Umweg zum richtigen Ansprechpartner
Ein Highlight der neuen Website ist das neue weltweite Anfrage- und Kontaktnetzwerk. Mit einem Klick kann der Besucher auf direktem Weg den in seinem Heimatland für ein bestimmtes Thema verantwortlichen Ansprechpartner kontaktieren. „Das dezentrale Kontaktmanagement ermöglicht es uns, auf Online-Anfragen jetzt noch schneller und vor allem zielgenau zu reagieren“, so Gerd Liebig.

Kundennähe ist für ENGEL auch online selbstverständlich. Die neue Website gibt es deshalb in 26 verschiedenen Länderfassungen. So hält ENGEL seine Kunden zusätzlich über lokale Themen sowie Veranstaltungen und Jobangebote vor Ort auf dem Laufenden.

Die neue Website wurde für alle Länder konsequent im responsive Design gestaltet. Dies stellt auch auf mobilen Endgeräten wie Tablet-PCs und Smartphones eine optimale Darstellung der Inhalte und Funktionen sicher.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28607
 08.04.2014

ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart auf Wachstumskurs  (Firmennews)

Als Kommunikationsdrehscheibe etabliert

Bild: 25 Mitarbeiter sind aktuell im ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart beschäftigt. Im laufenden Jahr werden vor allem weitere Servicetechniker eingestellt

Ein Jahr nach seiner Gründung zieht das ENGEL Deutschland Technologieforum
Stuttgart eine durchweg positive Bilanz. Die Zahl der Mitarbeiter wurde schneller als geplant erhöht. Das Serviceangebot vor Ort wird weiter gestärkt.

Das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart mit Sitz in Wurmberg ist neben Nürnberg, Hagen und Hannover die vierte Vertriebs- und Service-Niederlassung von ENGEL AUSTRIA in Deutschland. Mit der Eröffnung im April 2013 hat ENGEL die Wege zu seinen Kunden im Südwesten Deutschlands deutlich verkürzt. „Der Anteil an technologisch anspruchsvollen Systemlösungen mit Automatisierung steigt und erfordert eine immer intensivere Zusammenarbeit“, betont Niederlassungsleiter Claus Wilde. „Dafür haben wir mit dem neuen Standort die optimalen Voraussetzungen geschaffen.“ Durch die verstärkte Nähe zum Markt konnte ENGEL im Laufe des letzten Jahres zudem viele Neukunden gewinnen.

Mehr als 1100 Teilnehmer bei Forumveranstaltungen und Trainings
Mit seinem besonders großen Technikum und Konferenzbereich war das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart angetreten, sich als Informations- und Kommunikationsdrehscheibe für die Spritzgießindustrie im Südwesten Deutschlands zu etablieren. „Dieses Ziel haben wir erreicht“, sagt Wilde. „Unsere Veranstaltungen sind durchgehend sehr gut besucht.“

Zu neun Forumveranstaltungen und mehreren Workshops konnte das Team in Wurmberg bislang mehr als 700 Gäste begrüßen. Hinzu kommen über 400 Teilnehmer des Trainingsprogramms.

Bei den Workshops waren die Themen Energieeffizienz und optimiertes Rüsten besonders gefragt. Beide Workshop-Reihen werden im laufenden Jahr fortgesetzt. Zu den Highlights im neuen Veranstaltungsprogramm 2014 gehören außerdem ein Automobilforum, die Medizintechnikkonferenz ENGEL med.con sowie ein Großmaschinentag.

Partnernetzwerk wächst stetig
Ein weiterer Schwerpunkt des Technikums ist die anwendungstechnische Unterstützung der ENGEL Kunden, die ebenfalls verstärkt angenommen wird. „Wir können vor Ort auch aufwändige Abmusterungen und Kundenversuche durchführen, auf Wunsch in abgeschlossenen, sichtgeschützten Bereichen“, so Wilde. Das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart arbeitet eng mit Partnerunternehmen und Institutionen, wie dem SKZ in Horb und dem Fraunhofer Institut in Pfinztal, zusammen und engagiert sich in Fachverbänden und Netzwerken, zum Beispiel medical mountains und Innonet. Auf diese Weise wird das Partnernetz kontinuierlich ausgebaut. Zudem unterstützt ENGEL Ausbildungseinrichtungen in der Region.

Neue Servicemitarbeiter gesucht
Die Zahl der Mitarbeiter ist bereits im ersten Jahr gestiegen. Aktuell beschäftigt ENGEL in Wurmberg 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im laufenden Geschäftsjahr sollen vor allem weitere Servicetechniker eingestellt werden. Von Anfang an bot die neue ENGEL Niederlassung ihren Kunden eine eigene Hotline an. Zukünftig soll in Wurmberg auch ein eigener Ersatzteilverkauf eingerichtet werden.

„Das schnelle Wachstum belegt, dass wir mit der Gründung des ENGEL Deutschland Technologieforums Stuttgart den richtigen Weg eingeschlagen haben“, betont Claus Wilde. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, unseren Mitarbeiterstamm, unsere Prozesse und unser Angebot kontinuierlich an die Markterfordernisse anzupassen. Hierfür haben wir weitere Investitionen geplant.“

Deutschland ist für ENGEL AUSTRIA der wichtigste Markt. Rund ein Viertel seines weltweiten Umsatzes erwirtschaftet der Maschinenbauer dort und konnte seine Marktanteile kontinuierlich ausbauen. Die neue Niederlassung trägt dieser Entwicklung Rechnung und legt zugleich die Basis für weiteres Wachstum.
(Engel Austria GmbH)

27.03.2014

ENGEL strukturiert Serviceangebote neu  (Firmennews)

Maschinen und Fertigungszellen zum Spritzgießen müssen immer mehr Leistung erbringen, immer effizienter arbeiten und immer flexibler einsetzbar sein. Damit verändern sich auch die Anforderungen an den Service der Maschinenbauer. ENGEL AUSTRIA stellt sich dieser Herausforderung und hat unter dem Namen ENGEL plus seine Serviceprodukte und -dienstleistungen neu aufgestellt. Ziel ist es, den Mehrwert für die Kunden zu erhöhen und damit deren Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

Service und Training sind bei ENGEL fester Bestandteil der Systemphilosophie. ENGEL plus macht das Dienstleistungsangebot jetzt noch transparenter und eröffnet damit auch für bestehende Maschinen, Roboter und Anlagen neues Optimierungspotenzial.

„Wir begleiten unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Fertigungsanlagen“, betont Wolfgang Degwerth, Leiter Customer Service Division von ENGEL AUSTRIA. „Die Total Cost of Ownership werden für unsere Kunden immer wichtiger. Mit ENGEL plus geben wir ihnen Investitions- und Planungssicherheit und sorgen auf Wunsch dafür, dass der Maschinenpark jederzeit auf dem aktuellsten Stand ist.“

Produktivität und Verfügbarkeit auch älterer Anlagen steigern
ENGEL plus umfasst den globalen Vorort-Support mit Ersatzteillogistik, Remote-Services und einer 24/7-Hotline, Wartungs- und Instandhaltungsverträge zum Festpreis, Nachrüstlösungen und Optimierungstools, anwendungstechnische Beratung und ein professionelles Trainings- und E-Learning-Angebot.

„Vor allem das Thema Retrofit gewinnt angesichts des steigenden Effizienzdrucks an Bedeutung“, sagt Degwerth. Für die unterschiedlichsten Zielsetzungen bietet ENGEL ein breites Produktspektrum an. Auch bei älteren Spritzgießmaschinen und Steuerungsgenerationen lassen sich zum Beispiel die Energieeffizienz steigern, die Schussgewichtskonstanz verbessern oder der Wartungsaufwand minimieren. Ebenso können weitere Prozessschritte, Technologien und Automatisierung nachträglich integriert werden. Um die spezifischen Anforderungen seiner Kunden zu erfüllen, erarbeitet ENGEL individuelle Software-Lösungen.

Weltweit nah bei den Kunden
Mehr als 550 Mitarbeiter sind in den weltweiten ENGEL Werken und Niederlassungen im Kundendienst und Training beschäftigt. Um weltweit einen höchsten Qualitätsstandard seiner Serviceleistungen zu gewährleisten, müssen sich auch die ENGEL Servicetechniker und Trainer regelmäßig Schulungen und Prüfungen unterziehen. Auch dafür nutzt ENGEL seine Online-Lernplattfom, denn das ENGEL Servicenetz erstreckt sich über den gesamten Globus. „Kurze Wege zu unseren Kunden sind uns sehr wichtig“, so Wolfgang Degwerth. „Wir bauen unser weltweites Servicenetzwerk kontinuierlich aus.“
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28450
 05.03.2014

ENGEL auf der Chinaplas 2014 in Shanghai  (Firmennews)

Mit weiter zunehmendem Kostendruck rücken Innovationen, Effizienz und Automatisierung immer stärker in den Fokus der Spritzgießverarbeiter in Asien. Wie sich den aktuellen Herausforderungen erfolgreich begegnen lässt, demonstriert ENGEL auf der Chinaplas 2014 vom 23. bis 26. April in Shanghai. Alle vier hochintegrierten Fertigungszellen am ENGEL Messestand verbinden höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz und machen deutlich, wie Automatisierung auch prozesstechnisch Vorteile bringt.

ENGEL automotive: Ressourcen schonen bei besserer Bauteilqualität
Eine ENGEL duo 900 Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL viper 20 Linearroboter steht im Mittelpunkt des Ausstellungsbereichs Automotive. Mittels ENGEL foammelt Technologie werden auf der Großmaschine mit 9.000 kN Schließkraft Ölwannen gefertigt. Unter dem Namen ENGEL foammelt bietet ENGEL aus einer Hand Spritzgießlösungen für den MuCell-Schaumspritzguss an. Bei diesem inzwischen lizenzgebührenfreien Verfahren von ENGEL-Partner Trexel (Wilmington, MA/USA) wird die Kunststoffschmelze mit Stickstoff oder Kohlendioxid beladen, wobei das Gas beim Einspritzen in die Werkzeugkavität aufschäumt. Auf diese Weise lassen sich der Rohmaterialeinsatz und das Bauteilgewicht reduzieren und gleichzeitig die Fließeigenschaften der Schmelze verbessern. Die Folge sind dimensionsstabile Spritzgießteile ohne Einfallstellen.

Die Fertigungszelle macht deutlich, wie das optimierte Zusammenspiel zwischen Spritzgießmaschine und Roboter neue Effizienzpotenziale eröffnet. Dank vollständiger Steuerungsintegration greifen Spritzgießmaschine und Roboter auf ein- und dieselbe Datenbasis zu und können ihre Bewegungsabläufe exakt aufeinander abstimmen. Beispielsweise kann der Roboter bereits während der Formöffnungsbewegung in den Werkzeugbereich einfahren, was in vielen Fällen die Zykluszeit verkürzt.

„Automation ist immer häufiger ein integrativer Prozessbestandteil, der extrem wirtschaftliche Fertigungsprozesse ermöglicht und eine konstant hohe Produktqualität sicherstellt“, sagt Gero Willmeroth, Geschäftsführer Vertrieb und Service von ENGEL Machinery Shanghai. „Mit intelligenten Automatisierungskonzepten können wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden deutlich steigern. Die Nachfrage nach automatisierten Systemlösungen nimmt in Asien weiter zu.“

ENGEL teletronics: Höchste Effizienz für kleinste Präzisionsbauteile
In den Branchen Elektronik und Telekommunikation gilt es, Energieeffizienz mit höchster Präzision und maximaler Flexibilität zu vereinen. Dabei steigen die Qualitätsanforderungen mit sinkender Teilegröße. Um diesen Vorgaben auch bei einem hohen Kostendruck gerecht zu werden, hat ENGEL die Baureihe der vollelektrischen Spritzgießmaschinen ENGEL e motion um eine kleine, holmlose Variante erweitert. Als erste Spritzgießmaschine aus europäischer Entwicklung ist die ENGEL e-motion 30 TL mit 300 kN Schließkraft in der Lage, optische Linsen für mobile Endgeräte mit einer maximalen Formabweichung im Bereich von wenigen µm herzustellen. Ausgestattet mit einem 8-fach-Werkzeug und einem integrierten ENGEL viper 6 Roboter wird sie dies während der Chinaplas unter Beweis stellen.

Für die kleine, holmlose ENGEL e-motion Maschine wurde ein neues Rahmenkonzept entwickelt, das eine besonders leichte und sehr kurze Maschinenkonstruktion erlaubt. Mit einer Länge von nur 3 Metern ist die ENGEL e-motion 30 TL die kürzeste 30-Tonnen-Maschine mit vollelektrischer Antriebstechnik im Markt. Hinzu kommt, dass der barrierefreie Werkzeugraum vergleichsweise große Werkzeuge aufnimmt. Beide Aspekte reduzieren deutlich den Anlagen-Footprint, was vor allem bei der Reinraumfertigung ein wichtiger Effizienzfaktor ist.

ENGEL packaging: Vollelektrisch für höchste Leistungen
Mit einer vollelektrischen Spritzgießmaschine präsentiert sich auch die Business Unit ENGEL packaging in Shanghai. Auf einer ENGEL e-motion 440/160 werden in einem 2-fach-Werkzeug von Glaroform (Näfels/Schweiz) 500-ml-Lebensmittelcontainer produziert. Die Verpackungen werden mittels In-Mould-Labeling (IML) dekoriert. Die Hochleistung-IML-Automation kommt von BECK automation (Oberengstringen/Schweiz), die Folien von Viappiani (Mailand/Italien). Für die Peripherie kooperiert ENGEL bei diesem Exponat mit Piovan (S. Maria di Sala/Italien) und ef cooling (Dällikon/Schweiz).

Die konsequente Weiterentwicklung der ENGEL e-motion Baureihe etabliert diese Maschinen zunehmend im Bereich der Hochleistungsanwendungen in der Verpackungsindustrie. Die jüngste Maschinengeneration erreicht Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde und verbindet dabei höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz. Das geschlossene Sys¬tem für Kniehebel und Spindel stellt jederzeit eine optimale und saubere Schmierung aller bewegten Maschinenkomponenten sicher. Dies macht die ENGEL e-motion auch in regulierten Fertigungsbereichen – zum Beispiel bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen – zum bevorzugten Maschinentyp.

ENGEL medical: Holmlostechnik spart Platz im Reinraum
Petrischalen gehören zu den Standard-Verbrauchsartikeln in biochemischen Laboratorien. Um die darin gezüchteten Mikroorganismen und Zellen optisch analysieren zu können, müssen die Kunststoffschalen eine hohe Transparenz, optische Klarheit und einen ebenen Boden aufweisen. Dieser Herausforderung stellt sich auf der Chinaplas eine ENGEL victory 1350/300 Spritzgießmaschine. In einem 4+4-fach-Werkzeug von Plastisud (Castelnaudary/Frankreich) werden pro Zyklus jeweils acht Ober- und Unterteile der Petrischalen aus Polystyrol gefertigt. Die Teile werden vollautomatisiert paarweise entnommen, zusammengesetzt, gestapelt und für die Verpackung vorbereitet. Diesen besonders hohen Prozessintegrationsgrad realisiert ENGEL gemeinsam mit seinem Systempartner Hekuma (Eching/Deutschland). In der Medizintechnik trägt die Automatisierung entscheidend zu einer hohen Prozess- und Produktsicherheit bei. Denn manuelle Eingriffe stellen im Reinraum das größte Kontaminationsrisiko dar.

Dank ENGEL Holmlostechnik findet auch diese Fertigungszelle auf einer kleinen Aufstellfläche Platz. Zum einen weil dank barrierefreier Schließeinheit das große Werkzeug auf eine vergleichsweise kleine Maschinen passt, und zum anderen weil sich die Automatisierung besonders nah am Werkzeug platzieren lässt. Der Handlingarm kann auf direktem Weg von der Seite aus in den Werkzeugraum greifen.

CC 300: Neue ENGEL Steuerung vereinfacht komplexe Prozesse
Prozessintegration und Automatisierung sind wichtige Schlüssel für eine hohe Effizienz in der Spritzgießfertigung. Gleichzeitig machen sie die Fertigungsprozesse aber auch immer komplizierter. Die Bedienung von hochintegrierten und automatisierten Fertigungsprozessen einfacher, komfortabler und sicherer zu machen, lautete deshalb das Ziel von ENGEL bei der Entwicklung der neuen Steuerungsgeneration CC 300, die auf der Chinaplas 2014 zum ersten Mal in Asien präsentiert wird. Zu den neuen Features zählen unter anderem das besonders große 21″-Multitouch-Display mit einer neuen noch übersichtlicheren Struktur, aufgabenspezifische Ansichten, die bei vollem Funktionsumfang Bedienfehler ausschließen, und der zentrale Bedienknopf e-move, der dem Anwender trotz Multitouch-Funktionalität das Gefühl für die Maschine lässt. Durch Drehen ermöglicht e-move die geschwindigkeitssensible und millimetergenaue Ansteuerung sämtlicher Maschinen- und Roboterbewegungen.

„Wir setzen mit der CC 300 einen neuen Trend“, so Gero Willmeroth. „Die Rückmeldungen unserer Testanwender sind extrem positiv.“ Nicht zuletzt trägt hierzu bei, dass sich die Maschinenbediener auf Anhieb in der neuen Steuerungsumgebung zurechtfinden. In der Vorgängerversion bewährte Grundprinzipien wurden beibehalten. Zudem wurden Bedientechnologien, die sich im Alltag etabliert haben, auf die Anforderungen der Spritzgießprozesse übertragen, zum Beispiel die intuitive Gestenbedienung von Smartphones.

„Die Steuerung der Fertigungszellen ist längst ein wichtiger Effizienzfaktor“, betont Willmeroth. „Mit der neuen CC 300 unterstützen wir unsere Kunden, auch bei einem niedrigen Qualifikationsniveau der Mitarbeiter das volle Potenzial integrierter Systemlösungen auszuschöpfen und dabei gleichzeitig die Prozesssicherheit zu steigern.“

ENGEL plus: Intelligente Serviceprodukte maximieren Produktivität und Effizienz
Unter dem Namen ENGEL plus widmet ENGEL auf der Chinaplas 2014 seinen Serviceprodukten und Dienstleistungen einen eigenen Ausstellungsbereich. Im Mittelpunkt stehen dabei ENGEL flomo und ENGEL e-factory 2.

Der elektronische Temperierwasserverteiler ENGEL flomo überwacht kontinuierlich sämtliche Kühl- und Temperierkreisläufe und macht damit die wartungsintensiven Kühlwasserbatterien mit Schaugläsern überflüssig. Dank Vortex-Sensoren kommt ENGEL flomo ohne bewegliche Teile und Wasserfilter aus. Zudem bestehen alle Komponenten aus hochwertigem Edelstahl. ENGEL flomo ist einer der kleinsten manuell einstellbaren Wasserverteiler mit elektronischer Überwachung auf dem Markt und lässt sich deshalb besonders nah am Werkzeug montieren. Die Wärmeverluste werden dadurch minimiert.

Mit ENGEL e-factory 2 setzt ENGEL neue Maßstäbe in der Betriebsdatenerfassung. Dank seines erweiterten Funktionspakets lässt sich das neue Release der ENGEL MES-Lösung direkt an ERP-Systeme wie SAP anbinden und erlaubt jetzt auch die Integration von Spritzgießmaschinen unterschiedlicher Marken. So lassen sich vom Schreibtisch aus alle Fertigungskennzahlen in Echtzeit im Auge behalten, um bei Planabweichungen umgehend gegensteuern zu können. Die Folge sind mehr Produktivität und Effizienz in der Spritzgießfertigung.

Von der Spritzgießmaschine über die Automation, Prozesstechnologie und Werkzeugprojektierung bis zu Training und Service bietet ENGEL weltweit schlüsselfertige, effizienzoptimierte Systemlösungen für die spezifischen Anforderungen der einzelnen Branchen und Ländermärkte an. Dabei stellt die Fertigung vor Ort in Asien die schnelle und flexible Anpassung der Spritzgießmaschinen und Systemlösungen sicher und garantiert zudem kurze Lieferzeiten. ENGEL ist der einzige westliche Spritzgießmaschinenbauer, der mit zwei Produktionswerken in Asien präsent ist.

ENGEL auf der Chinaplas 2014 in Shanghai: Halle E3, Stand E01
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28406
 26.02.2014

ENGEL Machinery Korea liefert 5000. Maschine aus  (Firmennews)

5000 Spritzgießmaschinen hat das Produktionswerk von ENGEL AUSTRIA in Südkorea seit seiner Gründung im Jahr 2001 gebaut. Die Jubiläumsmaschine – eine ENGEL victory mit ecodrive – wurde Anfang 2014 ausgeliefert.

Nähe zum Kunden verkürzt Lieferzeiten
ENGEL hat früh auf weltweite Präsenz gesetzt und in Regionen mit großem Wachstumspotenzial eigene Produktionswerke errichtet. Heute ist ENGEL der einzige europäische Spritzgießmaschinenbauer, der mit zwei Produktionswerken in Asien vertreten ist. In Pyungtaek-City (Korea) befindet sich das Werk für Spritzgießmaschinen im kleinen und mittleren Schließkraftsegment, Großmaschinen baut ENGEL für die asiatischen Märkte in Shanghai (China). Die Montagekapazität der beiden Standorte wurde in den vergangenen zwei Jahren deutlich ausgebaut. Mit anwendungsorientierten Systemlösungen aus einer Hand hat sich ENGEL auch in Asien eine führende Position erarbeitet. Dabei profitieren die Kunden vor Ort von der flexiblen Adaption der Maschinen und Systemlösungen an die spezifischen Anforderungen sowie von kurzen Lieferzeiten. „Unsere Projektlaufzeiten werden immer kürzer“, bestätigt Gerhard Zebe, President Global Operations Mechanicals von Flextronics mit Sitz im südchinesischen Zhuhai. „ENGEL ist in der Lage, die von uns geforderten Lieferzeiten einzuhalten und erfüllt auch in Asien individuelle Ausstattungswünsche. Als global produzierendes Unternehmen wünschen wir uns Partner, die ebenfalls weltweit präsent sind und uns überall die gleiche Qualität und den gleichen Service bieten. Genau das schätzen wir an ENGEL.“

Energieeffizienz ist Wettbewerbsfaktor
Flextronics gehört zu den führenden Anbietern von End-to-End-Lösungen und beschäftigt in mehr als 30 Ländern 200.000 Mitarbeiter. Im Segment Spritzgießen gehört ENGEL zu den bevorzugten Lieferanten. Insgesamt lieferte ENGEL bislang fast 400 Spritzgießmaschinen und integrierte Fertigungszellen mit Automation und Prozesstechnologie in die Unternehmensgruppe. Die neue ENGEL victory Maschine ist für den Standort Malaysia bestimmt.

Die Holmlostechnik macht die ENGEL victory zu einem bevorzugten Maschinentyp. „Die Holmlostechnik unterstützt uns dabei, die Aufstellflächen unserer Fertigungszellen klein zu halten“, sagt Gerhard Zebe. „Außerdem arbeiten die ENGEL victory Maschinen mit einer besonders hohen Präzision und verlieren über ihre gesamte Lebensdauer nicht an Stabilität.“ Die zuletzt gelieferten ENGEL victory Maschinen sind ebenso wie die neue Jubiläumsmaschine mit der Energiesparoption ecodrive ausgestattet. „Nachhaltigkeit ist für unser Geschäft sehr wichtig“, so Zebe.

Gemeinsame Ziele geben Impulse – auf beiden Seiten
Gefeiert wurde die Auslieferung der 5000. Maschine aus koreanischer Fertigung gleich zwei Mal. Zunächst mit der Belegschaft in Korea und kurz darauf gemeinsam mit dem Kunden am ENGEL-Stammsitz in Schwertberg, Österreich. Dort dankte Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding, Flextronics für das Vertrauen und die langjährige Partnerschaft. „Innovationsstärke gepaart mit nachhaltigem Handeln – das zeichnet die weltweiten Aktivitäten von Flextronics und ebenso die von ENGEL aus“, betont Peter Neumann. „Aufbauend auf diesen gemeinsamen Werten initiiert die enge Zusammenarbeit immer wieder neue Impulse, die zur Weiterentwicklung beider Unternehmen beitragen.“
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28354
 13.02.2014

ENGEL mit neuem Geschäftsführer in Skandinavien  (Firmennews)

Bild: Jens Thor Hansen

ENGEL hat für Schweden, Dänemark und Norwegen einen neuen Geschäftsführer bestellt. Mit Jens Thor Hansen wurde ein erfahrener Kunststoffexperte für diese strategisch wichtigen Märkte gewonnen.

Als Geschäftsführer eines Spritzgießverarbeiters mit Schwerpunkt Reinraumproduktion sammelte Jens Thor Hansen in den vergangenen sechs Jahren viel Erfahrung in dieser Branche. Insgesamt ist der 49-jährige Ingenieur der Kunststofftechnik seit 25 Jahren in Führungspositionen in Unternehmen der Medizintechnik und im Rohstoffgeschäft tätig. „Die Medizintechnik gehört für uns in Skandinavien zu den wichtigen Wachstumsfeldern und wir werden hier sehr stark von Herrn Hansens Erfahrungen profitieren“, sagt Dr. Christoph Steger, CSO der ENGEL Holding GmbH in Österreich. „Darüber hinaus hängt unser weiteres Wachstum in Skandinavien stark davon ab, innovative Anwendungen mit effizienten Lösungen zu besetzen. Genau das ist die Stärke von ENGEL und ebenso der skandinavischen Industrie.“

Ralf Godbey, der bisherige Geschäftsführer von ENGEL in Skandinavien, ist Ende 2013 aus der Unternehmensgruppe ausgeschieden. „Wir danken Herrn Godbey für sein starkes Engagement in den vergangenen Jahren“, so Christoph Steger. „Unter seiner Leitung hat sich ENGEL in Nordeuropa sehr stark positioniert. Ich bin davon überzeugt, dass wir auf dieser Basis unsere Marktpräsenz in Dänemark, Schweden und Norwegen weiter deutlich ausbauen werden.“

In Solrød Strand, Dänemark, und Jönköping, Schweden, ist ENGEL mit einer eigenen Niederlassung präsent, in Norwegen mit einem Vertriebs- und Servicebüro in Hobøl nahe Oslo.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28301
 30.01.2014

ENGEL in Mexiko mit neuem Geschäftsführer  (Firmennews)

Hector Moreno hat die Geschäftsführung von ENGEL de Mexico S.A. de C.V. übernommen. Er folgt auf Peter Auinger, der innerhalb der ENGEL Gruppe neue Aufgaben in Asien übernehmen wird.

Hector Moreno verfügt über langjährige Vertriebserfahrung in der Kunststoffindustrie in Mexiko. Vor seinem Wechsel zu ENGEL führte der Ingenieur dort mehr als 18 Jahre lang die Geschäfte eines europäischen Maschinenbauers.

„Wir freuen uns, für diesen strategisch wichtigen Markt einen sehr erfahrenen Experten gefunden zu haben, dessen Leidenschaft gleichermaßen dem Vertrieb und der Technik gilt“, betont Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding in Österreich. „Wir sind uns sicher, dass Herr Moreno gemeinsam mit seinem Team die Erfolgsgeschichte von ENGEL in Mexiko fortsetzen wird.“ Zu seinen Zielen zählen unter anderem die weitere Stärkung des Systemgeschäfts sowie der weitere Ausbau des lokalen Servicenetzwerks, das bereits unter der Leitung von Peter Auinger stark gewachsen war.

„Wir danken Herrn Auinger für die hervorragend geleistete Arbeit“, so Peter Neumann. „ENGEL konnte während der vergangenen Jahre überproportional am starken Wachstum der mexikanischen Spritzgießindustrie partizipieren und seine Marktanteile kontinuierlich ausbauen.“ Vor allem Investitionen der internationalen Automobilkonzerne, aber auch der Verpackungs-, Telekommunikations- und Unterhaltungselektronikindustrie sorgen für eine starke Dynamik im Markt.

ENGEL AUSTRIA ist seit 1996 mit einer eigenen Niederlassung in Mexiko präsent. 2010 wurde der Standort von Mexico City nach Querétaro, einem der wichtigsten Zentren der Kunststoffindustrie im Land, verlegt und dabei deutlich ausgebaut. ENGEL de Mexico ist nicht nur Vertriebs- und Servicestandort mit einem eigenen umfangreichen Ersatzteillager, sondern auch Schulungszentrum. Das großzügige und gut ausgestattete Technikum wird sowohl für Seminare und Konferenzen als auch für Kundenversuche und Abmusterungen genutzt.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28182
 08.01.2014

Mehr als 300 Teilnehmer bei LSR-Seminaren in China  (Firmennews)

Mit insgesamt mehr als 300 Teilnehmern waren die LSR-Seminare, zu denen ENGEL gemeinsam mit Dow Corning und Elmet Mitte Dezember nach Shanghai und Dongguan eingeladen hatte, ein sehr großer Erfolg. Intelligente Systemlösungen, die bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon für höchste Effizienz und niedrigste Stückkosten sorgen, standen im Mittelpunkt der Vorträge und der Live-Demonstration.

„Die Nachfrage nach High-End-Lösungen zur Verarbeitung von LSR steigt in China rapide an“, so Gero Willmeroth, Vertriebsgeschäftsführer von ENGEL Machinery Shanghai. „Auch für Massenprodukte gilt es, die Fertigungsanlagen individuell an die Produkte, die Stückzahlen und die Materialien anzupassen. Nur so lässt sich langfristig wettbewerbsfähig produzieren.“ Gemeinsam mit seinen Systempartnern liefert ENGEL schlüsselfertige Anlagen aus einer Hand, denn nur wenn von Anfang an alle Anlagenkomponenten und das Material optimal aufeinander abgestimmt sind, lassen sich Effizienzpotenziale maximal ausschöpfen. Wie dies in der Praxis aussehen kann, demonstrierten ENGEL, Elmet und Dow Corning mit der Herstellung von Dichtungsringen auf einer ENGEL victory 110 Spritzgießmaschine. Die Fertigungszelle war ausgestattet mit einem Werkzeug von Elmet sowie speziell für die Flüssigsilikonverarbeitung entwickelten Zuführeinrichtungen, Dosierpumpen und einem Spritzaggregat.

Vollautomatisch, abfallfrei und gratarm
„Vollautomatisch, nacharbeitsfrei, abfallfrei und gratarm – so lauten die wichtigsten Anforderungen bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon“, machte Leopold Praher, Verkaufsleiter Elast/LIM von ENGEL AUSTRIA in China deutlich. „Oft bieten ENGEL victory Spritzgießmaschinen mit ihrer holmlosen Schließeinheit hierfür signifikante Vorteile. Die hervorragende Zugänglichkeit und das Platzangebot im Werkzeugbereich sind einzigartig. Sehr häufig können kleinere Spritzgießmaschinen eingesetzt werden als es die Werkzeuggröße herkömmlich erfordern würde, was sowohl bei der Investition als auch im laufenden Betrieb Kosten spart.“

In Fachvorträgen gingen die Veranstalter detailliert auf die Anforderungen, Potenziale und Trends der LSR-Verarbeitung ein. „Mehrkomponentenanwendungen, wie Hart/Weich-Kombinationen für Babyartikel, werden in China deutlich zunehmen“, betont Dr. Hans-Peter Wolf, Global Research and Development Manager für Silikonkautschuke bei Dow Corning. In seinem Vortrag präsentierte er innovative Rohmaterialien aus dem Xiameter-Sortiment, die dafür den Weg bereiten. Leopold Praher stellte in zwei Vorträgen Spritzgießlösungen für die Verarbeitung von LSR, aber auch Festsilikon vor, und Paul Fattinger, Vertriebsleiter von Elmet in Asien, ging auf spezielle Werkzeugkonzepte, LSR-Pumpen und Mischeinheiten ein.

Individuelle Lösungen mit kurzen Lieferzeiten
Zum Abschluss des Seminars in Shanghai hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das Produktionswerk von ENGEL zu besichtigen. Vor Ort baut ENGEL Großmaschinen der Baureihe ENGEL duo. Spritzgießmaschinen mit kleinen und mittleren Schließkräften, wie die Maschinen der ENGEL victory Serie, werden für den asiatischen Markt in Korea produziert. ENGEL ist der einzige westliche Spritzgießmaschinenbauer, der mit zwei Produktionswerken in Asien vertreten ist. „Mit der dezentralen Fertigung in Asien sichern wir unseren Kunden kurze Lieferzeiten sowie die Adaption der Spritzgießmaschinen und Systemlösungen an die spezifischen Anforderungen vor Ort“, sagt Gero Willmeroth.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28128
 16.12.2013

Intelligente Lösungen minimieren Stückkosten  (Firmennews)

Während der Interplastica 2014 vom 28. bis 31. Januar in Moskau demonstriert ENGEL, wie sich dank innovativer Spritzgießtechnologie und intelligenten Optionen die Gesamteffizienz von Fertigungszellen deutlich steigern lässt. Zwei Anlagen treten den Beweis an: Eine holmlose ENGEL victory tech Spritzgießmaschine mit ENGEL viper 6 Roboter wird technische Teile produzieren. Gleichzeitig entstehen auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion mit integriertem In-Mould-Labeling hochwertige Verpackungen.

Großes Werkzeug auf kleiner Maschine
„Spritzgießmaschinen vom Typ ENGEL victory erfahren in Russland seit mehreren Jahren eine besonders starke Nachfrage“, betont Olaf Kassek, Geschäftsführer von OOO ENGEL in Moskau. „Der Grund: Dank ihrer holmlosen Schließeinheit ermöglichen sie in vielen Anwendungen sehr niedrige Stückkosten.“ Mit der ENGEL victory 500/90 tech, die während der Messe dreidimensional anspruchsvolle technische Teile fertigen wird, zeigt ENGEL, wie sich darüber hinaus noch weitere Effizienzpotenziale ausschöpfen lassen. Mit einem integrierten ENGEL viper 6 Roboter, dem Temperierwasserverteiler ENGEL flomo, der integrierten Ölwartung sowie dem Dienstleistungspaket ENGEL e service.24 repräsentiert die Systemlösung den State-of-the-art der Spritzgießtechnik.
Bei geometrisch anspruchsvollen Bauteilen und Mehrkomponentenprodukten ist das Effizienzpotenzial beim Einsatz einer Holmlosmaschine besonders groß. In der Regel sind die Werkzeuge für diese Anwendungen aufgrund von Kernzügen und Schiebern sperrig, wobei nur eine vergleichsweise geringe Schließkraft benötigt wird. Da sich bei den ENGEL victory Maschinen die Werkzeugaufspannplatten bis an den Rand vollständig ausnutzen lassen, kann in vielen Fällen eine deutlich kleinere Spritzgießmaschine eingesetzt werden, als es die Werkzeuggröße herkömmlich erfordern würde. Dies hält sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten niedrig. Hinzu kommt, dass die barrierefreie Schließeinheit den Werkzeugwechsel und die Automatisierung vereinfacht. Dank der Integration des ENGEL viper Roboters in die Steuerung der Spritzgießmaschine greifen Maschine und Roboter auf ein und dieselbe Datenbasis zu und stimmen ihre Bewegungsabläufe aufeinander ab. In vielen Anwendungen verkürzt dies die Zykluszeit. Dank der durchgängigen Bedienphilosophie lässt sich der Roboter auch von gering qualifiziertem Bedienpersonal zuverlässig und sicher steuern.

ENGEL flomo und Ölwartung reduzieren Wartungsaufwand
Zu niedrigen Betriebskosten tragen in der auf der Messe präsentierten Fertigungszelle außerdem die beiden ENGEL-Produkte flomo und Ölwartung bei. Der elektronische Temperierwasserverteiler ENGEL flomo überwacht kontinuierlich sämtliche Kühl- und Temperierkreisläufe und macht damit die wartungsintensiven Kühlwasserbatterien mit Schaugläsern überflüssig. Dank Vortex-Sensoren kommt ENGEL flomo ohne bewegliche Teile und Wasserfilter aus. Zudem bestehen alle Komponenten aus hochwertigem Edelstahl. ENGEL flomo ist einer der kleinsten manuell einstellbaren Wasserverteiler mit elektronischer Überwachung auf dem Markt und lässt sich deshalb besonders nah am Werkzeug montieren. Die Wärmeverluste werden dadurch minimiert.
Deutlich niedrigere Instandhaltungskosten, eine höhere Anlagenverfügbarkeit und mehr Betriebssicherheit – dafür sorgt auch die ENGEL Ölwartung. Eine Zellulose-Cartridge mit einer Filterfeinheit von 3 µm beseitigt kontinuierlich Schmutzpartikel, kondensiertes Wasser und Ölabbauprodukte. Die Qualität und Viskosität des Hydrauliköls bleiben damit das gesamte Maschinenleben lang konstant.
Einen weiteren Beitrag zu einer maximalen Verfügbarkeit der Fertigungszelle leistet das Dienstleistungspaket ENGEL e-service.24. Über eine Remote-Verbindung können die ENGEL-Serviceingenieure nach Freischaltung durch ihren Kunden in Echtzeit auf die Maschinendaten zugreifen und unmittelbar nach einer Fehlermeldung mit der Ursachensuche starten. In Audio-, Video- oder Textkonferenzen kann das ENGEL-Team den Maschinenbedienern vor Ort gezielt Anweisungen und Erklärungen geben. Eine Vielzahl von Problemen lässt sich auf diese Weise bequem über das Internet beheben und dem Kunststoffverarbeiter bleibt ein kosten- und zeitintensiver Serviceeinsatz vor Ort erspart. Während der Interplastica in Moskau demonstriert ENGEL, wie sich ENGEL e-service.24 auch unternehmensintern für eine höhere Datentransparenz und die kontinuierliche Prozessoptimierung nutzen lässt.

Höchste Leistung bei niedrigstem Energieverbrauch
Mit einer zweiten Fertigungszelle richtet sich ENGEL auf der Interplastica an die Hersteller hochwertiger Kunststoffverpackungen. Auf einer vollelektrischen ENGEL e-motion 440/160 Spritzgießmaschine werden während der Messe in einem 2-fach-Werkzeug von Glaroform (Näfels/Schweiz) 500-ml-Container produziert. Die Container werden mittels In-Mould-Labeling dekoriert.
„Vollelektrische ENGEL e-motion Spritzgießmaschinen finden immer häufiger für Hochleistungsanwendungen in der Verpackungsindustrie Einsatz“, sagt Olaf Kassek. „Die konsequente Weiterentwicklung dieser Baureihe macht dies möglich.“ ENGEL e motion Spritzgießmaschinen der jüngsten Generation erreichen Zykluszeiten von deutlich unter 3 Sekunden und Einspritzgeschwindigkeiten von mehr als 500 mm pro Sekunde, eine Leistungsklasse, die lange Zeit hydraulischen Akku-Maschinen vorbehalten war. „Mit Hilfe der vollelektrischen Antriebstechnik können wir jetzt höchste Leistung mit maximaler Energieeffizienz vereinen“, so Kassek.

ENGEL auf der Interplastica 2014: Halle 3, Stand B09
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28111
 11.12.2013

ENGEL auf der Saudi PPPP 2014  (Firmennews)

Bild: ENGEL e-cap Spritzgießmaschine

Maximaler Output, konstante Qualität und permanente Verfügbarkeit – auf der Saudi Plastics and Petrochem vom 17. bis 20. Februar 2014 in Riad, Saudi Arabien, demonstriert ENGEL, wie sich durch das perfekte Zusammenspiel von Spritzgießmaschine, Werkzeug, Automation, Anwendungstechnik und Support diese Anforderungen mit höchster Wirtschaftlichkeit und Effizienz vereinen lassen.

Optimal zugeschnitten auf die spezifischen Anforderungen
Den Branchenfokus setzt ENGEL während der vier Messetage auf die Verpackungs- und Bauindustrie. Präsentiert werden vier Anwendungsbeispiele:

-Verschlüsse: Die vollelektrische ENGEL e-cap Spritzgießmaschine ist auf höchste Leistungen ausgelegt und erreicht Zykluszeiten von unter 3 Sekunden. Einsatz findet die ENGEL e-cap zur Herstellung von Standard-Getränkeverschlüssen sowie von Sonderverschlüssen für die Kosmetik-, Reinigungs- und Nahrungsmittelindustrie. „Bei Wasser geht der Trend klar zum 29/25-Verschluss“, betont Andreas Leitner, Sales Director Middle East von ENGEL. „Gemeinsam mit einem renommierten Werkzeugbauer aus der Schweiz haben wir in Middle East schon mehrere Projekte für diesen neuen, leichteren Verschlusstyp realisiert und dabei mit der ENGEL e-cap sehr gute Erfahrungen gesammelt.“
-Dünnwandbehälter: Mit der vollelektrischen ENGEL e-motion Spritzgießmaschine wer-den Dünnwandbehälter mit High-tech-Anspruch zu Lowcost-Produkten. Die Systemlösungen von ENGEL packaging unterstützen die Verarbeiter dabei, Rohmaterial und Energie einzusparen und verschiedene Prozessschritte zu integrieren, beispielsweise durch In-Mould-Labeling. ENGEL arbeitet hier mit Partnerunternehmen zusammen, die auf ihrem Gebiet ebenfalls führend sind. Einige von ihnen stellen gemeinsam mit ENGEL in Riad aus, darunter der Schweizer IML-Experte BECK automation und die Firma Otto Hofstetter aus der Schweiz, die federführend bei Werkzeugen für Dünnwandanwendungen ist.
-Paletten: Mit flexiblen Anlagenkonzepten auf Basis der kompakten ENGEL duo Groß-maschine unterstützt ENGEL die Kunststoffverarbeiter, dem Trend zur Kunststoffpalette früh zu folgen. Dabei schöpft ENGEL aus einem breiten Technologiespektrum, um das Palettengewicht zu reduzieren und das Teilehandling zu optimieren. Auch zu diesem Thema sind die Systempartner von ENGEL auf der Saudi PPPP in Riad, sodass selbst anspruchsvolle Systemlösungen direkt vor Ort während der Messe erarbeitet werden können.
Fittings: Beim Einsatz großer Werkzeuge mit vielen Kernzügen und Schiebern, wie sie beispielsweise die Fitting-Produktion erfordert, hält die holmlose ENGEL victory Maschine sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten niedrig. Zudem unterstützt die barrierefreie Schließeinheit einen schnellen Werkzeugwechsel und eine einfache Automatisierung. Ob dem Trend folgend PP-R oder schwierig zu verarbeitendes PVC und C-PVC, passt ENGEL die Plastifiziereinheit individuell an die zu verarbeitenden Materialien an und steigert damit zusätzlich die Effizienz der Fertigungsanlage.

Effiziente Systemlösungen aus einer Hand
ENGEL liefert Spritzgießmaschine, Automatisierung, Werkzeugprojektierung, Prozesstech-nologien und Services aus einer Hand und kann so Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen. Mit seinem engmaschigen Netz aus Niederlassungen, Vertretungen und Servicestandorten garantiert der Maschinenbauer mit Stammsitz in Österreich weltweit kurze Wege zu seinen Kunden. Gleichzeitig unterstützen intelligente, internetbasierte Softwarelösungen den kosten- und zeiteffizienten Support.

ENGEL auf der Saudi PPPP 2014: Halle 2, Stand 417-2
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28070
 03.12.2013

ENGEL mit neuem Vertriebsgeschäftsführer  (Firmennews)

Bild: Dr. Christoph Steger wurde in die Geschäftsführung der ENGEL Holding berufen.

Christian Pum, CSO der ENGEL Holding GmbH in Schwertberg/Österreich, wird am 31. Dezember 2013 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen und in eine andere Branche wechseln. Als sein Nachfolger wurde Dr. Christoph Steger, bislang Leiter der Business Unit ENGEL packaging, in die Geschäftsführung berufen.
Christian Pum ist 1991 in das Unternehmen eingetreten und gehört der ENGEL Geschäftsführung seit 2006 als Geschäftsführer Vertrieb an. Er hat während dieser Zeit maßgeblich zum weltweiten Erfolg von ENGEL beigetragen. „Wir danken Herrn Pum für die hervorragend geleistete Arbeit und sein großes Engagement“, betont Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding. „Wir bedauern, aber respektieren seine Entscheidung und wünschen ihm für seine neuen Herausforderungen viel Glück und Erfolg.“
Dr. Christoph Steger übernimmt mit sofortiger Wirkung die Aufgaben von Christian Pum. Herr Steger kam Anfang 2012 zu ENGEL nach Schwertberg und hat seither die Business Unit ENGEL packaging mit großem Erfolg geführt. ENGEL packaging konnte unter der Leitung von Christoph Steger überproportional am Wachstum der Kunststoffverpackungen partizipieren.
Gemeinsam mit Dr. Peter Neumann – Mitglied der Eigentümerfamilie in der dritten Generation – trägt mit Dr. Christoph Steger und Dr. Stefan Engleder (CTO) inzwischen bereits die vierte Generation in der Geschäftsführung operative Verantwortung. Seit seiner Gründung 1945 ist ENGEL zu 100 Prozent in Familienbesitz.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #28015
 21.11.2013

ENGEL auf der Swiss Plastics 2014  (Firmennews)

Maximale Präzision und Sicherheit in Verbindung mit einem minimalen Footprint: Auf der Swiss Plastics vom 21. bis 23. Januar 2014 in Luzern demonstriert ENGEL, wie sich dank innovativer Spritzgießtechnik auch besonders anspruchsvolle Anwendungen effizient und wirtschaftlich realisieren lassen.

Bild: ENGEL e-motion 30 TL Spritzgießmaschine

Drei-K-Hohlkörper inklusive Inlay in einem Schritt
Für die Herstellung von Drei-Komponenten-Hohlkörpern inklusive Inlay setzt ENGEL einen neuen Trend. An seinem Messestand in Halle 1 (A 1001) produziert ENGEL auf einer ENGEL e-victory 160 combi Dreikomponenten-Spritzgießmaschine mit integriertem ENGEL easix Mehrachsroboter in einem 4-fach-Werkzeug von Hack Formenbau (Kirchheim/Deutschland) Tropfkammern für Bluttransfusionen mit integriertem Filter in nur einem Arbeitsschritt. Die Kammern bestehen aus einer PS- und einer PP-Komponente, die zeitgleich spritzgegossen und unmittelbar danach im selben Werkzeug mit dem Filter montiert und durch Umspritzen mit einem weiteren PP gefügt werden. Die Zykluszeit liegt bei 14 Sekunden.
Eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung dieses integrierten Prozesses ist die servoelektrische Antriebstechnik für alle Bewegungen des Indexplattenwerkzeugs, die die synchrone Steuerung voneinander unabhängiger Bewegungen ermöglicht. Die hochpräzise Plattenparallelitätseinstellung der holmlosen Hybridmaschine sorgt für einen hohen Werkzeugschutz.

Vollelektrisch, hochpräzise und holmlos
Die neue ENGEL e-motion 30 TL Spritzgießmaschine kombiniert die Vorteile der ENGEL-Holmlostechnik mit der vollelektrischen Antriebstechnik und trägt damit im Bereich kleiner Schließkräfte den Anforderungen der Elektronikindustrie optimal Rechnung. Dort gilt es, höchste Präzision und niedrigsten Energieverbrauch mit maximaler Flexibilität zu vereinen. Während der Swiss Plastics 2014 wird ENGEL auf der neuen kleinsten ENGEL Spritzgießmaschine in einem 16-fach-Werkzeug 60-fach-Board-to-Board-Steckverbinder fertigen. Diese Anwendung erfordert eine besonders hohe Präzision, da der Abstand zwischen den Pins lediglich 0,5 mm beträgt.

Auch komplexe Prozesse sicher unter Kontrolle behalten
Ein weiteres Highlight von ENGEL auf der Swiss Plastics 2014 ist die neue Steuerungsgeneration CC 300. Smartphones dienten als Vorbild bei der Entwicklung der Bedienoberfläche. Gleichzeitig erhalten die Anwender mit dem zentralen Bedienelement e move das Gefühl für die Maschine zurück. Mit dieser einzigartigen Kombination gewährleistet die neue ENGEL Steuerung, dass sich auch komplexe Prozesse einfach, effizient und sicher bedienen lassen.
ENGEL liefert weltweit nicht nur Spritzgießmaschinen und Roboter, sondern vor allem integrierte und automatisierte Systemlösungen aus einer Hand. Nur wenn alle Komponenten einer Fertigungszelle von Anfang an aufeinander abgestimmt sind, lassen sich Effizienzpotenziale optimal ausschöpfen und neue Anwendungen im Zeichen niedrigster Stückkosten realisieren.

ENGEL auf der Swiss Plastics 2014: Halle 1, Stand A 1001
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #27947
 05.11.2013

K 2013 großer Erfolg für ENGEL AUSTRIA  (Firmennews)

Die K 2013 hat die Erwartungen von ENGEL AUSTRIA übertroffen. Mit den Schwerpunktthemen Systemintegration und Automatisierung besetzte ENGEL mit insgesamt 25 Maschinenexponaten die brennenden Zukunftsthemen der weltweiten Spritzgießindustrie und sprach damit auch viele Neukunden an. Begeistert waren die Besucher vor allem von der neuen ENGEL-Steuerungsgeneration CC 300, die der Gesamteffizienz von Anlagen eine weitere Dimension eröffnet.

„Wir erlebten auf der K 2013 eine überaus positive Investitionsbereitschaft“, sagt Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Gruppe, nach Abschluss einer erfolgreichen Messewoche. „Damit hat sich unsere Prognose mehr als erfüllt. Das Investitionsklima ist international sehr gut. Erfreulich ist vor allem, dass sich der Aufwärtstrend in Nordamerika auf der K 2013 weiter bestätigt hat. Dies belegt nicht nur die Investitionsbereitschaft der nordamerikanischen Unternehmen, sondern auch der eindeutige Trend in Richtung Hightech-Produkte.“

Steuerungsgeneration CC 300 setzt neuen Trend
Der Messestand von ENGEL in Halle 15 war durchgehend sehr gut besucht. Viele Messebesucher nutzten die Chance, die neue Steuerungsgeneration von ENGEL AUSTRIA selbst auszuprobieren. Sie erlebten ein völlig neues Bedienkonzept, das ihnen dennoch auf Anhieb vertraut vorkam. „Geräte wie unsere Smartphones, die wir täglich benutzen, dienten als Vorbild für die Entwicklung der Bedienoberfläche“, berichtet Peter Neumann. „Gleichzeitig geben wir mit dem zentralen Bedienelement e-move den Anwendern das Gefühl für die Maschine zurück. Mit dieser einzigartigen Kombination setzt die CC 300 für die gesamte Industrie einen neuen Trend.“
Mit steigendem Prozessintegrations- und Automatisierungsgrad nimmt die Komplexität der Fertigungsprozesse zu, was immer höhere Anforderungen an die Steuerungstechnik stellt. Je übersichtlicher und komfortabler die Steuerung, um so sicherer und effizienter können die Fertigungsanlagen arbeiten. „Die Steuerung ist zu einem wichtigen Effizienzfaktor integrierter und automatisierter Systemlösungen geworden“, so Peter Neumann.

Entwicklung live: Seriennahe Lösungen für den Composite-Leichtbau
Unter den Branchenlösungen waren es die Automobilexponate, die am Messestand von ENGEL die meisten Besucher anzogen. Auf Leichtbautechnologien fokussiert, gewährte ENGEL den Messebesuchern Einblicke in laufende Forschungsprojekte. So setzte ENGEL gemeinsam mit seinem Partner ZF-Friedrichshafen mit dem ersten One-Shot-Prozess zur Herstellung von Composite-Bremspedalen in Düsseldorf einen weiteren Meilenstein und das in zweierlei Hinsicht. Zum Ersten produzierte die auf der Messe präsentierte seriennahe Fertigungszelle mit einer bislang unerreichten Produktivität und zum Zweiten beweist das geometrie- und belastungsoptimierte Bauteil, dass Faserverbundmaterialien inzwischen auch in sicherheitsrelevanten Bereichen Stahl substituieren können.

Nicht nur die Automobilanwendungen machten am Messestand von ENGEL deutlich, wie Prozessintegration und Automatisierung Wettbewerbsvorteile schaffen. Dabei geht ENGEL noch einen Schritt weiter, denn auch Training und Service sind bei ENGEL ein fester Bestandteil der Systemphilosophie. Unter dem Namen ENGEL plus widmete der Maschinenbauer auf der K 2013 seinen Serviceprodukten und Dienstleistungen einen eigenen Ausstellungsbereich. Besonders gefragt: Die neuen Instandhaltungspakete ENGEL protect und ENGEL protect+, die die Instandhaltungskosten von Spritzgießmaschinen und Systemlösungen von Anfang an kalkulierbar machen.

„Unser Ziel ist es, weltweit führend im Schaffen von Kundennutzen zu sein“, so Peter Neumann. Die Besucher der K 2013 konnten sich davon überzeugen, dass ENGEL sein Versprechen einhält.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #27926
 31.10.2013

Instandhaltungskosten kalkulierbar machen  (Firmennews)

Mit ENGEL protect und ENGEL protect+ setzt ENGEL AUSTRIA neue Maßstäbe in der Instandhaltung von Spritzgießmaschinen. Die beiden Servicepakete sichern Kunststoffverarbeiter gegen Reparaturkosten ab und erhöhen deutlich die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen.
„Instandhaltungskosten lassen sich schwer kalkulieren, vor allem wenn die Spritzgießmaschinen für eine Vielzahl an Produkten eingesetzt werden und sich die Anforderungen häufig ändern“, betont Wolfgang Degwerth, Leiter Customer Service Division von ENGEL AUSTRIA. „Mit den neuen Servicepaketen geben wir unseren Kunden jetzt von Anfang an Planungssicherheit.“
Beim Abschluss von ENGEL protect werden von ENGEL alle nicht verschleiß- oder handhabungsbedingten Schäden an von ENGEL gelieferten Fertigungsanlagen ohne zusätzliche Kosten behoben. Enthalten sind Ersatzteile, Transport und technische Service-Leistungen, egal ob diese vor Ort oder am Telefon erbracht werden. ENGEL protect+ geht sogar noch einen Schritt weiter und schließt auch Verschleißteile ein. Einzige Ausnahme sind Bauteile, die einem plastifizierbedingten Verschleiß unterliegen. Kunststoffverarbeiter können sich damit ab sofort gegen böse Überraschungen absichern.
Beide Servicepakete sparen dem Verarbeiter zusätzlich Zeit, da individuelle Angebots- und Bestellvorgänge überflüssig werden. Ein Anruf bei ENGEL genügt und sämtliche erforderlichen Teile und Ressourcen werden automatisch eingeplant. Dabei profitiert der Kunde zudem vom hohen Innovationstempo seines Zulieferers. Neue Entwicklungen und Erkenntnisse fließen kontinuierlich ein und stellen sicher, dass die Anlagen über viele Jahre mit maximaler Leistung und Verfügbarkeit laufen.

Das Plus an Sicherheit – ein Maschinenleben lang
Unter dem Namen ENGEL plus bündelt ENGEL eine umfangreiche Palette an Serviceprodukten und Dienstleistungen. Neben den neuen Instandhaltungspaketen ENGEL protect und ENGEL protect+ gehören dazu unter anderem die nachrüstbare Energiesparoption ecodriveR, der Temperierwasserverteiler flomo, die Ölwartung, das Fernwartungstool e-service.24, die MES-Lösung e-factory 2 sowie das Trainings- und e-learning-Angebot.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #27915
 29.10.2013

Niederösterreichischer Innovationspreis für ENGEL  (Firmennews)

Das Großmaschinenwerk von ENGEL AUSTRIA in St. Valentin gehört zu den innovativsten Betrieben in Niederösterreich. Für seine besonders energieeffiziente Spritzgießmaschinenbaureihe ENGEL e-duo wurde der Maschinenbauer mit dem niederösterreichischen Innovationspreis 2013 in der Kategorie „Innovationen für die Wirtschaft“ ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand am Abend des 22. Oktober auf Burg Perchtoldsdorf statt.

„Wir fühlen uns durch diese Auszeichnung sehr geehrt und freuen uns, dass unsere Innovationsstärke nicht nur von unseren Kunden, sondern auch hier in der Region wahrgenommen und geschätzt wird“, betont Joachim Metzmacher, Werksleiter von ENGEL in St. Valentin, der gemeinsam mit Produktentwickler Günter Schott und Technikbereichsleiter Herbert Zeidlhofer den Preis aus den Händen von Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl entgegennahm. „Nicht zuletzt ist Innovationsstärke auch immer eine Frage der Rahmenbedingungen“, so Metzmacher. „Hier in Niederösterreich profitieren wir von einem sehr guten Innovationsklima, und unsere Techniker und Ingenieure werden von der Wirtschaftskammer stets bestens unterstützt.“

Maschine spart pro Jahr 100.000 kWh Strom ein
ENGEL AUSTRIA mit Stammsitz in Schwertberg/Oberösterreich ist der weltweit größte Hersteller von Spritzgießmaschinen und gilt in der Kunststoffbranche als Vorreiter bei energieeffizienten Antriebslösungen. Mit der Baureihe ENGEL e-duo haben die Großmaschinen von ENGEL, die in St. Valentin entwickelt und gefertigt werden, eine neue Effizienzklasse erreicht. Dank elektrischer Antriebe liegt der Energieverbrauch einer ENGEL e-duo im Vergleich zu einer herkömmlichen hydraulischen Spritzgießmaschine gleicher Größe um bis zu 50 Prozent niedriger. Durchschnittlich ergibt sich dadurch pro Maschine eine jährliche Energieeinsparung von ca. 100.000 kWh. Dies entspricht einer Heizölmenge von etwa 9.350 Litern. Auf diese Weise unterstützt ENGEL seine Kunden, kontinuierlich die Stückkosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

ENGEL auch für Staatspreis nominiert
Eine sehr hohe Präzision und Dynamik sowie deutlich reduzierte Lärmemissionen sind weitere Pluspunkte der neuen Baureihe, die noch am Tag der Preisverleihung einen großen öffentlichen Auftritt auf der weltweit größten Kunststoffmesse, der K 2013, in Düsseldorf feierte. Dort produzierte eine ENGEL e-duo Spritzgießmaschine am Messestand von ENGEL großvolumige Verpackungsboxen.

Als Sieger des niederösterreichischen Innovationspreises ist ENGEL AUSTRIA nun auch für den Staatspreis nominiert.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #27839
 09.10.2013

ENGEL Pressekonferenz auf der K 2013  (Firmennews)

Mit 25 Maschinenexponaten, davon 12 auf dem eigenen Messestand in Halle 15 (B42/C58), erschließt ENGEL auf der K 2013 neue Anwendungen, erklimmt neue Effizienzrekorde und löst wichtige Herausforderungen der Zukunft.
Auf unserer Pressekonferenz am ersten Messetag erfahren Sie mehr über die ENGEL Highlights auf der K 2013, über die neuesten Entwicklungen und Projekte aus dem Hause ENGEL. Hierzu laden wir Sie herzlich ein.
Mittwoch, 16. Oktober 2013, 12.30 bis 13.30 Uhr, Raum 16, CCD Süd (1. OG)
Bitte beachten Sie, dass sich der Raum entgegen unserer ursprünglichen Ankündigung geändert hat!
Die Konferenzsprache ist Englisch. Die Presseunterlagen werden in Deutsch und Englisch zur Verfügung stehen.
Wir bitte um Anmeldung bis 11. Oktober an susanne.zinckgraf@engel.at.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
(ENGEL AUSTRIA GmbH)

Newsgrafik #27817
 04.10.2013

ENGEL investiert erneut in Schwertberg  (Firmennews)

Bild: Blickfang in der Ludwig-Engel-Straße in Schwertberg: In der neuen Montagehalle von ENGEL AUSTRIA wird in Kürze gearbeitet.

ENGEL AUSTRIA wächst an seinem Stammsitz Schwertberg weiter. Nur eineinhalb Jahre nach der Erweiterung im Süden des Werksgeländes wurde nun auch im Norden eine neue Montagehalle eröffnet. Sie erhöht die Anzahl an Maschinenstellplätzen für Kundenabnahmen.
„Wir verzeichnen weltweit ein steigendes Auftragsvolumen, diesem Wachstum tragen wir mit den kontinuierlichen Investitionen in unsere Standorte Rechnung“, betont Dr. Peter Neumann, CEO der ENGEL Holding. Insgesamt investierte ENGEL in den letzten beiden Geschäftsjahren rund 50 Millionen Euro alleine in die Erweiterung und Modernisierung seiner österreichischen Werke in Schwertberg, St. Valentin und Dietach.

Zusätzliche Stellplätze für große Maschinen
Mehr als 2.000 Spritzgießmaschinen verlassen Jahr für Jahr die Fertigung in Schwertberg, mit steigender Tendenz. Schon lange reichten die vor Ort für Kundenabnahmen verfügbaren Maschinenstellplätze nicht mehr aus. Vor allem größere Spritzgießmaschinen mussten für die erste Inbetriebnahme ins Werk St. Valentin gebracht werden. Mit dem Neubau stehen jetzt auch im Werk für Klein- und Mittelmaschinen ausreichend Stellplätze zur Verfügung.
Ausgelegt für Maschinen mit einem Gewicht bis 40 Tonnen trägt die neue Montagehalle gleichzeitig dem Trend zu größeren Spritzgießmaschinen Rechnung. Inzwischen fertigt ENGEL in Schwertberg bis zu einer Schließkraft von 650 Tonnen. Zu den größten am Standort produzierten Maschinen zählt die neue Hochleistungs-Hybridmaschine ENGEL e-speed.
Der Neubau wurde in einer kurzen Bauzeit von nur sieben Monaten fertiggestellt. Ausschließlich Unternehmen aus der Region wurden mit den Planungsarbeiten und Bauleistungen beauftragt.

Mehr als 5.000 Besucher bei ENGEL Open House
ENGEL verband die Einweihung der neuen Montagehalle mit einem Tag der offenen Tür. Mehr als 5.000 Gäste aus der gesamten Region nutzten Ende September die Chance, einen Blick hinter die Kulissen der hochmodernen Spritzgießmaschinenfertigung in Schwertberg zu werfen. „Investitionen in unsere Standorte bedeuten nicht nur eine Erweiterung unserer Kapazitäten,
sondern immer auch eine Modernisierung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen“, so Peter Neumann. Hiervon konnten sich die Besucher vor Ort überzeugen.
(ENGEL AUSTRIA GmbH)

Newsgrafik #27719
 12.09.2013

ENGEL e-learning boosts efficiency in training  (Company news)

If you want to be successful in the market, you need to ensure that your employees are top fit at all times. This explains why training programs are an integral part of ENGEL's system philosophy. At the worldwide training centres, the injection moulding machine builder and automation expert offers seminars and workshops that are attended annually by more than 3000 participants. With its new online program, ENGEL is now extending its training portfolio and thus making ongoing training more efficient and easily accessible.

A knowledge advantage is a competitive advantage. Despite this, participation in training events is often reduced to a few isolated dates in many companies. To give customers access to seminars and training sessions with very little time and cost overhead, ENGEL is taking a new approach in the dissemination of knowledge. ENGEL's internet-based e learning platform is now available at any time and any place, whether just for a few minutes between tasks, or for a multiple-hour power training session. The content can be adjusted flexibly to meet individual requirements, and everyone can learn at their own speed.

ENGEL e-learning is organised in three sections:

- ENGEL e-learning first steps teaches basic skills and compact injection moulding know-how. The workings of an injection moulding machine and process control are intuitively explained, as are the various machine types and processing technologies. To test your own knowledge, even the basic module includes tests, which you can also take online.

- ENGEL e-learning standard seminars cover a wide range of topics, from EOB (ENGEL operator basics) to TPQ (Process and quality control), and the content is no different from the material taught at the ENGEL training centres. Online participants also have access to the original training manuals via the online platform. Our e-learning seminars are a particularly efficient alternative if you are unable to take place in a taught event for reasons of time or geography. At the same time, this program helps to refresh your acquired knowledge, and lets you take exams to acquire performance certificates. The final exam can be repeated any number of times, and you can follow your learning success in an intuitive test protocol.

- ENGEL e-learning competence assessment combines test questions from 19 plastics processing and robotics topics. It is useful as a regular performance check and supports a continual build-up of knowledge and skills. The test report can be used as the basis for needs-driven planning of training measures, and serve as an annual module in knowledge and skills management.

The modules include videos and simulations for intuitive teaching of complex topics, and were compiled to reflect the latest educational methods. Companies can generate additional, enterprise-specific content for their staff, and configure the platform to match their corporate design. ENGEL e-learning is currently available in German and English. More languages are in preparation.

Globally at the same level – in real-time
Feedback from initial applications on the new learning platform has been extremely positive. "Thanks to the skills check, we now have a comprehensive, holistic picture of our machine setters," says, for example, Richard Hiebler, the Managing Director of Richard Hiebler GmbH in Stainz, Austria, summing up. "The platform provides the basis for continually improving our setters' qualifications. We can now create a needs-driven training plan." Oswald Krassnegger, the Head of Injection Moulding at MACO in Salzburg, above all emphasises the benefits for international companies: "We have globally uniform and exacting staff skill requirements. The ENGEL e-learning platform supports our global knowledge management perfectly."

Multiply tested and mature
One major benefit for the users of the ENGEL e-learning platform is that this is not a new product, but a mature and multiply tested tool. For more than two years, some 3500 ENGEL staff have worked intensively with the e-learning platform. After all, ENGEL is also increasingly relying on web-based training internally. "Thanks to ENGEL e-learning, our service technicians and sales staff around the globe are always up-to-date", says Robert Brandstetter, Head of Training at ENGEL AUSTRIA in Schwertberg. "Our trainers also regularly check their knowledge; this is the only way that we can guarantee uniformly high quality standards of our training offerings worldwide."

ENGEL AUSTRIA started at a very early stage to deploy and develop modern knowledge dissemination methods to secure a competitive advantage for our customers. The milestones include the virt-mould simulation program which gives users the ability to install injection moulding machine control units on a PC for training and test purposes, live training via the internet (ENGEL e-trainer live) and, last but not least, the ENGEL e-learning platform.
(Engel Austria GmbH)

Newsgrafik #27279
 23.07.2013

drinktec 2013 - Engel Austria GmbH  (drinktec 2013)

Visit Engel Austria GmbH at drinktec 2013 in München, September 16 – 20, Hall B3 Stand 238

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