Glasverpackungen: Verallia plant Zusammenlegung und Schließung von Hütten
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Der Hersteller von Behälterglas Verallia hat eine strategische Überprüfung seiner deutschen Standorte eingeleitet, um seine industrielle Aufstellung an die veränderten Marktbedingungen anzupassen.
Die Überprüfung zeige, dass eine Bündelung der Produktion auf drei Standorte – begleitet von gezielten Investitionen in die Modernisierung energieeffizienterer Öfen – unter den veränderten Bedingungen die beste Lösung darstelle, heißt es aus dem Unternehmen.
Vor diesem Hintergrund wurde der Standort Essen einer spezifischen Analyse unterzogen. Diese könnte eine Verlagerung von Produktionsvolumina nach Bad Wurzach, Neuburg und Wirges umfassen. Die Maßnahme könnte potenziell zur Schließung des Standorts und zum Wegfall von rund 300 Arbeitsplätzen führen.
Markt für Glasverpackungen seit 2023 stark rückläufig
Hintergrund sei die massive Abschwächung der Nachfrage nach Glasverpackungen. Nach mehreren Jahren eines durchschnittlichen Mengenwachstums von rund 2 % pro Jahr bis 2020 durchlief der europäische Markt während der Covid-19-Pandemie mehrere Phasen der Abschwächung. Auf eine Erholung nach der Pandemie folgte 2023 ein deutlicher Volumenrückgang von 13 %. Damit hat sich der Markt auf einem strukturell niedrigeren Niveau eingependelt und liege unterhalb des Vorkrisenniveaus von 2019.