Kaffee als Strafe – Das Kaffee-Experiment

Eine erhebende Anekdote für alle Kaffeefreunde. Und auch die Teetrinker kommen hier durchaus auf ihre Kosten… 

Kaffeebohnen - Das Kaffee-Experiment
© Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay
07.04.2021

Im 17. und 18. Jahrhundert erweiterte sich die europäische Getränkeindustrie um bisher unbekannte Getränke aus den Kolonien: Kaffee, Tee und Kakao. Als in Europa der Kaffeegenuss immer beliebter wurde, zeigte sich der schwedische König Gustav III. (1746 –1792) besorgt über die angeblichen Gefahren des Kaffees, der im 18. Jahrhundert zum Modegetränk in der höheren Gesellschaft wurde und seiner Meinung nach zu einem vorzeitigen Tod führen würde. 

Er zog daher eineiige Zwillingsbrüder zu einem Experiment heran. Bei beiden handelte es sich um zum Tode verurteilte Verbrecher, deren Todesstrafe in lebenslängliche Haft umgewandelt würde - unter der Bedingung, dass sie sich zur Teilnahme am folgenden Experiment bereit erklärten:  Der eine Zwilling musste jeden Tag 3 Kannen Kaffee, der andere Zwilling dagegen 3 Kannen Tee trinken. Beiden Männern war ihr Leben lieb und sie stimmten ihrer Teilnahme als Versuchskaninchen bei dem Experiment zu.

Die beiden Mediziner, die das Experiment überwachten, starben als erste. Ihnen folgte König Gustav III., der 1792 bei einem Attentat ums Leben kam.

Von den beiden Verbrechern starb schließlich der Teetrinker zuerst – jedoch erst im gesegneten Alter von 83 Jahren. Der Kaffeetrinker starb als letzter, allerdings ist nicht bekannt, wie alt er wurde. Die 83 Jahre seines Zwillingsbruders hat er jedoch getoppt.

In diesem Sinne ein passendes Zitat vom Kaffee-Unternehmer Albert Darboven: "Kaffee ist nur schädlich, wenn Ihnen ein ganzer Sack aus dem fünften Stock auf den Kopf fällt."