Äthiopien: Heineken führt das Bier „Desperados“ auf dem äthiopischen Markt ein
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Heineken Äthiopien hat das Bier „Desperados“ mit einer Investition von fast 500 Millionen Birr auf dem äthiopischen Markt eingeführt, womit der Brauer sein Premium-Portfolio im Land erweitert, wie Birrmetrics am 18. April berichtete.
Das Unternehmen stellte die Premiummarke am Samstag bei einer Veranstaltung vor, bei der Mitglieder des Managementteams während der Enthüllung eine unerwartete Choreografie aufführten und damit im Mittelpunkt des Geschehens standen.
Der Geschäftsführer von Heineken Äthiopien, Bart De Keninck, erklärte gegenüber Birrmetrics während der Auftaktveranstaltung, dass das Unternehmen „fast eine halbe Milliarde Birr“ investiert habe, hauptsächlich für den Kauf einer Aromatisierungsmaschine.
Das Unternehmen erklärte, der Schwerpunkt liege zunächst auf städtischen Zentren und Ausgehlokalen, wo die Nachfrage nach Premium- und differenzierten Getränken steige.
Desperados hat einen Alkoholgehalt von 5,9 Prozent und positioniert sich als Lagerbier mit einem lateinamerikanisch inspirierten Profil, das auf Agaven-Spirituosenaromen basiert und ihm einen tequilaähnlichen Charakter verleiht. Die Rezeptur setzt auf aromatische Noten aus Agaven statt auf traditionellen Spirituosenanteil und soll ein Trinkvergnügen im Cocktail-Stil nachahmen.
Als Teil des globalen Portfolios von Heineken gehört Desperados zu den am weitesten verbreiteten aromatisierten Bieren des Brauers und ist in mehr als 50 Ländern in Europa, Lateinamerika, Afrika und Teilen Asiens erhältlich.
Europa bleibt der Kernmarkt, mit starker Präsenz in Frankreich, Spanien, Deutschland, Belgien, Großbritannien und Polen, wo die Marke häufig mit dem Konsum im städtischen Nachtleben in Verbindung gebracht wird. Über Europa hinaus hat die Marke in lateinamerikanische Märkte, darunter Brasilien, sowie in ausgewählte afrikanische und asiatische Märkte expandiert.
Der Brauer gab bekannt, dass das neue Produkt etwa fünf Birr teurer sein wird als Heineken, wodurch es im Premium-Segment etwas höher angesiedelt ist.
Der äthiopische Biermarkt hat in den letzten zehn Jahren anhaltendes Kapital angezogen, unterstützt durch Bevölkerungswachstum und Urbanisierung. Die Brauereien haben ihr Angebot zunehmend über Standard-Lagerbiere hinaus diversifiziert, um in Segmenten mit höheren Margen zu konkurrieren.
Heineken Ethiopia trat 2011 durch die Übernahme der Brauereien Harar und Bedele in den äthiopischen Markt ein. Später erweiterte das Unternehmen seine industrielle Präsenz mit der Kilinto-Brauerei in der Nähe von Addis Abeba, wodurch die Produktionskapazität gestärkt und die Nähe zu den städtischen Nachfragemärkten verbessert wurde. Das Unternehmen betreibt nun ein System mit mehreren Standorten in Kilinto, Harar und Bedele und verwaltet ein Portfolio von mehr als acht Marken, das die Kategorien Mainstream, Premium und alkoholfrei abdeckt.