Bocksbeutel – Markenzeichen für hochwertigen Frankenwein

Ein Bocksbeutel erinnert von der Form her an eine Feldflasche und wird für Weine aus dem Anbaugebiet Franken verwendet. Der Inhalt beträgt normalerweise 0,75 l (drei fränkische Schoppen à 0,25 l). Die Form wird auch in anderen Weinregionen genutzt, z.B. in Portugal.

Bocksbeutel
© Bild von René Bittner auf Pixabay
06.05.2024

Der Bocksbeutel dient seit mindestens 250 Jahren als typisches Behältnis für Frankenwein. Ob sein Name mit dem Hodensack eines Ziegenbocks als früher Behälter für Wein zu tun hat oder mit dem Ziegenbock als Begleiter des Weingottes Dionysos, ist jedoch nicht bekannt.

Üblicherweise wird der Bocksbeutel für qualitativ hochwertige Weine verwendet. Seit 2009 gibt eine Regelung, dass Weine, die in Bocksbeutel gefüllt werden sollen, bei der amtlichen Qualitätsweinprüfung eine Mindestpunktzahl von 2,0 aufweisen müssen. Das Mindest-Mostgewicht für Bocksbeutelwein liegt mit 72 Grad Oechsle über dem für Qualitätswein.

Insgesamt ist die Verwendung des Bocksbeutels jedoch rückläufig. Als Gründe gelten dabei u.a. die im Vergleich zu Flaschen platzintensive Lagerung sowie Lieferengpässe der Glashersteller.

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