Escorial Grün: Ein traditionsreicher Kräuterlikör mit Geschichte
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Escorial Grün ist ein hochprozentiger Kräuterlikör mit langer Tradition in Deutschland. Der leicht süße Likör mit charakteristischem Waldmeisteraroma wurde erstmals 1910 von der Unternehmensgruppe Anton Riemerschmid auf den Markt gebracht. Als Erfinder gilt Robert Riemerschmid, während als Alleinhersteller Georg Hemmeter auf dem Etikett genannt wird.
Geschichte und Popularität
Der grüne Kräuterlikör erlebte seinen ersten Popularitätsschub in den 1920er Jahren, parallel zum Absinth-Boom. Seine zweite Hochphase erreichte Escorial Grün in den 1950er bis späten 1970er Jahren, als er zu den Kultgetränken zählte.
Der Name des Likörs lehnt sich vermutlich werbewirksam an die spanische Stadt El Escorial mit ihrer Klosterresidenz an – ähnlich wie beim französischen Chartreuse-Likör, dem Escorial Grün nachempfunden ist.
Eigenschaften und Genuss
Mit seinem beachtlichen Alkoholgehalt von 56% vol. gehört Escorial Grün zu den hochprozentigeren Likören. Diese Eigenschaft macht ihn besonders: Gibt man frisches Eis hinzu und zündet ihn an, brennt der Likör – ein beliebtes Trinkritual unter Kennern. Auch zum Flambieren eignet sich Escorial Grün hervorragend.
Obwohl der Likör pur genossen werden kann, ist er auch als Zutat in verschiedenen Cocktails beliebt. Sein charakteristisches Waldmeisteraroma und die leichte Süße verleihen Mixgetränken eine besondere Note.
Varianten
Interessanterweise gab es bis in die 1960er Jahre auch einen gelben Escorial mit milderem Alkoholgehalt von 43% vol. Diese Variante gilt als ursprüngliche Version des Likörs.
Heute wird Escorial Grün weiterhin von der Georg Hemmeter GmbH und der Underberg AG produziert, nachdem die Unternehmensgruppe Riemerschmid seit 1996 zur Underberg AG gehört. Der Kräuterlikör hat zwar nicht mehr die Popularität früherer Jahrzehnte, genießt aber nach wie vor einen Platz in der Barkultur und bei Liebhabern traditioneller Spirituosen.