Gegen den Trend: Neubau statt Rückzug
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Wie das Riedenburger Brauhaus dem schrumpfenden Biermarkt begegnet
Der deutsche Biermarkt ist 2025 um rund sechs Prozent zurückgegangen. Die angespannte Marktsituation führt vielerorts zu Betriebsschließungen, Zusammenschlüssen und Übernahmen. Das Riedenburger Brauhaus hingegen investiert in den Ausbau des eigenen Standorts. Die Bio-Brauerei realisiert aktuell einen umfassenden Neubau – die größte Investition der Firmengeschichte und der mutigste Schritt seit der Bio-Umstellung im Jahr 1994.
Der Neubau ist Teil einer langfristig angelegten Unternehmensstrategie, die Riedenburger seit Jahrzehnten verfolgt. Sie basiert auf 100 Prozent Bio, handwerklichen Bierspezialitäten, regionalen Wertschöpfungskreisläufen, einem klaren Fokus auf alkoholfreie Biere und dem Ziel einer Bierherstellung ohne fossile Brennstoffe. Der Neubau schafft dafür die strukturellen Voraussetzungen.
Dieser Weg wurde nicht kurzfristig eingeschlagen, sondern über viele Jahre entwickelt – und er trägt auch im herausfordernden Marktumfeld. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Riedenburger Brauhaus ein Umsatzplus von rund drei Prozent und bestätigte damit die strategische Ausrichtung der Brauerei.
„Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen für das mittel- und langfristige Wachstum der Brauerei“, sagt Geschäftsführer Maximilian Krieger. „Unser Ziel ist es, eine der modernsten und nachhaltigsten Brauereien in Europa zu realisieren.“
Ein besonderer Schwerpunkt der langfristigen Unternehmensstrategie liegt auf alkoholfreien Bieren, die sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickelt haben. Das Riedenburger Brauhaus investiert gezielt in die Weiterentwicklung dieses Segments und stärkt damit seine Position in einem Markt, der sich strukturell im Wandel befindet.