Gericht stoppt Verkaufsprozess von Ardagh Metal Packaging
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Ein Richter für Eilverfahren am Bezirksgericht Luxemburg hat eine Verfügung gegen die Ardagh Holdings S.A. erlassen. Diese untersagt es dem Unternehmen, den Verkauf seiner Anteile an der Metallverpackungstochter Ardagh Metal Packaging S.A. ganz oder teilweise fortzusetzen.
Wie Ardagh mitteilt, folgt die Verfügung auf einen einseitigen (ex parte) Antrag bestimmter Minderheitsgläubiger der vorrangig besicherten „Toggle“-Anleihen mit Fälligkeit im Jahr 2027. Diese seien von ARD Finance S.A., einer Muttergesellschaft der Ardagh Group S.A., vor deren im November 2025 abgeschlossener Rekapitalisierungstransaktion begeben worden.
Wie es in der Mitteilung heißt, wurde die Verfügung gegen die Ardagh Holdings S.A. erlassen, ohne dass diese Gelegenheit gehabt habe, ihren Standpunkt darzulegen. Ardagh sei der festen Überzeugung, dass die Anordnung unbegründet sei, und habe bereits deren Aufhebung beantragt.
Ardagh Holdings S.A. hatte Pläne für einen möglichen Verkauf von Ardagh Metal Packaging am 13. August 2026 bekannt gegeben und für eine solche Transaktion mehrere Optionen genannt. Eine Frist oder einen verbindlichen Zeitplan für den Abschluss des potenziellen Verkaufsprozesses hatte das Unternehmen nicht festgelegt.
Die Metallverpackungstochter der Ardagh Group betreibt 23 Werke für Getränkedosen in neun Ländern, beschäftigt rund 6.500 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von 5,5 Mrd. $.