Bierabsatz sinkt im ersten Halbjahr 2026 weiter, aber Mengenplus im Juni
News Allgemeine News
Der Bierabsatz in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 % auf rund 3,8 Mrd. l gesunken.
Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) konnte für den Sommermonat Juni jedoch eine positive Entwicklung verzeichnet werden – mit einem Absatzplus von 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Alkoholfreie Biere, die in Deutschland mittlerweile einen Marktanteil von mehr als 10 % erreichen, werden von der amtlichen Statistik nicht erfasst.
81 % des gesamten Bierabsatzes waren im ersten Halbjahr 2026 für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden innerhalb Deutschlands versteuert. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2025 um 3,1 % auf 3,1 Mrd. l. Die restlichen 19 % wurden steuerfrei überwiegend als Exporte abgesetzt. Das waren 2 % mehr als im Vorjahr. Davon gingen 422 Mio. l in EU-Staaten und 297 Mio. l in Nicht-EU-Staaten.
Die deutsche Brauwirtschaft steht laut dem Deutschen Brauer-Bund (DBB) unter anhaltendem Druck und befindet sich weiter in einer angespannten Lage. So hätten die monatlichen Absatzzahlen in den vergangenen zwei Jahren nahezu durchgehend unter denen des Vorjahresmonats gelegen, teils sogar deutlich.
„Mit Blick auf die anhaltend hohen Produktionskosten und den Rückgang des Bierkonsums ist leider damit zu rechnen, dass die Zahl der Brauereien in Deutschland weiter abnehmen wird“, sagt der DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Zurzeit müsse jede Woche mindestens eine Brauerei aufgeben, oft handele es sich dabei um Familienbetriebe mit jahrhundertelanger Geschichte. „In dieser Situation ist es besonders bitter, dass von der Politik keinerlei Unterstützung kommt, sondern im Gegenteil weitere Belastungen beschlossen werden“, so Eichele. Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer torpediere den erfolgreichen Versuch vieler Brauereien, sich mit alkoholfreien Erfrischungsgetränken ein zweites Standbein aufzubauen.